Wie gesagt, diese Kirchenväter “Paulus” und seine übrigen Mitarbeiter, kannten offenbar das was die Schriften (Thora, Propheten und Psalmen), das prophetische Wort, über das messianische Friedensreich lehrt, nicht. Ebenso wenig kannten sie die reiche und tiefgreifende Ausdrucksweise der Juden und Propheten nicht, die in vielen Bildern und Metaphern das Wort JaHuWaHs vermittelten. Paulus aber missbrauchte auch sehr willkürlich Zitate aus der Schrift.
Die Leiter der Beth HaKnesset (Synagogen), in denen die Bibel gelehrt wurde, kannten sich im prophetischen Wort sehr gut aus. Darum konnten sie Paulus aus dem biblisch-prophetischen Zusammenhang heraus klar widersprechen, was Paulus und seine Anhänger wütend machte. Diese Wut durchzieht die ganze Bibel der Christen, d.h. das ganze “Neue Testament”. Im “Neuen Testament” werden nicht nur die unterschiedlichen Christi, die christlichen Gemeinschaften und deren Vorsteher, die sich vom offiziellen kaiserlichen Staatschristentum unterschieden, verdammt, sondern auch die Gerechten JaHuWaHs, die gläubigen und bibeltreuen Juden. Sie wurden Antichristen genannt und als falsche Propheten z.T. schwer verfolgt.
Wir haben den letzten Gim mit der folgenden Aussage abgeschlossen: Solche Verheissungen verleiteten israelitisch-jüdische Kreise dazu in den schwersten Verfolgungen, das Messianische Reich zu erzwingen und auszurufen! Solche “Aufstände” endeten meistens in Chaos und Elend. Zur Zeit der grausamen römischen Besatzung war die Situation für die Juden äusserst dramatisch. Verschiedene Messiasse wurden von unterschiedlichen Gruppen ausgerufen und unterstützt. Einzelne Juden machten aus dem Jahushua von Nazareth den Messias der Endzeit, der sie vom Joch der Römer befreien sollte.
Eine kurze Zusammenfassung dessen was ich im letzten Gim schrieb ist notwendig: Im letzten Gim sprachen wir von den falschen Christi und den falschen Propheten, von denen in Mt 24 die Rede ist. Jahushua von Nazareth wurde von den heidnisch-griechischen Christen entjudaisiert. Diese Loslösung aus dem israelitisch-jüdischen Zusammenhang ist in der uns bereits bekannten Aussage zusammengefasst worden: “wenn wir Christus auch nach dem Fleisch (als Jude) gekannt haben, so kennen (lehren) wir ihn doch jetzt nicht mehr so (nicht mehr als Jude)” (2.Kor 5,16). M.a.W.: Er ist wohl als Jude geboren worden und hat als Jude gelebt, doch wir anerkennen ihn jetzt nicht mehr als Jude, sondern als griechische Gottheit. Sie hatten aus ihm also eine Gottheit gemacht. Nun wurde in vielen dicht besiedelten Regionen und in den bedeutenden Städten des römischen Reiches die neue Gottheit theologisch, philosophisch und ideologisch definiert.
Wir erinnern uns, dass in der sogenannten Johannes-Offenbarung 22,20 ein Lügengeist sprach, keineswegs der Jahushua von Nazareth, denn die Worte: “Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. Amen, komm, Herr Jesus!” haben sich nicht erfüllt.
Ein weiteres Zeichen, sollte die Bosheit der Menschen, wie sie in den Zeiten Noahs vorherrschte, anzeigen und die damit verbundene Wiederkunft Christi und die Entrückung der Anhänger des Paulus in die Wege leiten (vgl. Mt 24,37-39). Es sollten die falschen Christi oder Christusse sein. Sie werden sagen: “Siehe, hier ist der Christus, oder dort!” (Mt 24,23).
An der Bosheit der Menschen, die so sein würde wie in den Tagen Noahs, sollten die Anbeter des Christus-Gottes erkennen dass die Wiederkunft des Christus und die Entrückung der Paulus-Anhänger gleich bevorstehen würde. Das ist die Lehre des “Neuen Testamentes”. In den ersten Phasen heben Paulus und andere hervor, dass der Christus-, bzw. der Jesus-Gott, schnell oder gleich zurückkommen werde. Merken wir uns: der neue Christus-Gott kam nicht zurück, obwohl die ersten Schreiber des “Neuen Testamentes” behaupteten, dass er schnell oder gleich zurückkommen werde.
Im Lichte des biblisch-prophetischen Wortes verschmilzt das “Neue Testament” drei Sachen, was die Bosheit der Menschen angeht: Die Bosheit der Menschen, die Wiederkunft des Christus-Gottes und die Entrückung der Christusanhänger. Im Zusammenhang mit den Endzeitreden des Jesus, wird dies unzweideutig offenbar (vgl. Kap. 23-25 nach Matthäus; Kap 21 nach Lukas). Uns wird darin ein weiteres Mal der Unterschied zwischen der Lehre des Jahushua von Nazareth und der Lehre des Jesus- bzw. des Christus-Gottes der Kirchenväter deutlich vor Augen geführt. In den nächsten Gim wollen wir uns damit befassen. Es ist uns ja sehr wichtig mit Jahushua im Glauben eins zu sein. Sein Glaube soll ja auch unser Glaube sein. Darin liegt Verheissung, Segen, Frieden und Vision. Darauf wird jedes menschliche Zusammenleben erst dauerhaft möglich.
Etwas vorweg! Leider habe ich vor Monaten sämtliche Mailadressen von den meisten Gim-Lesern und Bekannten unwiderruflich verloren. Sie fehlen mir! Für Rückmeldungen bin ich darum sehr dankbar.
Die meisten von uns leben heute innerhalb einer staatlich verfassten Ordnung, die uns ein bewahrtes und freiheitliches Leben ermöglicht, in dem wir unsere Verantwortungen weitgehend wahrnehmen dürfen, müssen und können. Die Leiden der Bosheiten, wie sie in den Zeiten Noahs und im finsteren Mittelalter erduldet und ertragen werden mussten, erleben wir nicht. Das ist wahrlich ein Wunder, das wir nicht unterschätzen wollen. Selbst dann nicht wenn manches nicht unseren Vorstellungen – und noch nicht den verheissenen biblischen Ordnungen – entspricht. Lasst uns JaHuWaH täglich dafür dankbar sein.
Die folgenden geschichtlichen Fakten, die zum finsteren Mittelalter führten lassen sich nur verstehen und verkraften, wenn wir das prophetisch-heilsgeschichtliche Ziel JaHuWaHs im Herzen tragen – wie der im Glauben an JaHuWaH gerechtfertigte Abraham und die im Glauben gerechtfertigten Propheten und Gerechten des israelitisch-jüdischen Volkes. Das ist einfach wunderbar. Das macht unser Leben lebenswert und lässt uns, in Mitten all dessen was sich in unserem Leben zuträgt, die frohe Zuversicht nicht verlieren.
Wir lesen in der Bibel: “Und JaHuWaH sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde gross war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. Und es drehte JaHuWaH den Magen um, weil er den Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es bekümmerte ihn in sein Herz hinein. Und JaHuWaH sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens auslöschen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es bekümmert mich, dass ich sie gemacht habe. Noah aber fand Gunst in den Augen JaHuWaHs..
Nun ja, wenn ihr Glauben hättet! “Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden. Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden. Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe. (Mk 12, 23-26).