“....und JaHuWaH hatte Abraham in allem gesegnet” (1Mo 24,1). Teil 13

Glaubensimpuls 366

Den meisten von uns wird der international bekannte christliche Evangelisationsdienst von Joyce Meyer (joyce meyer ministries) bekannt sein. Laufend strahlt das deutschsprachige Bibel TV ihre Evangelisationen aus. Das Echo ist enorm, der Beifall gross. Dieses Interesse zeigt uns wie sehr eine Masse von Menschen nach dem tieferen Glaubens- und Lebenssinn lechzt. Ich möchte kein Urteil über die Person Joyce Meyer fällen, das steht mir gar nicht zu. Worauf ich aber eingehen möchte ist ihre Aussage, die sie in regelmässigen Abständen wiederholt: “Wollt ihr sein wie Jesus?”

Es ist selbstverständlich dass die Masse “Ja” schreit. Mehrmals wiederholt sie diese Frage und immer lauter schreien die Zuhörer: “Ja, wir wollen sein wie Jesus”. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses “Ja, wir wollen sein wie Jesus” aufrichtig gemeint ist und aus der Tiefe der Herzen kommt. In allen christlichen Kirchen gehört diese Aufforderung, zu sein wie Jesus oder wie Christus Jesus, zur zentralen Verkündigungsbotschaft. Jeder wahre und überzeugte Christ will sein wie Jesus. Das war früher für die meisten von uns auch nicht anders.

Der Kirchengründer Paulus schuf diese Lehre, in Christus sein, sein wie Christus. Dieser Rahmen erlaubt uns jetzt nicht auf die vielen diesbezüglichen Aussagen in seinen Briefen einzugehen. Früher habe ich mir über diese Aussagen des Paulus keine weiteren Gedanken gemacht, aber im Laufe der Zeit fragte ich mich wie soll das geschehen? Hat der Schöpfer Himmels und der Erde, der Erlöser Abrahams, jemals von den Menschen so etwas gefordert? Das kann ja gar nicht sein, denn durch keinen einzigen seiner Propheten fordert JaHuWaH die Menschen auf ihr Leben mit einer bestimmten Gottheit namens Jesous Christos (griechisch) oder Jesus Christus (lateinisch, römisch) zu identifizieren oder gleichzusetzen.

Nun lehrt Paulus das was die Kirchengründer im Laufe der ersten drei Jahrhunderten unter unsäglichen Auseinandersetzungen, Feindseligkeiten und Verbrechen in langen Prozessen vertieften: Eine neue Erlöser-Gottheit Jesous Christos oder Jesus Christus. Die römischen Kaiser Konstantin und Theodosius arbeiteten an der Schaffung dieser neuen Reichs-Gottheit wesentlich mit. Sie sollte alle hellenistischen Wesenszüge und Eigenschaften in sich tragen und die Reichseinheit garantieren. Im 4. Jh. war sie soweit geschaffen und wurde von den römischen Kaisern auf den ersten Reichskonzilien im 4.Jh. als feste unveränderbare christliche Gottheit für alle Zeiten verankert. Sie lehren, dass Christus wahrer Gott ist wie der Vater, dass er ohne Sünde war, und, und, und…. Daran halten alle Christen bis heute fest.

Wie nun soll ein Mensch werden wie Gott, sein wie Gott? Wie nun soll ein Mensch der von grund auf böse ist und allezeit mit Sünden behaftet wird, der allezeit der Barmherzigkeit und der Vergebung bedarf, werden oder sein wie diese Gottheit, die dem Erlöser (Gott) Abrahams gleich sein soll? Das ist näher betrachtet eine unverschämte Vermessenheit. Kein Mensch kann sein wie Gott. Diese Lehre, Philosophie, lässt uns sofort den perfiden Angriff auf den Erlöser Abrahams erkennen, den Erlöser (Gott) der Juden, der aus dem Gedächtnis der Menschen verbannt werden sollte. Schon auf den ersten Seiten der Bibel wird uns von dieser Vermessenheit der Menschen berichtet: Ihr werdet sein wie JaHuWaH (Gott) (vgl. 1Mo 3,5). Der TaNaCH, die Bibel weist laufend auf diese Versuchung unter den Menschen hin (vgl. Jes 14,14; Hes 22,1-2; Dan 11,36). Jahushua von Nazareth erteilte solchen paulinischen Verführungen – im Unterschied zu den Christen – eine klare Abfuhr: “Da spricht Jahushua zu ihm: Geh hinweg, Satan (Paulus, Kirchengründer)! Denn es steht geschrieben: “Du sollst JaHuWaH, deinen Erlöser (Gott), anbeten und ihm allein dienen” (Mt 4,10). Deutlicher geht es nicht mehr!

Wir verstehen nun auch warum Paulus grossmundig predigt: “Denn Christus ist der Weisungen JaHuWaHs (Gesetzes) Ende….” (Röm 10,4). Die Weisungen JaHuWaHs brauchen wir nicht mehr, sondern derjenige ist ein Erlöster, ist Gott gleich, der durch das Blut der Christus-Gottheit errettet ist. Aber auch hier erteilt Jahushua von Nazareth dem Paulus eine glasklare Abfuhr: “Meint nicht, dass ich gekommen sei, die Weisungen/Prophetien JaHuWaHs (fälschlicherweise übersetzt mit das Gesetz) oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu bestätigen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von den Weisungen/Prophetien vergehen, bis alles geschehen (eingetroffen) ist. Wer nun eine dieser geringsten Weisungen/Prophetien auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heissen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird gross heissen im Reich der Himmel” (Mt 5,17-19).

Weil niemand jemals sein kann wie die Gottheit Jesus Christus, scheitern entsprechend sehr viele Christen an dieser Forderung Jesus, bzw. Christus, gleich zu sein. Denn der Jesus Christus des Paulus und damit derjenige der Kirchenväter hat es nie gegeben. Er ist eine philosophisch-heidnische Phantasiegestalt. Ihr nacheifern zu wollen ist zerstörerisch. Wer ihr nacheifern will, der endet böse. Da ist es wohl besser den Glauben des Jahushua von Nazareth zu suchen und wie er nach der Weisungen JaHuWaHs zu fragen und zu leben versuchen: “Man hat dir mitgeteilt, o Mensch, was gut ist. Und was fordert JaHuWaH von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu gehen mit deinem Erlöser (Gott)?” (Mi 6,8).

Allen wünsche ich von Herzen einen gesegneten Shabbat. Mit lieben Grüssen und einem wirkungsvollen Shalom.

Gregor Dalliard

E i n l a d u n g zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Samstag, 06.10.2018 und Sonntag, 07.10.2018. Themen: Die Apokryphen und Leben aus dem biblischen Glauben. Beginn: Samstag, 14.30 Uhr / Sonntag, 14.30 Uhr, anschliessend Fragestunde. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.