"Und demütig zu wandeln mit deinem Erlöser (Gott) JaHuWaH" (Micha 6,8)

Glaubensimpuls 9

Der ganze Vers in Micha 6,8 lautet: „Man hat dir mitgeteilt, o Mensch, was gut ist. Und was fordert JaHuWaH von dir, als Recht zu üben und Güte (Gnade, Treue) zu lieben und demütig zu gehen mit deinem Erlöser (Gott)?“ (Mi 6,8). Der Prophet Micha zitiert hier die Worte, die der himmlische Vater Moshe aufs Herz legte (vgl. 5. Mo 10,12).

Wie Moshe, alle wahren Propheten, Gerechte und gläubigen Schriftgelehrten – und Jahushua von Nazareth – war auch Micha von einer inbrünstigen Liebe zu JaHuWaH und zu seinen Weisungen (Geboten) erfüllt. Auch für ihn war es unerträglich ansehen zu müssen, wie auserwählte Menschen mit ihrer Erwählung umgehen und verheissene Quellen des Segens verstopfen. Wie oft ist das Verhalten der Auserwählten zu ihrem Erwähler, dem himmlischen Vater JaHuWaH, von Gleichgültigkeit, Oberflächlichkeit, Rücksichtslosigkeit, Kälte, Abweisung und Ungehorsam bestimmt. Wie oft stellen Erwählte ihre eigenen Interessen in den Vordergrund. Was dabei herauskommt, liegt auf der Hand. Diesem Elend folgt neues Elend.

In den wahren Propheten pulsierte das Herz und der Geist JaHuWaHs. Er führt zu einem gesegneten Leben. Darum waren die Propheten von einem tiefen Mitleid zu den auserwählten Mitmenschen erfüllt, vor allem dann, wenn die Lebensquellen zu versiegen drohten. Sie konnten nicht schweigen. Das auserwählte Volk sollte auf die Stimme der Propheten hören. Sollte es das tun, dann würden sie alle von Elend und Leid verschont bleiben. Das verstehen wir heute. Wo Umkehr (teshuwa) vollzogen wird, d.h. dort wo die Rückkehr auf die Wege JaHuWaHs sichtbar wird, dort fliesst Segen. Eindringlich lehrt der Prophet Jirmejahu: “So spricht JaHuWaH: Tretet auf die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn! So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen” (Jer 6,16).

Wie ist das mit uns? Wir zählen uns voller Freude und Dankbarkeit zu den Söhnen JaHuWaHs. Wir sagen auch: „Ich bin Kind JaHuWaHs (Kind Gottes)“. Darüber dürfen wir uns aufrichtig und herzhaft freuen. Darum ist der Ruf des Propheten Micha auch für uns eine verbindliche Hilfe. Wir waren nicht unter seinen Zuhörern, aber wir haben den Geist JaHuWaHs empfangen. Wir wollen mit Freude und Hingabe diesen Geist im täglichen Leben ausleben. Das schafft inneren Frieden, stärkt uns auf dem Weg in die Zukunft. “Aber jetzt, so spricht JaHuWaH, der dich geschaffen, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein” (Jes 43,1).

Dass wir nun den gleichen Glauben, d.h. die gleiche Beziehung zu JaHuWaH, unserem himmlischen Vater JaHuWaH haben dürfen, wie die Propheten Israels und Judas – und jahushua, ist natürlich nicht unser Verdienst. Es liegt an der Liebe und Erwählung des himmlischen Vaters, der mit seinem Volk hier auf Erden wirksam ist (vgl. 5. Mo 7,6-8).

Im gesamten biblischen Heilszusammenhang sind die Gebote JaHuWaHs nicht schwer zu leben, d.h. demütig zu wandeln mit unserem Erlöser (Gott) JaHuWaH. Setzen wir diese Liebe praktisch um, selbst wenn es uns – unter Umständen – immer wieder neu einige Überwindung kosten sollte. Wir ertappen uns laufend in unseren Versagen, aber wir sollten darin keinesfalls liegen bleiben. Aufstehen und weitergehen. Dazu ist uns jede Energiequelle geöffnet. “Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht” (Ps 63,10). Ist es nicht das, was JaHuWaH von uns fordert: „Demütig zu wandeln mit deinem Erlöser JaHuWaH“? Lasst uns in den kommenden Tagen in diesen herrlichen Segnungen wandeln und diesbezüglich Erfahrungen sammeln. An Herausforderungen wird es uns nicht mangeln! Doch dies alles dient unserem Wachstum hinein in die Beziehung zu JaHuWaH und zu unseren Mitmenschen.

Gregor Dalliard

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