"Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg" (Psalm 50,23)

Glaubensimpuls 18

“Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg” (Psalm 50,23) In der Beziehung mit JaHuWaH bildet die Danksagung eine zentrale Rolle. Im Verhalten der Danksagung unterscheidet sich das Verhältnis zwischen jemandem, der im Glauben Abrahams wiedergeboren ist und in einem tiefen Verhältnis mit JaHuWaH lebt zu jemandem in anderen Religionen, wie Animismus, Voodoo, Mystizismus, Esoterik, Hinduismus, Buddhismus u.a.m. Das Leben der Gläubigen, die eine lebendige Beziehung zu JaHuWaH pflegen, ist durchdrungen von Dankbarkeit und Danksagung. Eines der schönsten Bekenntnisse finden wir im Psalm 50,23: „Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg“. Das Wort „opfert“ mag bei manchen Menschen irritierend wirken. Uns ist die Formulierung “Dank opfern” nicht bekannt oder zumindest nicht geläufig. Was meinen die Schreiber der Bibel damit? In Anlehnung an das täglich vollzogene Opfer im Tempel, sollte die täglich gepflegte persönliche Beziehung mit JaHuWaH wie selbstverständlich sein, und Dank in unseren Herzen entfachen.
Der Mensch soll sich täglich neu bewusst werden, dass er im Segen Abrahams leben darf. Das löst im Menschen Geborgenheit und Zufriedenheit aus. Die Konsequenz daraus ist ein Herz voller Dankbarkeit und Danksagungen für vieles im Leben – für die Gegenwart JaHuWaHs in guten und in bösen Zeiten. Sobald wir Dank sagen, werden wir innerlich freier. Unser Blick wird frei für das Wesentliche, damit können wir Ängste loslassen. Innerlich verkrampfte Situationen entspannen sich. Unser Umgang mit den Mitmenschen und den Herausforderungen werden wir anders angehen.
Je mehr sich ein Mensch in der Lebensfülle JaHuWaHs weiss und fühlt, je mehr ihm bewusst wird, unter welchem Segen und unter welcher Geborgenheit er lebt, desto mehr Kräfte der Danksagung werden in ihm entfacht. Umso gesegneter, d.h. innhaltsreicher lebt er und mit ihm sein Umfeld.
Diese Beziehung will nicht in den Kinderschuhen stecken oder von Menschen abhängig bleiben. Die Erkenntnis um diese Zusammenhänge, die wesentlich mit der Erkenntnis über das Wesen JaHuWaH zu tun haben, macht uns im persönlichen Leben sicherer und ausgewogener. Der Mangel an Erkenntnis in diese wichtigen Zusammenhänge, wurde innerhalb des auserwählten Volkes, immer wieder von den Propheten thematisiert: “Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis” (Hos 4,6; 6,6; 8,12; Ps 83,19; 100,3). Was heisst das? Dadurch, dass wir im Wort JaHuWaHs forschen, wächst die Erkenntnis über sein wirkliches Wesen. Seine Absichten, sein Umgang mit uns, überhaupt alles was mit uns Menschen zusammenhängt, wird uns zugänglicher und verständlicher. Wir lernen darin leben, damit gesegnet umgehen. Dadurch wiederum wächst unsere Beziehung zu unserem Erlöser JaHuWaH, der Geist ist (vgl. Tempelweihe Salomos 2. Chr, Kap. 5; Kap 6 und 7,1-3).

Er ist es, der über allem steht, der alles wirkt und mit uns durch alles geht – ein ganzes irdisches Leben lang, was die Bibel zuhauf bezeugt. Da ist nichts dem plumpen Zufall überlassen, dem blinden Schicksal. Da ist kein ohnmächtiges Nichts, keine gähnende Leere, keine Sinnlosigkeit und keine tödliche Verlassenheit. Das dürfen wir aus allen Zeugnissen der Schriften bestätigt wissen. Die meisten Menschen begnügen sich mit dem wenigen Wissen, das ihnen von der Bibel her irgendwie bekannt ist, oder aus den Kinder- und Jugendtagen noch irgendwie bekannt ist. Sie gehen an den wesentlichen Schätze des Lebens vorbei, lesen über sie hinweg, weil sie von Menschen und ihrer Theologie abhängig gemacht worden sind. Shlomo (Salomo) bezeugte bei der Tempelweihe: „ – denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder“ (1. Kön 8,39). Welch eine tiefgründige Aussage.
Im Psalm 50,23 sind uns die vielen Zeugnisse der Danksagung gleichsam als Imperativ ans Herz gelegt: “Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen.”
In LK 15,11-32 ist uns die Geschichte des verlorenen Sohnes dargestellt. (Bild für die zehn „verlorenen“ Israel-Nationen). Wie war doch der zweite Sohn bei den Schweinen und ihren Schoten gelandet. Schweine und Schoten sind nach israelitisch-jüdischen Verständnis das Bild für jene, die zu den Römern übergelaufen waren, jene, die durch ihre Untreue und ihren Götzendienst, d.h. durch ihre glaubensmässige Hurerei, in eine totale Beziehungslosigkeit zu JaHuWaH geraten waren. Doch der verzweifelte „verlorene“ Sohn wurde innerlich von der Liebe des Vaters eingeholt, erfasst und zur Umkehr bewegt. Er erinnerte sich wohl an vieles, das er in seinem Unterricht als Kind und Junge vor der Bar Mitzwa in der Beth HaKnesseth alles gelernt hatte, an die alljährlichen Feiern von Pessach, an das Shma Israel und vieles mehr. Es war jene väterliche Liebe, die ihm in seiner tiefsten Verzweiflung begegnete, jene Liebe, die nie aufhört. Sie war es, die den Sohn bewegte in sich zu gehen, und in die allezeit offenen Arme seines Vaters zurückzukehren. JaHuWaH liess ihn das Heil, das ER ist, sehen. Sein Leben war danach sicher voll des Dankes und des Lobes gewesen: “Loben will ich den Namen JaHuWaHs im Lied und ihn erheben mit Dank” (Ps 69,31) “Lasst uns vor sein Angesicht treten mit Dank! Lasst uns mit Psalmen ihm zujauchzen!”(Ps 95,2).

Wir sind über das Wesen dieses Vaters zutiefst betroffen! Manche sind über das Wesen des Vaters verärgert. Sie hätten sich vom Vater einen völlig anderen, sehr strengen Umgang mit dem vergammelten Sohn erhofft. Doch jede Empörung über das Verhalten dieses Vaters bleibt zwecklos, denn wir sind dieser zweite Sohn, du und ich. Jeder von uns. Die bleibende Liebe des Vaters hat uns eingeholt, aufgeweckt und nun mitgenommen in ein Land des Glaubens voller Schätze. Wir haben dabei keinen Ruhm vorzuweisen, alles ist Gnade. Hier können und wollen wir nur noch danken und zwar anhaltend danken, ein Leben lang. Und tatsächlich, beim Danken bahnen wir uns neue Wege – zusammen mit JaHuWaH! Das wünsche ich uns allen von Herzen.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zum nächste Bibeltreffen in Finsterhennen ein: am 19. Juli und am 16. August 2020 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Samstag 26. und Sonntag 27. September 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und David. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen. Wegen des Coronavirus wird das Treffen bis auf weiteres verschoben. Über das nächste Treffen werden wir euch auf diesem Weg informieren.