Holocaust und Reichspogromnacht – zum 80 Mal. Die Israeliten, bzw. die Juden, von JaHuWaH verworfen? “..aber nicht mit [rechter] Erkenntnis” (Röm 10,2). Teil 5

Glaubensimpuls 373

Vom 9. auf den 10. November 2018 jährt sich zum 80. Mal jene organisierte Barbarei, jene Nacht in der in Deutschland die Synagogen brannten und schreckliche Dinge an den Juden vollzogen wurden. Diese Nacht wird Reichspogromnacht genannt. Es folgten für die Juden grauenvolle Jahre die in der Shoah ein entsetzliches Ausmass erreichten und unendliches Leid nach sich zogen – bis zu dieser Stunde. Sagen wir es vorweg: Die Folgen sind nicht wieder gutzumachen, solange das Christentum seine Theologie, seine religiöse Ideologie, seine Heils- und Erlösungslehre, nicht von Grund auf revidiert – und zwar gründlich.

Schon wieder Reichspogromnacht und Holocaust. Wann soll denn dieser Erinnerungskult an die grausamsten Verbrechen der christlichen Kultur in Europa endlich ein Ende haben? Das fragen sich immer mehr Menschen auf der ganzen Welt. Die AfD sitzt im Deutschen Bundestag und ihr Chef Alexander Gauland sagte vor noch nicht langer Zeit: «Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.» Solche Aussagen sind zutiefst erschreckend. Herr Gauland spricht offen das aus, was sehr viele Menschen heute denken. Sollten wir noch menschliche Empfindungen haben und auf die Würde des Menschen achten wollen, wie sie uns der Schöpfer in seiner Charta der menschlichen Grundrechte in der Bibel vermittelte – über die Juden, dann müssen die Worte Gaulands uns entsetzen. Die menschlichen Grundrechte sind aus dem Glauben Abrahams erwachsen. In diesem Glauben sind die Wurzeln unseres Zusammenlebens gegründet. Ein aussergewöhnliches Gut, das wir nicht verlieren dürfen, wollen wir nicht in Anarchie und Chaos untergehen. Darauf bauen die Verheissungen JaHuWaHs auf, zum Wohle aller Menschen, bis hin zum verheissenen Weltfriedensreich. In ihnen ist der Umgang der Menschen untereinander und mit der Schöpfung geregelt. Eine Weisung und Hilfe die der Mensch beachten muss. Schnell fällt der Mensch, der nicht in diesem Geist wiedergeboren ist, in die abgrundtiefsten barbarischen Verbrechen zurück, wie uns das die Jahre 1938 - 1945 im christlichen Europa bezeugen.

Die in der Bibel übermittelten Grundrechte des Menschen, sind im Laufe der Zeit mehr oder weniger in die Verfassungen der meisten Völker eingeflossen. Die Juden empfingen diese Verheissungen und diesen Segen aus dem Glauben Abrahams. Sie haben dieser Welt den Segen des menschlichen Miteinanders vermittelt. Sie brachten Wissen, Entfaltung, Aufbau, Weiterbildung und Wohlergehen. Eifersucht aber, Neid, Rufmord und Unterstellungen, Ausgrenzungen, Plünderungen, Vertreibungen, Verfolgungen und Tod, immer wiederkehrende Verbote einer festen Niederlassung und von eigenem Besitztum, trieben die Juden in den Geld- und Warenhandel, wie sonst hätten sie unter Christen leben sollen? Nach kurzen Phasen des Heimischsein mussten Juden wieder alles verlassen, wurden vertrieben weil die Kirche und die von ihr antijüdisch infizierten Herrscher, ihnen jedes Recht nach einem festen Wohnsitz und Eigentum absprach. Was blieb ihnen anderes übrig als sich mit Handel von Waren und Geld über Wasser zu halten. Dadurch wurden die Juden weltweit zu den führenden Kräften in Handel, Wirtschaft, Finanzen, Erfindung, Kunst u.a.m. Die Christen versuchten immer wieder durch Ausgrenzung, schrittweise Rechtlosigkeit, Vertreibungen, Plünderungen und den Raub ihrer Häuser und Güter den sicheren Untergang der Juden zu beschleunigen, denn nach der dogmatisierten Ideologie der Gründer des Christentums sind und bleiben sie die Gottesmörder, die nur Verachtung und Tod verdienen. Doch was zu ihrem Untergang führen sollte, gereichte ihnen zum Guten – bis zu diesem Tag! “Wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein; und wer einen Stein wälzt, auf den rollt er zurück” (Spr 26,27).

Immer mehr Europäer wollen die Gedenktage an die schlimmsten Gräuel die sich innerhalb der christlichen Kultur vollzogen haben in Vergessenheit geraten lassen. Womit hängt dieser beängstigende Trend zusammen? Über die modernsten Medien finden immer mehr Menschen Zugang zu den tieferen Hintergründen, oder besser gesagt, zu den religiösen Hintergründen und Abgründen der christlichen Wurzeln (Kirchenväter), die zur Reichspogromnacht und dem darauf folgenden Holocaust führten. Bis vor wenigen Jahren noch konnten sich der Vatikan, die Kirchen und die christlichen Gemeinschaften – in Bezug auf diese Gräuel –ihrer Hauptverantwortung glaubwürdig entziehen. Ab dem Konzil von Nizäa 325 bis ca. 1964 bedrohte der Vatikan alle mit ewigen Höllenstrafen und mit dem Einsatz der Inquisition die es wagten die Institution Kirche und ihre Lehren zu hinterfragen. Rigoros versuchte die Kirche alles Leben zu vernichten das sich wagte sie zu hinterfragen, ihr sich in den Weg zu stellen. Es ist ein wahres Wunder, dass es überhaupt noch Juden gibt.

Noch einmal: Bis in unsere Tage herein konnte sich der Vatikan und die aus ihm erwachsenen übrigen Kirchen und christlichen Gemeinschaften ihrer Verantwortung entziehen und sich geschickt und überzeugend aus allem herausreden. Die modernen Informationsquellen aber bereiten diesen Geschichtsverklitterungen und Täuschungsmanövern, die für den Vatikan bald 2000 Jahre kennzeichnend sind, ein jähes Ende. Der Weg zu den religiösen Hintergründen ist nun weit aufgeschlossen und allen Menschen zugänglich geworden.

Vielen Europäern, vor allem jungen Menschen, die zwar nicht unbedingt judenfreundlich sind, gehen aber diese Verbrechen des Christentums doch eindeutig zu weit. Was ist das Christentum in Wirklichkeit für eine Organisation, das sich seit bald 2000 Jahren als Vorbild und Massstab ethischer Werte in der Welt präsentiert? Sie, die europäische Christenheit, hätte unter der einflussreichen Führung des Vatikans, nicht nur die Gräuel der Reichspogromnacht und der nachfolgenden Grausamkeiten die zum Holocaust führten, verhindern können, auch schon sämtliche Judendpogrome in der früheren christlichen Geschichte hätte sie verhindern können– aber sie tat es nicht, denn sie selbst war der Auslöser dieser schändlichen Pogrome. Es wäre in ihrer Macht gelegen, aber sie haben sich so entschieden wie es nach den antisemitischen Gesetzen ihrer Glaubensgründer immer schon war und wohl immer bleiben wird. Sie entschieden sich gegen die Menschlichkeit, gegen die Lebensweisungen JaHuWaHs. Bibel und Jahushua von Nazareth hin oder her, die Kirchengründer schufen sich damals ihre eigenen Gesetze über Menschlichkeit, Erlösung und Seligkeit und über den Umgang mit Andersdenkenden. Alles aber geschah unter dem Deckmantel des Juden Jahushua von Nazareth, den sie in den ersten drei Jahrhunderten allerdings, über lange Prozesse hinweg, in schändlicher Weise den Juden entrissen und über den Weg der Entjudaisierung zum paulinischen Christus (pantokrator = Allherrscher) gemacht hatten, der mit den Juden und ihrem Glauben rein gar nichts mehr zu tun hatte und hat, vielmehr mit den heidnischen Götterwelten der Antike. An dieser christlich-kulturellen Versessenheit führt bis heute kein Weg vorbei!

Solange an dieser christlichen Versessenheit des liturgischen und dogmatisierten Antijudaismus der Kirchenväter festgehalten wird, müssen wir mit allen Kräften dafür sorgen, dass diese Erinnerungstage nicht aus dem Gedächtnis des christlich geprägten Europas verschwinden. Eine solche dogmatisierte antijüdische, bald 2000 Jahre dauernde Hetztirade und Verunglimpfung der Juden und damit des biblisch-prophetischen Wortes, bleibt z.B. die Aussage des Paulus in Röm 10,1-3: “Brüder! Das Wohlgefallen meines Herzens und mein Flehen für sie zu Gott ist, dass sie errettet werden. Denn ich gebe ihnen Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht mit [rechter] Erkenntnis. Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen”. Verwerflicher, pauschaler, perfider und mit folgenschwereren Auswirkungen für die Juden geht es nicht mehr!

Wie gut, dass es immer noch Juden gibt, die uns an folgendes prophetische Wort erinnern: “Es werden daran gedenken und zu JaHuWaH umkehren alle Enden der Erde; vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der Nationen” (Ps 22,28). “Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen JaHuWaH anruft, wird errettet werden” (Joe 3,5). Also vor keinem Christus-Gott oder Christentum werden alle Geschlechter einmal niederfallen. Wir tun gut daran gründlich darüber nachzudenken, wollen wir auf eine bessere Welt zugehen, von der JaHuWaH durch seine Propheten spricht.

In dieser freudigen Zuversicht grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen gesegneten und froh machenden Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard