„Denn so viele durch den Geist Jahwehs geleitet werden, die sind Söhne Jahwehs“ (Röm 8,14).

Glaubensimpuls 120

Wenn ein säkulares Jahr zu Ende geht und ein neues beginnt, dann werden von allen Seiten Jahresprogramme verschickt. Begleitbriefe geben im Überblick den Erkenntnisstand, die Geisteshaltung und die Glaubenseinstellung der Betreffenden wieder. Das ist gut so. Mein Jahresprogramm ist noch nicht verschickt, dennoch möchte ich die Leser des Gim an meiner Geisteshaltung und Beziehung zu Jahweh auch im laufenden Jahr teilhaben lassen, welche an den kommenden Veranstaltungen und Glaubensimpulsen mein Herz bewegen und meine Darlegungen bestimmen werden.

Ich freue mich jetzt schon auf die kommenden Begegnungen. So unterschiedlich wir im Charakter und in der Erkenntnis des Wortes auch sein mögen, so sehr dürfen wir Wesen, Wachstum und Streben des andern immer wieder neu als besonderen Reichtum entdecken, schätzen lernen und uns daran erfreuen. Unser himmlischer Abba Jahweh, der Himmel und Erde durch sein Wort (seinen Hauch) geschaffen hat (vgl. 1Mo 1), hat mit jedem von uns auch diese ergänzende und aufbauende Vielfalt ins Dasein gerufen – zu seiner Ehre, zum Wachstum, zum Segen und zum Glücklichsein untereinander. Er will, dass wir als Einzelne und miteinander im reichen Schatz seines Wortes forschen, das er seinem geliebten und bleibenden Bundes-Volk für immer zur Verwaltung übergeben hat. Da ist er in besonderer Weise mitten unter uns.

Als Miterben, Mitteilhaber und Miteinverleibte in den Glauben, in die Jahwehbeziehung der Juden (vgl. Eph 3,6) und als Eingepfropfte unter den Juden und ihren Glaubensreichtum (vgl. Röm 11,16-22) dürfen und sollen wir ihn und sein Bundes-Volk schrittweise tiefer erkennen, seine Heilspläne erfassen lernen und, wie die Gerechtfertigten und Treuen aus seinem Bundes-Volk, zur ungeteilten Anbetung seines Wesens gelangen. Das ehrt unseren himmlischen Vater und den Dienst aller seiner treuen Propheten, Jahshuas und der Apostel. Es ist das Grösste und ein unsäglicher Trost in unserem Leben. Wie ermutigend und bereichernd ist diese Vielfalt wenn sie, im Geist und in der Haltung Jahshuas, in den offenen Armen und damit im offenen Herzen des Abba Vaters mündet (vgl. Lk 15,11-32).

Wir wollen auch 2014/5774 mit all unseren Kräften und mit unserem ganzen Einsatz frohen und dankbaren Herzens bemüht bleiben, dem Glauben Jahshuas von Nazareth, der Beziehung Jahshuas zum Abba Jahweh, gleichförmiger zu werden (vgl. Röm 8,29). Wir wissen uns heute – wie nie zuvor – zu den Söhnen dazugehörig (Gal 3,29). Wir lebten aber bis vor kurzem als Söhne des Ungehorsams (Gal 2,2), als Verführte, in Unkenntnis über Jahweh und sein Wort, ohne Jahwehbeziehung, ausgeschlossen vom Bürgerrrecht Israels (vgl. Eph 2,11-12). In seinen Augen waren wir tot (Eph 2,1.5 ; Kol 2,13). Wir lebten gefangen in religiösen philosophischen Strukturen und Ersatztheologien von kirchlich-heidnischen Verführern, ohne dass wir es merkten (Kol 2,8. 16-19).

Doch Jahweh erbarmte sich unser, weil wir Söhne sind. Er gab uns über sein Wort in der Bibel den Geist Jahshuas, der da ruft «Abba, Vater» (Gal 4,6). Denn bis dahin beteten wir einen katholischen, trinitarischen Jesus-Gott an und folgten den Auslegungen und Lehren der katholischen Kirchenväter, obwohl Jahshua seinen Jüngern und uns ausdrücklich gebot den Willen des Vaters in allem zu suchen und zu tun und den Vater allein anzubeten (vgl. Mt 7,21; Mk 3,31-35; Mt 6,7-13). Jahshua selbst betete nur den Vater an und gebot uns dasselbe zu tun! Jede andere Anbetung war für ihn Lästerung Jahwehs (Gotteslästerung). Die Worte Jahshuas wollen wir sehr ernst nehmen und schrittweise umsetzen.

Darum sagt auch Shaul :«Denn die er vorher erkannt hat (auch jene aus den zwölf Stämmen, die „verloren“ gegangen sind), die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein (gleiche Beziehung zum Vater und zur Thora wie Jahshua sie vertrat und lebte), damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Die er aber vorherbestimmt hat (ein Überrest aus den «verlorenen» Söhnen), diese hat er auch berufen; und die er berufen hat, diese hat er (Jahweh) auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht» (Röm 8,29-30). Umwerfend diese Botschaft, nicht wahr?

Er schreibt weiter: «..die Israeliten sind, denen die Sohnschaft gehört (die Kinder Gottes sind), und die Herrlichkeit und die Bündnisse und das Wort Jahwehs (die Thora), und der Dienst (Evangelisation und Wiederherstellung) und die Verheissungen, von den Vätern übertragen und aus denen dem Fleisch nach!! (aus Josef) der Gesalbte (Christus) ist. Der über allem ist ist Jahweh, gepriesen sei er in Ewigkeit. Amen» (Röm 9,4-5).

„.. damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern“ (vgl. Röm 8,29). Der Erstgeborene heisst auch der Führende. Hier ist Jahshua der Führende vieler verlorener Schafe aus dem Hause Israel (vgl. Mt 15,24). Dies tat er in der vom Vater bestimmten Zeit als sein spezieller Dienst wie auch Mose zu seiner Zeit (vgl. Hebr 3,2-4) und alle Propheten. Er tat diesen Dienst als Bruder unter Brüdern (vgl. 5Mo 18,15.18; Röm 8,29c; Hebr 2,11). Er tat ihn als Sohn Gottes, Sohn Jahwes, wie alle zwölf Stämme Sohn Gottes, Sohn Jahwehs sind, (vgl. 2Mo 4,22-23). Warum? Weil Jahweh selbst sich als ihr Vater bekennt (vgl. 5Mo 32,6; Jes 64,7; Mal 1,6; 2,10; Jes 63,16; Jer 31,9), der sie gezeugt und geboren hat (vgl. 5Mo 32,18).

Wir dürfen uns zu ihnen zählen. Das ist ein unschätzbares Geschenk! «Denn so viele durch den Geist Jahwehs geleitet werden, die sind Söhne Jahwehs. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft (gefangen in den kirchlich-heidnischen und freikirchlichen Lehren der Kirchenväter) empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, d.h. Vater» (Röm 8,14-15). Ist das nicht wunderbar? Lassen wir uns vom Geist Jahwehs (Thora und Propheten) leiten oder vom widersprüchlichen und finsteren Geist des Kirchentums, der, gefangen im Geist der Kirchenväter, der Ersatztheologie, sein frommes Unwesen treibt?

In der Verheissung an Abraham und im Glauben Abrahams haben wir den Geist der Sohnschaft empfangen (vgl. Röm 4,16), von dem uns nichts und niemand lösen kann (vgl. Jes 54,10; Jes 41,8-9; Röm 8,27-31). Was heisst Röm 4,16? Nicht nur jene aus der Thora, die der Thora treu geblieben sind, gehören gemäss Verheissung zu Jahweh, sondern auch die „Verlorenen“ des Samens Abrahams gehören, gemäss Verheissung, dazu. Aus der Gnade des Vaters, im Glauben Abrahams, gehören sie ebenso dazu. Im der Verheissung an Abraham und im Glauben Abrahams sind sie (wir) mit eingeschlossen: „..damit die Verheissung der ganzen Nachkommenschaft – aus allen zwölf Stämmen – sicher sei. Nicht allein jene Nachkommen, die der Thora treu geblieben sind, sondern auch jene Nachkommen die „verloren“ gegangen sind, aber ebenso aus dem Glauben und der Verheissung Abrahams stammen, der unser aller Vater ist“ (Röm 4,16).

In Abraham haben wir den Geist der Sohnschaft empfangen. Von diesem Geist der Sohnschaft wussten wir nichts mehr. Jetzt sind wir – oder kehren wir – zu diesem Geist der Sohnschaft zurück. Wir hatten in Abrahams Glauben nicht den Geist der Abgötterei, des Abfalls empfangen, der sich irgendeiner philosophischen religiösen „Ordnung“, d.h. Sklaverei, unterwirft, der wie in einem Netz macht- und schutzlos von ihr, der Abgötterei, beherrscht, dirigiert und geistig ausgeblutet wird. Das ist gemäss Verheissung an Abraham und dem Glaube Abrahams nicht unsere Bestimmung.

Darum lass uns, wie Jahshua uns das lehrt und gebietet, Jahweh «lieben aus deinem ganzem Herzen, und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft» (Mk 12,29-30, zitiert aus 5Mo 6,4-5; 10,12). Dann glauben wir tatsächlich wie Shaul schreibt: «durch den (in dem) Glauben, der in dem Mashiach Jahshua ist» (2 Tim 3,15, 1Tim 3,13). Ich freue mich sehr und brennend darauf mit euch diesen Glauben, diese Beziehung zu Jahweh, wie Jahshua sie hatte und alle treuen Propheten und Menschen Israels und Judas, auch in den kommenden Zeiten, Treffen und Glaubensimpulsen zu vertiefen. Das wird spannend werden!

Bleiben wir in dieser Zuversicht und Freude ermutigt und reich gesegnet. Hören wir den Zuspruch Jahwehs, der nichts von seiner Gültigkeit verloren hat, auch für uns heute nicht. Er ist in einer aussergewöhnlich schweren Zeit gesprochen worden: „Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählt habe, Nachkomme Abrahams, meines Freundes, du, den ich ergriffen von den Enden der Erde und von ihren fernsten Gegenden her gerufen habe, zu dem ich sprach: Mein Knecht bist du, ich habe dich erwählt und nicht verworfen – fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Habe keine Angst, denn ich bin dein Erlöser, (Retter-Gott). Ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich halte dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit“ (Jes 41, 8-10).

Mit dieser frohen ermutigenden Botschaft wünsche ich allen einen starken und herzlichen Shalom und einen gesegneten Shabbat

Gregor Dalliard