Juden und Moslems finden zu dem Gott Jesus. Beurteilung im Lichte der biblischen Propheten!

Glaubensimpuls 199

Zwei Themen werden für uns an Aktualität nichts verlieren. Für Christen sind sie allgemein keine Themen, denn es kann nicht sein was nicht sein darf. Das eine Thema: Viele Juden erkennen durch das „Neue Testament“ und die Mission von Menschen angeblich den Gott Jesus der Kirchenväter als den Messias an. Als Folge treten sie in eine der vielen Kirchen oder christlichen Gemeinschaften ein, die auf der philosophischen Basis der ersten beiden Konzilien von Nizäa 325 n.u.Z. und Konstantinopel 381 n.u.Z. dogmatisch aufgebaut sind.

Einige haben unabhängige Missionswerke gegründet und sind darum unter Juden – einige in Israel selbst – missionarisch tätig. Es gibt eine ganze Reihe von Schriften und Büchern in denen ehemalige Juden überzeugend von ihrer Bekehrung zu dem Messias der Kirchenväter schreiben.

Meistens bezeichnen sie sich von da ab als messianische Juden. In Wirklichkeit sind sie weder Fisch noch Vogel. Wie schon früher geschrieben ist die Bezeichnung „Messianischer Jude“ irreführend, denn erstens ist jeder gläubige Jude in seinem Wesen messianisch, d.h. auf die messianische Zeit ausgerichtet. Die Propheten heben die kommende messianische Zeit hoch. In der messianischen Zeit wird das Reich JaHuWaHs unter der Führung des auserwählten Volkes anbrechen. Diese Führung wird bleibend sein. Die Propheten beschreiben die messianische Zeit sehr konkret. Mit einprägsamen Bildern und Vergleichen (Metaphern, z.B. David als König) veranschaulichen sie diese bevorstehende grandiose Zeit. Mit schrecklichen kosmischen und kriegerischen Ereignissen wird sie eingeleitet werden.

Zweitens hat der Gott Jesus der Kirchenväter, d.h. der Gott der Kirchen, Freikirchen und christlichen Gemeinschaften nichts mit der messianischen Zeit zu tun. Er wird im Tanach (Thora, Propheten und Schriften) überhaupt nicht erwähnt. Wir finden darin nichts über einen Gott (Erlöser) der Welt, der von JaHuWaH in eine Jungfrau gezeugt werden wird, der als wahrer Gott und wahrer Mensch von ihr geboren und als Erlöser der Welt sterben und auferstehen würde. Das finden wir in allen heidnischen Grossreligionen aber nicht im Zeugnis der Propheten. Diesen Widerspruch zeigen uns die israelitisch-jüdischen Propheten in ihrer langen Geschichte eindeutig auf.

Ander berichten von Moslems, denen der Gott Jesus der Kirchenväter als der Erlöser und Messias in Träumen erschienen ist. Sie bekehrten sich zu ihm. Sie lösten sich von ihrer angestammten islamischen Religion. Eine ganze Reihe an christlicher Literatur legt Zeugnis davon ab. Nun verurteilen wir weder Juden noch Moslems die in der Begegnung mit dem Gott Jesus der Kirchenväter eine Lebensveränderung, Wunder und Zeichen erfahren haben und nun lebhaft Zeugnis von ihrer Erfahrung ablegen. Mancher von uns kennt diesen Weg, weil er ihn persönlich gegangen ist. Mir ging es jedenfalls so.

Wir wollen uns aber an weitere fundamentale Tatsachen der Bibel erinnern, die nicht zu übersehen und zu umgehen sind. In meinen Glaubensimpulsen habe ich versucht darzustellen, dass sich drittens Jahushua nie als der Erlöser (Gott) der Welt offenbarte. Er verstand sich auch nie als ein Messias der Endzeit, im Gegenteil, er wehrte sich gegen diesen Anspruch vieler seiner Zuhörer. Er bezeichnete sich schlicht als ein Prophet.

Die Zeichen, die sich in der messianischen Zeit ereignen werden erfüllten sich im Leben Jahushuas und nach seiner Zeit nicht. Die messianischen Prophezeiungen haben sich nicht erfüllt. Also war er nicht der Messias oder das was die messianische Zeit darstellt. Das sollte nicht schwer sein zu erkennen. Voraussetzung ist allerdings ein aufrichtiges demütiges Herz, das bereit ist für die Ehre JaHuWaHs alle seine Ehre bei den Mitmenschen aufs „Spiel“ zu setzen. Das allerdings wollen die Wenigsten riskieren. der Preis ist ihnen schlicht zu hoch!

Daraus erkennen wir viertens einmal mehr, dass es in jeder Religion Wunder und Zeichen gibt, Bekehrungen und Umkehr zu jemand oder etwas, das dem Leben einen neuen Sinn gibt. Lebensveränderungen durch eine neue Beziehung zu jemandem oder etwas sind nichts Neues. Ich kenne eine ganze Reihe von Menschen, die körperliche oder seelische Heilung erlebten – in irgend einer Religion oder Philosophie. Andere Menschen sind von ihrer Alkohol- oder Drogenabhängigkeit freigeworden nachdem sie sich Budda übergaben. Wieder andere erlebten durch Träume, Wunder und Zeichen in esoterischen Kreisen ein neues Leben. Seither sind sie vorbildliche Eltern und Nachbarn. Also Wunder und Zeichen, Heilungen und Umkehr zu einer Person oder zu etwas sind nie ein Beweis dafür, dass das woran wir glauben stimmen muss.

Was aber fünftens für uns und unser Leben entscheidend ist, das ist die Wiedergeburt, Bekehrung und Umkehr zu JaHuWaH unserem Schöpfer, zu seiner Offenbarung, zu seinem Wort, zu seinen Weisungen des Lebens. Wir reden von Christen. Was heisst das? Sie berufen sich auf den Juden Jahushua von Nazareth, den sie allerdings völlig entjudaisiert und damit total entehrt als ihren wahren Gott (Erlöser) anbeten. Doch Jahushua lehrte: „Es steht geschrieben: Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund des JaHuWaH ausgeht“ (Mt 4,4).

Jahushua lehnte ebenso die Anrufung seines Namens ab. Ja, er verwirft jene sogar die ihn anbeten, weil sie meinen, er sei der Messias (vgl. Mt 7,21-23). sechstens wird der Messias der Endzeit der Vater selber sein, der siebtens durch sein Volk und die Ereignisse des Kosmos die messianische Zeit wirken wird (vgl. Sach 14,4; Dan 7,18.22; Sach 8,21-23; Joel 3,1-5). Er wird angebetet werden (vgl. Sach 14,16; Jes 66,23; Hes 39,21-22; Zeph 3,9 u.a.). Wer den Namen des Vaters anruft wird gerettet werden (Joel 3,5). Zu ihm wird man umkehren, denn unter seiner Führung wird die messianische Zeit aufgebaut werden und übergehen in das bleibende Reich des Friedens (Jes 2,2-5; 32,17-18; 60,15-22; Jer 31,33-34; Dan 7,27; Sach 14,9; Hos 2,20-22; Am 9,11-15; Mi 4,1-4).

Daraus ergibt sich Folgendes. Achtens wird er durch sein Volk den Bund mit Abraham erneuern und weiterwirken. Den Bund mit Mose am Sinai brachen viele von ihnen. Doch dann werden die Untreuen unter ihnen in einer völlig neuen Weise zu JaHuWaH umkehren. Die Umkehr wird solcher Art sein, dass sie die Weisungen JaHuWaHs, die viele ihrer Vorväter am Sinai brachen nicht mehr brechen werden. Den Bund mit Abraham, den sie nie brechen konnten und die damit verknüpften Verheissungen an Abraham, die als Verheissungen nie aufgehört haben zu existieren, werden dann vollkommen zum Zuge kommen, den Höhepunkt erreichen.

Als sein Volk hat das auserwählte Volk nie aufgehört zu existieren – wegen SEINER Liebe und seinem Bündnis mit Abraham. Nun sind sie als Nation in Israel. Lasst uns mit grosser Herzensfreude und tiefer Dankbarkeit an der Ehre JaHuWaHs und dem Segen für alle Geschlechter mitbauen. Das ist der tiefste Sinn, der allem andern in unserem Leben einen tragenden Sinn gibt. JaHuWaH verheisst: „So spricht JaHuWaH, der die Sonne gesetzt hat zum Licht für den Tag, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zum Licht für die Nacht, der das Meer erregt, dass seine Wogen brausen, JaHuWaH der Heerscharen ist sein Name: Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht weichen, spricht JaHuWaH, dann soll auch die Nachkommenschaft Israels aufhören, eine Nation zu sein vor meinem Angesicht alle Tage“ (Jer 31,35-36).

In dieser Freude grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen erholsamen Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard