Wen bezeichnet die Bibel als den kommenden Mashiach (Gesalbten, Christus)? Die Erwartung der nahen Wiederkunft. Keine Wiederkunft des trinitarischen Jesus-Gottes – sie blieb aus! Teil 20

Glaubensimpuls 161

Die Römer verfolgten Juden und Christen, weil Rom keine königlichen Konkurrenten duldete. Bei den Juden erhoben sich immer wieder Männer, die das Joch Roms beseitigen wollten. Manche sahen in ihnen den ersehnten Messias, der das Friedensreich bringen würde.

Jene, die aus dem Jahushua HaMashiach von Nazareth einen Jesus-Gott gemacht hatten, erwarteten nach dessen Hinrichtung seine sofortige Wiederkunft, das Gericht über die Römer und den Anbruch ihres Friedensreiches. Bis heute ist weder der jüdische Messias gekommen noch ist der trinitarische Jesus-Gott der Kirche wiedergekommen. Aus dieser Welt ist bis heute alles andere als ein Friedensreich geworden. Eine Tatsache, die Bibelleser zu einem aufrichtigeren und konsequenteren Bibellesen animieren müsste! Die christliche Vogel-Strauss Methode ist hier fehl am Platz. Sie beraubt Bibelleser ihres eigenen Segens und des Segesn ihrer Nachkommen. Sie entehrt JaHuWaH und das Zeugnis der Propheten, die im Namen JaHuWaHs redeten.

In den letzten Gim habe ich versucht auf die falschen Erwartungen des Messias und die falschen Messiasse einzugehen, die das Friedensreich bringen sollten. Die falsche Hoffnung auf das Erscheinen eines messianischen Königs aus der Nachkommenschaft Davids flackerte unter den gläubigen Juden im Laufe der Geschichte immer wieder neu auf. Dabei können wir uns auf die Stammbäume der BeS = NT nicht verlassen. Sie sind von der Kirche im Nachhinein einigermassen zusammengeflickt worden. Immer wieder entpuppten sich diese „Könige“ als verheerendes Feuer, das Tod und Asche hinterliess. Jahushua wehrte sich unmissverständlich und radikal gegen die Messiasrolle in die ihn immer mehr Juden hineinzwingen wollten! (vgl. Gim 160).

Die frühen Kirchenväter, die auf die Apostel folgten und den Prozess der Loslösung von der Bibel (AT) und damit von den Trägern des Heils, den Juden, einleiteten und vehement vorantrieben, konzentrierten sich auf Jahushua von Nazareth. Den hatten sie, wie wir bereits eingehend wissen, entjudaisiert und nach antikem Muster zu einer der heidnischen trinitarischen Gottheiten erhoben. Kennzeichen dieser Gottheiten war meistens: Zeugung durch eine Gottheit in eine Jungfrau, Tod und Auferstehung. Das wurde zum Kennzeichen ihres Jesus-Gottes. Jahushua war möglicherweise ein Nachkomme Davids. Die Kirchen hatten ihn jedenfalls zum neuen David gemacht. Ähnlich wie Moshe und Elijahu tat Jahushua als Prophet und Rabbi grosse Zeichen und Wunder. Er richtete unter anderem das von den Römern entwürdigte und geschändete jüdische Volk wieder auf, indem er es zum Wort des Vaters und zu dessen Verheissungen zurückführte.

Wegen seiner tiefen wortgetreuen Verkündigung und wegen seiner Wunder und Zeichen folgte ihm das jüdische Volk massenhaft überallhin nach. Darum wurde er von den Römern ständig gesucht und schliesslich als ein (Gegen-)König schmählich hingerichtet. Dieser Verführung, dass Jahushua der König des messianischen Reiches war, erlagen die Kirchenväter. Sie machten ihn darum nach seinem Tod – entgegen aller prophetischen Zeugnisse über das Wesen des messianischen Königtums – zum messianischen König, verbunden mit der Botschaft seiner sofortigen Wiederkunft.

Mit ihrem stoischen Fanatismus als Märtyrer für ihren Jesus-Gott zu sterben um gleich bei ihm zu sein oder ihn zur Wiederkunft zu bewegen, provozierten sie die Römer ins Unermessliche. Die Römer reagierten mit einer grausamen Verfolgungsstrategie, die in jener Zeit an Grausamkeit durch nichts mehr zu überbieten war. Die Geschichte berichtet uns eingehend von diesen Qualen und der Tapferkeit der Anhänger dieser neuen Lehre, des neuen Weges, den die Kirchenväter als den allein selig machenden Weg wiesen und schrittweise als die einzig richtige Heilslehre dogmatisierten. Diese Qualen wiederum eiferten die Verfolgten zu noch mehr Hingabe an. Dieses entschiedene Verhalten lockte in der damaligen orientierungslosen Welt viele Menschen an. So traten sie der neuen Gemeinschaft bei. Menschen können für die grösste Verkehrtheit begeistert und fanatisiert werden und ihr Leben dafür geben, wenn die führenden Akteure ihre Lehren überzeugt zu vermitteln und zu leben verstehen und dafür heroisch in den Tod gehen. Das sehen wir in unseren Tagen an den radikalisierten Moslems der Hamas, der IS (Islamischer Staat), Hizbulla, Taliban, Iran und anderswo!

In den Bekenntnisschriften (BeS = NT) ist uns der massive Einfluss der Lehre über die sofortige (baldige) Wiederkunft des Jesus-Gottes unmissverständlich überliefert. Sie kann keinem ehrlich nach der Wahrheit suchenden Bibelleser auf die Dauer verborgen bleiben! Ich betone: auf die Dauer! Es geht manchmal lange, sogar Jahre, wie bei mir. Auf die Dauer aber geht das nicht! Ich kann nicht über Jahre beten: „gib mir deinen Geist, lass mich dein Wort verstehen, schliesse es mir auf, deinen Willen will ich tun“ usw. und wenn er es dann tut, mich so verhalten als hätte er es nicht getan und ich weigere mich die Lehre der Kirchenväter im Lichte des prophetischen Wortes zu prüfen!

Wir wollen einige Schriftstellen zitieren und auf andere hinweisen. „Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reich“ (Mt 16,28). Das ist ein typischer Vers, der von den Kirchenvätern später hinein verwoben worden ist, wie auch Mt 16,18-20, um das Monopol des Bischofs von Rom, als Wort Jahushuas, glaubwürdig zu machen. Nun, sie sind alle gestorben und der heidnisch-trinitarische Jesus-Gott der Kirchenväter ist nicht gekommen – plamabel! (vgl. dazu auch Mt 10,23; Mk 13,30-32).

Betrachten wir 1Kor11, vor allem die Verse 30-32. Die Korinther werden vom Apostel Shaul getadelt, weil einige offenbar beim Zusammenkommen unwürdig das gemeinsame Mahl eingenommen und zuviel getrunken hatten, d.h. sie hatten den tieferen geistigen Sinn des gemeinsamen Mahles nicht beachtet. Nun geht offenbar das Gericht JaHuWaHs durch die Reihen der Mitglieder, weil einige schwach und krank (dem Tode nahe) und andere sogar schon gestorben sind. Keiner aber sollte nach der Überzeugung Shauls sterben. Sie sollten doch bei der Ankunft (Wiederkunft) ihres Jesus-Gottes auf den Wolken ihm entgegengehen, entrückt werden – und nun das! Die Verwirrung war vorprogrammiert, so auch in den Versammlungen von Thessalonich. Die Stellen dazu finden wir in 1Thess 3,13; 4,15-18; 5,1-11; 2Thess Kap 1 und 2.

Der zweite Brief an die Thessalonicher spricht von der Verwirrung in den Versammlungen von Thessalonich. Die Christen in Theassalonich waren über das bisherige Ausbleiben der Ankunft ihres Jesus-Gottes, entgegen aller Äusserungen Shauls, tief verunsichert, verwirrt. Manche glaubten deshalb Wiederkunft und Entrückung hätten schon stattgefunden und sie seien als Gläubige allein zurückgeblieben. Sie glaubten, sie würden nun als Zurückgebliebene den schweren Gerichten der Endzeit ausgesetzt werden. Denn Shaul hatte sie gelehrt, dass nach der Entrückung der Anhänger des Jesus-Gottes gleich der Zorn JaHuWaHs über die Ungläubigen, die Zurückgebliebenen hereinbrechen würde. Von einer Entrückung irgendeiner Gemeinde redet JaHuWaH durch keinen Propheten und nirgendwo! Der Ausdruck in 1Thess 5,9: „Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt“, drückt eben diese sofortige Wiederkunft des Jesus-Gottes und die Entrückung der Gläubigen aus. Damit würden sie dem anbrechenden Zorngericht rechtzeitig entzogen werden. Aber er kam nicht!

Shaul vertröstet sie. Sie sollen sich nicht verunsichern lassen, die Ankunft des Jesus-Gottes ist nahe. Zuerst aber muss sich der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbaren (vgl. 2Thess 2,3). Den aber wird der Jesus-Gott mit dem Hauch seines Mundes vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft. Darüber steht natürlich nichts in der Bibel (AT), d.h. im prophetischen Wort. Es scheint als spräche er nun aus einer tiefen Verlegenheit oder Unwissenheit heraus.

Weil die Wiederkunft des Jesus-Gottes und damit die Entrückung gleich bevorsteht, rät Shaul „keine Frau zu berühren“ (1Kor 7,1). Nur die Schwachen sollen eine Frau haben (vgl. 1Kor 7,2-6). Wegen der nahen Wiederkunft und Entrückung wünscht er sich aber: „alle Menschen wären wie ich“ (1Kor 7,7). Shaul war vermutlich verwitwet. Möglicherweise auch unverheiratet wegen seiner Krankheit (Epilepsie). Er wünscht sich alle Menschen würden ehelos bleiben, was bei seiner Lehre über die nahe Wiederkunft des Jesus-Gottes und die Entrückung seiner Gläubigen und den darauffolgenden schweren Gerichten auf Erden nur allzu verständlich ist.

Shaul argumentiert: In Erwartung der nahen Wiederkunft ist es ein Zeichen von grosser Schwäche zu heiraten. Daran kann der Jesus-Gott keinen Gefallen finden. Darum, wenn du keine Frau hast „so suche keine Frau“ (1Kor 7,28). Warum? „Die Zeit ist begrenzt: dass künftig die, die Frauen haben, seien, als hätten sie keine“ (1Kor 7,29). Denn „die Stunde ist schon da“ (Röm 13,11), die Stunde der Wiederkunft des Jesus-Gottes und die Entrückung ist da.

Kein normaler, gesunder Jude blieb jemals unverheiratet, auch zu jener Zeit nicht! Eine Familie gründen und das Leben weitergeben gehörte zum Wesen des gesunden Menschen, der in der Schöpferkraft seines Schöpfers lebte.

Werfen wir einen Blick in die sogenannte „Offenbarung des Johannes“ finden wir den gleichen Geist der Naherwartung. Klar, die brutalen Verfolgungen, Deportationen, Folter und Quälereien unter der Herrschaft des Kaisers Domitian (81-86 n.u.Z.) trieb die Anhänger des „neuen Weges“ schier in den Wahnsinn. Die Offenbarung, die fälschlicherweise dem Apostel Johannes zugeschrieben wird, ist darum zwischen 95 und 100 n.u.Z. als grosse Hilfe in äusserster Not entstanden. Viele sehnten sich nach einer baldigen Erlösung durch ihren Jesus-Gott, eine Erlösung aus dem grausamen Alltag, eine Entrückung in ein freies himmlisches Land, das der Würde eines jeden Menschen entspräche. Schon solange war seine so sehr verheissene Wiederkunft und Entrückung ausgeblieben. Dieses Ausbleiben ihres Jesus-Gottes trieb viele in die Verzweiflung. Die Kirchenväter waren nicht verlegen. Sie fanden zu immer neuen Lügen, Erklärungen und raffinierten Tricks.

Der betreffende Kirchenvater, der Autor der Offenbarung, versuchte mit äusserst dramatischen Bildern und vielen Vermischungen von Wahrheit und Phantasie die Verzweifelten aufzurichten, indem er auf die soeben bevorstehende Wiederkunft und Entrückung der „Heiligen“ hinweist, wobei hier mit „Heiligen“ nicht die treuen Juden, sondern die Anhänger des Jesus-Gottes gemeint sind, was eindeutig dem biblischen Zeugnis widerspricht! Er lässt darum den Jesus-Gott sprechen: „Ich, Jesus, habe meinen Engel (Boten) gesandt, euch diese Dinge für die Versammlungen zu bezeugen..“ (Offb 22,16). Lesen wir den Abschnitt Offb 22,16-21 ganz durch! Am Schluss der Offenbarung lässt er den Jesus-Gott sagen: „Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald (schnell). Amen, komm, Herr Jesus!“ (Offb 22,20). Aber er kam nicht. Er wird auch nie kommen, weil kein Prophet im Namen JaHuWaHs vom Kommen eines Jesus-Gottes spricht, der vorher gestorben und auferstanden ist!

Im zweiten Petrusbrief, im Kapitel 3, ist uns ein solch raffiniertes Argument überliefert. Jene, die von ihrem biblischen Studium her an diesem Missbrauch und Irrtum aufrichtig Kritik übten wurden als Spötter der letzten Tage bezeichnet, von denen die Bibel im voraus gesprochen habe. Sie wollten angeblich nur aus ihren eigenen Begierden leben (vgl. 2Petr 3,3-4). Sie werden diffamiert, gemobbt! Sie verstehen angeblich nicht, dass „für JaHuWaH ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag“ (2Petr 3,8). Man glaubte offenbar immer noch, dass sie in den letzten Tagen lebten. Darum werden jene, die berechtigterweise Kritik anbrachten als „Spötter der letzten Tage“ bezeichnet! Wollen wir redlich bleiben, müssen wir eingestehen: auch nach tausend Jahren ist er nicht gekommen!

Als die Wiederkunft des Jesus-Gottes und die Entrückung ihrer Gemeinschaft auch weiterhin ausblieben empörten sich immer mehr Menschen über diesen unvorstellbaren Betrug und Missbrauch und lösten sich von der Lehre der frühen Kirchenväter. Die Kirchenväter waren aber nie verlegen. Sie fanden immer neue Argumente und Methoden ihre Lehre aufrecht zu erhalten und Menschen an sich zu binden.

Wen wundert es, dass sich die Kirche ab dem 4.Jahrhundert, unter der Führung der kaiserlichen Gewalt, und im 5.Jahrhundert mit der aufkommenden kirchlichen Inquisition, die Menschenmassen mit bestialischer physischer Gewalt, mit Kriegen, Brutalität und einem äusserst ausgeklügelten psychologischen Netz von Sakramenten und Lehren unterwarf? Anders ging es nicht mehr, denn kaum jemand wäre der Kirche mit ihrem Jesus-Gott noch gefolgt!

Der „berühmt“ berüchtigte Kirchenvater Augustinus, der kein Hebräisch verstand, gilt als der grösste neuplatonisch geprägte Philosoph der Kirche. Er wurde Bischof von Hippo in Nordafrika. Er prägte die Kirche für immer wesentlich. Er lehrte im 5. Jahrhundert, dass mit dem Papsttum das tausendjährige Friedensreich und damit die Herrschaft der Heiligen nun angebrochen sei. Er schrieb 22 Bücher über den Gottesstaat (De Civitate Dei). Alle Menschen müssten nun gezwungen werden in das Friedensreich der Kirche einzutreten. Die Inquisition geht auf ihn zurück.

Die Folgen solcher Irrtümer haben unsägliches Leid, Kriege und Elend über die Menschheit gebracht. Dieses Friedensreich der Kirche entwickelte sich zu einem wahren Höllenreich. Es wurde zum Inbegriff der Hölle! Meines Wissens spricht JaHuWaH durch keinen einzigen der Propheten von einem tausendjährigen Friedensreich! Würde Augustinus noch leben, würde er möglicherweise einsehen, dass die Zeit seines tausendjährigen Reiches längst überschritten worden ist. Er lebte von 354-430 n.u.Z. Die Kirche würde diesen Irrtum nie zugeben und die entsprechenden Konsequenzen daraus ziehen. Das kann diese Herrschaft nicht!

So gab es im fünften Jahrhundert zehntausende junger Männer und Frauen in Rom, die ehelos blieben. Die Kirchenväter haben den Namen Jahushua von Nazareth schändlich missbraucht und eine Masse von Menschen irregeführt – bis zu dieser Stunde!

Die Auswirkungen dieser Knechtschaft sind im Laufe der Jahrhunderte (tausendsechshundert Jahre) durch Mark und Bein gegangen. Sie beseelten bald alles menschliche Leben. Viele aus der christlichen Masse wissen um diese Geschichte, viele auch nicht. Viele kehren heute den Kirchen, dem Christentum, den Rücken zu, doch frei davon werden nur die Wenigsten. Der Würgegriff des Jesus-Gottes beherrscht immer noch unsere Kultur, unser Alltagsleben und die Beziehungen untereinander!

Wie bereits früher erwähnt, erkannten auch die römischen Kaiser, dass die Sache mit der Wiederkunft eines Königs der Christen ein Irrtum war. Auch viele Kirchenführer mussten sich das im Geheimen eingestehen und verhielten sich, ohne ein Wort darüber zu verlieren, entsprechend. Sie lehrten nun, dass ihr trinitarischer Jesus-Gott als König im Himmel regieren würde und von dort aus die Geschicke der Welt durch den führenden Bischof in Rom (später Papst genannt) lenken und leiten würde. Alle Menschen müssten sich diesen Ordnungen strikte unterwerfen wollten sie errettet werden. Sie machten den Juden Petrus (Kepha) rückwirkend zum ersten Papst und die führenden Bischöfe Roms zu dessen Nachfolger.

Dieses Signal nahmen die römischen Kaiser auf. Also stand der Versöhnung von Christentum und kaiserlichem Heidentum nichts mehr im Wege, kamen doch beide aus derselben Quelle. Ein christlicher König der im Himmel regiert und keine Lust hat auf die Erde zurück zu kommen um seine Herrschaft, das verheissene Friedensreich, aufzurichten, stellte für das römische Kaisertum keine Gefahr mehr dar! Die ersten Toleranzedikte wurden erlassen: 311 das Toleranzedikt von Kaiser Galerius; 313 das Toleranzedikt von Kaiser Konstantin in Mailand.

Diese Toleranzedikte leiteten (läuteten) die „Ehe“ der beiden über mehrere Jahrhunderte verfeindeten Ideologien (Glaubensrichtungen) ein.

Seit jener Zeit berief der heidnisch-christliche Kaiser Konzilien ein und entschied über wesentliche Glaubensfragen. Auf dem Konzil von Nizäa 325 wurde von beiden Ideologien die vollkommene Loslösung von JaHuWaH, seinem Wort und seinen Propheten besiegelt! Die Bibel sollte so weit wie möglich entjudaisiert werden. Hitler und die christlichen Führer versuchten das Werk der Kirchenväter – die Entjudaisierung der Bibel – vor allem die Reinigung der BeS = NT von allem Jüdischen, definitiv abzuschliessen. Opposition gab es weder von den offiziellen Führern der Kirchen in Deutschland noch vom Vatikan – noch von anderswo!

Die Bischöfe Roms rissen schleichend aber zielsicher die kaiserliche Macht an sich bis unter Kaiser Theodosius 391 n.u.Z. das Christentum zur Staatsreligion wurde. Die Juden, das auserwählte Volk, waren damit vom römischen Reich vollkommen ausgegrenzt. 476 endete die Macht der römischen Kaiser. Das Papsttum hatte die erst grosse Hürde seiner Macht genommen! Mit unvergleichlicher Brutalität wurde am Aufbau eines Herrschaftssystems gebaut, dessen gräulichen und schrecklichen Auswirkungen bis heute von keiner Ideologie überboten werden konnten. Die Päpste missbrauchten diese Macht ins Unermessliche, indem sie sich des geistigen Lebens von Milliarden von Menschen bemächtigten! Sie führten die Menschheit in die Finsternis, in das finstere Mittelalter, aus dem sie wohl kaum jemals ganz herausfinden werden. Die Geschichte ist ein lebendiges Zeugnis dafür. Diesem Zeugnis kann nicht widersprochen werden, trotz des ewigen Versuches der Kirche und ihrer unterwürfigen Diener die sich, an allen Ecken und Enden der Welt, bemühen diese Geschichte umzuschreiben. Der Zeugen sind heute zuviele!

Möge der Segen von Sukkot und Simchat Thora uns auch in den kommenden Tagen noch begleiten. Shalom!

Gregor Dalliard