Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust vom 27. Januar 2017 und die internationale Front gegen Israel. Teil 3

Glaubensimpuls 280

In Deutschland ist der 27. Januar, seit 1996, als Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ein gesetzlich verankerter Gedenktag. Mit der Resolution 60/7 übernahmen die Vereinten Nationen ab 2005 dieses Datum als Gedenktag. Wir lesen im Internet: “Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Er ist als Jahrestag bezogen auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt.” (Quelle)

Zum jüdischen Tag des Gedenkens lesen wir: “Tag des Gedenkens an Shoa und Heldentum”, kurz: Jom haScho’a, ist ein Gedenktag zu Ehren der 6 Millionen Juden, die dem Holocaust zwischen 1933 und 1945 zum Opfer fielen. Der Gedenktag fällt auf den 27. Tag des Monats Nisan. (Quelle). Jom haSho’a, (Holocaust-Gedenktag) 2017, ist am Montag, den 24. April.

Juden sind keine besseren Menschen als alle anderen, aber sie haben einen ganz besonderen Auftrag an der Menschheit zu erfüllen. Dies ist sehr deutlich in der Thora festgehalten: “Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat JaHuWaH sich euch zugeneigt und euch erwählt - ihr seid ja das geringste unter allen Völkern” (5Mo 7,7). Über Abraham sollen sie den verheissenen Segen des Lebens an die Welt weitergeben und die Menschen im Glauben Abrahams zur Wiedergeburt führen, d.h. zum Leben der geoffenbarten Gottes- und Nächstenliebe. Dazu gab JaHuWaH seine gesunden und heilenden Lebensordnungen. In ihnen darf jeder Mensch reich gesegnet werden und den inneren Frieden finden und haben. Darum dürfen und sollen wir immer wieder, jeder für sich privat oder miteinander, über diese Ordnungen und ihre Umsetzung im täglichen Leben nachsinnen. Das soll uns ein Herzensanliegen sein, unser ganzes Leben hindurch, ein Anliegen, dass wir sehr gerne mit anderen teilen möchten. Übrigens war auch Jahuschua von Nazareth, wie alle gläubigen Juden, brennend auf dieser Linie (vgl. z.B. Mt 5,18-19). Das sollte alle jene mit Freude erfüllen, die aus den christlichen Traditionen kommen, sich in allem auf ihn berufen, sich aber sehr schwer tun seinen Lehren zu glauben und seinen Glauben kennenzulernen.

Die Auslegungen der Thora und Propheten und ihre Umsetzung im Alltag, fallen unter Juden gelegentlich etwas unterschiedlich aus. Darum gibt es auch innerhalb des auserwählten Volkes unterschiedliche Richtungen. Das aber sollte eigentlich niemand stören, denn allen gemeinsam ist das Bekenntnis zu JaHuWaH, der über den Göttern der Kirchen und Religionen steht. Dieses Grundbekenntnis bezeugen die Propheten, wie etwa Jeshajahu (Jesaja): “..Wer hat dies von alters her hören lassen, schon längst es verkündet? Nicht ich, (JaHuWaH (der HERR)? Und sonst gibt es keinen Erlöser (Gott) ausser mir. Einen gerechten und rettenden Erlöser (Gott) gibt es ausser mir nicht! Wendet euch zu mir und lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin der Fels (Gott) und keiner sonst. Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören (d.h. voller Jubel und Danksagung bekennen und sagen): Nur in JaHuWaH (dem HERRN) ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen..” (Jes 45,21b-24).

Aus diesem Grund lehrte auch Jahushua von Nazareth seine Bibelschüler alles Vertrauen allein auf den Abba JaHuWaH zu setzen, weil er allein Hilfe und Erlösung wirkt. Er konnte darum vor allen Nichtjuden, in aller Gewissheit, sein Bekenntnis ablegen, das wir immer wieder gerne wiederholen: “Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn das Heil ist aus (bei) den Juden” (Joh 4,22). Wenn er sagt: “wir beten an, was wir kennen”, dann schliesst er sich selbst als ein Anbetender JaHuWaHs mit ein. Dieses klare Wort aus seinem Munde sollten alle Christen mit Begeisterung und Freude beherzigen! Er sagte nie: betet mich an, ruft mich an, nur wenn ihr mich anbetet, werdet ihr errettet. Er war erfüllt von dem Wort der Thora und der Propheten.

Er lehrte seine Bibelschüler entsprechend (vgl. Mt 6,7-13). Zu diesem gemeinsamen Bekenntnis gehört auch die JaHuWaH- und Nächstenliebe, die Wiedergeburt aus Gnade, im Glauben Abrahams, die Beschneidung der Männer als Ausdruck des Bundes, der Shabbat, die Feste JaHuWaHs und anderes mehr. Auch im Judentum wird es immer wieder aussergewöhnliche und extreme Gruppierungen geben, die sich selbst als die absoluten Bibelkenner vermarkten und jeden gesunden biblischen Austausch mit anderen verweigern.

Nun zurück zum todbringenden Gift der Ersatztheologie! Der Vatikan mit seiner religiösen und politischen All-Präsenz in Europa und in der ganzen Welt, nimmt gerade von seiner politischen und religiösen Mischung her, wie kein anderer Staat der Welt, für Massen von Menschen eine Einfluss- und Vorbildfunktion ein. Als der reichste Staat der Welt hat er, vor allem über seine Anhänger in aller Welt, mehr politischen Einfluss als jeder andere Staat der Welt. Sein offener Mund der nach Einfluss, Macht und Geld giert, und von niemandem gemessen werden kann, verschlingt jährlich eine unvorstellbare Geldflut aus den Händen religiös Unwissender, die von ihm durch und durch indoktriniert sind und wie Sklaven funktionieren. Seine Erlösungs- und Heilslehre ist bestens dazu geschaffen und laufend vertieft worden. Genau das funktioniert bei den Massen unwissender und dumm gehaltener Menschen. Das macht eine wirksame Aufklärung über den Antijudaismus schier unmöglich. Mit ihrem Verhalten zeigen diese Menschen – fast alle – dass sie davon überzeugt sind, dass sich der Mensch mit Geld, religiösen Amtspersonen und ihren Ritualen, den Himmel erwerben kann. Diese Überzeugung geht Hand in Hand mit der Ersatztheologie, dem Antijudaismus.

Das ist ihnen rund 1‘600 Jahre lang so eingetrichtert worden. Schon der Gedanke, es könnte daran etwas verkehrt sein, wirft sie aus dem Gleichgewicht ihres Glaubens und macht sie unberechenbar aggressiv. Sie gehen lieber auf Nummer sicher, was ihnen nicht zu verübeln ist. Der Vatikan agiert nicht nur als ein völkerrechtlich anerkanntes politisches Staatssubjekt wie jeder andere Staat. Im Papst und seinen Erzbischöfen, Kardinälen, Bischöfen, Äbten, Priestern, Mönchen, Nonnen usw. indoktriniert der Vatikan eine Masse von Menschen, was allen anderen Staaten – in diesem Ausmass – verwehrt bleibt. Vom Ritual der Säuglingstaufe bis zum Beerdigungsritual ist alles raffiniert durchdacht und auf das Seelenleben des Menschen abgerichtet. Der Vatikan ist bis heute nicht gewillt von seinem hohen Ross der Ersatztheologie herabzusteigen, trotz des bestialen Holocausts, der die Frucht seiner höllischen Theologie ist. Kein einziges Dogma das zum Holocaust führte, ist bis zu dieser Stunde unwirksam gemacht worden.

Der Vatikan unterstützte Hitler, als er bereits wusste was mit Juden geschah. Das ist wohl das Traurigste und Schockierendste bei allem Geschehen rund um den Holocaust. Die vielen Bitten von Christen jüdischer Abstammung, die den Papst baten Stellung gegen die Nazis zu beziehen, wurden in den Wind geschlagen. Ich möchte wieder einmal auf eines der traurigsten Geschehen hinweisen. Die damals bekannte, gelehrte jüdischstämmige katholische Nonne, Edith Stein, wurde auf ihr mehrfaches inständiges Bitten hin doch gegen Hitler und seine Komplizen Stellung zu beziehen, vom Vatikan nicht einmal empfangen. Mit grosser Mühe und vielen Entbehrungen fuhr sie nach Rom. Papst Pius XI. liess sie im Vatikan vor verschlossenen Türen stehen. Bedenken wir, Hitler sollte nicht verärgert werden. Viele andere wurden schliesslich, nach grausamen Zeiten der bitteren Ängste und Leiden, wie sie in den Gaskammern umgebracht. Das beeindruckte den Vatikan nicht sonderlich, denn es ging ihm um sein Überleben. Schändlich!! Seine Heilsdogmen und sein Verhalten sprechen Klartext.

In Europa steht das christliche Zentrum des Katholizismus, der Vatikan. Der Papst und seine Untertanen, Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe, Äbte und Priester hätten einmütig die Menschenmassen zum Protest gegen die Nazis aufrufen müssen. Damals hörten die Menschenmassen konsequent auf ihre kirchlichen Führer. Das hat sich inzwischen insofern geändert, dass “man” unter allen Umständen katholisch bleibt, sich aber kaum um die religiöse Praxis schert. Im Nu wäre die Macht der Nazis gebrochen gewesen. Stattdessen hüllten sie sich in Schweigen, kollaborierten mit den Nazis. Jene Katholiken und jene Christen die sich gegen die Verbrechen der Nazis stellten, wurden kaltblütig und berechnend verraten. Ihre Stimmen wurden unterdrückt. Sie wurden fast ausnahmslos umgebracht. Edith Stein wurde am 4. August 1942, zusammen mit ihrer Schwester, ermordet. Viele von ihnen sind im Nachhinein in klerikal-pompösen Zeremonien heiliggesprochen worden um die christlichen Volksmassen über die wirklichen Tatbestände hinwegzutäuschen. Um die Demütigungen auf den Gipfel der Bosheit zu treiben wurde Edith Stein am 11. Oktober 1999 von Papst Johannes-Paul II. heiliggesprochen!

Papst Johannes-Paul II. war ein perfekter Betrüger der Volksmassen. Welch eine Verhöhnung jener, die zuerst vom eigenen Geist verraten und zu Tode gebracht wurden, dann aber – vom gleichen Geist – in scheinheiliger Weise vor aller Welt heiliggesprochen werden. Sie alle hätten zu ihrer Stunde des Schutzes bedurft, wurden aber schutz- und wehrlos den Händen von Kriminellen überlassen. Wer kann sich eine solche Boshaftigkeit der christlichen Führer, im Kleide der Frömmigkeit, bloss vorstellen? Reden wir mit Katholiken darüber, meinen sie wir seien verrückt und würden irgendwelche Verschwörungstheorien gegen christliche Führer verbreiten. Die grosse Masse der Christen verdrängt diese Tatsache. Die grosse christliche Masse blickt auf ihre geistlichen Führer, heute wie damals. Damals aber noch viel mehr. Da diese sich nicht rührten, im Gegenteil, für Hitler Sympathien bekundeten, dachten sie, so schlimm könne es wohl nicht sein.

Das sechste Gebot der Weisungen JaHuWaHs gebietet uns: “Du sollst nicht morden” (2Mo 20,13). Das aber wird wohl nur möglich sein, wenn ich mich eingehend mit den Weisungen JaHuWaHs auseinadersetze. Der Psalmist schreibt aus dieser reichen Erfahrung: “Die Weisung (Gesetz) JaHuWaHs ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis JaHuWaHs ist zuverlässig und macht den Einfältigen weise. Die Vorschriften JaHuWaHs sind richtig und erfreuen das Herz; das Gebot JaHuWaHs ist lauter und erleuchtet die Augen. Das Innewerden vor JaHuWaH ist rein und besteht in Ewigkeit. Die Rechtsbestimmungen JaHuWaHs sind Wahrheit, sie sind gerecht allesamt; sie, die köstlicher sind als Gold, ja viel gediegenes Gold, und süsser als Honig und Honigseim” (Ps 19,8-11).

In dieser Gewissheit wünsche ich allen Aufrichtigen, selbst bei diesem Gedenktag, viel Dankbarkeit für die Weisung JaHuWaHs und einen gesegneten Shabbat. Herzliche Grüsse und Shalom!

Gregor Dalliard