“In den Tagen deiner Jugendzeit” (Pred 12,1). Teil 8

Glaubensimpuls 291

Mit diesen Glaubensimpulsen möchte ich Erwachsene ganz einfach ermutigen, denn Kleinkinder sind uns in jeder Weise ausgeliefert, z.T. auch junge Erwachsene. Sie bedürfen unserer Hilfe ins Leben hinein, bedingungslos. Keinem denkenden Menschen kann es darum egal sein, wenn sie fehlgeleitet ins Glaubens-Leben hineinsteigen. Es geht um die Beziehung zu ihrem Schöpfer und die Weisheiten des Lebens, in die sie, als Geschöpfe, frühzeitig hineinwachsen sollten. Eine Pflanze braucht die zu ihr passende Erde, das zu ihr passende Umfeld, um gesund und widerstandsfähig gedeihen zu können und ihre Früchte hervorzubringen.

Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten in Mt 25,14-30 will im israelitisch-jüdischen Sinn genau das unterstreichen. Der Mann der sich vor JaHuWaH fürchtete (ängstigte), hatte eine völlig falsche Vorstellung von JaHuWaH, von seinem Wesen. Darum konnte er seine Fähigkeiten nicht entwickeln, er vergrub sein Talent. Er glaubte dass JaHuWaH allmächtig ist (der El Shaddai), er meinte aber ein allmächtiger Rachegott. Dieser falsch vermittelte Glaube, liess ihn an JaHuWaH vorbeileben. Er hatte eine schwache Vorstellung von JaHuWaH, aber eine völlig falsche, darum kehrte er JaHuWaH den Rücken zu.

In den christlichen Kirchen und Gemeinschaften wird zwar auf den Vater im Himmel verwiesen. Kaum jemand aber will mit dem Vater JaHuWaH eine Beziehung haben. Warum wohl? Der himmlische Vater wird als ein Rachegott gelehrt – und zu aller Schande: er wird den Menschenmassen als der biblische Gott gepredigt! Warum wird er als Rachegott gelehrt? Ganz einfach: Er liess sich nur durch das Blut eines gequälten und gefolterten (gekreuzigten) Mensch gewordenen Gottes, genannt Jesus Christus, besänftigen. Das ist pures Heidentum, denn solches fordern die heidnischen Götter und ihre Priester von ihren Anhängern. Zudem wirft er die meisten seiner Geschöpfe in eine Hölle, in der immer gelitten wird und das unendlich. Wer diese irrsinnigen Glaubensdogmen, diese Blutdogmen – die vom biblisch-prophetischen Wort her als der schlimmste Götzendienst verworfen sind – nicht glaubt, kann nicht erlöst werden.

Das ist eine fehlgeleitete, falsche und niederträchtige Glaubensvermittlung. Das dürfen wir unseren Kindern nicht antun! Sie kann für ein ganzes Leben lang an der Beziehung zum Schöpfer vorbei-ver-führen und die gegenseitige Beziehung mit JaHuWaH, durch die unsere Gaben und Fähigkeiten erst zur vollen Entfaltung und zum Segen werden,vergraben. Götzendienst verstümmelt einen Menschen. Das ist sehr traurig. Die Beziehung zu JaHuWaH ist so lebenswichtig wie die Beziehung des Baumes zu seinen Wurzeln. Ist uns das bewusst geworden? Das ist dem Schöpfer absolut wichtig, darum das ergreifende “Shma Israel”, d.h. 5Mo 6,4-9. Die Kinder werden hier direkt mit der innigsten Liebe zu JaHuWaH genannt. Er will, dass wir leben, dass es uns gut geht.

Unser zweiter Sohn brachte seine Freundin heim. Sie kam aus einem Nachbarort und war katholisch. An Weihnachten, am 24. Dezember, ging sie, geschlossen mit der Familie, zum Weihnachtsgottesdienst. Er und seine Freundin fuhren rechtzeitig von uns weg. Wir dachten, dass er sich aus Liebe zu seiner Freundin entschieden hatte, an den katholischen Zeremonien teilzunehmen, später würde er vielleicht katholisch werden. Doch nach rund 30 Minuten war er wieder Zuhause. Ich fragte ihn: “Ja, bist du nicht mit in die Messe gegangen?” Er habe sie nur bis zur Kirchentür begleitet: “Papa, bei aller Liebe, aber wie könnte ich einen solchen Blödsinn unterstützen!” Wir waren über sein Verhalten beeindruckt und dankbar. Wie wird er sich in Zukunft entscheiden? Das wissen wir nicht und das ist auch nicht nötig. Eines wissen wir vom biblisch-prophetischen Wort her: “Es werden daran gedenken und zu JaHuWaH umkehren alle Enden der Erde; vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der Nationen. Denn JaHuWaH gehört das Königtum, er herrscht über die Nationen. Nur ihm werden huldigen alle in der Erde Schlafenden; vor ihm werden sich beugen alle, die in den Staub hinabfuhren, und der, der seine Seele nicht am Leben erhalten konnte” (Ps 22, 28-30). Wunderbar!!

Mit diesen unmissverständlich klaren prophetischen Worten grüsse ich alle ganz herzlich und wünsche allen noch gesegnete Pessachtage. Pessach sameach!

Gregor Dalliard