Die Israeliten, bzw. die Juden, von JaHuWaH verworfen? “..aber nicht mit [rechter] Erkenntnis” (Röm 10,2). Teil 4

Glaubensimpuls 372

Im letzten Gim 371 stellten wir uns eine absolut wichtige Frage: Haben wir uns schon einmal gewissenhaft gefragt, welche ”Götter” die Gründer des Christentums und des Islam dazu antrieben die verhängnisvolle und todbringende Irrlehre über die endgültige Verwerfung Israels als heilsnotwendigen Glaubens- und Lehrsatz in ihre Heiligen Schriften aufzunehmen und zu verankern?

Das Wort “Götter” habe ich bewusst in Anführungszeichen gesetzt. Warum? Im Prinzip ist es immer der religiöse Fanatismus von Menschen selbst, der Götter hervorbringt. Der religiös- ideologische Fanatismus trieb immer schon Menschen an, verwerfliche und schändliche Glaubenslehren zu entwickeln und die Welt damit zu übersäen. Solche Menschen stellen sich, religiös blindgemacht, gegen die gesunden Lebensordnungen JaHuWaHs die er der Menschheit im Segen Abrahams offenbarte. Diese schändliche und verhängnisvolle Lehre besagt bei beiden Religionen: die Juden, das von JaHuWaH, dem Schöpfer des Lebens, auserwählte Volk, ist von JaHuWaH, dem Gott der Juden selbst, ein für allemal verworfen und verdammt worden. An die Stelle des jüdischen Volkes habe JaHuWaH ein anderes Volk erwählt (Ersatztheologie). Nach der christlichen “Bibel” und Dogmatik sind die Christen dieses neue Volk , nach der islamischen “Bibel”, dem Koran, sind es die Moslems.

Sämtliche Verheissungen an Abraham und an das auserwählte Volk, sämtliche Zusprüche und damit das gesamte prophetische Wort, sei von JaHuWaH auf das Christentum, bzw. auf den Islam, übertragen worden. Einzig und allein die Gerichtswege JaHuWahs seien den Juden geblieben! Darum müssen die Juden von Christen und Moslems gedemütigt, verfolgt und getötet werden, es sei denn sie bekehren sich zu den drei Gott-Personen der Christen oder zu Allah.

Im letzten Gim wies ich bereits auf die Gottheiten der antiken heidnischen Völker hin, die von den Gründern des Christentums, den Kirchenvätern, zusammen mit den römischen Kaisern und ihren Philosophen, gebündelt in Gott, dem Vater, Gott dem Sohn und Gott dem Heiligen Geist als Staatsgötter allen Menschen im römischen Reich auferlegt worden waren und zwar für ewige Zeiten. Lasst uns aber etwas sehr Wichtiges vorwegnehmen. Warum ist uns so wenig über Jahushuas Wirken überliefert? Er war Jude und das was er lehrte schöpfte er aus dem jüdischen TaNaCH. Das stimmte vollkommen mit der vom Vater geoffenbarten Lebensethik und den Ordnungen des sozialen Zusammenlebens überein. Das waren im Judentum, auch zur Zeit Jahushuas, keine neuen Wahrheiten, nur waren sie unter der langen Beeinflussung der Griechen und der Herrschaft der Römer bei vielen verschüttet und in Vergessenheit geraten. Auf keinen Fall sollten wir das wieder vergessen.

Wir müssen diese Tatsache in aller Entschiedenheit vertreten und verteidigen. Das was Jahushua ans Licht brachte, woraus er schöpfte, waren die biblischen Quellen, der TaNaCH, das war Leben aus dem verheissenen Segen an Abraham. Jahushua, der Rabbi, lehrte aus der tiefsten Liebesbeziehung zum Vater heraus und mit einem brennenden Einsatz, gemäss dem Shma Israel (5Mo 6,4ff; Mk 12,29ff), und das in einer äusserst schweren Zeit. Darum konnte er sagen: “Ich und der Vater sind eins” (Jo 10,30). Wer aus dem TaNaCH schöpft ist immer eins mit dem Vater, denn er schöpft aus dem geoffenbarten Wort, aus dem Wort des Lebens, aus dem Willen des Vaters JaHuWaH.

Jene nun, die sogenannten Evangelisten, Paulus und andere, schrieben ihre Briefe und Evangelien lange nach dem Tode Jahushuas von Nazareth. Ihre Absicht war es den Rabbi Jahushua von Nazareth berühmt zu machen, ihn den Söhnen Gottes oder den Göttersöhnen der Antike und jenen ihrer Zeit gleichzusetzen und später überzuordnen. Um das zu erreichen schalteten sie zuerst alle Juden aus, die durch Jahushuas Verkündigung zu JaHuWaH und zu seinem TaNaCH zurückfanden, aber Jahushua nicht als Gottheit anbeten konnten. Sie blieben dem biblisch-prophetischen Wort der Bibel treu. Darum finden wir 325 in Nizäa, auf dem ersten ökumenischen Konzil der Christen, keine Juden mehr. Die römischen Kaiser hatten sich im 4. Jh. mit den Christen versöhnt. Die führenden Christen wurden fortan mit Privilegien aus dem Kaiserhof nur so überhäuft. Das brach ihnen das biblisch-prophetische Genick.

Wer hätte Konstantin, seine Philosophen und die Bischöfe denn besser über den Glauben des Jahushua von Nazareth beraten können als die jüdischen Rabbis? Das aber wollte Kaiser Konstantin nicht, denn er wollte nichts mit den Juden gemein haben. Die christliche Lehre sollte judenfrei und judenrein sein. Das wollten später alle Päpste, ganz speziell Hitler. Auch sollte kein biblisches Fest JaHuWaHs und der Juden mehr gefeiert werden. Auch die späteren Kaiser, die jeweils die christlichen Konzilien einberiefen und sowohl den unantastbaren Vorsitz innehatten als auch die zu behandelnden Themen vorgaben, wollten das nicht. Mit den römischen Kaisern hatten die Judenhasser mehr und mehr an Einfluss gewonnen und so entstand das sogenannte Neue Testament mit der verheerenden Ersatztheologie.

Der Gipfel der Perversion sämtlicher biblisch-prophetischen Inhalte ist vor allem in zwei Behauptungen der Kirchengründer (Paulus) zu lesen. Erstens: Der Gründer des Christentums sei zwar der Jude Jahushua von Nazareth gewesen. Aber die Juden hätten nicht erkannt, dass er der verheissene Messias sei, obwohl ihre Schriften doch laufend von Jesus Christus und der Erlösung durch sein Blut sprechen würden, also hätten sie ihn getötet. Darum seien sie nun endgültig verdammt und verloren. Darum lehrten sie zweitens: Jesus Christus sei zwar dem Fleische nach Jude gewesen, werde aber fortan nicht mehr als Jude anerkannt oder erkannt: “..wenn wir Christus auch nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr so” (2Kor 5,16b).

Das heisst, er war Jude, aber er ist keiner mehr. Und so lehrten sie, dass er sein Judesein abgestreift und hinter sich gelassen habe und die Kirche, das Christentum, gestiftet habe. Das sei auf wunderbare Weise geschehen: nämlich “auf Grund der Totenauferstehung” (Röm 1,4). Denn damit habe JaHuWaH Jesus “seinen Sohn, der aus der Nachkommenschaft Davids gekommen ist dem Fleische nach” (Röm 1,3), ”als Sohn Gottes in Kraft eingesetzt dem Geiste der Heiligkeit nach” (Röm 1,4). Jetzt war er auf die gleiche Ebene gehoben wie alle berühmten heidnischen Söhne Gottes. Diese Handlung des Abba JaHuWaH hätte aus dem Juden Jahushua einen Sohn Gottes gemacht, damit habe sein Judesein ein Ende gefunden. Nicht nur das, um zu beweisen, dass Jesus Christus als Sohn Gottes über allen anderen Söhnen Gottes stehe lehrten Paulus und seine Mitbegründer des Christentums: “Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes” (Mk 16,19). Damit wurde Jesus Christus allen anderen Söhnen der Götter übergeordnet und zur Staatsgottheit erhoben. Jetzt war gar nichts mehr Jüdisches an ihm zu finden.

Jetzt war er die zwingende Gottheit für alle Menschen geworden. Alle Menschen der Welt sollten nun zu seiner Anbetung “gezwungen” werden, denn wer ihn nicht anbetet kann nicht errettet werden, geht automatisch verloren. Darum der strenge Befehl der Gründer des Christentums, die ihren Christus sprechen lassen: “Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, indem ihr diese tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes” (Mt 28,19). Nun ja, Jahushua von Nazareth lebte im Glauben der Juden und starb als Jude, daran gibt es “leider” nichts zu rütteln. Er war Jude, darum kannte er keine Trinität, auch keine Taufe auf drei Gott-Personen. Ist ja umso verständlicher wenn wir wissen, dass die drei Gott-Personen und die Taufe auf ihre drei Namen erst auf den Konzilien im 4. Jh. zustande kamen!

Diese Lehre der Kirchengründer, die nach langen Kämpfen und Auseinandersetzungen im 4. Jh zum Abschluss gekommen war, zeigt uns die Bündelung aller antiken Söhne Gottes auf, die von ihren Göttervätern in Jungfrauen gezeugt worden waren. Deren gab es viele. Sie alle sind nun von dem neuen Sohn Gottes, dem christlichen Sohn Gottes Jesus Christus, gleichsam aufgesogen, in ihm gebündelt und neu zur Anbetung repräsentiert. Darum hält sich das Christentum bis zu diesem Tag gewissenhaft an diese schweren Irrtümer, trotz aller Widersprüche zur Bibel, dem TaNaCH, und trotz der sich widersprechenden Lehren im NT und trotz der grausamen und schrecklichen Früchte, die daraus erwachsen sind.

Eine seriöse und gewissenhafte Antwort, die aus dem Fundament des biblisch-prophetischen Wortes aufbaut wird das Glaubensleben, sowohl der Christen, als auch der Moslems, von Grund auf verändern. Das haben schon viele erfahren dürfen. Sie sind von dieser Irrlehre und ihren grausamen Folgen befreit worden und dürfen heute in Harmonie mit JaHuWaH und seinem biblisch-prophetischen Willen leben.

Allen wünsche ich ein herzliches Shalom und einen gesegneten Shabbat. Liebe Grüsse

Gregor Dalliard