"Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt.. und eure Frucht bleibe" (Johannes 15,8.16b)

Glaubensimpuls 23

Beziehungen sind lebensnotwendig und wollen gepflegt sein. Ihre Auswirkungen (Frucht) sind immer und überall sichtbar. Sie bleiben nicht verborgen. Unser Leben wird von Beziehungen genährt und bestimmt. Kein Menschenleben ist davon ausgenommen. Es ist gut, wenn wir uns diesbezüglich drei Fragen beantworten. Erstens, wie sieht meine Beziehung zu JaHuWaH aus? Zweitens, wie sieht meine Beziehung zu mir selbst aus? Drittens, wie sieht meine Beziehung zu meinen nächsten Mitmenschen aus?
Die drei Beziehungsebenen sind miteinander verflochten. Was heisst das? Meine Liebe zu JaHuWaH, vielmehr noch, seine Liebe zu mir, bestimmt meine Liebe zu mir selbst. Meine Liebe zu mir selbst bestimmt meine Liebe zu meinen nächsten Mitmenschen. Daraus erwächst eine besondere Frucht an der alle teilhaben. Pflege ich eine väterliche/mütterliche Beziehung mit JaHuWaH? Weiss und fühle ich mich in seinen Armen wohl, aufgefangen, getragen, angenommen, so wie der Sohn im Gleichnis vom “verlorenen” und heimgekehrten Sohn in Lk 15,11-32. Achten wir sehr genau darauf, wie uns Jahushua den Vater hier schildert. Das ist Frucht. Ähnlich taten das die meisten Propheten und Schriftgelehrten. Pflege ich eine solch Tiefe Beziehung zum Vater, dann wird auch die Beziehung zu mir selbst wachsen. Von einer solchen Beziehung legt z. B. David in Psalm 23 ab. Eine solche Beziehung haut hin. JaHuWaH zeigt uns, wie sehr er diese Beziehung mit uns haben möchte.

Es ist eine Frucht dieser liebenden Beziehung zwischen dem Vater JaHuWaH und mir, die mir – immer wieder neu – im Umgang mit den Mitmenschen Lebenskraft und -freude vermittelt. Vielleicht lehrt mich diese Liebe im Umgang mit dem Mitmenschen Wege gehen, die meine Menschen möglicherweise als misslungen, als fruchtlos beurteilen.
Im Laufe des Lebens können sich Beziehungen in unserem Umfeld verändern, manchmal hören sie abrupt auf, schlummern ein. Beziehungen können enttäuschend enden. Neue Beziehungen werden geknüpft. Mit dem Tod eines Menschen können sich die Beziehungen der Zurückgebliebenen verändern.
Die Liebe JaHuWaHs zu seinem auserwählten Volk ist diesem Volk nicht zum Eigenvergnügen geoffenbart worden. Das ergäbe keinen Sinn. Das hört sich zuerst einmal seltsam an, aber das ist so. Was ist in dieser Erwählung und Berufung grundgelegt? Diese Liebe kann, soll und darf das auserwählte Volk nicht für sich behalten. Das Volk wäre daran zerbrochen, daran zugrunde gegangen. Das hätte keinem Menschen etwas genützt, hätte keine Frucht hervorbringen können. JaHuWaH ist absolut beziehungsbedürftig. Diese Liebe ist und wird immer vollkommen beziehungsbedürftig bleiben. Darum erwählte er dieses Volk aus Liebe (vgl. 5Mo 7,6-8; 23,6 u.a.m), damit es diese Liebe weitergeben soll. Aus ihr wächst viel Frucht. Darum sagt Jahushua: “Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt, indem ihr das tut was ich auch tue (d. h. meine Jünger werdet)” (Joh 15,8).
Aus den missbrauchten Sätzen im “Evangelium” nach Johannes, können wir immerhin einige echten Aussagen aus dem Mund Jahushuas zusammentragen: “Der Vater hat euch mit Abraham erwählt und dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe” (Joh 15,16b). (Falsch vermittelt sind uns die Aussagen: “Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch gesetzt… damit, was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe” (Joh 15,16). Jahushua wollte und konnte niemanden erwählen und auch niemanden dazu bestimmen, den Vater in seinem Namen etwas zu bitten, damit er ihnen das geben würde was sie in seinem Namen vom IHM erbitten würden. Das ist absurd und widersinnig. Eine solche Sache entbehrt jeglicher biblisch-prophetischer Grundlage des TaNaCH (“AT”) und widerspricht dem Glauben Jahushuas grundsätzlich. Jeder soll seine Beziehung zum Vater persönlich aufbauen. JaHuWaH will und braucht in dieser persönlichsten Angelegenheit aller Angelegenheiten keine Personen, die dazwischen funken, zwischen IHM, JaHUWaH, und dem einzelnen Menschen.
Er sagt übrigens in Mt 6,6: “Wenn du aber betest, so geh in deine Kammer, und wenn du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten”. Er fordert von niemandem in seinem Namen zum Vater zu beten, damit er erhört wird. Der Christus ist der von der Kirche gemachte Gott, der die Kirche repräsentiert. Die Kirche will, dass alles über sie (Christus) und durch sie (Christus) geschieht, wie das in Joh 15,16c geschickt vermittelt wird. Ein solches Verhalten lehnt Jahushua von Nazareth konsequent ab. Bei einem solchen Verhalten wird dem Vater im Himmel die direkte Verehrung verweigert, ebenso das direkte Vertrauen, darum bleibt es fruchtlos. Die direkte Beziehung zum Vater ist die Grundlage, auf der wir allezeit Lebenskraft schöpfen.
Bei den Propheten/Prophetinnen war das genauso. Sie mussten die Beziehung zum himmlischen Vater weitergeben, ausleben, in Worten und in Taten, bis in den Tod, mochte es kosten was es wollte (vgl. Jes 53). So verherrlichten sie in aller Treue und Hingabe den himmlischen Vater als die Quelle des Lebens, blieben ihm und seinem Wort unter allen Umständen treu. So war es auch im Leben der Gerechten, der Pharisäer, des Jahushua von Nazareth. Und siehe da, die Frucht blieb und bleibt nicht aus. Heute noch kann jeder der will davon ernten und von dieser Ernte neuen Samen aussäen, der Frucht bringt.

Mit offenen Armen lädt uns JaHuWaH in eine Beziehung zu IHM ein. Tauchen wir ein in diese Beziehung. Daraus wächst Frucht die bleibend ist, sowohl für uns selbst als auch für unsere Mitmenschen. Wunderbar, wir bleiben dran!

In diesem Sinne wünsche ich allen ein herzliches Shalom Uvracha

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 18. Juli 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 24. und Sonntag, 25. Juli. Themen: “Eine neue Schöpfung” und Melchisedek. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).