Simchat Thora = Thora Freudenfest: "Am achten Tag soll für euch eine heilige Versammlung sein.. es ist eine Festversammlung.." (3Mo 23,36b).

Glaubensimpuls 106

Der himmlische Vater JaHuWaH gab uns zum Abschluss der Herbstfeste eine extra Festversammlung.  Gestern, am 26. September wurde das sieben Tage dauernde Sukkotfest, das Fest der Freude, abgeschlossen. Warum waren diese sieben Tage ein Fest der Freude? Wir wollen uns noch einmal daran erinnern wie JaHuWaH uns durch den Prophet Sacharjahu auf das grosse Endziel der Wiederherstellung der Völker hinweist. Im letzten Gim 104 habe ich darüber bereits geschrieben. Das Mass der Bosheit der Völker und Kirchen der Welt gegenüber den Juden wird übervoll, ausgereift sein.

Darum lässt JaHuWaH die vereinte Völker- und Kirchenwelt gegen die Juden zusammen kommen. Er ruft sie zur Ausführung ihrer Vernichtungspläne – zum Krieg – gegen den Staat Israel, zusammen, um sie dem gerechten Gericht überführen zu können. Die islamischen Verbände ringsum Israel werden sich mit der Unterstützung der UNO, EU, Vatikan und den vereinten Kirchen und Gemeinschaften (Ökumene), zu einem Vernichtungskampf gegen den Staat Israel, gegen die Juden, aufmachen (vgl. Sach 12,3; 14,2).

Früher konnte sich unter diesen Prophetien in der Bibel, die von einer vereinten Weltorganisation sprechen, die einmal gegen Israel vorgehen würde, kaum jemand etwas vorstellen, darum nahm sie kaum jemand ernst. Doch heute, im Zeitalter der globalen Vernetzung, ist die Umsetzung dieser Prophetien ein Kinderspiel geworden. Jerushalajim wird eingenommen werden. Ganz Juda, der ganze Staat Israel, wird zusammen mit Jerushalajim in schrecklichste Bedrängnisse geraten (vgl. Sach 14,2-5; 12, 9-14). Sie werden die Hälfte der Stadt gefangen wegführen, die andere Hälfte wird sich halten können (vgl. Sach 14,2). Jerushalajim ist damit zu einer Taumelschale geworden, d.h. es steht auf der Schwelle des Strauchelns (vgl. Sach 12,2), aber auch zum Stemmstein an dem sich alle wund reissen, d. h. gerichtet werden, die gegen Jerushalajim vorgehen (vgl. Sach 12,3).

Dann wird JaHuWaH “persönlich” mit seinen Heiligen kommen (vgl. Sach 14,5b). Wer sind diese Heiligen? Es sind die Gerechtfertigten aus dem Volk der zwölf Stämme, jene, die von JaHuWaH gezeugt und geboren worden sind (vgl. 5Mo 32,18) und jene die im Laufe der Geschichte aus Kirche und Welt zu JaHuWaH zurückgefunden haben. In dieser schrecklichsten Not aller Nöte werden sie auf JaHuWaH blicken, den so viele von ihnen, im modernen Staat Israel und in aller Welt, so sehr verachtet oder ignoriert haben. Die Verachtung oder die Gleichgültigkeit mit der sich Juden JaHuWaH gegenüber verhalten, wird uns von den Propheten wie ein Durchbohren des Herzens JaHuWaHs, des himmlischen Vaters, dargestellt.

JaHuWaH aber wird seinen Geist der Gnade über alle Juden ausgiessen, auch den Geist des Flehens, d. h. das Volk wird von einer Erweckung erfasst werden. Und sie werden umkehren und auf ihn blicken, dessen Herz sie bis dahin durch ihre JaHuWaH-losikeit so sehr durchbohrt hatten (vgl. Sach 12,9-10). Sie werden sich mit ganzem Herzen JaHuWaH und seinem Wort zuwenden. Sie werden ihn von Herzen ungeteilt anbeten und bestrebt sein nach seinen Ordnungen zu leben. Das Reich JaHuWaHs wird laufen. Es ist das Messianische Zeitalter, das von seinen Heiligen, die als Messias bezeichnet werden, angeführt sein wird. Eine Erweckung zu den Quellen des Lebens wird es sein, die uns die Juden, in ihrer Beziehung mit und aus JaHuWaH, erschlossen haben. (vgl. Sach 8,23). Durch die Juden wird Herrlichkeit sein, denn Jahr für Jahr wird von aller Welt Sukkot (Laubhütten), das Fest der Erlösung, gefeiert werden (vgl. Sach 12,16).

Das ist die tiefste Bedeutung von Simchat Thora, dem Fest der Thora, der Thora-Freude. Das Fest wurde heute am 27. September gefeiert. Mit diesem Fest wird der Schluss der Thora gelesen (5Mo 33,1-34,12). Es sind die Segensworte des Moshe über die zwölf Stämme. Gleich anschliessend werden die ersten Worte vom Anfang der Thora gelesen (1Mo 1,1-2,3). Der letzte Buchstabe der Thora ist ein Lamed, der erste ein Bet. in diesem Zusammenhang gelesen ergibt sich das Wort “Herz”. Wer sich zu JaHuWaH bekennt, dem ist die Thora als das unantastbare Fundament des Glaubens und des Lebens Herzenssache. So war für Jahushua die Thora eine vollkommene Herzensangelegenheit (vgl. Mt 4,4, 5,17-19; Mk 12,29-33; Joh 7,16-18 u.v.a.m.).

In Jerushalajim und anderswo wird dieses Fest in der Beth HaKnesset (Haus der Versammlung) und auf den Strassen mit inbrünstigen Tänzen begangen. Die Thora (5 Bücher Mose) ist das Buch der Begegnung mit JaHuWaH und der Befreiung. Am Sinai wird Israel gelehrt wie es mit der Freiheit umgehen soll, damit es gesegnet bleibt. So wollen auch wir es halten. Wir wollen die tiefen und lebenswichtigen Zusammenhänge der Thora immer besser verstehen lernen. In unserer modernen Welt sind wir mit vielen neuen Herausforderungen konfrontiert, die es früher so nicht gab. Einiges das in der Thora geschrieben steht hat für und heute keine Bedeutung mehr, über anderes wiederum, das uns heute sehr beschäftigt, spricht die Thora nicht direkt. Wie finden wir – im Lichte der Thora – den Weg, ohne uns dabei das Leben zu verbauen.

Von Herzen wünsche ich allen einen gesegneten Shabbat und ein tiefes unerschütterliches Vertrauen JaHuWaH gegenüber, der allezeit bei uns ist und mit uns geht. Shabbat Shalom!

Gregor Dalliard

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