"..und sollt euch vor JaHuWaH, eurem Erlöser, sieben Tage freuen" (3Mo 23,33-37). Sukkot, Teil 1

Glaubensimpuls 55

Das Fest Sukkot (Laubhüttenfest) geht am 8. Oktober zu Ende. Wir können in 3Mo 23, 33-44 die  Segens-Verordnungen JaHuWaHs dazu nachlesen. JaHuWaH gebietet zu diesem Fest “..und sollt euch vor JaHuWaH, eurem Erlöser, sieben Tage freuen” (3Mo 33,40). Nach den eher ernsthaften und besinnlichen Tagen von Rosh HaShana (Schofarblasen zur Besinnung und Umkehr, bürgerlicher Neujahrstag) bis Jom Kippur (Grosser Versöhnungstag) ist Sukkot eine Zeit der Freude und der anhaltenden Danksagung. Ist uns einmal der tiefe prophetische Sinn dieses Festes aufgeschlossen, dann können wir uns wahrlich sieben Tage – und alle Tage unseres Lebens – freuen und in der Danksagung verharren.
Über dieses Fest gäbe es sehr viel zu schreiben. Ich möchte an ein paar zentrale prophetisch-heilsgeschichtliche Inhalte dieses Festes erinnern, die sich noch nicht erfüllt haben, die also noch ausstehen. Gerade darum gibt Sukkot unserem täglichen Glaubensleben eine unvorstellbare Dynamik, Zuversicht und Freude! Heute möchte ich über den zentralsten Inhalt dieses Festes schreiben.

Achten wir zuerst auf Folgendes. Warum gebietet JaHuWaH: “und sollt euch sieben Tage vor JaHuWaH, eurem Erlöser, freuen”? Sollten wir uns nicht alle Tage und allezeit vor JaHuWaH freuen: “Dient JaHuWaH mit Freuden!” (Ps 100,2); “In dir will ich mich freuen und frohlocken” (Ps 9,3). “Israel freue sich seines Schöpfers” (149,2). Wenn nun JaHuWaH uns mit Bestimmtheit an diesem Fest zu einer siebentägigen Freude auffordert, dann will er uns an die aussergewöhnliche Tiefe, die in diesem Fest dargestellt und verborgen ist, erinnern. Dieses Fest stellt tatsächlich etwas Aussergewöhnliches dar, das leider von den Kirchen mit Füssen getreten wird, ob wissentlich oder unwissentlich - JaHuWaH weiss es!

Es ist das Fest des Ernteabschlusses. Spätfrüchte, wie Oliven, Datteln, Obst und Wein, die letzten Gaben der Ernte, wurden damals zum Tempel gebracht - als Zeichen des Ernteabschlusses! Mit den letzten eingesammelten Erntegaben, die zu JaHuWaH in den Tempel gebracht werden mussten, stellt dieses Fest heilsgeschichtlich die Wiederherstellung und Zurückführung, auch der letzten Menschen, d.h. aller Menschen, zu JaHuWaH dar.

Wer will sich dieser Freude und Danksagung verschliessen, entziehen? Könnte unsere Gesinnung vom kirchlichen Denken her so religiös manipuliert und verdorben sein, dass wir diese und andere prophetisch-heilsgeschichtliche Botschaften der Bibel (TaNaCH = “AT”, Bibel des Jahushua von Nazareth) ganz einfach eiskalt ignorieren, überlesen und damit übelste und schändlichste Bibelkritik an JaHuWaH üben und damit das Wesen unseres Abba JaHuWaH verleugnen? Wie tragisch wäre so etwas. Wo bliebe echte ungeschminkte Heilsfreude? Sage es mir? Wo bliebe die Ehre, die wir unserem himmlischen Vater, dem Heiligen Vater, gerade im Vertrauen auf diese Grundbotschaft, entgegenbringen sollen? Sage es mir?

Das Volk Israel war, ist und wird immer der Prototyp, d.h. der Darsteller sein, an dem und an dessen Heilsgeschichte wir konkret ablesen und schauen können, wie JaHuWaH einmal mit allen andern Menschen umgehen wird. Israel bleibt unser Lehr- und Anschauungsunterricht. Wir wissen aus vielen biblischen Offenbarungsstellen, dass JaHuWaH nicht einen einzigen Israelit oder Jude jemals aufgeben würde. Selbst wenn sie immer wieder durch schwerste und unterschiedlichste Leiden gehen mussten und gehen (vgl. 5Mo 28: Segen oder Wiederherstellungsgerichte, fälschlicherweise Fluch genannt), so hat sie der himmlische Vater nie aufgegeben. Als Moshe das israelitische Volk zur ungeteilten Beziehung mit dem einzig EINEN Erlöser JaHuWaH aufforderte und es ausdrücklich und eindringlich davor warnte, JaHuWaH zu vergessen indem es religiösen Philosophien (Götzen) nachläuft, sagte er: “..denn als ein eifernder (eifersüchtiger, im besten Sinn) Erlöser ist JaHuWaH, dein Erlöser, in deiner Mitte -, damit nicht das Gericht (Akt der Wiederherstellung) JaHuWaHs, deines Erlösers, gegen dich entbrennt und er dich aus dem Land wirft” (5Mo 6,15).

Aufgegeben hat er aber sein Volk nie! Würde JaHuWaH sein Volk jemals aufgeben, dann widerspräche sich JaHuWaH selbst. Dieses Verhalten stünde im völligen Widerspruch zum  Namen JaHuWaH, zu seinen Bündnissen und Verheissungen, die in der Bibel vielfältig bezeugt sind. Diese heilsgeschichtlich-prophetische Tatsache bestätigt die Geschichte bis heute. Das ist unter den Umständen, unter denen die Juden seit tausenden von Jahren ihre JaHuWaH-Treue leben und bezeugen, ein einzigartiges und aussergewöhnliches Wunder. Was für das israelitisch-jüdische Volk gilt, wird auf alle Menschen übertragen werden.

Darum wird JaHuWaH keinen einzigen Menschen vergessen. Er wird jeden heimbringen, wenn auch unter schweren und schwersten Umständen und auf unterschiedlichen Wegen der Zurechtbringung. Aber auch diese haben ein Ende. Das ist das Bekenntnis der Propheten und des Jahushua (vgl. Lk 15,11-32). Der Prophet David bezeugt in diesem Zusammenhang im Psalm 22, Verse 28-29: “Es werden daran gedenken und zu JaHuWaH umkehren alle Enden der Erde; vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der Nationen. Denn JaHuWaH gehört das Königtum, er herrscht über die Nationen.” “Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zu JaHuWaH zurück, der ihn gegeben hat.” (Pred 12,7; Ps 90,3; 1Sam 2,6). Das ist das Wesen des Sukkotfestes.

JaHuWaH wollte uns in der Härte der Lebensumstände, die oft so unberechenbar sind und uns völlig aus der Bahn zu werfen vermögen, einen handfesten und sicheren Trost geben. Übelste Kirchenväter und Päpste bauten wissentlich und willentlich, mit der Bibel in der Hand, ein Anti-JaHuWaH-Reich auf. Sie haben uns mit ihrer Theologie um den Segen und die Freude gebracht, die im Fest Sukkot enthalten ist. Sie wussten wohl weswegen sie zusammen mit den Kaisern diese Feste verboten und ersetzten. Seitdem herrscht über die biblischen Offenbarungen Unwissenheit, d.h. Finsternis beherrscht die frommen Menschen!
Daniel prophezeit etwa um 550 v.u.Z. über diese religiösen Herren, wie die Gründer des Christentums, aus deren Mitte das unheimliche Papsttum aufgestiegen ist, aus dessen Geist der Ersatztheologie weitere entsetzliche Gestalten hervorgegangen sind, wie das katholisch getaufte Mitglied Hitler: “Und er wird Worte reden gegen den Höchsten (JaHuWaH) und wird die Heiligen des Höchsten (d.h. die Ausgesonderten, die Juden und jene die sich ihrer Beziehung zu JaHuWaH anschliessen) aufreiben; und er wird danach trachten Festzeiten und Ordnungen zu ändern, und sie werden in seine Hand gegeben werden für eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Aber das Gericht wird sich setzen; und man wird seine Herrschaft wegnehmen, um sie zu vernichten und zu zerstören bis zum Ende. Und das Reich und die Herrschaft und die Grösse der Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Ausgesonderten (Heiligen) des Höchsten (den Juden) gegeben werden. Sein Reich ist ein ewig bleibendes Reich (für immer!), und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.” (Dan 7,25-27). Diese Worte nehmen - wie unbemerkt - vor unseren Augen Gestalt an!

Luther setzte über den Weg schwerster Herausforderungen mit dem Vatikan, die Bibel wieder ins Blickfeld der Menschen. Er wollte den Vatikan reformieren, sich aber nicht mit letzter Konsequenz, gleich Jahushua von Nazareth, dem Willen des einzig EINEN Erlösers JaHuWaH hingeben und gehorsam werden. So vermochte er sich nur oberflächlich aus dem Fangnetz des katholischen Wesens und Denkens zu lösen. In den Grundfragen der Abgötterei blieb er weitgehend dem Vatikan verpflichtet. Die Ersatztheologie, die Lehre der Trinität (Drei-Personen-Gottheiten), der Sonntag und die Feste u. a. m. behielt er bei. Das wurde ihm schliesslich zum Verhängnis. Die Juden würden in seine katholisch-reformierte Kirche eintreten, so hoffte er felsenfest. Als sie sich weigerten in sein reformiertes götzendienerisches Kirchensystem einzutreten, verhöhnte und diffamierte er sie auf gemeinste Weise. In seinen Predigten und Schriften forderte er seine Zuhörer und Leser sogar auf, ihre Beth HaKnesseth (Synagogen) abzubrennen. Er konnte sich dabei auf die katholischen Kirchenväter und das Papsttum der frühen Kirchenzeit berufen. Damals brannte der durch die katholischen Autoritäten aufgestachelte und wildgemachte Mob immer wieder Beth HaKnesseths (Synagogen) nieder - gegen den Willen römischer Kaiser. Gegen Ende des 5. Jh. hatten die römischen Kaiser sowieso nichts mehr zu bestellen. Das Papsttum riss sich ihre Macht unter den Nagel. Die Kaiser wurden genüsslich zu Marionetten des Papsttums gemacht. Hitler konnte sich mit Recht auf die Tradition der Gründer des Christentums, des Vatikans und damit auch auf Luther berufen.

Im nächsten Gim mache ich die Fortsetzung zum Laubhüttenfest. Von Herzen wünsche ich allen gesegnete Danksagungsmöglichkeiten zum Sukkotfest und zum Fest Simchat Thora, dem Fest an dem wir uns mit den gläubigen Juden über die Offenbarung des befreienden und heilenden Wort JaHuWaHs so echt freuen können. Simchat Thora wird vom 8.9. abends bis zum 9.9. abends gefeiert. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 18. Juli 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 24. und Sonntag, 25. Juli. Themen: “Eine neue Schöpfung” und Melchisedek. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).