„Jahweh aber hat so erfüllt, was er durch den Mund aller Profeten vorher verkündigt hat…“ (Apg 3,18)

Glaubensimpuls 30

Das besondere Wesen Jahwehs, seine Gerichts-und Heilspläne werden uns von den ersten Seiten der Bibel bis zur letzten Seite durch seine Profeten enthüllt und bestätigt. Jashua und die Apostel bestätigen diese Tatsache ebenfalls einstimmig. So sagt Jahshua zu seinen Jüngern: „Meint nicht, dass ich gekommen sei, die Thora oder die Profeten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu bestätigen (erfüllen). Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von der Thora vergehen, bis alles geschehen ist“ (Mt 5,17-18).

Bis also in den Himmeln (unsichtbare Orte, auch Sheol) und auf der Erde die verheissenen Gerichts- und Heilsziele in der vollkommenen Wiederherstellung aller Dinge erreicht sind, darf keines der Gebote bzw. Weisungen Jahwehs unterschlagen werden. Darum sagt Jahshua: „Wer nun eins dieser geringsten Weisungen auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heissen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird gross heissen im Reich der Himmel“ (Mt 5,19). Die Formulierung Reich der Himmel ist ja eine Umschreibung für die Herrschaft Jahwehs in den Menschen und den Engeln in den Himmeln, auf der Erde und unter der Erde (Sheol). Damit bestätigt Jahshua das profetische Wort in seiner Gesamtheit, ob es in Bezug auf den gesamten Gerichts- und Heilsplan gesprochen ist oder ob es sich auf eine Handlung bezieht, die Jahweh in Kürze auszuführen gedenkt (vgl. 1. Mo 18,17; Am 3,7; Jer 7,25).

Eine Profetie, die auf die ganze Länge der Gerichts- und Heilshandlungen Jahwehs bezogen ist, ist z.B. die Botschaft unseres himmlischen Vaters an den Profeten Mose in Bezug auf den kommenden Mashiach (Gesalbten, Christus): „Einen Profeten wie dich will ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erstehen lassen. Ich will meine Worte in seinen Mund legen, und er wird zu ihnen alles reden, was ich ihm befehlen werde. Und es wird geschehen, der Mann, der nicht auf meine Worte hört, die er (der Profet) in meinem Namen reden wird, von dem werde ich Rechenschaft fordern“ (5. Mo 18,18-19; vgl. 5. Mo 18,15).

Diese heilsgeschichtliche Profetie wird dem Profeten Mose rund 1250 Jahre v. u. Z. gegeben. Am ruhmreichen Fest Shawuoth (Pfingsten), ca. 33 n.u.Z., bestätigt der himmlische Vater seine Profetie durch Kepha (Petrus): „Jahweh aber hat so erfüllt, was er durch den Mund aller Profeten vorher verkündigt hat, dass sein Mashiach (Christus) leiden sollte. So sinnet nun um (teshuwa) und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht Jahwehs, und er den euch vorausbestimmten Jahshua HaMashiach sende. Den muss freilich der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Jahweh durch den Mund seiner heiligen Profeten von jeher geredet hat. Mose hat schon gesagt: ‚Einen Profeten wird euch Jahweh, euer Erlöser aus euren Brüdern erwecken, gleich mir; auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch reden wird. Es wird aber geschehen: jede Seele, die auf jenen Profeten nicht hören wird, soll aus dem Volk ausgerottet werden’. Aber auch alle Profeten von Samuel an und der Reihe nach, so viele geredet haben, haben auch diese Tage verkündigt. Ihr seid die Söhne der Profeten und des Bundes, den Jahweh euren Vätern verordnet hat, als er zu Abraham sprach: ‚Und in deinem Samen (Nachkommenschaft) werden gesegnet werden alle Geschlechter der Erde’. Euch zuerst hat Jahweh seinen Knecht erweckt und ihn gesandt euch zu segnen, indem ein jeder von euch sich von seinen Bosheiten abwendet“ (Apg 3,18-26). Damit wird Jahshua als Profet Jahwehs von Jahweh selbst und von seinen Profeten bestätigt. Ist das nicht umwerfend?!

Jahshua selbst bestätigt diese Profetie und sein Profetenamt, wenn er in seiner Vaterstadt Nazareth sagt: „Ein Profet ist nicht ohne Ehre, ausser in seiner Vaterstadt und unter seinen Verwandten und in seinem Haus“ (Mk 6,4). Seine Verwandten, seine Mutter, Brüder und Schwestern waren so irritiert von der Salbung (bei der Taufe), durch die der himmlische Vater den Jeshua von Nazareth zum Jah-Shua gemacht hatte (Salbung vgl. Jes 11,1ff; 41,1ff; 61,1ff u.a.m.; Mk 1,9-11; Mt 3,13-17; Lk 3,21-22; Joh 1,29-34), dass sie nicht an ihn glauben konnten (vgl. Joh 7,5; Mk 3,21.31-35). Die Bewohner seiner Vaterstadt und speziell seine Familie kannten Jahshua von Kindesbeinen an: „Ist dieser nicht der Zimmermann, der Sohn der Mirjam und ein Bruder des Jakob und Joses und Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns? Und sie nahmen Anstoss daran“ (Mk 6,3). Was war nun mit dem Zimmermann Jeshua geschehen?

Der Vater hatte ihn, diesen Jeshua von Nazareth (Jeshua war damals ein allgemein gängiger Name) zum Sohn Jahwehs, d.h. zum Jah-Shua = Jahweh rettet, erlöst (zum Sohn Jahwehs, zum Gesalbten Jahwehs, zum Christus) gemacht. Kepha bezeugt: „Männer von Israel, hört diese Worte: Jeshua, den Nazoräer, einen Mann, der von Jahweh euch gegenüber erwiesen worden ist durch Machttaten und Wunder und Zeichen, die Jahweh durch ihn in eurer Mitte tat; wie ihr selbst wisst, diesen Mann, der nach dem bestimmten Ratschluss und nach Vorkenntnis Jahwehs hingegeben worden ist, habt ihr durch die Hand von Thoralosen (Römer, Menschen ohne das profetische Wort) ans Holz geschlagen und umgebracht. Den hat Jahweh auferweckt, nachdem die Wehen des Todes aufgelöst hatte, wie es denn unmöglich war, dass er von ihm behalten würde… Das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, dass Jahweh ihn sowohl zum Herrn als auch zum Gesalbten (Jahshua) gemacht hat, diesen Jeshua, den ihr gepfählt habt.“ (Apg 2,22-24.36).

Das Gebet der herausgerufenen Mashiachgläubigen bezeugt dieses Geschehen: „Warum tobten die Heiden und sannen eitles die Völker. Die Könige der Erde standen auf und die Fürsten versammelten sich gegen Jahweh und seinen Gesalbten (Jahshua, Christus)’, denn in dieser Stadt versammelten sich in Wahrheit gegen deinen heiligen Knecht Jeshua, den du gesalbt (zum Jahshua gemacht) hast, sowohl Herodes als Pontius Pilatus mit den Heiden und den Völkern Israels, alles zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss vorherbestimmt, dass es geschehen sollte“ (Apg 4,25b-28).

Im Hause des Cornelius bezeugt Kepha dasselbe: „Kepha aber tat den Mund auf und sprach: In Wahrheit begreife ich, dass Jahweh die Person nicht ansieht, sondern in jeder Nation ist, wer ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, ihm angenehm. Das Wort, das er den Söhnen Israels gesandt hat, indem er Frieden verkündigte durch Jahshua HaMashiach – dieser ist aller Herr −, kennt ihr: die Sache, die, angefangen von Galiläa, durch ganz Judäa hin geschehen ist, nach der Taufe, die Johannes predigte: Jeshua von Nazareth, wie Jahweh ihn mit heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat (zum Jah-Shua gemacht), der umherging und wohltat und alle heilte, die von demTeufel überwältigt waren, denn Jahweh war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles dessen, was er sowohl im Lande der Juden als auch in Jerusalem getan hat; den haben sie auch umgebracht, indem sie ihn an ein Holz hängten. Diesen hat Jahweh am dritten Tag auferweckt und ihn sichtbar lassen, nicht dem ganzen Volk, sondern den von Jahweh zuvor erwählten Zeugen, uns, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er aus den Toten auferstanden war. Und er hat uns befohlen, dem Volk zu predigen und ernstlich zu bezeugen, dass er der von Jahweh verordnete Richter der Lebenden und der Toten ist. Diesem geben alle Profeten Zeugnis, dass jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt, durch seinen Namen“ (Apg 10,37-43).

Es ist Kepha, der uns weiter an das feste unumstössliche profetische Wort erinnert: „Und so besitzen wir das profetischeh Wort umso fester, und ihr tut gut, darauf zu achten, als auf eine Lampe, die an einem dunkeln Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern in eurem Herzen aufgeht, indem ihr dies zuerst wisst, dass keine Weissagung der Schrift aus eigener Deutung geschieht, denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Jahweh her redeten Menschen, getrieben von heiligem Geist“ (2. Petr 1,19-21).

Bedenken wir, damals gab es die Bekenntnisschriften, das sogenannte Neue Testament, noch nicht. Es wurde später von den Kirchenvätern und dem Papst zum Kanon erhoben, um das profetische Worte in den Bundesschriften (AT), um ihres ruchlosen Antijudaismus willen, bis zur Unkenntnis zu entwerten und zu entstellen.

Auch Shaul bestätigt vor seinem Tod, das profetische Wort in seiner Fülle: „Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast, und weil du von Kind auf die heiligen Schriften kennst (vgl. 2. Tim 1,5, Grossmutter Lois und Mutter Eunike), die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch die Jahwehbeziehung, die in dem MashiachJahshua ist. Alle Schrift ist von Jahweh eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Jahwehs vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig zugerüstet. Ich bezeuge ernstlich vor Jahweh und dem Mashiach Jahshua, der Lebende und Tote richten wird, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit; überführe, strafe, ermahne mit aller Langmut und Lehre, denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Lüsten sich Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt; und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu Mythologien hinwenden“ (2. Tim 3,14-17 – 4,5).

In den vier Themen „Redet die Wahrheit“ vom Februar 2011 habe ich über die Mythologie vor der Shaul so sehr warnte, geschrieben. Diese Themen können unter https://bibeltreu.com/redet-die-wahrheit/ eingesehen oder heruntergeladen werden. Mit Glaubensgeschwistern durfte ich vom 27. – 30. April eine herzliche und brüderliche Gemeinschaft erleben. Im Mittelpunkt stand das Thema biblischheilsgeschichtliche Profetie. Nie zuvor, seit dem vierten bzw. sechsten Jahrhundert war dem suchenden Menschen eine so weite Tür zum biblisch heilsgeschichtlichen profetischen Wort geöffnet wie in unseren Tagen. Unsere Herzen sind voll Dankbarkeit. Der Übergang von der christlich-kirchlichen Mythologie, mit der mythologisch-trinitarischen Jesus-Gottheit hin zum Glauben an das profetische Wort, ist kein leichter Weg. Doch wie Jahshua und die Apostel, wie die sogenannten paulinischen und johannäischen Versammlungen bis hinein ins sechste Jahrhundert n.u.Z. unter schwerster Verfolgung durch die Reichskirche bis zu ihrer Ausrottung festhielten, so lasst uns mit tiefster Freude und Hingabe den geraden Weg, gemäss profetischem Wort, zu gehen versuchen.

Ein herzliches Shalom und einen gesegneten Shabbat, auch allen die arbeiten müssen

Gregor Dalliard