Am Sonntag, den 17. Dezember 2017, treffen wir uns in Finsterhennen zu einer Chanukafeier. Wir laden dich herzlich ein. Anmeldungen: [email protected]/ tel.: 032 396 34 03 oder [email protected]/ tel.: 031 991 69 12.

Heute ist keine Gottesfurcht mehr da?

Glaubensimpuls 323

Es gibt Zeiten, da fallen uns gewisse gleichlautende Aussagen von Menschen nur so zu. Als die Zeit meines 70sten Geburtstags angefallen war, häufte sich die Bemerkung von Menschen mit unterschiedlichem christlichen Hintergrund: heute ist keine Gottesfurcht mehr da! Oder: Die physikalischen Veränderungen rund um den Globus deuten darauf hin, dass der Jesus (gemeint ist der umgepolte Jude Jahushua von Nazareth, der von den Christen auf den Konzilien des vierten Jahrhunderts offiziell in einen Christus, d.h. zum Erlöser-Gott der Christen dogmatisiert worden ist) bald wiederkommen muss, denn es ist alles drunter und drüber.

Wer aber die Menschheitsgeschichte durchblättert kommt zu einem gegenteiligen Schluss. Wann war denn die Welt nicht drunter und drüber? Die Bibel, der TaNaCH, spricht von einer Zeit, die paradiesisch war. Dann aber verliess der Mensch die Gemeinschaft mit JaHuWaH und seine gesunden Lebensordnungen. Er nahm seine Bestimmung, Berufung und Verantwortung nicht mehr wahr. Damit verlor er seine Selbständigkeit und mit ihr die Eigenverantwortung für sein persönliches Leben. Was war die Folge? Er hängte sich blind an religiöse Führungspersönlichkeiten an, die Götter und ihre unmenschlichen Forderungen schufen. Mit seinem Verhalten stürzte er sich und seine Mitmenschen ins Elend.

Wir sind gerade dabei mit den modernsten Errungenschaften die Ordnungen der Schöpfung JaHuWaHs durcheinanderzubringen. Naturkatastrophen gibt es seit eh und je, nur gab es früher weniger Menschen auf der Erde. Viele heute bewohnte Teile der Erde waren nicht bewohnt. In den Bergen, an den Meeren und auf Inseln z.B. wurde erst seit Jahren massenweise in Gefahrenzonen gebaut. In solchen Gebieten entstanden ganze Quartiere oder Städte, die den Gewalten der Natur ausgesetzt sind und die Menschen in Angst und Schrecken versetzen können.

Die Zeit der fortgeschrittenen Kommunikationsmittel sind erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Fahrt gekommen! Heute wird uns die ganze Palette der weltweiten Geschehnisse, der Kriege und Katastrophen in Sekundeneile ins Haus geliefert. Das erweckt den Eindruck, dass die Menschheit vor dem Abgrund der Hölle (die es vom TaNaCH her ja gar nicht gibt) steht. Schauen wir aber tiefer in die Vergangenheit hinein und schauen wir die Gegenwart an, berücksichtigen und erwägen wir dabei alle möglichen Zusammenhänge, dann müssen wir zum Schluss kommen, dass es den meisten Menschen heute besser geht als je zuvor.

Wie wir früher schon sagten, haben viele Menschen erst in den letzten Jahrzehnten ein gesundes soziales Empfinden entwickelt, das über die Grenzen der eigenen Welt hinausgeht, das sich nicht nur auf die Menschen der eigenen Religion beschränkt oder die Bekehrung von Menschen beabsichtigt, also Mittel zum Zweck ist, wie das im kirchlichen und christlichen, aber auch im islamischen Denken und Handeln, immer noch im Fokus steht. Verschiedene soziale und lebensfördernde Einrichtungen sind weltweit miteinander vernetzt. So etwas hat es früher in dieser Welt, ausserhalb des Judentums, nicht gegeben. Wer sich mit den Forderungen JaHuWaHs im TaNaCH auseinandersetzt, wird feststellen müssen, dass solche Menschen, sehr oft unbewusst, in der Gottesfurcht leben.

Die meisten Menschen sind sich der Tatsache nicht bewusst, dass ihnen dieses lebensfördernde Empfinden und die weltweit vernetzten sozialen Lebensstrukturen durch den Einfluss der Juden vermittelt worden ist. Die Quelle dazu war und ist der TaNaCH, der aus dem Umgang JaHuWaHs mit Abraham und umgekehrt, und damit mit seinem auserwählten Volk, erwachsen ist. Die Bibel ist grundehrlich. Sie kennt das Wesen des Menschen durch und durch und gibt es ohne Vertuschung wieder. Das beweist uns wie sehr hinter der Bibel die Weisheit JaHuWaHs steckt. Denn der Schöpfer schuf den Menschen in seinem Bilde. Was heisst das? Der Schöpfer weiss, wie sein Werk, der Mensch, beschaffen ist. Er weiss was der Mensch in seinem persönlichen Leben braucht, aber auch das was im sozialen Gefüge des Alltags notwendig ist, damit das menschliche Netzwerk weltweit funktioniert und zum Segen der Menschen gedeihen kann, gemäss den Verheissung an Abraham. Darum vermittelt er den Menschen, über die Juden, die Lebensweisheiten, die Regeln des Lebens, die Gottesfurcht.

Das mit der fehlenden Gottesfurcht ist eine verkehrte Meinung. Der Begriff Gottesfurcht, wie wir ihn kennen, ist von den Religionen und ihren Forderungen bestimmt und hat wenig mit dem biblischen Begriff zu tun, d.h. mit dem was der TaNaCH unter Gottesfurcht versteht und vermittelt. Das Wort “Gottesfurcht” ist also keine gute Übersetzung für das was die Bibel darunter versteht. Um dem biblischen Sinn näher zu kommen müsste die Aussage “jemand hat Gottesfurcht” folgendermassen übersetzt werden: “jemand lebt im Bilde seines Schöpfers”. Sucht und forscht der Mensch gerne, mit Freude und Ernsthaftigkeit, im TaNaCH, in den Tiefen der biblischen Schätze, sucht er parallel gerne den Austausch mit anderen Menschen, dann lebt ein solcher Mensch in der Gottesfurcht, d.h. im Bilde JaHuWaHs. Aber genau das haben die Gründer des Christentums durchgehend verhindert und verboten, bis zum heutigen Tag! Sie haben einen nicht enden wollenden Kampf gegen die Juden vom Zaun gerissen und ihn auf alle Völker dieser Welt übertragen – die traurigen Folgen kennen wir, trotzdem ist kein dogmatisches Umdenken in Sicht!

Ein christlich erzogener Mensch weiss vom Wesen JaHuWaHs eigentlich nichts. Er lebt aus und in der Theologie der Kirchenväter und die lehrt durchgehend fromme, abartige Menschensatzungen, d.h. die Menschenfurcht. Sie fordern die bedingungslose Unterwerfung des Menschen unter die Vertreter des Christentums und ihren eigen entwickelten Christus-Gott, also die totale Unterwerfung unter ihre Ersatztheologie. Diese vermittelt sie allerdings sehr geschickt als die wahre biblische Gottesfurcht. Diese Ersatz-Theologie, mit ihren angeblichen Heilsdogmen, ihren Riten und Zeremonien dient den christlichen Führern aber letztlich als Mittel zum Zweck. Sie ist nur dazu da die unterworfenen Menschen in Schach zu halten. Jede Auseinandersetzung damit ist bis zu dieser Stunde dogmatisch mit Höllenstrafen belegt. Wer das nicht glaubt, sollte ganz einfach das was der Jude Jahushua von Nazareth wirklich glaubte und lehrte mit den Dogmen- und Lehrbüchern, mit den Heilslehren der verschiedenen christlichen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften vergleichen, dann wird er fündig.

Christen kennen darum JaHuWaH (Gott) und seine Rechtsbestimmungen nicht, also können sie im biblischen Sinn auch keine Gottesfurcht haben oder irgendwann keine mehr haben, wie das viele meinen. Nochmals: Wer die biblische abrahamitische Gottesfurcht nie kennengelernt hat, von dem ist auch keine Gottesfurcht zu erwarten. Er kann sie darum auch nicht verlieren. Trotzdem gibt es Millionen von Christen, die innerhalb der Theologie der Kirchengründer vorbildlich leben. Aber ebenso verlassen heute massenweise Menschen das Joch des christlichen Glaubens. Die Medien nehmen kein Blatt vor den Mund, was noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar gewesen wäre. Sie decken die Widersprüche und Sinnlosigkeiten innerhalb der christlichen Ersatztheologie, d.h. des sogenannten Neuen Testamentes, schonungslos auf. Das lässt viele aufgeweckte Christen hellhörig werden und nach den biblischen Zusammenhängen suchen und forschen. Das freut uns ganz besonders, denn die Bibel spricht durchgehend von diesem Aufbruch unter den Menschen.

Allen wünsche ich einen gesegneten Shabbat und ein mutiges Forschen nach den biblischen Zusammenhängen. Shalom!

Gregor Dalliard