Wen bezeichnet die Bibel als den kommenden Mashiach (Gesalbten, Christus)? Teil 3

Glaubensimpuls 144

Der himmlische Vater JaHuWaH (sprich: Jahua), der Schöpfer unseres Lebens, offenbart sich als der Erste und der Letzte. “So spricht JaHuWaH, der König Israels und sein Erlöser (Gott), JaHuWaH der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und ausser mir gibt es keinen Erlöser (Gott) (Jes 44,6; 41,4). Darüber habe ich im Gim 142 geschrieben.Das heisst unmissverständlich: Alles ist von ihm ausgegangen. Alles war sehr gut (vgl. 1Mo 1,31). Alles wird wieder zu ihm zurückkehren. Er widerspricht sich nicht. Es gibt also nichts, das nicht von ihm geschaffen wäre, selbst das Böse. Das Böse hat von ihm Grenzen gesetzt bekommen. Selbst das Böse und die dem Bösen Verfallenen werden seine Absichten erkennen und seinen Absichten dienen. Alles ist zu seinen Ehren geschaffen und alle seine Werke werden ihn einmal preisen (vgl. Ps 145,10).

In den früheren Gim habe ich vielfältig auf die entsprechenden Bibelstellen verwiesen. Es ist eine wahre Freude und ein Segen von unschätzbarem Wert, dass wir immer wieder neu aus den Zusammenhängen des geoffenbarten Wortes schöpfen und leben dürfen. In der Erkenntnis und Beziehung zu unserem Abba Vater dürfen wir stetig wachsen. Altes, gut gemeinte menschliche Philosophien, die zum christlichen Glauben gehören, die aber entweder zu nichts taugen oder schreckliches Leid über die Menschen brachten – bis hin zum Holocaust – dürfen wir ablegen, verwerfen, ohne auf dem Scheiterhaufen zu enden. Auch wir waren gefangen in den Ketten der religiös-philosophischen Banden der Gründer des Christentums, der Kirchenväter. Die Wahrheit aber deckt auf, sie macht frei. Dieses Glaubenswachstum ist der Weg zu dieser Freiheit. Für viele von uns ist dieser Weg streckenweise von Kummer und Verdruss begleitet. Unser religiös-kulturelles Umfeld lässt uns diesen Wg nicht so einfach gehen.

Das “NT” ist die Ersatzbibel, die Papst Damasus im 4. Jahrhundert zusammenstellen liess. Sie ist Ausdruck der christlichen Theologie, die vom 4. Jh. an die Christen offiziell beherrschte. Sie ist Ausdruck der Kirche, die sich des Wortes JaHuWaHs, des TaNaCH (Bibel), der Propheten, Israels und der Erlösung bemächtigte. Brutal und rücksichtslos plünderte sie den TaNaCH aus, riss alles an sich und verfluchte die Juden, gemäss Gal 1,8-9; 1Kor 16,21. Sie beraubte sie allen Segens, der allein im prophetischen Zusammenhang JaHuWaHs mit Israel zu verstehen ist und wirksam sein kann. Darin aber hat sie sich furchtbar vergriffen. Sie stach in den Augapfel JaHuWaHs, hebräisch: babah: “Denn so spricht JaHuWaH der Heerscharen, nachdem die Herrlichkeit mich ausgesandt hat, über die Nationen, die euch geplündert haben - denn wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an” (Sach 2,12; 5Mo 32,10; Ps 17,8). Die Geschichte des Christentums beweist diese Tatsache. Niemand kann ihr widersprechen. Die Gründer des Christentums setzten sich in schändlicher Weise an die Stelle Israels. Das wird allgemein als Ersatz- oder Enterbungstheologie bezeichnet.

Ihre Schriften nannten sie hämisch “Neues Testament”, um sich unzweideutig vom biblisch-prphetischen Wort der Juden zu distanzieren. Was hatte dieses Wort hervorgebracht? Gottesmörder! Also musste es ersetzt werden. Die neue Lehre musste sich radikal, in allen ihren Denk- und Glaubensstrukturen, von der Bibel der Juden, dem TaNaCH, abgrenzen. Nach der verhexten paulinischen Theologie waren die Juden die Gottesmörder. Sie hatten ihren Gott, Jesus Christus, ermordet. Sie sollten auf jede erdenkliche Weise gedemütigt, gemobbt und, wenn möglich, ihrer Existenz beraubt werden. In ruchloser Weise bezeichneten sie den TaNaCH als ein Altes Testament. Die Inhalte wurden bis auf das Äusserste geschändet, umgedeutet, wie uns das die vielen prophetischen Zitate im “NT” beweisen, die alle aus dem TaNaCH entnommen worden sind.

Zur Zeit Jahushuas und seiner Bibelschüler (Apostel), existierten diese Schriften noch nicht, auch Jahrzehnte danach nicht. Diese Tatsachen waren den Christen rund 1600 Jahre verborgen gehalten. Selbst die Reformation schaffte hier den Durchbruch nicht. Darum blieben die wesentlichsten Konsequenzen aus. Heute ist uns der Widersinnn des “NT” kein Geheimnis mehr, kein Geheimnis des Glaubens mehr! Wozu nutzen wir aber diese Schriften? Wir prüfen diese Schriften im Lichte des TaNaCH, des prophetischen Wortes. Damit können wir Menschen, die nach der biblischen Wahrheit suchen, den eklatanten Widerspruch des “NT” zum prophetischen Wort entschlüsseln. Die wenigen hebräischen Zeugnisse, die wir als Worte des Jahushua von Nazareth im “NT” finden, sind Worte aus dem TaNaCH. Sie gehörten immer schon zum selbstverständlichsten Glaubensgut eines Juden. Wir aber hielten sie früher für Lehren, die Jahushua von Nazareth als Gegensatz zum jüdischen Glauben predigte. Jahushua von Nazareth wiederholte sie bloss, vertiefte sie. Jahrzehnte später fanden einige dieser Texte in den später entstandenen Schriften, in den “Evangelien”, Aufnahme – aber meistens zusammenhanglos, nach dem christlichen Denkmuster. Wir finden sie darin wie Brosamen. Jahushua lehrte also nichts Neues, denn alles was er lehrte, ist aus dem reichen Glaubensschatz der Juden genommen. Das wussten wir nicht!

So wird z.B. die Tatsache aus dem TaNaCH bestätigt, dass JaHuWaH unser himmlischer Vater der Letzte sein wird, weil er ein Erlöser (bzw. Schöpfer) der Lebenden ist und nicht ein Schöpfer von Toten: “Er ist nicht Erlöser (Schöpfer) der (von) Toten, sondern der Lebenden; denn für ihn leben alle” (Lk 20,38; Mk 12,26-27; Mt 22,31-33 vgl. dazu auch Röm 11,36; 1Kor 15,28; Phil 2,10-11). Den Gesandten JaHuWaHs war allezeit eine besondere Sendung auferlegt. Sie sollten das auserwählte Volk allezeit im Herzen JaHuWaHs, im Segen Abrahams, bewahren. Jene, die auf Abwege gerieten, sollten sie zur Umkehr motivieren, sie zurückholen, wie verlorene Schafe. Das bestätigt uns der TaNaCH. Darin sollen sie zum Licht der Völker werden. Korrekt wird uns die Aussage Jahushuas von Nazareth im “NT” übermittelt: “Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel” (Mt 15,24). Er ist nicht gekommen die ganze Welt zu erlösen, wie das bei dem wachsenden Antijudaismus und der darauf folgenden Umpolung des TaNaCH überall unter Christen gelehrt wird. Er hat die Welt nicht erlöst, dass sieht und erfährt jeder Mensch, der keiner frommen Selbsttäuschung erlegen ist.

Wie wir bereits wissen bauten Moshe, Elijahu – und alle andern von JaHuWaH zu einem besonderen Dienst Erwählten und Berufenen, innerhalb des gesalbten Volkes ihre Häuser. Was heisst das? Sie taten ihren Dienst genau nach dem vorgegebenen Plan des himmlischen Vaters. Dem Schöpfer aller Dinge gehört alles. Nichts ist davon ausgenommen. Er wird sich von keinem seiner geschaffenen Werke jemals etwas nehmen lassen.

Sein grosses Endziel wird uns in der Bibel durchgehend verkündet. Doch bevor das Endziel erreicht werden wird, wird JaHuWaH selbst kommen. Es wird der Tag JaHuWaHs vorangehen. Wir sind allgemein gewohnt zu sagen “der Tag des Herrn”. Die Propheten bezeugen einstimmig, dass niemand anders als ER selbst; JaHuWaH, der himmlische Vater selbst, auf dem Berg Jerushalajims erscheinen wird. Zu Jerushalajim gehört auch der Ölberg.

Sein Erscheinen bestätigt der himmlische Vater selbst in seinem Wort, das er durch seine Propheten zu seinem Volk, und damit auch zu uns spricht: “Und JaHuWaH wird auf diesem Berg die Hülle (Gericht) verschlingen, die das Gesicht aller Völker verhüllt (im Gericht hält), und die Decke (das Gericht), die über alle Nationen gedeckt ist. Den Tod verschlingt er auf ewig (in Sieg), und der Herr JaHuWaH wird die Tränen abwischen von jedem Gesicht, und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde hinwegtun. Denn JaHuWaH hat geredet. An jenem Tag wird man sagen: Siehe da, unser Erlöser, auf den wir hofften! Wir wollen jauchzen und uns freuen in seiner Errettung!” (Jes 25,7-9).

Das ist die zentrale Botschaft der Bibel, des TaNaCH. Sie durchzieht die ganze Bibel. Etwas anderes kennt die Bibel nicht! Weder de Prophet Jeshajahu noch ein anderer Prophet spricht jemals von einem Jesus-Gott der als Gesalbter, als wahrer Gott und wahrer Mensch, als fleischgewordener Gott, angeblich den Platz des himmlischen Vaters einnehmen oder in dessen Auftrag diesen Platz einnehmen würde, der als der Messias der Endzeit schon einmal gelebt hätte, gekreuzigt, begraben, auferstanden, entrückt und irgendwann am Ende wiederkommen würde.

Thora und Propheten wären voll dieser Lehren, wenn sie vom himmlischen Vater ausgegangen und vorgesehen gewesen wären. Doch die Propheten berichten und lehren davon nichts. Jahushua lehrte nichts, was nicht in der Thora oder bei den Propheten zu finden gewesen wäre. Im nächsten Gim wollen wir auf Parallelaussagen in der Bibel eingehen, die im Zusammenhang mit dem Anbruch des vorhergesagten Messianischen Reiches stehen. Dabei möchte ich auf Begriffe eingehen wie “Sohn”, “Erwählung”, “Heilige” usw. Sie stehen im Zusammenhag von “Gesalbter”.

Wir wollen uns von Herzen darüber freuen, dass wir immer mehr Zugang zu den tiefen Quellen und Schätzen des Glaubensbuches Jahushuas finden, und damit dem Glauben Jahushuas und seiner Bibelschüler (Apostel) immer gleichförmiger werden dürfen.

In dieser Freude wünsche ich allen gesegnete Zeiten, Zeiten des inneren Friedens und der inneren Ruhe aus dem reichen Schatz des Abba Vaters.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zum nächste Bibeltreffen in Finsterhennen ein: am 19. Juli und am 16. August 2020 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Samstag 26. und Sonntag 27. September 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und David. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen. Wegen des Coronavirus wird das Treffen bis auf weiteres verschoben. Über das nächste Treffen werden wir euch auf diesem Weg informieren.