Die westliche Welt beugt sich dem radikal-religiösen Islam im Kampf gegen die Juden. Der Vatikan als Triebfeder für die Islamisierung Europas. Teil 5

Glaubensimpuls 170

Wir wollen weitere geschichtliche Fakten aufzeigen, die belegen wie der Vatikan in seinem Antijudaismus (Antisemitismus) zur Triebfeder für die Islamisierung Europas wurde. Wir haben gehört, dass sich die Kirchenväter und damit der Vatikan als das neue Volk Gottes bezeichnen, das die Juden als das Volk JaHuWaHs ersetzt. Die Juden sind seit seinen offiziellen geschichtlichen Anfängen im vierten Jahrhundert der Erzfeind Nummer eins. Wir haben gehört wie der Vatikan im Laufe der Jahrhunderte auf dieser Irrlehre der Kirchenväter ein immenses dogmatisch verankertes Lehrgebäude entwickelte und sich durch Lug und Trug zum mächtigsten und weltgrössten Finanzriesen und einflussreichsten diplomatischen „Dienst“ der Welt entfaltete. Wer die Macht und das Geld besitzt, der beeinflusst die Welt zu seinen Gunsten. Das nutzt der Vatikan als völkerrechtlich anerkannter Staat, unter der Führung seines Staatsoberhauptes, des Papstes, sehr geschickt, aber meistens auf versteckte Weise, aus.

Der Papst ist ja nicht nur Staatsoberhaupt er ist ja auch uneingeschränkter religiöser Führer einer durchgehend antijüdischen Religionsgemeinschaft, die man von der Bibel her als Sekte bezeichnen muss. Nach seiner Lehre, die biblisch nicht haltbar und nach dem prophetischen Wort der Bibel äusserst verwerflich ist, hält die Kirche bis zu dieser Stunde dogmatisch fest, dass die Juden verworfen und verdammt sind und so lange verdammt bleiben bis sie sich der lehre der Kirche unterwerfen, was soviel heisst: sie müssen den von den Kirchenvätern geschaffenen philosophischen Gott Jesus Christus, den die Kirche verkörpert, darstellt, annehmen.

Weil das naive Freikirchentum die Thora und das prophetische Wort weitgehend verwirft und an der Grundlehre der Kirchenväter hängen bleibt, treibt es als verlängerter Arm dieser Theologie (Philosophie) die Missionierung der Juden mit allen nur erdenklichen Mitteln voran, während sich der Vatikan heute äusserlich zurückhält! Wie gesagt, der Vatikan hält sich nur äusserlich zurück, denn das Dogma der Verdammung bleibt bis zu dieser Minute bestehen und wirksam.

Papst Johannes XXIII., der gute Papst Roncalli, wie man zu sagen pflegte, erlebte nach der Papstwahl einen „Schwächeanfall“. Was heisst das? Wie bei so manchem Papst vor ihm gab es auch in seiner Familie jüdisches Blut, das über abgefallene oder zwangsweise zum Christentum bekehrter Juden in seinem Körper floss. Weiss der Papst nichts davon, dann wird er meistens von Juden daran erinnert, die auf diesem Gebiet Spezialisten sind, denn auch hier kann ihnen niemand das Wasser reichen. Entweder wird sich der betreffende Papst den Juden gegenüber erst recht abgeneigt und feindselig verhalten und auf ihre Bekehrung beharren oder er wird sich ihnen, innerhalb seiner „Möglichkeiten“, zuwenden und sie verdeckt schützen.

Johannes XXIII. war sich der schrecklichen unfassbaren Schuld seines Vorgängers Pius XII. den Juden gegenüber bewusst. Einer Schuld, einer Täterschaft, deren Tragweite wohl nie jemand zu fassen vermögen wird, weil sie vom Führer der Christenheit begangen worden ist. Pius XII. hatte es als Führer der Christen bewusst unterlassen die führenden Christen Europas frühzeitig gegen Hitler aufzuklären und zu mobilisieren um jene Kräfte zu unterstützen, die die deutsche Regierung aufforderten den Österreicher Hitler des Landes zu verweisen, wie etwa der Frauenkreis um die erste promovierte Juristin Deutschlands, Anita Augspurg und andere.

Der erwähnte Frauenkreis forderte schon 1923 die Ausweisung Hitlers aus Deutschland. Im Gegenteil, es war den Bischöfen und Priestern verboten etwas gegen Hitler zu reden oder zu unternehmen. Schon gar nicht solche Kreise zu unterstützen, obwohl schon sehr früh Gräuel Hitlers gegen die Juden in vieler Diplomaten und Leute Munde waren. Von seiner diplomatischen Beschaffenheit und seiner religiösen Präsenz in aller Welt her wusste der Vatikan als erster Staat der Welt von diesen Gräueln! Juden selbst hatten ihn leidenschaftlich darüber informiert. Von der Kanzel herunter wäre es ein Leichtes gewesen die Massen rechtzeitig gegen Hitlers Schrecken zu mobilisieren, so wie die Bischöfe dies offen gegen den Kommunismus taten.

So liess er z.B. die berühmte jüdische Konvertitin, die Philosophin Edith Stein, in ihrer Verzweiflung stehen. In ihrer höchsten Verzweiflung über die schrecklichen Dinge die an ihrem Volk geschahen wollte sie 1933 extra nach Rom in den Vatikan fahren um den Papst aufzufordern sein Wort gegen die Gräuel Hitlers zu erheben – doch er verweigerte ihr eine Audienz. In ihrer Verzweiflung trug sie ihr Anliegen schriftlich vor. Für sich und ihre Familie wurde ihr lediglich der Segen des Papstes erteilt. Tatenlos und wortlos wandte sich der Papst von den Juden ab! Wohin führte der Segen des Papstes?

Edith Stein wurde von Hitlers Schergen am 9. August 1942 im KZ Auschwitz ermordet – und Papst Johannes-Paul II. sprach sie am 11. Oktober 1998 heilig, um die Vergangenheit zu vertuschen. Seither wird sie von der katholischen Kirche als kirchliche Märtyrerin und Heilige verehrt, d.h. angebetet. Eine solche verdorbene Diplomatie schreit zum Himmel, sie ist zu makaber. Ein Hohn, der uns sprachlos macht!

Johannes XXIII. berief 1962 ein Konzil im Vatikan ein, genannt das „Zweite Vatikanische Konzil“. Auf diesem Konzil liess der Papst das Verhältnis der Christen zu den Juden überdenken und ein eigenes Dekret ausarbeiten, das in die Liste der Konzilstexte aufgenommen werden sollte. Das Sekretariat für die Einheit der Christen erarbeitete also im Auftrag des Papstes wunschgemäss, und unter der Führung des Vorsitzenden Kardinal Bea, dieses Dekret aus. Das Dekret war gegen den Antijudaismus (Antisemitismus) gerichtet. Im Juni 1962 wurde es der Zentralkommission vorgelegt.

Was geschah? Die arabischen Vertreter weigerten sich ein solches Dekret anzunehmen. Lautstark und protestierend verlangten sie die Verwerfung eines solchen Dekretes. Auch die Reaktion der übrigen Vertreter in der Zentralkommission war so heftig, dass der Papst weiche Knie bekam. Er zog die Fassung dieses Dekretes zurück. Solche einschneidenden Ereignisse blieben der religiös-politischen Führung der islamischen Welt nicht verborgen. Sie und der Vatikan hatten einen gemeinsamen Feind, den es gemeinsam zu vernichten galt. Mit diesem Schritt gab der Vatikan der islamischen Welt zu verstehen, dass ihn die Shoa, der Holocaust, nicht weiter beeindruckt und die Juden es nicht wert sind dass man sich mit ihnen – trotz des zugefügten grauenvollen Leidens, für das uns die Worte fehlen, tiefer zu befassen. Ein Verhalten, das wir nie begreifen werden!

Obwohl Kardinal Bea dagegen protestierte und den Papst unter Druck setzte wurde das Dokument gegen den Antijudaismus (Antisemitismus) für immer begraben. Es wurden neue Entwürfe gemacht, die laufend verändert und abgeschwächt wurden, bis in der zweiten Sitzungsperiode im November 1963 das Thema Juden als Anhängsel in der Erklärung „Nostra aetate“ behandelt wurde. Um den Eindruck zu erwecken dass das Beste erst am Schluss kommt, sollte zuerst das Verhältnis der Kirche zu den nicht monotheistischen Religionen behandelt werden, dann das Verhältnis zum Islam und am Schluss das Verhältnis zu den Juden.

Die Moslem werden in diesem Dokument hochgelobt. Ihr Glaube und ihre Glaubenspraxis wird geschickt gleichsam über den Glauben der Juden gestellt. Ihr Glaube wird als der Glaube Abrahams dargestellt. Sie beten den alleinigen Gott wie Abraham an und bemühen sich ihm zu unterwerfen wie Abraham, während in andern Zusammenhängen gesagt wird, dass sich die Juden Abraham nicht unterwerfen, weil sie sich der Kirche nicht unterwerfen: „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, wie Abraham sich Gott unterworfen hat..“ (Nostra aetate, amtliche Texte des Zweiten Vaticanums, Rahner, Vorgrimmler, S.357, Art.3). Die religiös-radikalen islamischen Kräfte erhielten durch diese Erklärung einen nicht zu bremsenden Auftrieb. Sie wurden in ihrer gewaltbereiten Haltung gegenüber den Juden geradezu motiviert, denn es hätten in dieser Erklärung Dinge genannt werden müssen, die unterlassen blieben.

Aus der ursprünglich beabsichtigten Erklärung des Verhältnisses zu den Juden ist ein schäbiges Anhängsel geworden, das ein paar beeindruckende aber schmeichelnde Passagen enthält. Viele Juden sind durch die ewigen Spannungen und den von der Welt aufgedrückten Stempel des ewigen Sündenbocks ermüdet. Darum freuten sie sich über einige wohlwollende Passagen des Vatikans, die für sie immerhin ein Hoffnungsschimmer bedeuten. Darum wollen viele von ihnen das Dokument nicht als pure Heuchelei durchschauen, obwohl es nichts von den bestehenden Lehrdogmen gegen die Juden aufhebt, im Gegenteil sie noch bestätigt und die Juden darin laufend beleidigt und demütigt.

So wird ihnen das Dogma aller Dogmen, das den ganzen Antijudaismus in sich birgt und alle andern Aussagen zur Farce verkommen lässt, an den Kopf geworfen: „Gewiss ist die Kirche das neue Volk Gottes“ (Nostra aetate, dito, S.358, Art.4). Vom ewigen Krieg ermüdet haschen viele Juden nach jeder Hand die ihnen irgendwie Frieden signalisiert. Trotz der liebevollen Schmeicheleien bleiben die beleidigenden Verdammungsurteile und Ansprüche der Kirche bestehen was nach katholischem Recht bestehen bleiben muss. Einige führende Juden waren bitter enttäuscht. Sie hatten sich ein Ende der kirchlichen Ersatztheologie erhofft, die das Recht der Juden im Lande ihrer Väter leben zu dürfen impliziert.

Die islamische Führerschaft verfolgte genauestens was in Bezug auf die Juden hinter den Mauern des Vatikans ablief. Als die christlichen Führer aus den arabischen Staaten sich im Vatikan durchsetzen, machten draussen in der islamischen Welt viele islamische Führer Freudensprünge. Sie hatten befürchtet, dass das Konzil das Dogma der ewigen Verdammung der Juden aufheben würde, was soviel hiesse, dass die Juden ein Anrecht auf „Palästina“ hätten. Solange der Vatikan das Dogma der Verdammung der Juden nicht aufhebt, signalisiert er der Welt, dass die Juden kein Anrecht haben als Staat in „Palästina“ zu existieren.

Der Papst gab den kirchlichen Vertretern aus den islamischen Ländern nach. Damit verpasste er wohl die letzte Chance der Umkehr, die ihm von JaHuWaH im Lichte des Holocaust gegeben war. Damit machte er die Christenheit, Europa, reif für das Gericht. Die Islamisten sitzen in Europa bereits fest. Sie werden zusehends zu einer unberechenbaren Geissel. Sie schrecken vor nichts mehr zurück. Sie sind nicht mehr aufzuhalten.

Es wäre in der Macht des Papstes gewesen Busse zu tun und umzukehren. Nach dem bestehenden Kirchenrecht, dem Codex Iuris Canonici, besitzt er alle Macht dazu. Canon 331: „Der Bischof von Rom.. ist das Haupt des Bischofskollegiums, Stellvertreter Christi und Hirte der Gesamtkirche hier auf Erden; deshalb verfügt er kraft seines Amtes in der Kirche über höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt, die er immer frei ausüben kann“. Canon 333 Paragraph 3: „Gegen ein Urteil oder ein Dekret des Papstes gibt es weder Berufung noch Beschwerde“. Canon 338, Paragraph 1: „Allein dem Papst steht es zu, ein Ökumenisches Konzil einzuberufen, ihm persönlich oder durch andere vorzusitzen, ebenso das Konzil zu verlegen, zu unterbrechen oder aufzulösen und dessen Dekrete zu genehmigen“.

In diesen Tagen werden in allen moslemischen Staaten die Christen in irgend einer Weise benachteiligt, unterdrückt. In manchen Staaten werden sie gequält, enteignet, vertrieben, geköpft. Die offizielle Kirche und die christlichen Europäer reagieren äusserst verhalten auf diese Gräuel! Wie ist das mit den Juden in Israel? Die Juden lassen die Christen unter sich leben, obwohl die katholischen und anglikanischen Bischöfe, Amnesty International, die UNO und andere Organisationen als Handlanger der Terrororganisation Hamas andauernd gegen die Juden hetzen. Was sich die Christen und die aus den christlichen Ländern stammenden politisch und religiös engagierten Menschen in Israel alles erlauben ist nicht zu fassen!! Was soll das? Warum empören sie sich nicht über die Hamas, die ihre eigenen Leute grausam unterdrückt, ausbeutet, foltert und für immer verschwinden lässt, die täglich Verbrechen an Juden begeht und offen die Vernichtung des Staates Israel anstrebt! Wahrlich, diese Geduld der Juden würde kein europäischer Staat aufbringen, auch kein Bundesland der USA oder sonst jemand!

Es wäre zum Verzweifeln, hätten wir nicht die wunderbaren prophetischen Verheissungen wie etwa die des Propheten Moshe, David oder des Jirmejahu (Jeremia) durch die JaHuWaH zu uns redet: „Und sie fielen auf ihr Angesicht und sagten: JaHuWaH, du Erlöser der Lebensgeister allen Fleisches!“ (4Mo 16,22). „Siehe ich bin JaHuWaH, der Erlöser alles Fleisches“ (Jer 32,27). „Und JaHuWaH wird König sein über die ganze Erde; an jenem Tag wir JaHuWaH einzig sein und sein Name einzig“ (Sach 14,9; Ps 22,29).

Alles wird zu seiner Zeit und durch manche Gerichte der Wiederherstellung zu jener Beziehung geführt werden, die unser Schöpfer JaHuWaH selbst seinem auserwählten Volk als Verkündigung aufgetragen hat: „Es werden daran gedenken und zu JaHuWaH umkehren alle Enden der Erde, vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der Völker.. Nur ihm werden huldigen alle in der Erde Schlafenden, vor ihm werden sich beugen alle, die in den Staub hinabfuhren, und der, der sein Leben nicht am Leben erhalten konnte“ (Ps 22, 28-30).

Lasst uns die Ereignisse im Spiegel dieser gewaltigen Verheissungen sehen und gerade deswegen unsere Verantwortung in diesen Tagen wahrnehmen zur Ehre JaHuWaHs und seines von der EU gedemütigten Volkes.

Shalom und einen gesegneten Shabbat wünsche ich allen von Herzen!

Gregor Dalliard