Wen bezeichnet die Bibel als den kommenden Mashiach (Gesalbten, Christus)? Teil 3

Glaubensimpuls 144

Im Gim 142 haben wir gesehen, dass sich der himmlische Vater JaHuWaH (sprich: Jahua), der Schöpfer unseres Lebens, als der Erste und der Letzte offenbart. Das heisst mit andern Worten: Alles ist von ihm ausgegangen, denn es war alles sehr gut (vgl. 1Mo 1,31) und alles wird wieder zu ihm zurückkehren, weil er sich nicht widersprechen kann. Es gibt also nichts, selbst das Böse, das nicht von ihm geschaffen wäre. Das Böse hat von ihm Grenzen gesetzt bekommen. Selbst das Böse und die dem Bösen Verfallenen werden seine Absichten erkennen und seinen Absichten dienen. Alles ist zu seinen Ehren geschaffen und alle seine Werke werden ihn einmal preisen (vgl. Ps 145,10).

In den früheren Gim habe ich vielfältig auf die entsprechenden Bibelstellen verwiesen. Es ist eine wahre Freude und ein Segen von unschätzbarem Wert, dass wir immer wieder neu aus den Zusammenhängen des geoffenbarten Wortes schöpfen und leben, und in der Erkenntnis und Beziehung zu unserem Abba Vater stetig wachsen dürfen. Altes, gut gemeinte menschliche Philosophien, dürfen wir ablegen. Doch manchen bereitet unser Glaubenswachstum Kummer und Verdruss. Auch wir waren gefangen in den Barrieren der religiösen philosophischen Banden der Kirchenväter, doch die Wahrheit deckt auf und macht frei.

Übrigens bestätigen dies auch die Bekenntnisschriften (BeS = NT), aus denen die Kirchenväter im 4. Jahrhundert, unter Papst Damasus, eine zusätzliche Bibel machten und sich damit an die Stelle des Wortes JaHuWaHs und der Propheten und an die Stelle Israels setzten, was allgemein als Ersatz- oder Enterbungstheologie bezeichnet wird. Sie nannten diese Schriften NT. Zur Zeit Jahushuas und der Apostel existierten diese Schriften noch nicht. Darum halten auch wir sie heute nicht mehr als Texte die zur Bibel gehören, wollen sie aber gerne als Hilfe (Bekenntnisschriften = BeS) zur Bestätigung biblischer Aussagen herbeiziehen, sofern sie mit dem prophetischen Kontext der Bundesschriften (AT) übereinstimmen.

In diesen Schriften finden wir grosse Bestätigungen des prophetischen Wortes unseres himmlischen Vaters, aber ebenso auch grosse direkte und offensichtliche Widersprüche zum Wort unseres himmlischen Vaters, der Propheten und JaHushuas, was uns bei näherem Hinschauen, unter Berücksichtigung des prophetischen Wortes, ganz schön erschüttern und aus der Bahn eines verkehrten Glaubensweges führen kann. Solche Erschütterungen zeigen sich später allerdings als ein besonderer Segen von oben.

Nun, auch sie bestätigen die Tatsache, dass JaHuWaH unser himmlischer Vater der Letzte sein wird, weil er ein Erlöser (bzw. Schöpfer) der Lebenden ist und nicht ein Schöpfer von Toten: „Er ist nicht Erlöser (Schöpfer) der (von) Toten, sondern der Lebenden; denn für ihn leben alle“ (Lk 20,38; Mk 12,26-27; Mt 22,31-33 vgl. dazu auch Röm 11,36; 1Kor 15,28; Phil 2,10-11).

Wie wir bereits wissen bauten Moshe, Elijahu – und alle andern von JaHuWaH zu einem besonderen Dienst Erwählten und Berufenen, innerhalb des gesalbten Volkes ihre Häuser. Was heisst das? Sie taten ihren Dienst genau nach dem vorgegebenen Plan des himmlischen Vaters. Dem Schöpfer aller Dinge gehört alles. Nichts ist davon ausgenommen. Er wird sich von keinem seiner geschaffenen Werke jemals etwas nehmen lassen.

Sein grosses Endziel wird uns in der Bibel durchgehend verkündet. Doch bevor das Endziel erreicht werden wird, wird JaHuWaH selbst kommen. Es wird der Tag JaHuWaHs vorangehen. Wir sind allgemein gewohnt zu sagen „der Tag des Herrn“. Die Propheten bezeugen einstimmig, dass niemand anders als ER selbst; JaHuWaH, der himmlische Vater selbst, auf dem Berg Jerushalajm erscheinen wird. Zu Jerushalajm gehört auch der Ölberg.

Sein Erscheinen bestätigt der himmlische Vater selbst in seinem Wort, das er durch seine Propheten zu seinem Volk, und damit auch zu uns spricht: „Und JaHuWaH wird auf diesem Berg die Hülle (Gericht) verschlingen, die das Gesicht aller Völker verhüllt (im Gericht hält), und die Decke (das Gericht), die über alle Nationen gedeckt ist. Den Tod verschlingt er auf ewig (in Sieg), und der Herr JaHuWaH wird die Tränen abwischen von jedem Gesicht, und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde hinwegtun. Denn JaHuWaH hat geredet. An jenem Tag wird man sagen: Siehe da, unser Erlöser, auf den wir hofften! Wir wollen jauchzen und uns freuen in seiner Errettung!“ (Jes 25,7-9).

Das ist ist die zentrale Botschaft der Bibel. Sie durchzieht die ganze Bibel (BuS). Etwas anderes kennt die Bibel nicht! Weder de Prophet Jeshajahu noch ein anderer Prophet spricht jemals von einem Jesus-Gott der als Gesalbter, als wahrer Gott und wahrer Mensch, als fleischgewordener Gott, angeblich den Platz des himmlischen Vaters einnehmen oder in dessen Auftrag diesen Platz einnehmen würde, der als der Messias der Endzeit schon einmal gelebt hätte, gekreuzigt, begraben, auferstanden, entrückt und irgendwann am Ende wiederkommen würde.

Thora und Propheten wären voll einer solchen Botschaft, wenn sie vom himmlischen Vater ausgegangen und vorgesehen gewesen wäre. Doch die Propheten berichten und lehren davon nichts. JaHuWshua (sprich: Jahushua) lehrte nichts, was nicht in der Thora oder bei den Propheten zu finden gewesen wäre.

Im nächsten Gim wollen wir auf Parallelaussagen der Bibel eingehen, die im Zusammenhang mit der Ankunft des biblischen Mashiach stehen. Gerne möchte ich in diesem Zusammenhang dann auch auf die Begriffe „Sohn“, „Erwählung“, „Heilige“ usw. im Zusammenhag von „Gesalbter“ eingehen.

Wir wollen uns darüber von Herzen freuen, dass wir dem Glaubensbuch und damit dem Glaubensinhalt Jahushuas und der Apostel immer gleichförmiger werden dürfen, so wie dies Shaul den zu JaHuWaH Zurückgekehrten aus den „Verlorenen“ des Hauses Israel schreibt: „..die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein“ (Röm 8,29).

In dieser Freude wünsche ich allen gesegnete Zeiten, Zeiten des inneren Friedens und der inneren Ruhe aus dem reichen Schatz des Abba Vaters.

Gregor Dalliard