Chanukka und der islamistische Terror in Europa. Teil 2

Glaubensimpuls 221

Was hat Chanukka, das jüdische Lichterfest, mit den islamistischen Terrorwellen in Europa und anderswo zu tun? Als die Juden den demütigenden und leidvollen Terror unter der Herrschaft der Griechen durchleben mussten, alleingelassen von aller Welt, als es immer dunkler wurde und die Finsternis der Verzweiflung um sich griff, erfuhren sie in dieser äusserst aussichtslosen Situation die Hilfe JaHuWaHs. Diese Hilfe brachte die Wende. Sie führte zum Fest Chanukka, zum Fest des Lichtes, der Hoffnung und des Lebens. Die ewig gültige Botschaft der Propheten, die jede Leidensgeschichte des treuen israelitisch-jüdischen Volkes begleitete und begleiten wird, lautet bis heute: „Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein grosses Licht. Die im Land der Finsternis wohnen, Licht leuchtet über ihnen. Du vermehrst den Jubel, du machst die Freude gross. Sie freuen sich vor dir, wie man sich freut in der Ernte..“ (Jes 9,1-2).

Gegenwärtig ist die Situation für die Juden nicht viel anders. Gedemütigt, ausgegrenzt, kaltgestellt und alleingelassen, müssen sie sich gegen die Feinde von aussen und von innen wehren. Von aussen sind es vor allem die UNO-Resolutionen und die führenden europäischen Politiker, die z.B. zum Boykott bestimmter israelischer Produkte auffordern. Von innen sind es die grausamen Nadelstiche der religiös-fanatischen Terroristen aus dem palästinensischen Lager. Durch die jahrzehntelange Unterstützung der Europäer sind sie frecher geworden. Sie liessen sich durch diese Ermutigungen aus den europäischen Kirchen und der Politik zu einer Vielzahl von Terroristen radikalisieren. Europa scheint immer noch nicht zu begreifen, was es in der Welt angerichtet hat und weiterhin anrichtet.

Europa muss nun eine Hypothek in Raten abbezahlen, die es sich selbst aufgeladen hat. Eine Blutrate nach der andern. Immer wieder, in gewissen Zeitspannen, eimal hier einmal dort. Jede dieser Zahlungen in Raten hinterlässt ein Blutbad und unsägliches Leid für die Betroffenen, vor allem für die Schwerverletzten. Jahrzehntelang, seit der von den Vereinten Nationen rechtlich gebilligten Staatsgründung in seiner alten Heimat, bat Israel die Europäer um Hilfe gegen den aufkommenden religiös-fanatischen islamistischen Terror. Israel warnte Europa vor diesem Terror, doch Europa verschloss seine Ohren. Mit dem Rücken zu Israel unterstütze es stattdessen diesen Islamismus wie niemand sonst auf der Welt, wie kein islamischer Staat!

Das Öl aus den arabischen Staaten machte Europa zusätzlich blind. Nun hat die Wirklichkeit Europa eingeholt. Ein Gericht von nicht absehbarem Ausmass nimmt seinen Lauf. Es hinterlässt Blut, Tod, Schmerz, nicht zu ertragende Einschränkungen und ein Aufwand an Sicherheitsvorkehrungen der Europa teuer zu stehen kommt. Es mag für die Juden ein kleiner Trost sein, dass Europa diese Geister die es rief (förderte) nie mehr los werden wird!

Wer auch die letzten UNO-Resolutionen unter die Luppe nimmt muss bei nüchternem Verstand erkennen wie parteiisch, und wider aller Vernunft und aller politischen Zusammenhänge in der Welt, Israel vor aller Welt gedemütigt und verurteilt wird. Was Israel an Rechtsverletzungen vorgeworfen wird praktizieren innerstaatlich verschiedene islamische, arabische, asiatische, südamerikanische und osteuropäische Völker und Gruppen. Doch die UNO und die EU schauen darüber hinweg. Staaten mit religiös-radikalen und religiös-fundamentalistischen Staatsführern wie der Iran, die Türkei, die Emirate, Saudiarabien u.a.m., unterstützen offen oder versteckt die islamistischen Terrorgruppen wie die Hamas, die Hizbullah, Salafisten u.a.m. Sie werden von der UNO und der EU mit Handschuhen behandelt. Nun, bereits rächt sich diese bodenlose parteiische Politik, die von Europa und der ganzen westlichen Welt ihren Tribut fordert. Wen es trifft über den bricht Finsternis herein.

Europas Politiker unterstützen, unter dem traditionellen, seit rund zweitausend Jahre wirkenden Einfluss der vatikanischen Staatsmacht und Diplomatie jene Staaten, die offen die Vernichtung Israels und aller Juden anstreben. Die Mittel und Bewegründe sind nicht hinterfragt und scheinen vor der Öffentlichkeit gerechtfertigt zu sein. Die Kirchen, die EU, die UNO und a.m. kennen das Evangelium der Juden-Vernichtung aus diesen Reihen – und das schon seit Jahrzehnten. Vor allem seit 1948, als die Vereinten Nationen den UN-Teilungsplan für „Palästina“, gemäss der UN-Resolution 181 rechtlich festlegten. Die Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates von 1967 legte die Staatsgrenze Israels international rechtlich fest.

Die religiös-fanatisierten arabischen Staaten, die bis dahin weitgehend kein international anerkanntes, rechtsgültiges Staatsgefüge mit Staatsgrenzen bildeten, lehnten die Entscheidung der Vereinten Nationen kategorisch ab, griffen zu den Waffen und erklärten Israel den Krieg und die endgültige Vernichtung. Ich möchte hervorheben: Bei keinem Menschen kann diese jahrzehntelange Botschaft der Vernichtung Israels und die Taten die dieser Drohung folgten, die Kriege gegen Israel, ungehört bleiben. Dies geschah alles vor unseren Augen, obwohl der Staat Israel mit Billigung der Vereinten Nationen 1948 rechtmässig auf dem Grund und Boden seiner alten Heimat, der Heimat der Juden, gegründet worden ist.

Werfen wir einen Blick zurück. Muhammad Amin al-Husseini, der Grossmufti von Jerushalajim, der mit Hitler zusammenarbeitete, war überzeugter Befürworter der Vernichtung der europäischen Juden im Deutschen Reich. Er legte seine ganze Energie darin, die Vernichtungswelle der Juden voranzutreiben. Er lebte über längere Zeit, ab 1941, in Berlin. Als einflussreicher Mittelsmann übertrug er den Antijudaismus der Nazis in den Nahen Osten. Er liess alle seine einflussreichen Beziehungen spielen. Er wurde 1945 als Kriegsverbrecher in der Schweiz verhaftet und an Frankreich ausgeliefert. Vor allem Frankreich aber weigerte sich, zusammen mit England und den USA, den Grossmufti als Kriegsverbrecher zu verurteilen. Muhamad al Husseini fand Aufnahme in Ägypten. Von hier aus entfaltete er seine mörderischen Pläne in der ganzen arabischen Welt.

Arafat, der Ägypter, war einer seiner Schüler. Als Führer der palästinensischen Terrororganisation (PLO) brachte er den islamischen Terror nach Europa. Flugzeugentführungen, Diplomatenmorde, Schiessüberfälle auf Flughäfen und der Angriff auf die Juden bei den Olympischen Spiele in München 1972 gehen auf seine Kosten. Wie ich schon früher erwähnte, legte ihm Papst Johannes-Paul II. an Weihnachten 1982 im Vatikan den „roten Teppich“ aus, obwohl er international als Terrorist „gesucht“ wurde.Darüber habe ich am 12. Dezember 2014 geschrieben: „Die westliche Welt beugt sich dem radikal-religiösen Islam im Kampf gegen die Juden. Der Vatikan als Triebfeder für die Islamisierung Europas. Teil 4“. Darum gehe ich nicht weiter darauf ein. Die Signalwirkung des Papstes war kaum zu fassen. Von da ab war der Islamist Arafat ein vielbegehrter und angesehener Mann im christlichen Europa. Das sagt wohl alles über die antijüdische einflussreiche Diplomatie des Vatikans aus, die bei den politischen Grössen Europas ihre Wirksamkeit nicht verfehlt!

Noch eine weitere Schreckenstat, die gegen die Juden gerichtet war, beging Europa als es dem Terroristen Arafat am 10. Dezember 1994 in Oslo den Friedensnobelpreis verlieh. Ein Skandal! Die islamistische Welt jubelte. Nebenbei bemerkt: Der Stifter des Friedensnobelpreises ist der schwedische Industrielle und Erfinder Alfred Nobel, dessen Vorfahren Juden waren. Arafat führte Europa an der Nase herum. Doch das „gefiel“ den Kirchen und Politikern Europas. Arafat, der Schüler des radikalen Muhammad Amin al-Husseini, hat inzwischen eine unüberschaubare Masse an religiös-fanatisierten Nachkommen ins Leben gerufen, sodass Europa und die westliche Welt ihrer nicht mehr Herr werden können. Es bewährt sich das Sprichwort: „Die Geister die ich rief werde ich nicht mehr los“. Heute sitzt „Arafat“ in Paris, in Belgien, in San Bernardino in Kalifornien.. überall, irgendwann auch im Vatikan!! Das palästinensische Bildungssystem ist mit europäischer Unterstützung auf den Geist des Terrors aufgebaut – Europa unterstütz dieses System und steckt den Kopf in den Sand!

Das Land Israel war in den dreissiger und vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als die Überlebenden des Holocaust dahin flüchteten, weitgehend verwüstet, unbebaut, versumpft und von Moskitos beherrscht. Es war genug Platz vorhanden sowohl für die dort ansässigen Palästinenser, für die immer schon dort ansässigen Juden und auch für die verfolgten, nach Zuflucht suchenden, Juden. Das war jedermann klar, vor allem aber den Vereinten Nationen.

Fliessend ging die Botschaft der Judenvernichtung von den Nazis auf die nachfolgenden Politiker Europas über – und von dort wieder zum Vatikan zurück, dem Sitz des antijüdischen Gedankengutes der Kirchenväter, den es wie seinen Augapfel hütet. Unter der Betroffenheit der grauenvollen und nicht in Worte zu fassenden Verbrechen an den Juden billigten die Vereinten Nationen 1948 den überlebenden, ausgeplünderten und aller Menschlichkeit beraubten Juden das Recht auf die Rückkehr in ihre alte Heimat zu. Kaum aber war die Betroffenheit von dem grauenvollen Ausmass der Judenvernichtung in Europa verblasst, lebte die Ablehnung gegen das auserwählte Volk in Europa schnell wieder auf. Wie konnte das nur geschehen? Wie konnte so etwas im Herzen der christlichen Welt nur möglich werden? Wie konnte das christlich geprägte Europa nach seinen Verbrechen an Millionen von Juden, nach diesem fassungslosen Verbrechen, so schnell wieder zur Tagesordnung übergehen? Das erstaunt niemand mehr wenn einmal die Hintergründe aufgedeckt sind.

Auf die Hintergründe die den Vatikan in den letzten Jahrzehnten dazu bewegten den Islamisten den roten Teppich nach Europa auszulegen habe ich in früheren Gims bereits hingewiesen. Darum gehe ich auf diese Punkte nicht mehr näher ein. Ebenso habe ich über die Entwicklung geschrieben, die Arafat veranlasste das palästinensische Volk aufzufordern Israel zu verlassen, da die Bomben die das Land der Juden judenrein machen würden nicht zwischen Juden und Palästinensern unterscheiden könnten. Nach dem Vernichtungskrieg gegen die Juden würden sie zurückkehren und das ganze Land der Juden besitzen können. Doch diese Kriege endeten zugunsten der Juden. Die Palästinenser, die dem Aufruf und dem Versprechen ihrer religiös-fanatischen Führer gefolgt waren sitzen seither – Dank ihrer islamistischen Führer – in der Falle, denn diese Rechnung ging nicht auf. Israel wehrte die Kriege ab, konnte nicht ins Meer geworfen werden.

Israel ging aus allen diesen versuchten Vernichtungskriegen siegreich hervor, ohne Hilfe der Europäer. Damit hatte niemand gerechnet. Israel liess sich nicht mehr länger lumpen und terrorisieren. Es schritt zu konsequenteren Sicherheitsmassnahmen gegen den religiös motivierten Terror der moslemischen Staaten vor. Es sicherte entsprechend sein Land und seine Grenzen ab. Dieses Vorgehen war der einzig mögliche Weg um den religiösen Terrorismus der arabischen Staaten abzuwehren. Nur auf diesem Weg, den die Palästinenser und die arabischen Staaten selbst heraufbeschworen hatten, hatten die aus Europa fliehenden Juden, und nun auch die zu Hunderttausenden aus den arabischen Staaten vertriebenen Juden, eine Überlebenschance.

Wir müssen wiederholen: Das war der einzige Weg, sollten die aus Europa und den arabischen Ländern vertriebenen Juden überhaupt eine Überlebenschance haben. Heute wird dieser verzweifelte Weg der Selbstverteidigung, der die Sicherung der strategisch wichtigen Gebiete notwendig machte, in der internationalen Politik irreführend und in schändlicher Weise als besetztes Land, als „besetzte Gebiete“, bezeichnet, die Israel aufgeben soll. Ein Wahnsin!

Sollte Israel jemals diese Gebiete aufgeben, dann wird es um seine Sicherheit geschehen sein. Kein Islamist wird jemals seine terroristischen Prinzipien aufgeben. Es braucht nur einen Funken und schon steht alles in Flammen. Werfen wir einen Blick auf Gaza. Es war ein grosser Fehler als Israel, auf Druck der Europäer und Amerikaner, 2005 Gaza zu einer autonomen palästinensischen Zone erklärte und sich zurückzog. Ab 2006 kam die religiös-islamistische Hamas an die Macht. Seither missbraucht sie diese Freiheit und terrorisiert Israel mit laufendem Raketenbeschuss. Israel ist gezwungen die religiös-islamistische Terrorgruppe Hamas in Schach zu halten, will es überleben. Umso mehr da diese Islamisten von den ebenso radikalen Staaten wie dem Iran den Emiraten und der islamistischen Terrorgruppe Hizbullah finanziert und mit Waffen beliefert werden. Aber das will Europa nicht einsehen und verstehen!

Das palästinensische Volk, das damals auf Geheiss Arafats das Land verliess – mehrere Hunderttausend – sitzt bis heute in den islamischen Nachbarstaaten in der Falle. Kein einziger islamischer Staat hat diese Menschen bis heute integriert. Die muslimischen Glaubensgenossen weigern sich ihre palästinensischen Glaubensbrüder zu integrieren. Sie behandeln ihre muslimischen Glaubensbrüder bis heute als Staatenlose, nicht einmal als Menschen zweiter Klasse, Menschen die in Ghettos leben müssen, während Israel ungefähr dieselbe Zahl an jüdischen Flüchtlingen, die aus den arabischen Staaten vertrieben worden waren, als vollwertige Staatsbürger integrierte. Die Palästinenser in Israel können menschenwürdig leben, anders als jeder Palästinenser irgendwo in der arabischen Welt unter seinen Glaubensgenossen. Den religiös-fanatischen Führern, den Dschihadisten, gefällt das nicht. Sie lenken von ihren terroristischen Strategien ab. Das ist der Grund warum sie ihr eigenes palästinensisches Volk terrorisieren und es dauernd gegen die Juden instrumentalisieren. Dieses Ablenkungsmanöver funktioniert seit Jahrzehnten. Der Kirche und Europa passt das Ganze. Sie haben kein Interesse den Juden beizustehen!

Nun aber hat derselbe religiöse Terror Europa und Amerika erreicht. Europa wies die Warnungen Israels arrogant und – beseelt von seiner kirchlich geprägten tiefen Abneigung gegen die Juden – von sich. Dieser religiöse fanatische Islamismus ist von Europas Politikern und den Kirchenführern bis zum Erbrechen gefüttert, verhätschelt und mit Unmengen an finanziellen Zuwendungen und Sympathiekundgebungen umworben worden. Das so erzogene „Bübchen“ entpuppt sich nun als religöser Gewaltmensch der auf der ganzen Welt Angst und Schrecken verbreitet.

Jetzt strotzt und protzt dieser islamistische Fanatismus, den man gegenüber Israel bei jeder Gelegenheit vehement als solchen bestritt. Bei aller Tragik bleibt uns im Lichte der Terroranschläge in Frankreich und anderswo nichts anders übrig als zu sagen: was Europa und andere Länder säten müssen sie nun unter Angst und Schrecken ernten! Daran führt wahrlich kein Weg mehr vorbei. Was das aus Europa überlebende vertriebene Volk der Juden seit 1948 an Verachtung und Demütigungen von Seiten der Europäer erdulden musste hat sich zu einer Schuld aufgetürmt, die in den Himmel reicht. Der Himmel wird davon berührt. Nun reagiert der Himmel auf seine Weise!

Mit meiner Überzeugung stosse ich im christlich verschwommenen Denken auf radikale Ablehnung. Das aber sollte niemanden verwundern! Das Denken der Welt wird fremdbestimmt! Wer Macht hat kommt zu Geld und wer Geld hat lässt seinen Einfluss über alle möglichen Medien fliessen. Es ist der Geist von Karfreitag! Der Geist des Christentums, der die Botschaft der Judenvernichtung lebendig erhält und das immer wieder aufs Neue. Ganz besonders in der Osterzeit. In verschiedenen Glaubensimpulsen habe ich auf die antijüdische Ideologie der Kirchenväter und damit des Vatikans hingewiesen. Dieses Denken hat der Vatikan auf die europäischen Völker übertragen. Das wollen wir hier nicht mehr wiederholen.

Es sind im Wesentlichen die sich alljährlich wiederholenden Karfreitags- und Osterzeremonien, an denen auch der schlechteste Christ, neben Weihnachten, teilnehmen will. Damit unterzieht sich der Christ der antijüdischen Hirnwäsche. Die Juden werden bei diesen Feiern jedes Jahr – wie ein Mantra – als jenes Volk dargestellt und verurteilt das den Gott „Jesus“, den Gott der Christen, der nach ihrer Lehre Himmel und Erde geschaffen hat, getötet hat und darum in dieser Welt keine Existenzberechtigung mehr haben darf. Von Mal zu Mal, von Jahr zu Jahr!

Hinzu kommen in den christlichen Ländern die allgegenwärtigen Kreuze, die das Marterwerkzeug der Römer darstellen sollen. Über jedes einzelne Kreuz, ob auf Bergen, auf öffentlichen Plätzen, in Häusern, Dome, Kathedralen, Klöstern und wo auch immer, wird den Christen weltweit suggeriert: schaut her was die Juden gemacht haben. Sie haben den Gott der Christen getötet. Vergesst es nicht! An vielen Kreuzen ist zudem der qualvoll sterbende Jesus-Gott sichtbar geformt dargestellt oder abgebildet, was tief ins Unterbewusstsein eindringt und den Judenhass unbewusst immer wieder und wieder neu schürt.

In den letzten christlichen 2000 Jahren wurde dieser religiöse Fundamentalismus, diese Irreführung, in der europäischen Erziehung hartnäckig durchgesetzt. Dieser religiöse Fanatismus hält die Herzen der Christen tödlich fest. Die Folge sind bis heute die zahllosen Pogrome gegen die Juden, die zahllos entrechteten und aufs schmählichste gedemütigte Juden, mit nicht zu fassenden und zu definierenden Gräueltaten. Wider aller Vernunft und entgegen der prophetischen Worte in der Bibel lässt das Christentum nicht von seinem religiösen Fundamentalismus und Irrwahn ab.

Dieser allgegenwärtige christliche Kreuzes- und Karfreitagsterror beherrscht das christliche Erlösungsdenken. Es ist das Dogma aller Dogmen, das Grunddogma, die Lehre, die zu glauben zum Heile notwendig ist. Seit dem ersten Kirchenkonzil von Nizäa 325 n.u.Z. ist diesem religiösen Terror eine nicht zu fassende erschütternde Zahl an Juden zum Opfer gefallen. Von den Kirchenvätern her bis hin zu Hitler, von Hitler über Muhammad Amin al-Husseini und Arafat und ihren europäischen Förderern hin zu dem arabisch aufgewiegelten Mob. Die Kirchenväter waren tief christlich, ebenso die Päpste, ebenso war Hitler in seinen seelischen Tiefen christlich geformt. Was unterscheidet dieses fundamentalistische Christentum, das jedes Jahr Karfreitag feiert, in seinem Wesen vom fundamentalistischen Islam? Ein ehrenwerter Mensch mit – menschlichen Empfindungen – muss sich dieser Frage stellen und die Konsequenzen daraus ziehen. Die Kirchen und die christlich geprägten Politiker werden sich diese Frage nicht stellen. Für sie steht zuviel auf dem Spiel.

Die Christen haben es bis heute nicht fertig gebracht, die Lehre der Kirchenväter, die sich im sogenannten „Neuen Testament“ als schwer antijüdisch niederschlug, im Lichte eines seriösen Studiums der biblischen Propheten zu überwinden, abzulegen und umzukehren. Sie bringen es bis heute nicht fertig diesen Kreuzesterror und dem damit zutiefst verwurzelten Judenhass abzuschwören. Wie nur will Europa von den radikalen Moslems die Überwindung ihrer radikalen religiösen Ansichten und Absichten fordern? Das bleibt eine Illusion, die endlich nun auch die christlich fanatisierten Europäer verstehen lernen müssen. Doch das bleibt eine schier unlösbare Aufgabe. Es gibt von der offiziellen kirchlichen oder ökumenischen Seite nur wenige oder keine Signale dazu.

Nicht umsonst schrieb ich im letzten Gim: „Hier gründete und begründete der heidnische Kaiser Konstantin das Christentum und ordnete es streng offiziell nach den Regeln der griechischen Tradition und Philosophie. Die christliche Weltreligion sollte über das römische Reich und das spätere Papsttum in ihren tiefsten Fundamenten antijüdisch sein und bleiben. Die antijüdischen Lehren sollten die Fundamente der christlichen Weltreligion so sehr durchdringen und festigen, dass eine Aufweichung oder Aufhebung dieses Widerspruchs in alle Ewigkeit unmöglich sein würde. Mit der Entjudaisierung und Pervertierung des Rabbi und Schriftgelehrten Jahushua von Nazareth – hin zu einer griechischen Gottheit – ist dieser Schritt vollkommen gelungen und er funktioniert bis heute“.

Wenn nun die religiös-fundamentalistischen islamistischen Staaten dieses Evangelium der Vernichtung der Juden vehement verkündigen und ihm auch Taten folgen lassen, dann tun sie „nur“ etwas, was die Christen ihnen vorleben und liturgisch immer wieder, von Jahr zu Jahr, sehr eindrucksvoll vor aller Welt demonstieren. Karfreitag und Ostern erinnern die Christen an ihre Pflicht. Die Juden haben kein Existenzrecht auf dieser Welt, es sei denn sie geben ihr Judesein auf und werden Christen. Das ist eine schauerliche und finstere religiös-fanatische Lehre, die dem gesamten Wort der Bibel, und damit meine ich den Tanach (Thora, Propheten und Schriften) den Jahushua von Nazareth als Bibel besass, widerspricht. Das Christentum baut auf dem Judenhass der Kirchenväter auf. Daran führt im Christentum kein Weg vorbei, man mag die ausweichendsten Argumente bringen, sie sind nichts als billiges Stroh! Die Stunde ist gekommen das zu erkennen und mutig die Konsequenzen zu ziehen!

Wie die Christen lassen auch die religiös-radikalen Moslems ihren Lehren Taten folgen. Wir wiederholen: Kaum waren die überlebenden Juden in ihre alte Heimat zurückgekehrt und bauten zusammen mit den dort immer schon ansässig gebliebenen Juden rechtmässig, auf dem Fundament der Zuteilung durch die Vereinten Nationen, ein neues Leben auf, wurden sie von den vereinten arabischen Staaten mit einer neuen Vernichtungswelle konfrontiert. Jeder einzelne Kriegsangriff zeugt von diesem grauenvollen Vorhaben. Ein Christ sollte sich einmal – nur kurz, aber intensiv – in die Lage eines damals vertriebenen, überall abgewiesenen, ausgebeuteten, ausgeplünderten, ausgehungerten, völlig entrechteten und schutzlosen Juden im christlichen Europa versetzen. Dann wird ein solcher Mensch, in dem ihm legitim zugesprochenen Flecken Erde – in seiner alten Heimat – von neuem mit der Vernichtung konfrontiert!

Hinzu kommt noch folgende Tatsache. Kurz nachdem den Juden Teile ihrer alten Heimat als neue Heimat zugesprochen worden waren überliessen die Vereinten Nationen und Europa die Juden ganz ihrem Schicksal. Als sich die Araber zu ihrem ersten Vernichtungskrieg aufmachten schauten sie einfach weg, obwohl sie wussten, dass die Juden über kein Waffenarsenal verfügten, während die arabischen Staaten von Russland bis zum Hals bewaffnet waren. Die Juden hören und erleben dieses schreckliche Evangelium ihrer Vernichtung nicht erst ab

  1. Dieses Evangelium gab es schon in der Antike. Doch in all seiner ausgefeilten Wirksamkeit erleben sie es seit der Existenz der Kirchenväter, jeden Tag, überall, zu jeder Zeit – seit es die Ideologie von Karfreitag gibt.

Die Europäische Union hat, zusammen mit den Kirchen und der UNO, buchstäblich nie einen aufrichtigen und dauerhaften Blick für die Realität der Juden gehabt. Nun kann man sagen: Unter den vorgegebenen bald zweitausendjährigen christlichen Denkstrukturen, die sich in der Karfreitagsideologie gebündelt präsentieren, kann von den Christen nicht erwartet werden dass sie ihre religiösen Fundamente verändern. Doch das ist von der Bibel her, auf die sich Europa beruft, keine Entschuldigung. Jeder wird für seine Taten gerade stehen müssen. Der religiöse Fanatismus ist ein schlechter Ratgeber im Leben. Er wird irgendwann nichts mehr zu sagen haben.

Die europäischen Völker sind buchstäblich und tiefgründig vom Gift der Kirchenväter, dem Gift des Christentums, fanatisiert, blindgemacht und werden bewusst blind gehalten. Wenn ein Papst 2015 von der UNO wie ein Gott auf Erden empfangen und gehört wird, dann ist kein anderer Schluss zulässig. Getarnt und geblendet vom Erguss eines Pseudo-Himmelreichs vermögen die allerwenigsten Politiker und Kirchenführer Europas der Realität in die Augen zu schauen. Mit ihrem verkehrten Blick führen sie eine verführte, irregeleitete Menschheit in das grosse Chaos von dem die israelitisch-jüdischen Propheten unmissverständlich sprechen.

Mit dem ermutigenden Zuspruch aus Psalm 36,10-11 wünsche ich allen Lesern von Herzen weiterhin eine tiefsinnige und wirkungsvolle Zeit von Chanukka: „Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht. Erhalte deine Gnade denen, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit den von Herzen Aufrichtigen!“ Shalom.

Gregor Dalliard