"und JaHuWaH sprach... Und es wurde..." (1. Mose 1,3)

Glaubensimpuls 20

Als „JaHuWaH sprach… Und es wurde…“, war alles wüst und leer (1. Mo 1,2). Wüst und leer sind Wörter, die für uns Menschen einen Todeszustand, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zum Ausdruck bringen, nicht aber für den lebendigen Erlöser JaHuWaH. Die Bibel berichtet uns im Schöpfungsbericht von der Entstehung dieser Schöpfung. Wir, die wir in einer lebendigen Beziehung mit JaHuWaH leben dürfen und die Schöpfung beobachten, kommen aus keinem Staunen heraus. Obwohl die neue Schöpfung durch den Ungehorsam Adams (1. Mo 3,16-21) schwer in Mitleidenschaft gezogen worden ist, erfahren wir sie – mit einem offenen Herzen und Geist – von einer nicht zu fassenden Seite her.

Wir hören das Bekenntnis der israelitisch-jüdischen Zeugen: „Und JaHuWaH sprach.. Und es wurde..“. Auf Schritt und Tritt begegnet uns dieses wunderbare Bekenntnis. Wer in dieser Beziehung zu JaHuWaH die Schöpfungsfeinheiten sehen und erleben darf, der wird immer neu erbaut und aufgerichtet werden.

Kürzlich sagte uns ein Sportkollege: „Ich bin nur auf dem Papier Protestant, mit dem Tod ist für mich alles aus“. Er glaubt an die Urknall-Theorie. Als ich noch katholischer Pfarrer war und zu den Erstklässlern vom Werden der Schöpfung sprach, versuchte ich den Kindern die Urknall-Theorie darzulegen. Als ich sagte, dass diese Menschen glauben, dass sich der Urknall von selbst ausgelöst hätte, schaute mich ein Mädchen, über das ganze Gesicht strahlend an und sagte kopfschüttelnd: „Nein, nein, Herr Pfarrer, wenn es knallt, dann macht mein Papa seine Schiessübungen!“ Der Papa dieses Kindes hatte sich im Keller einen Schiessübungsraum eingerichtet. Zum Verdruss der Mutter war der Papa mehr mit dem Knallen beschäftigt, als mit der Familie. Darum seufzte die Mutter ab und zu: „Der Papa knallt wieder einmal!“. Für das strahlende Mädchen war es also klar, wenn es knallt, dann steckt jemand dahinter. „Wenn es knallt, dann macht der Papa..“. Aus sich selbst heraus kann nichts knallen. Es muss ein Verursacher dahinter stehen.

Ein anderer Aspekt! Im tiefsten Winter sind die meisten Bäume kahl. Sie erscheinen uns leblos und tot. Und dennoch entsteht, innerhalb dieser äusseren Kälte, neues Leben. Innerhalb dieses äusseren Todes, vollzieht sich der Prozess des neuen Lebens, formiert sich bereits der nächste Frühling. Gerade das israelitisch-jüdische Volk lernte das Sprechen JaHuWaHs auch über seine Schöpfung verstehen. „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit JaHuWaHs, und das Himmelsgewölbe verkündet seiner Hände Werk. Ein Tag sprudelt dem anderen Kunde zu und eine Nacht meldet der anderen Kenntnis – ohne Rede und ohne Worte, mit unhörbarer Stimme. Ihr Schall geht aus über die ganze Erde und bis an das Ende der Welt ihre Sprache.. Die Weisungen (Ordnungen) JaHuWaHs sind vollkommen und erquicken die Seele; das Zeugnis JaHuWaHs ist zuverlässig und macht den Einfältigen weise“ (Ps 19,1-4.8).

Sooft in der Geschichte lebte das auserwählte Volk, als vertriebenes, verfolgtes, dem Tode preisgegebenes Volk, gleichsam wie im aller tiefsten Winter. Es fühlte sich wie tot und es wurde für tot erklärt. Es sollte durch Ausrottung oder Assimilation, durch Anpassung an die Denkweisen und Lebensordnungen der jeweiligen heidnischen und götzendienerischen oder heidnisch-christlichen Völker, sachte aber systematisch untergehen (Luther, evangelisches Kirchentum, Napoleon u.a.m.) oder ausgerottet werden (Pharao, babylonische Minister, Gründer des Christentums, Kirchenväter, Papsttum, Hitler u.a.m.). Doch es erwachte immer wieder aus dieser Winterstarre, diesem Tod, zu neuem Leben. Es glaubte und vertraute dem Wort JaHuWaHs und – es übt eine zentrale Rolle im Heilswillen des himmlischen Vaters JaHuWaH aus.
Wäre Israel in den eisigsten Wintern seiner Geschichte untergegangen, würden wir von JaHuWaH nichts wissen. Wir wären im eisigsten philosophischen, hellenistisch-heidnischen Götterkult gefangen. Möglicherweise immer noch in den religiösen Fängen der Kirchen. JaHuWaH hat durch alle Zeiten hindurch ein Überrest zu einem immer neuen Frühling erwachen lassen. Dank der Juden, die in ihrer Treue zum himmlischen Vater, die schrecklichsten eisigsten Zeiten durchlebten, sind wir zum Glauben an JaHuWaH geführt worden, und damit zum Leben.
“Und die Nationen werden erkennen, dass ich der Erlöser bin, spricht JaHuWaH, wenn ich mich vor ihren Augen an euch als heilig erweise. Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen. Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von all euren Unreinheiten und von all euren Götzen werde ich euch reinigen. Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut. Und ihr werdet in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe, und ihr werdet mir zum Volk, und ich, ich werde euch zum Gott sein. Und ich werde euch befreien von all euren Unreinheiten. Und ich werde das Getreide herbeirufen und es vermehren und keine Hungersnot mehr auf euch bringen; und ich werde die Frucht des Baumes und den Ertrag des Feldes vermehren, damit ihr nicht mehr das Höhnen wegen einer Hungersnot hinnehmen müsst unter den Nationen.. (Hes 36,23-30; lies Hes Kap 36 und 37).

Wir freuen uns im Vertrauen auf den gleichen Erlöser JaHuWaH, der jede Winterstarre, jeden äusserlichen Tod, zu neuem Leben erwecken wird und zwar durch und aus Liebe zu seinem Geschaffenen, wie rebellisch und todbringend es auch sein mag (5. Mo 7,6-8; Jes 45,3-7.23-25 u.a.m). Den Juden sind wir allezeit zutiefst dankbar für ihre Treue und ihr Durchhalten. Denn dank ihrer Treue zu JaHuWaH, ihres Ausharrens, während der Jahrtausenden der Winterstarre unter der christlichen Verfolgung und Entwürdigung, dürfen wir heute Frühlingsluft atmen, in der Beziehung mit JaHuWaH leben, uns in seiner Herde geborgen und getragen wissen. Darum tragen wir eine lebendige Hoffnung in uns, die uns niemals jemand oder etwa zu nehmen vermag. Sie ist uns von JaHuWaH ins Herz gegeben worden (vgl. Ps 9,19; 39,8; 71,5; 146,5; Spr 23,18; Jer 17,13-14). Diese Hoffnung legte JaHuWaH, unser Schöpfer, in unser Wesen: “Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde“ (Jes 65,17; 66,22).

Was JaHuWaH verspricht, das hält er auch. Die geschichtlichen Abläufe, die wir dank vieler historischer Erkenntnisse rückblickend betrachten dürfen, beweisen uns diese Tatsache im Lichte der Bibel. In den Flutwellen der antigöttlichen Fantasien, Irreführungen und Machenschaften über unsere Herkunft und Zukunft, richten wir unser Augenmerk auf die in der Geschichte bestätigten Zusprüche. Denn: „JaHuWaH sprach.. Und es wurde..“ (1. Mo 1,3). Das ist unsere Zukunft.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein, sofern die Situation um den Coronavirus es zulassen wird: Montag, 13. April 2020, um 10.00 Uhr. Wir werden, dich kurz vorher auf diesem Weg informieren. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben. Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Donnerstag, 9. und Freitag, 10. April 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und Pessach. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen. Wegen des Coronavirus wird das Treffen bis auf weiteres verschoben.