„Glücklich der Mensch, der in dir Jahweh stark ist“ (Psalm 84,6).

Glaubensimpuls 049

Diese wunderbare Erkenntnis kann auch so formuliert werden: „Glücklich der Mensch, dessen Stärke in dir Jahweh ist“; „wohl den Menschen, die dich Jahweh für ihre Stärke halten“; „glücklich der Mensch, der in dir Jahweh stark ist“ u.a.m. Nicht selten hören wir zu diesem Vers folgende oder ähnliche Bemerkungen: „Solche Bekenntnisse in den Bundesschriften (AT) rühmen doch nur die vielen Gewalttaten bei der Landnahme unter Mose, Josua und die vielen Überfälle und Kriege Davids und anderer Israeliten und Juden. All dies geschah doch immer unter dem Deckmantel des betreffenden Landgottes um die eigenen Gewalttaten zu legalisieren und zu rechtfertigen. Für Israel war es einfach der Landgott Jahweh der dafür herhalten musste“.

Das ist ein Argument, das in den Köpfen vieler Menschen festsitzt. Sie haben nie versucht die biblischen Zusammenhänge und Hintergründe zu erkennen und zu erfassen. Vielleicht haben sie es versucht und es ist ihnen im Fangnetz des kirchlich-kulturellen Denkens nicht gelungen, aus dem herkömmlichen Vorurteil gegen Jahweh und seinem auserwählten Volk auszubrechen. Wir müssen uns allezeit bewusst bleiben, dass jede biblische Forschung, jede wissenschaftliche bibelhistorische Arbeit eines katholischen Theologen nach den strengen vatikanischen Lehrvorgaben bzw. Dogmen der Kirchenväter und der ersten Konzilien zu erfolgen hat. Das ganze Christentum, bzw. Kirchentum, ist darauf aufgebaut. Ein katholischer Theologe darf nie seine, möglicherweise  korrekt erkannten, bibelhistorischen Resultate publizieren und damit öffentlich vertreten. Er würde nach den strengen Regeln der päpstlichen Glaubenskongregation (früher Inquisition genannt) eingeschüchtert, gemobbt, versetzt und evt. auch exkommuniziert.

Damals wollten die Kirchenväter und die Konzilien dem gesamten römischen Weltreich ihre Trennung und Distanz zu den eigentlichen Glaubensbrüdern und -geschwistern, den Söhnen der Profeten (vgl. Apg 3,25), zum Ausdruck bringen. Die treibende Kraft, die diese Trennung von den Brüdern verursachte, und damit die Trennung von der Wurzel unseres Glaubens vollzog, war Überheblichkeit, Feigheit und Menschenfurcht vor den Herrschenden dieser Welt. Das Volk der Profeten, die Söhne der Profeten, das israelitisch-jüdische Volk, war seit eh und je verachtet. Es galt unter den umliegenden Völkern als ein ausgesondertes Volk, das nicht zu den Nationen gerechnet wurde und wird: „Ich bin Jahweh, euer Erlöser, der ich euch von den Völkern ausgesondert (unterschieden) habe“ (3. Mo 20,24.26). „Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige (ausgesonderte) Nation sein“ (2. Mo 19,6; 5. Mo 7,6, 14,2), indem es die Völker aus jeder Form und Tradition des Götzendienstes herausführen sollte und wird.

Mit dem Erlöser Jahweh, dem Schöpfer der Menschen, der sich Israel als sein Volk, zur Erfüllung einer bestimmten Aufgabe, erwählte, wollten die religiösen Herrscher der Welt, ob Griechen oder Römer, nichts zu schaffen haben. Auf das israelitisch-jüdische Volk liegt ein bestimmter Erfolgssegen. Das beweist die Geschichte, aber auch die Gegenwart! Also griffen sie, wie schon andere Völker es vor ihnen  taten, Israel, den erstgeborenen Sohn Jahwehs, einfach an, um ihn zu vernichten. Jahweh aber sprach zum Pharao: „Mein erstgeborener Sohn ist Israel“ (2. Mo 4,22). Nun, dieses Muster der grundlosen Vernichtungswut Israels wiederholt sich auch in unseren Tagen.

Israel, als der erstgeborene Sohn Jahwehs, ist der Gesalbte Jahwehs. Im Psalm 2 lässt Jahweh seine Profeten sprechen: „Warum toben die Nationen und sinnen Eitles die Völkerschaften? Es treten auf Könige der Erde und Fürsten tun sich zusammen gegen Jahweh und seinen Gesalbten (hier Israel): ‚Lasst uns zerreissen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!’“ (Ps 2,1-3, vgl. Jer 2,20; 5,5). Im Psalm 83 lesen wir: „Sie sprechen: Kommt und lasst uns sie als Nation vertilgen, dass nicht mehr gedacht werde des Namens Israel! Denn sie haben sich beraten mit einmütigem Herzen. Sie haben einen Bund gegen dich (Jahweh) geschlossen ..und sie beraten sich gegen die, die bei dir geborgen sind“ (Ps 83, 5-6. 4b). Wer aus der Offenbarung, dem profetischen Wort, die Heilszusammenhänge und die Wege unseres Schöpfers Jahweh, seine Gerichte und damit den Wiederherstellungsprozess der Menschen nicht zu erkennen vemag, ist im vornherein gegen die Nation Israel infisziert. Doch Jahweh spricht über Abraham zu seinem auserwählten Volk: „Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; Und in dir sollen gesegnet werden (sich Segen wünschen) alle Geschlechter der Erde!“ (1. Mo 12,3).

Natürlich haben die Juden die göttlichen Ordnungen der Bibel zu beachten. Jahweh richtet das auserwählte Volk gemäss seiner geoffenbarten Ordnungen. Es ist nicht an uns dieses Volk im vorneherein zu verurteilen und zu verdammen oder es sogar ausrotten zu wollen. Wer gegen das vom himmlischen Vater auserwählte Volk grundsätzlich und willkürlich vorgeht, vergeht sich an Jahweh, den Erlöser selbst. Diese Völker und Menschen „haben einen Bund gegen dich (Jahweh) geschlossen“ (vgl. Ps 83,6b).

Über die Hintergründe der Ausrottungsgeschichte (Ausrottungskriege) die das auserwählte Volk ausführen musste, bin ich im Glaubensimpuls 39, vom 25.05.2012 eingegangen. Darum gehe ich jetzt nicht mehr auf diese Thematik ein. Die Zahl derer, die den himmlischen Vater Jahweh als die Stärke und die Geborgenheit ihres Lebens erfahren durften, ist enorm.  Die ganze Bibel ist voll von diesen Zeugen. Der Schreiber des Hebräerbriefes nennt eine grosse Zahl dieser Heiligen (Ausgesonderten) aus dem israelitisch-jüdischen Volk (vgl. Hebr Kap. 11-12). Sie unterscheiden sich von denen, die von den Päpsten heilig gesprochen worden sind und immer noch werden, vor allem darin, dass sie, wie Jahshua und die Apostel, allein Jahweh, dem Erlöser Israels, Anbetung und Ehre gaben, geben und geben werden. Wie Jahshua weigerten sie sich irgendeinem Menschen (vgl. Papsttum), seiner religiösen Ideologie, Philosophie oder Theologie zu folgen. Sie weigerten sich deren unheilige Ordnungen zu übernehmen. Sie folgten allein dem profetischen Wort des himmlischen Vaters. Shaul schreibt in diesem Zusammenhang: „Werdet nicht Sklaven von Menschen!“ (1 Kor 7,23).

Unser Haupt, der Jude Jahshua, dessen Haus wir sind (vgl. Hebr 3,5-6), bezeugte den Abba Jahweh als seine einzige Stärke und Geborgenheit in seinem Leben. Der Jude Shaul (Paulus) preist Jahweh in den höchsten Tönen als seine Stärke und Geborgenheit. Er schreibt: „den Heiligen (Ausgesonderte ) und Jahwehtreuen, wie der Mashiach Jashua“ (vgl. Eph 1,1) in Kleinasien: „Gepriesen sei der Erlöser und Vater unseres Herrn Jahshua HaMashiach! Er (der Erlöser und Vater Jahweh) hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung aus der Himmelswelt (himmlischen Welten) mit (in, durch) den Mashiach, wie er uns mit ihm auserwählt hat, vor Grundlegung der Welt, dass wir ausgesondert und ungeteilt (ohne jede Art von Götzendienst) vor ihm seien…“ (Eph 1,3-4).

Lasst uns also den Erlöser und Vater Jahshuas allezeit preisen. Jahshua sagt uns, dass sein Erlöser Jahweh auch unser Erlöser Jahweh ist, dass sein Vater Jahweh auch unser Vater Jahweh ist (vgl. Joh 20,17b). In dieser Stärke und Geborgenheit grüsse ich alle ganz herzlich und wünsche allen einen Shabbat der Freude.

Gregor Dalliard

In den nächsten drei Wochen werde ich keinen Glaubensimpuls schreiben. Der nächste wird am 31. August 2012 erscheinen.

Bibelfreizeit: Vom Mittwoch dem 8. abends bis Sonntag dem 12. mittags findet in der Pension Lamm in Zwerenberg eine Bibelfreizeit statt. Anmeldung bei Paul Burghard, Telefon: 07055/73 42; Fax: 07055/93 0201. Zu dieser Freizeit sind alle herzlich eingeladen!