„In dem Mashiach seid ihr in allem reich gemacht worden“ (1. Korinther 1,5)

Glaubensimpuls 17

Wer den Geist des Mashiach Jahshua in sich hat und wirken lässt, wer von Jahshua in die Beziehung zum himmlischen Vater mit hineingenommen worden ist und damit der Beziehung Jahshuas zum himmlischen Vater mitteilhaftig, gleichförmig, gemacht worden ist (vgl. Röm 8,29) ist ein reich gemachter Mensch. Ich bin überzeugt, dass auch die Leser des Glaubensimpulses zu diesen reich gemachten Menschen gehören oder zumindest auf dem Weg dazu sind. Ob wir gesund oder krank, behindert oder nicht, im Leben gescheitert sind oder nicht, materiell arm oder reich, ob sich unsere irdischen Wünsche und Sehnsüchte erfüllt haben oder nicht – wir sind in allem reich gemacht! Dieses reich gemacht sein ist nicht von unserer Seite her beeinflussbar. Es ist ein bei Jahweh festgelegtes Geschenk, das er uns im voraus zugedacht hat.

Wir sind also eine Gemeinschaft von Neureichen, „in allem reich gemacht“. Wir verhelfen anderen – immer aber den durch die Gnade des himmlischen Vaters bestimmten Menschen – reich zu werden, d.h. diesen Reichtum zu realisieren und davon zu leben. Eifersucht und Missgunst haben bei diesem reich sein und bei dieser Arbeit überhaupt keinen Platz. Warum? Es ist ja nicht unser Verdienst, nicht unser Werk. Wir stehen wie Jahshua im Dienst des himmlischen Vaters! Reich sein, unverdienterweise reich sein und in Jahwehs Auftrag mithelfen andere reich zu machen, das ist ja wohl etwas Aussergewöhnliches, das so gar nicht in unser irdisches Wirtschaftskonzept passt.

Jahshua wird uns von Shaul dargestellt als der „Gesalbte (d.h. der zum Christus Gemachte), in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind“ (Kol 2,2-3). Der himmlische Vater hatte also seinen Geist in Jahshua gelegt. Der himmlische Vater selbst hat diese wunderbare Botschaft durch seine Propheten vorausgesagt. Der Prophet Jesajah sagte voraus: „Und ein Spross wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Schössling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen. Und auf ihm wird ruhen (der) Geist Jahwehs, (der) Geist der Weisheit und des Verstandes, (der) Geist des Rates und (der) Kraft, (der) Geist der Erkenntnis und Furcht Jahwehs; und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht Jahwehs…“ (Jes 11,1-3). „Der Ruach (Geist) Jahwehs ruht auf mir, den Jahweh hat mich gesalbt (zum Christus gemacht)“ (Jes 61,1a).

Die erste Versammlung (messianische Gemeinde), d.h. jene, die an den Jahshua von Nazareth als den Gesalbten (Christus) Jahwehs glaubten, betete zum himmlischen Vater: „‘Warum tobten die Nationen und sannen Eitles die Völker? Die Könige der Erde standen auf und die Fürsten versammelten sich gegen Jahweh und seinen Gesalbten‘ (Ps 2,1-2). Denn in dieser Stadt versammelten sich in Wahrheit gegen deinen heiligen Knecht Jahshua, den du gesalbt (zum Christus gemacht) hast, sowohl Herodes als Pontius Pilatus mit den Nationen und den Völkern Israels (aus den verheideten zehn Stämmen), alles zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss vorherbestimmt hat, dass es geschehen sollte“ (Apg 4,25b-28). Kepha (Petrus) betont diese Tatsache immer wieder: „Jahshua von Nazareth, wie Jahweh ihn mit heiligem Geist (Ruach) gesalbt (zum Christus gemacht) hat“ (Apg 10,38).

Alle vier Evangelien bestätigen Jahwehs reden durch die Propheten. Der Geist Jahwehs fuhr bei der Taufe auf Jahshua herab. Der himmlische Vater bestätigt dieses Geschehen: „Dieser ist mein geliebter Sohn (Gesalbter) an dem ich mein Wohlgefallen gefunden habe“ (vgl. Mt 3,16-17; Mt 17,5; Mk 1,9-11; Lk 3,21-22; Jo 1,29-34).

Es erfüllte sich das verheissene Wort. In Jahshua war nun die ganze Fülle Jahwehs herabgekommen, „denn es gefiel der ganzen Fülle (der Gottheit) in ihm zu wohnen“ (Kol 1,19a). Jahshua besass darum die göttliche Autorität uns aus der Leere, dem Tod, der totalen Gottferne, das Gegenteil von Fülle, in diese Fülle des Vaters zurückzuführen: „…niemand (zuerst von den verlorenen Schafen des Hauses Israel Mt 15,24) kommt zum Vater, ausser durch mich“ (Jo 14,6). Dafür und deswegen gab er den letzten Blutstropfen! So sehr hat er den Willen des Vaters, aber auch uns, seine Brüder, geliebt. Das war ihm unsere Wiederherstellung wert. Nicht nur das! Lesen wir die zweite Hälfte des Satzes von Kolosser 1,19: „… und durch ihn alles auf ihn hin zu versöhnen“. Übrigens leitet sich von dieser Stelle und von Epheser 1,10 der Ausdruck „Allversöhnung oder Allaussöhnung“ ab. Für viele Prediger eine peinliche Angelegenheit; in allem reich gemacht zu sein!!! Aus Menschenfurcht oder durch fromme Menschen falsch unterrichtet und verführt, möchten sie lieber weniger reich bleiben. Sie möchten Jahshua im Vertrauen auf das Wort des Vaters nicht gleichförmig werden. Sie wagen es nicht zu glauben, dass in Jahshua die ganze Fülle des Vatergeistes lebte und wirkte, der darum auch alles zu bewirken vermag.

Auch in der vor uns liegenden Woche wollen wir uns in der Bibel herumsehen und uns über den Reichtum, der uns geschenkt ist, aufrichten lassen und uns herzhaft darüber freuen. Jenen, die des Shabbats gedenken, selbst bei der Arbeit, und jene, die ihn voll Dankbarkeit feiern, wünsche ich ein herzliches Shabbat Shalom.

Gregor Dalliard