“....und JaHuWaH hatte Abraham in allem gesegnet” (1Mo 24,1). Teil 3

Glaubensimpuls 356

Das Vertrauen, das Abraham in JaHuWaH fand war etwas völlig Neues, ganz anders als der Umgang den die Völker mit den Göttern und Götzen und ihren Forderungen pflegen. Abraham wusste, dass er diese Beziehung allen Menschen vermitteln sollte. Ihm wurde von JaHuWaH geoffenbart: der Mensch kann und wird nur in der Gemeinschaft mit JaHuWaH innerhalb dieser – vom Bösen – verworrenen Welt ein Leben der Zuversicht finden und führen können. Das menschliche Zusammenleben wird immer wieder von neuen Herausforderungen gebeutelt. Nur in den Ordnungen JaHuWaHs lässt sich ein Mensch wieder so herstellen, dass er den Weg des Miteinanders neu zu wagen vermag.

Neue befreiende Wege des menschlichen Zusammenlebens tun sich mit JaHuWaH gerade dort auf, wo es für uns nichts anderes mehr zu sehen gibt als Dickicht und Chaos. Nun liegt es an dir und mir die Regeln JaHuWaHs kennen zu lernen und in unser ganz persönliches Leben aufzunehmen und weiterzugeben. Darin sollten wir uns gegenseitig segnen, zum Segen werden. Da sich Abraham durch JaHuWaH in allen diesen Dingen und Begebenheiten segnen liess, bekam er die Verheissung des Segens für alle Völker und die ganze Menschheit. Das war die Wiedergeburt Abrahams. Die Wiedergeburt eines Menschen setzt in dem Augenblick ein in dem er JaHuWaH persönlich anfängt zu vertrauen, nach ihm fragt und seine Lebensordnungen verstehen und umsetzen lernt. Das ist der erste Schritt auf dem Weg des Segens.

Es gibt keine andere biblisch bezeugte Wiedergeburt, oder wenn wir es so sagen wollen, Rechtfertigung eines Menschen vor JaHuWaH. Von diesem ersten Schritt des Vertrauens an ist der Mensch in den Prozess der Wiedergeburt hineingenommen. “Und er vertraute (glaubte) JaHuWaH; und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an” (1Mo 15,6). “….und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!” (1Mo 12,3b). Diese Wiedergeburt bedeutet sofort auch für jeden von uns, der seine ersten Schritte in diesen Segen Abrahams wagt : “Fürchte dich nicht, Abram; ich bin dir ein Schild, ich werde deinen Lohn sehr gross machen” (1Mo 15,1b).

Im Augenblick wollen die Völker und Religionen diesen Segen nicht annehmen, weil sie nicht auf den Inhalt des Glaubens Abrahams schauen, sondern zu sehr auf die Träger dieses Glaubens, auf die Juden. Wie wir schon oft sagten gibt es Juden und Juden und Juden. Das wissen wir alle hinlänglichst, aber sie bleiben das auserwählte Volk. Das mussten selbst die Kirchengründer bezeugen, bevor sie die jüdische Messiaserwartung aus dem prophetischen Rahmen nahmen und nach ihrem Gusto umpolten: “….die Israeliten sind, deren die Sohnschaft ist und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Empfänger der Lebensweisungen (Gesetzgebung) und der Dienst und die Verheissungen; deren die Väter sind und aus denen dem Fleisch nach der Christus ist. Der über allem ist, ist Gott. Er sei gepriesen in Ewigkeit. Amen” (Röm 9,4-5). Das stimmt wohl bis auf das falsche Verständnis darüber wer oder was das messianische Reich ist, wer oder was mit dem Wort “der Gesalbte” “HaMashiach”, nach dem biblisch-prophetischen Zusammenhang gemeint ist. Das Christentum kämpft seit seinen Anfängen mit allen theologischen Mitteln und Praktiken gegen diesen Segen. Darin steckt das Christentum mit der Weltvereinigung (UNO, EU und wie sie alle heissen mögen), unter einem Hut. Es will sich dessen nicht bewusst sein, auch nicht bewusst werden.

Im Gegenteil, sie mobilisieren sich gegen diesen Segen, indem sie als Feinde dieses Segens die Feinde des Segens mit massiven finanziellen Mitteln unterstützen und bewusst aufrechterhalten. Unlängst besuchte der neue Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis Jordanien. Der gegenwärtige Generalkommissar der UNRWA ist der Schweizer Diplomat Pierre Krähenbühl. Auf seiner Rückreise kritisierte Cassis die UNRWA, das Hilfswerk der UNO für die palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten. Die UNRWA sei Teil des Problems. Sie halte den Nahostkonflikt bewusst am Leben, indem es dazu beitrage, dass palästinensische Flüchtlinge und deren Nachkommen auch 70 Jahre nach der Gründung Israels in dessen Nachbarländern noch immer in Flüchtlingslagern lebten. Längst schon hätten sie integriert werden müssen.

Cassis stellte die grossen finanziellen Beiträge der Schweiz an die Palästinenser/UNRWA in Frage. Berechtigterweise müssen wir über den Mut dieses Mannes staunen. Er sprach mutig das aus, was uns schon längst als böses Spiel der Weltgemeinschaft gegen die Juden offenbar ist. Welche deutschen Flüchtlinge aus Polen, Rumänien, Russland und anderswo erheben nach 70 Jahren den Anspruch auf ihre Städte, Dörfer, Ländereien usw. aus denen sie vertrieben wurden und erwarten heute dort wieder zurückkehren und dort alles wieder in Besitz nehmen zu können? Welche Menschen anderer Völker tun das?

Nicht nur der Iran sucht die Vernichtung der Juden, der Träger der Verheissung des Segens, es sind vor allem die UNO, Europa und andere westliche Organisationen, die diese Hetze nicht ein für allemal unterbinden wollen. Die deutsche Regierung ist hier leider, um der Wirtschaft willen, versteckter Vorreiter! Sie unterlässt es gegen den Iran, die Hizbullah, die Hamas und andere Kräfte, die sich offen gegen den Segensfluss JaHuWaHs aussprechen, mutig und gezielt an den Pranger zu stellen. Von der Schweiz wollen wir nicht reden, da ist in diesem Bereich nichts zu erwarten.

Lasst uns das was in unseren kleinen Möglichkeiten liegt tun. Das erfüllt uns mit Dank und neuer Kraft. Lasst es uns gerne tun – und mit Ausharren. Mit folgendem Psalmvers wünsche ich allen einen gesegneten Shabbat: “Lass die Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig vor dir sein, JaHuWaH, mein Fels und mein Erlöser!” (Ps 19,15). Lasst uns ein Segen sein! Shalom!

Gregor Dalliard