Karfreitag, Freitagsgebet der Moslems und die Oberammergauer Passionsspiele. Teil 3

Glaubensimpuls 233

Die Reaktionen auf die Glaubensimpulse (Gim) ermutigen mich sehr, einiges in diesem Gim gerne noch einmal einfliessen zu lassen. Das möchte ich mit dem Jubelruf tun, mit dem ich den letzten Gim abgeschlossen habe: „Gross sind die Taten JaHuWaHs, zu erforschen von allen, die Lust an ihnen haben“ (Ps 111,2). Das neu aufgeschlossene zusammenhängende prophetische Wort macht manchen Lesern sehr zu schaffen, was verständlich ist. Andern wiederum scheint es inzwischen als das Selbstverständlichste das es geben kann. Nur in der Berücksichtigung des gesamtprophetischen Wortes ist eine gesunde und segensreiche Auslegung der Bibel möglich, die sich segensreich auf unser ganzes Leben auswirken wird.

Hinzu kommt die Tatsache, dass in der letzten Zeit der viel zitierte weise Spruch von Johann Wolfgang von Goethe in christlichen Zeitschriften immer häufiger zu lesen ist: „..Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum oben auf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität (Mehrheit), die auf seiner Seite ist“. Das Zitat Goethes entspricht voll dem Befehl JaHuWaHs, der uns im Shma Israel dargelegt ist (vgl. 5Mo 6,4-9) und die ganze Bibel durchzieht. Wunderbar!

Was haben der Karfreitag, das Freitagsgebet der Moslems und die Oberammergauer Passionsspiele miteinander zu tun? In den Oberammergauer Passionsspielen wird der Leidensweg des Juden Jahushua von Nazareth, als des Mensch gewordenen Gottes der Christen nachgestellt. Es sind die Juden, die nach der Lehre der Kirchenväter ihren Messias und König ablehnten und die Römer zwangen ihn zu ermorden. Nach dem christlichen Lehr- und Glaubenskontext der Kirchenväter, der heute noch unter den Christen verbindlich gelehrt wird, ist mit Jahushua von Nazareth der König und Messias Israels bereits vor 2000 Jahren gekommen – und zwar als der Mensch gewordene Gott. Mit ihm wäre also das verheissene prophetische Friedensreich angebrochen, und es müsste demnach heute noch bestehen.

Nun aber widerspricht diese Theologie, besser, diese religiöse Ideologie, auf der das Christentum aufgebaut ist, dem prophetischen Wort, das in seinem Gesamtzusammenhang die ganze Bibel (Tanach) durchzieht. Die israelitisch-jüdischen Propheten verheissen im Auftrag JaHuWaHs, dass wenn der Messias kommen wird, d.h. wenn das messianische Reich anbrechen wird, es mit den Juden anbrechen wird und ihnen für immer übergeben werden wird (vgl Dan 7,18.22.27 u.a.m.). JaHuWaH wird durch sein Volk alle Feinde Israels besiegen (Sach 14 u.a.m). Israel wird seine Feinde aus dem Lande werfen. Mit seinem Volk wird eine weltweite Umkehr zu JaHuWaH einsetzen (vgl. z.B. Sach 8,20-23 u.a.m.), die durch nichts und niemand verhindert oder jemals rückgängig gemacht werden kann (vgl. Dan 7,18.22.27). Durch keinen seiner Propheten spricht JaHuWaH jemals von einem kommenden Jesus-Gott, durch den das messianische Reich anbrechen würde.

Nach dem christlichen Lehr- und Glaubenskontext der Kirchenväter lehnten aber die Juden den Messias und König der Juden, Jahushua, ab. Damit verhinderten sie offenbar den Anbruch des messianischen Reiches, des Friedensreiches. Sie wollten also nicht, dass Jahushua ihr Messias-König sei. Sie lehnten offenbar das Friedensreich, das er nach dem Willen des Vaters ausrufen sollte, und die Befreiung von den Römern, ab. Damit waren und sind die Juden nicht messianisch, eben weil sie den Messias-Gott und seinen Auftrag ablehnten und verhhinderten. Sie weigerten sich ihren eigenen Messias anzunehmen – aus Bosheit. Der Spiess wird umgedreht.

Weil sie einfach samt und sonders böse Menschen sind und sich gegen JaHuWaH und seinen Willen sperrten verwarfen sie, nach dieser Lehre, das gesamtprophetische Wort und damit sämtliche biblischen Zusammenhänge. Die Juden wollten offenbar ihre Bibel nicht verstehen und vernünftig auslegen. Dazu bedurfte es der griechisch-heidnischen Kirchenväter, der Christen. Nur sie vermochten das, obwohl sie im Götzendienst standen und blieben – bis zu dieser Stunde! Weil die Juden ihren eigenen Messias verwarfen, musste der himmlische Vater sie ebenfalls verwerfen. Nicht genug damit!

Zusätzlich wurden sämtliche Bundesschlüsse und alle Verheissungen des prophetischen Wortes den heidnisch-christlichen Kirchenvätern, und damit für alle Zeiten und alle Ewigkeiten, den Christen zur Verwaltung übertragen. Nur sie vermögen den reichen heilsgeschichtlichen Schatz der Bibel JaHuWaH-konform auszulegen. Die Heiden sind besser als die Juden. Sie verstehen die jüdische Bibel besser als die Juden, weil sie den Messias erkannten, während die Juden ihn nicht erkannten. Einen andern Grund fanden und erkannten die „frommen“ hellenistischen Philosophen, die Kirchenväter, nicht, um den Juden beizukommen. Die Boshaftigkeit der Juden ist der Grund, warum sie ihren Messias nicht angenommen hatten, ihn ablehnten, ihn zum Tode verurteilten und die alles beherrschenden und über alles in der Welt stehenden Römer zwangen, ihn zu ermorden.

Diese Theologie aber entbehrt jeder biblisch-prophetischen und heilsgeschichtlichen Gesamtgrundlage, weil Jahushua von Nazareth weder der Messias noch der König der Juden war. Wäre Jahushua der jüdische Messias gewesen, dann wäre es ihm gegeben gewesen die Römer aus dem Land zu werfen, denn das ist eines der Kennzeichen des anbrechenden messianischen Reiches. Der Widerstand der Römer wäre zwecklos gewesen (vgl. Dan 7,22)!! Er aber wollte und sollte das messianische Reich nicht begründen, weil er die Schrift kannte und wusste, dass das messianische Reich noch lange nicht anbrechen würde. Darum konnte er die Römer nicht aus dem Lande werfen. Heisst es nicht in den BeS, Mt 26,53: „Oder meinst du, dass ich nicht jetzt meinen Vater bitten könne und er mir mehr als zwölf Legionen Engel stellen werde?“ Wenn Jahushua als Messias, oder besser gesagt, vom Vater dazu bestimmt gewesen wäre das messianische Friedensreich zu begründen, zu eröffnen, weil das zu seiner Sendung gehört hätte, dann hätte er den Vater um die zwölf Legionen Engel gebeten.

Jahushua tat es aber nicht. Damit sagte er: Wenn das messianische Reich jetzt anbrechen sollte, weil es der Vater so bestimmte, dann würde der Vater im Himmel es jetzt mit ihm und durch ihn voll anbrechen lassen. Niemand könnte das verhindern. Nun aber bin ich weder der Messias noch der König noch bricht das messianische Friedensreiches an. Wenn das Friedensreich anbricht, werden die Kräfte der Legionen von Engel wirksam sein, dann wird das geschehen, was bei den Propheten vorausgesagt ist und was Daniel wunderbar zusammenfasst: „Aber die Heiligen des Höchsten (das ist das auserwählte Volk) werden das Reich empfangen, und sie werden das Reich besitzen bis in Ewigkeit, ja, bis in die Ewigkeit der Ewigkeiten“ (Dan 7,18).

Daran wird es nichts zu rütteln geben. Kein Mensch und keine Macht der Welt, keine Kirche und keine Christenheit, weder der Vatikan noch Mekka/Medina werden das anbrechende Friedensreich, das wie im Himmel so auch auf Erden durchbrechen wird, verhindern können: „Und das Reich (Friedensreich) und die Herrschaft und die Grösse der Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden. Sein Reich ist ein bleibendes Reich, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen“ (Dan 7,27). Das ist der messianische Glaube, an dem alle bibeltreuen Juden unerschütterlich festhalten. Die Gemeinde JaHuWaHs, die Klal Yisrael (Hebräisch : כלל ישראל), wird gerade darin erkannt. Sie zeichnet sich durch ihren tiefen Glauben an das kommende messianische Friedensreich aus. Sie ist durch und durch messianisch! Das freut uns mächtig und erfüllt uns mit viel Lebenskraft.

Den Juden zu unterstellen, sie hätten das mit Jahushua anbrechende messianische Friedensreich (Reich der Himmel auf Erden) verhindert, zeugt von einer zerstörerischen, todbringenden Unwissenheit und einer religiösen Verblödung, die in den Köpfen der christlichen Führer tobt. Also ist die Sache gerade umgekehrt. Nicht die Juden verwarfen das gesamtprophetische Wort JaHuWaHs, sondern die frühen Kirchenväter verwarfen das gesamtprophetische Wort JaHuWaHs – halsstarrig und unbussfertig tun es ihre Nachfolger, die Christen, bis zu dieser Stunde!! Sie verwerfen Jahushua von Nazareth als Juden, als Rabbi und Pharisäer, und sie verwerfen eindeutig auch seine Sendung, sagte er doch: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel (Mt 15,24).

Der arabische Islam, der schon in seinen Entstehungszeiten im 7./8. Jh. vom Judenhass der Christen erfasst worden war, hat sich heute in den Ländern Europas etabliert. Früher galten die Moslems in Europa als religiös Aussenstehende, was allerdings die meisten Moslems, von ihrem Selbstverständnis her, keineswegs so empfanden und auch nie empfinden werden. Sie sehen sich heute als Gesandte Muhammads, die den dekadenten Westen für Allah erobern sollen. Ihr Protest in Europa gegen den „Islamischen Staat“ (IS), hält sich auffallend sichtbar in Grenzen, was unsere Politiker einfach ignorieren. Viele der islamischen Sekundos (Personen mit Migrationshintergrund, zweite Generation) in Europa heissen die anströmenden Brüder aus dem Nahen Osten in aller Öffentlichkeit und sehr selbstbewusst willkommen. Bei den vielen Fernsehdebatten, die den anhaltenden Flüchtlingsstrom zum Thema haben, sitzen regelmässig auffallend viele jüngere Moslems in den Zuhörerreihen, die jene Politiker mit heftigem Applaus unterstützen, die sich für die bedenkenlose und unkontrollierte Einwanderung aus dem Nahen Osten stark machen. Der naive Zuschauer ist der Meinung, dass es sich bei den Applaudierenden um Ureuropäer handelt, zuckt die Schulter und applaudiert mit.

Heute unterstützen viele von ihnen die vierzigtägige „heilige“ Osterzeit der Christen, vor allem den Karfreitag. Der Karfreitag der Christen und der Freitag der Moslems verbindet Christen und Moslems europaweit mehr und mehr. Sie haben einen gemeinsamen Feind: die Juden! Dieser Feind wird besonders in der vierzigtägigen „heiligen“ Osterzeit, am Karfreitag und Ostern, durch zahllose religiöse Übertragungen und Auftritte in den Medien öffentlich gebrandmarkt, vor allem aber am Karfreitag. Die Oberammergauer Passionsspiele sind heute die weltweit bekanntesten Passionsspiele, die in alle Welt ausgestrahlt werden. Sie stellen in höchst konzentrierter Weise das angeblich böse jüdische Wesen dar, so wie es die Kirchenväter definierten. Das Denken der gesamten Christenheit ist davon beroffen. Die Passionsspiele stellen die angeblichen letzten fünf Tage im Leben Jahushua von Nazareth nach.

Erstmals wurden die Passionsspiele 1634 als Einlösung eines Versprechens nach der überstandenen Pest aufgeführt. Die Juden galten als die Verursacher der Pest. Wegen ihrer Reinheitsvorschriften, gemäss Thora, die sie gerade in solchen Zeiten genauestens befolgten, blieben sie im Laufe der Geschichte von solch grausamen Epidemien immer wieder weitestgehend verschont. Das weckte den Argwohn der Christen. Also beschuldigten die Bischöfe, Priester und Mönche kurzerhand die Juden als Verursacher der Pest und unterstellten ihnen – wie schon immer – mit dem Teufel im Bunde zu stehen.

1934 fand eine Extr-Aufführung zum 300-jährigen Jubiläum statt. 400.000 Besucher nahmen an den Passionsspielen teil. Adolf Hitler bezeichnete die Passionsspiele als das „Spiel aus der segnenden Kraft der Scholle“. Hitler erklärte die Passionsspiele für „Reichswichtig“. Er rief mit dem Aufdruck auf den Einladungs-Plakaten „Deutschland ruft Euch!“ zum Massenbesuch der Passionsspiele auf. Auf seine Anordnung hin wurden die Eintrittspreise gesenkt und verbilligte Eisenbahnfahrten angeboten. Kardinal Faulhaber erteilte zusätzlich den offiziellen Lehrauftrag der Kirche, die „missio canonica“, als besonderen Segen. Die „Missio canonica“ erteilt von höchster kirchlichen Warte aus die Erlaubnis zu einer bestimmten Handlung, also heisst sie extra gut. Der Kardinal konnte in Hitlers Vorgehen nur Gutes sehen, d.h. „Nihil obstat“, m.a.W.: es gibt gemäss Codex Iuris Canonici, dem vatikanischen Kirchenrecht, nach Can. 805, keine Gründe, warum Hitler nicht unterstützt werden sollte.

Der Freitag ist der heilige Tag an dem sich die Moslems weltweit zu ihren religiösen, bzw. religiös-politischen Veranstaltungen versammeln. Wie oben erwähnt, bekämpfen Christen und Moslems an diesem gemeinsamen Tag – europaweit – ihren gemeinsamen Feind, die Juden, als das Übel der Welt. Während in den islamischen Ländern die Mehrheit der islamischen Führungskräfte es zulassen oder sogar fördern, dass Christen gedemütigt, ausgeplündert, ausgehungert, vertrieben und abgeschlachtet werden, passen sie sich hier in der westlichen Welt als Minderheit geschickt an und fördern die antijüdische kirchliche Ideologie, zusammen mit den Christen. Die Christen des Westens machen sich damit zu nützlichen Idioten. Damit wird der Karfreitag für viele von ihnen, die schon länger in der westlichen Welt beheimatet sind, mehr und mehr zum Tag an dem sie ihre Integration in die christlich-religiöse Glaubenskultur vortäuschen können. Dazu gehört eben die Demonstration der gemeinsamen Ablehnung der Juden als Verbrecher und Mörder.

Die Moslems haben vergessen, warum sie ihre Versammlungszeit in den Moscheen ursprünglich am Freitagabend abhielten. Am Freitagabend ist Shabbatbeginn der Juden. Sie übernahmen ursprünglich von den Juden den Shabbat, beschränkten ihn später auf den Freitagabend und lange später setzten sie ihre Versammlungen am Freitagnachmittag an. Doch von diesen gemeinsamen Hintergründen lenken sie heute vehement und geschickt ab.

Die gläubigen Juden erwarten bis heute mit tiefer Sehnsucht das messianische Reich. Wegen ihrer anhaltenden Treue zu den messianischen Verheissungen und Erwartungen waren sie bis heute unvorstellbaren Leiden ausgesetzt, vor allem von Seiten der Christen. Wenn aber der Vater im Reich der Himmel dem auserwählten Volk sein verheissenes messianisches Friedens-Reich übergeben werden wird, dann wird sich die uralte Verheissung und Bitte erfüllen: „Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden“ (Mt 6,9-10). Wie im Himmel so wird dann auch auf Erden z.B. Shabbat und Sukkot gefeiert werden, nach dem Willen des Vaters. Nicht nur das! Denn was im Reich der Himmel bereits gelebt wird, das wird im Friedensreich auch auf Erden gelebt werden (müssen).

„Und es wird geschehen: Alle Übriggebliebenen von allen Nationen, die gegen Jerushalajim gekommen sind, die werden Jahr für Jahr hinaufziehen, um den König, JaHuWaH der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest (Sukkot) zu feiern. Und es wird geschehen, wenn eines von den Geschlechtern der Erde nicht nach Jerushalajim hinaufziehen wird, um den König, JaHuWaH der Heerscharen, anzubeten: über diese wird kein Regen kommen. Und wenn das Geschlecht Ägyptens nicht hinaufzieht und nicht kommt, dann wird der Regen auch über dieses nicht kommen. Das wird die Plage sein, mit der der JaHuWaH die Nationen plagen wird, die nicht hinaufziehen werden, das Laubhüttenfest (Sukkot) zu feiern. Das wird die Strafe für Ägypten und die Strafe für alle Nationen sein, die nicht hinaufziehen, das Laubhüttenfest (Sukkot) zu feiern“ (Sach 14,16-19).

„..über diese wird kein Regen kommen“, das ist eine wunderbare Metapher, ein Bild, über den fehlenden Segen, die vernichtenden, chaotischen und verschmachtenden Zustände einer Nation, die ohne JaHuWaH und seine Lebensordnungen leben wird. Ein Land ohne Wasser geht elendlich zugrunde. Eine Nation ohne JaHuWaH und seine Ordnungen, wird zugrunde gehen! Eine ähnliche Aussage finden wir beim Propheten Jeshajahu: „Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen, spricht JaHuWaH, so werden eure Nachkommen und euer Name bestehen. Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Shabbat für Shabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht JaHuWaH. Und sie werden hinausgehen und sich die Leichen der Menschen ansehen, die mit mir gebrochen haben. Denn ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht verlöschen, und sie werden ein Abscheu sein für alles Fleisch“ (Jes 66,22-23).

Der letzte Vers ist eine Metapher, die uns sagen will, dass das Aussehen der JaHuWaH-losen Leichen so schrecklich sein wird, dass sich diese schrecklichen Bilder so tief in die Menschenherzen, „in alles Fleisch“ eingraben, einprägen werden, so tief, dass sie nie mehr, Zeit ihres Lebens, vergessen werden können. Das Elend der JaHuWaH-losen wird nicht enden bis alles gefressen und zerfressen sein wird.

Mit viel Dankbarkeit und voller Gewissheit, trotz unserer Mangelhaftigkeit in vielen Dingen, wollen wir uns über seine Liebe und seine Zuwendung freuen, gerade so, wie sich kleine Kinder über ein Geschenk freuen können. Wir stimmen gemeinsam mit dem Psalmisten in die Bekenntnis- und Dankeshymne ein: „Es höre (fürchte) auf JaHuWaH die ganze Erde; mögen auf ihn eingehen (scheuen) alle Bewohner der Welt! Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da. JaHuWaH macht zunichte den Ratschluss der Nationen, er vereitelt die Gedanken der Völker. Der Ratschluss JaHuWaHs hat ewig Bestand, die Gedanken seines Herzens von Geschlecht zu Geschlecht. Glücklich die Nation, deren Retter JaHuWaH ist, das Volk, das er sich erwählt hat zum Erbteil!“ (Ps 33,9-12).

Auch die Christen haben vergessen, dass sie ihren 7-Tagesrhythmus den Juden verdanken. Bald lebt die ganze Welt nach diesem Wochenrhythmus der Juden. Wenn das messianische Friedensreich anbrechen wird, dann wird die ganze Welt zum biblischen Rhythmus des Shabbats geführt werden. Einfach wunderbar und befreiend!

Ich grüsse alle mit einem herzlichen Shalom und wünsche allen einen segensreichen Shabbat!

Gregor Dalliard