"Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt... und eure Frucht bleibe" (Johannes 15,8.16b)

Glaubensimpuls 23

Beziehungen sind lebensnotwendig und wollen gepflegt sein. Ihre Auswirkungen sind immer und überall sichtbar. Sie bleiben nicht verborgen. Unser Leben wird von Beziehungen genährt und bestimmt. Kein Menschenleben ist davon ausgenommen. Im Laufe des Lebens können sich Beziehungen verändern, manchmal hören sie abrupt auf, schlummern ein. Beziehungen können auch enttäuschend enden. Neue Beziehungen werden geknüpft. Mit dem Tod eines Menschen können sich die Beziehungen der Zurückgebliebenen verändern. Die Rede im Volksmund ist uns wohlbekannt: „Sage mir mit wem du umgehst und ich sage dir wer du bist!“ Diese Aussage trifft den Nagel wohl nicht immer auf den Kopf, aber meistens ist etwas daran.

Die Liebe JaHuWaHs zu seinem auserwählten Volk ist ihm nicht zum Eigenvergnügen gegeben. Es ergäbe keinen Sinn. Daran würde das Volk buchstäblich zerbrechen, daran scheitern und zugrunde gehen. Das hört sich zuerst einmal seltsam an, aber das ist so. Diese Liebe kann und will das Volk nicht für sich behalten. Das ist in dieser Erwählung und Berufung so angelegt. Diese Liebe ist vollkommen beziehungsbedürftig, kann nicht für sich bleiben. Jahushua gibt uns das in dem altbekannten israelisch-jüdischen Gleichnis wieder (vgl. Joh 15,8.16b), das die Gründer des Christentums allerdings aus dem israelitisch-jüdischen Zusammenhang rissen und für ihre paulinische Christus-Gottheit missbrauchten. Genauso wie das Samenkorn auf Frucht angelegt ist. Ein Samenkorn das nicht auf Wachstum und Frucht ausgerichtet ist und sich diesbezüglich nicht entfalten kann, zerfällt und stirbt in sich. Bei den Propheten/Prophetinnen war das genauso. Sie mussten die Beziehung zum himmlischen Vater weitergeben, ausleben, in Worten und in Taten, bis in den Tod, mochte es kosten was es wollte (vgl. Jes 53). So verherrlichten sie in aller Treue und Hingabe den himmlischen Vater als die Quelle des Lebens, blieben ihm unter allen Umständen treu. So war es auch im Leben der Gerechten, der Pharisäer, des Jahushua von Nazareth. Und siehe da, die Frucht blieb und bleibt nicht aus. Heute noch kann jeder der will davon ernten und von dieser Ernte neuen Samen aussäen, der Frucht bringt.

Der begnadigte Mensch kann nur im Streben und Forschen der geoffenbarten Gedanken, Weisungen und Gebote JaHuWaHs in dessen Beziehung eintauchen, bleiben und damit bleibende Frucht für sich und für andere bringen. Das heisst ja nichts anderes, als die Gedanken und Weisungen JaHuWaHs, unter der Kraft der befreienden Gnade und der Treue, im Alltag ausleben wollen. Was ist mit Halten der Gebote JaHuWaHs gemeint? Wie gehen wir damit um, vor allem inmitten eines in heidnischen Geboten und Traditionen eingetauchten und festgefahrenen Christentums, das selbst in Freikirchen und vielen unabhängigen Gemeinschaften sichtbar ist, indem es mit seiner Erlösung durch das Blut eines Menschenopfers, der Dreigötterlehre, drei Gott-Personen (Trinität), Sonnen-Tag (Sonntag), Weihnachten, Ostern u.a.m. am Rockzipfel des konstantinischen Heidentums, des Papsttums, hängen bleibt, unterjocht bleibt? Wie Jahuashua von Nazareth, der voller Hingabe und konsequent seinen Dienst als Schriftgelehrter, Rabbi und Pharisäer tat, so bleiben auch wir ganz einfach dran, gemäss unserer Lebenssituation, dort wo wir leben. Das setzt unser Leben zwar vielen Herausforderungen aus, macht es aber gleichzeitig so wertvoll und spannend. Wunderbar, wir bleiben dran!

In diesem Sinne wünsche ich allen ein herzliches Shalom Uvracha

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unseren nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein: 20. Sept. 2020; 25. Okt. 2020; 15. Nov. 2020, jeweils um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Samstag 26. und Sonntag 27. September 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und David. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.