"geheiligt werde dein Name" (Matthäus 6,9c)

Glaubensimpuls 29

Zu den israelitisch-jüdischen Gebetsgründen gehört das Bekenntnis: “geheiligt werde dein Name” (Mt 6,9c). Auch dieses Bekenntnis galt dem Juden, Pharisäer und Schriftgelehrten Jahushua von Nazareth als heilig und unantastbar. An der Heiligung des Namens des himmlischen Vaters JaHuWaH, war Jahushua absolut alles gelegen. Himmlischer Vater ist eine Ersatzbezeichnung für JHWH = JaHuWaH. Der Name JaHuWaH durfte nach der Babylonischen Gefangenschaft nicht mehr ausgesprochen werden. Damit sollte jedem Missbrauch des Namens JaHuWaH = JHWH vorgebeugt werden und gleichzeitig geheiligt werden. Alle Lebenskraft zog Jahushua, wie alle israelitisch-jüdischen Gläubigen, aus der Offenbarung JaHuWaHs. Das Geoffenbarte setzte er in seinem Leben um. Woher wissen wir das?
Wir schauen im TaNaCH (“AT”), in der Bibel des Jahushua, nach. Wer wird hier als Gerechter bezeichnet? Gerecht ist jemand der von JaHuWaH gezeugt und geboren ist, der damit JaHuWaH absolut vertraut. Er ist ein neuer Mensch, weil er in und von JaHuWaH gezeugt und geboren worden ist. Alle seine Gesinnung und all sein Bemühen richtet der betreffende Mensch nach JaHuWaH und seinen Weisungen des Lebens aus. Zusammengefasst ist es das, was Jahushua mit den anderen Zeugen, wie Propheten, Sehern, Pharisäern, die Schriftgelehrten (Lehrer) waren, öffentlich vertrat und überzeugt lebte: “Jahushua antwortete ihm: Das erste ist: “Höre, Israel: JaHuWaH, unser Erlöser (Gott), EINER; und du sollst JaHuWaH deinen Erlöser (Gott), lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft!” Das zweite ist dies: “Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!” Grösser als diese ist keine andere Weisung (Gebot). Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht, Lehrer, du hast nach der Wahrheit geredet; denn er ist EINER, und es ist kein anderer ausser ihm; und ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzem Verständnis und aus ganzer Seele und aus ganzer Kraft und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist viel mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer” (Mk 12,29-33).

Wie wir bereits wissen, sind diese Zeugnisse in den sogenannten “Evangelien” stellenweise enthalten. Viele wirkliche Begebenheiten aus dem Leben des Juden, Pharisäers und Schriftgelehrten Jahushua wurden aber später von den Kirchenvätern in einen völlig verwerflichen Zusammenhang gesetzt. Sie wurden auf die neue griechische Auferstehungs-Gottheit des Paulus ausgerichtet, auf Jesus Christus. Ihm entsprechend wurden sie sukzessive angepasst, umgeschrieben. Manche Texte sind einfach hinzugefügt worden. Darum müssen wir bei allem auf der Hut sein, wachsam sein, was wir im “Neuen Testament” lesen. Mit diesem Vorgehen haben die Gründer des Christentum den Namen JaHuWaH völlig geschändet, unkenntlich gemacht. Sie haben damit den Menschen den Zugang zu JaHuWaH völlig abgeschnitten. Das ist das Gegenteil von dem was Jahushua seine Zuhörer lehrte: “geheiligt werde dein (des Vaters) Name” (Matthäus 6,9c).

Im Glaubensimpuls 1 habe ich etwas über den Inhalt des Namens JaHuWaH geschrieben. Siehe auch Glaubensimpuls 3 und 10. Dieser Name unterscheidet sich von allen Götter- und Götzennamen und damit auch von allen Weisen der Anbetung, wie sie bei den Heiden üblich sind. Über den Opferkult der Tiere werden wir uns ein anderes Mal beschäftigen. Götter und Götzen bewirken im Leben der Menschen genau das Gegenteil von dem was sie anpreisen. Darum soll unser Vertrauen einzig und allein auf JaHuWaH ausgerichtet sein. Damit sollen auch unsere Gebete nur an ihn gerichtet werden. Auch hier liefert uns die Geschichte genug Beweismaterial.

Im Namen ist uns das Wesen des Betreffenden dargestellt und und seine Absicht ausgedrückt. Wir sollen und müssen wissen, mit wem wir es zu tun haben und wem wir unser Vertrauen schenken. Die Psalmen legen ein aussergewöhnlich lebendiges Zeugnis davon ab. Die Propheten schliessen uns in einzigartiger Weise das Wesen und die Absichten des JaHuWaH auf, vor allem die Propheten Jeshajahu (Jesaja) und Jirmejahu (Jeremia). Beim Namen JaHuWaH, d. h. bei seinem Wesen, darf es nie um ein liturgisch-rituelles – gewohnheitsmässiges – Herunterleiern gehen. Es geht immer um Beziehung. Der Betende muss allezeit wissen, wer sein Gegenüber ist. Er muss das Gegenüber bewusst und ungeteilt beachten. Wir haben es mit dem lebendigen Erlöser JaHuWaH zu tun. “Ich bin JaHuWaH, das ist mein Name” (Jes 42,8; Jer 33,2; Ps 83,19; 2Mo 3,14-15). “JaHuWaH ist (ja) dein Name” (Ps 83,19).

Mit dem Namen JaHuWaH ist untrennbar seine Ehre verbunden! “Und meine Ehre gebe ich keinem anderen..” (Jes 42,8b; 48,11; Ps 115,1 u.a.m.). Wir können den Namen JaHuWaH entweihen, entehren. Gehen wir mit seinem Namen nicht ungeteilt und verantwortungsbewusst um wie die Propheten, wie die meisten Pharisäer, die Schriftgelehrten und alle anderen Gerechten, entweihen und entehren wir seinem Namen. Das auserwählte Volk musste immer wieder daran erinnert werden. “Darum sage zum Haus Israel.. sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entweiht habt unter den Nationen..” (Hes 36,22). Es folgte das schreckliche Gericht durch die Assyrer, mit der grauenhafte Deportation der zehn Stämme. Später traf es Juda über den König von Babel. Die Abschlachtung der Söhne des jüdischen Königs Zedekias, seine Blendung und die Zerstörung des Tempels. Die Übriggebliebenen erkannten darin die schreckliche Folge der Beziehungslosigkeit und der Untreue der führenden Elite. Sie zogen das Volk mit in diese Katastrophe.

Sagen wir es ungeniert! Alle Kirchen, bzw. alle Christen, beanspruchen die Bibel als Fundament ihres Glaubens. Der Name JaHuWaH, sein Wesen als Erlöser, als der EINZIG EINE, dem allein Anbetung gebührt, dessen heilbringenden Worte und Weisungen werden nicht beachtet. Sie wurden bewusst ersetz – bis zu dieser Stunde! ER ist entweiht, entehrt. Diese Tatsache fällt vor allem vielen jungen Moslems und Andersgläubigen in der westlichen Welt auf, die unter Christen leben und sich mit der Bibel auseinandersetzen. Wir sind von unseren Kindesbeinen an schwerstens antijüdisch indoktriniert worden. Christen sind und werden allezeit einer solchen antijüdischen Hirnwäsche unterzogen, dass sie mit aller Selbstverständlichkeit glauben, sie stünden in der Wahrheit der Bibel, sie müssten die Juden bekehren. Eine unverschämte Arroganz! Zudem wird sträflich ignoriert, dass Jahushua Jude war und als solcher vollkommen in der geoffenbarten israelitisch-jüdischen Tradition lebte und starb.

Im letzten Glaubensimpuls 28 haben wir kurz darauf hingewiesen, weswegen die meisten Juden den Namen JaHuWaH nicht mehr aussprechen. Immerhin nimmt die Zahl jener Juden, die ihren und unseren himmlischen Vater wieder mit dem Namen JaHuWaH anrufen stetig zu. Wie wir bereits sagten, handelt es sich beim Namen JaHuWaH nicht einfach um Buchstaben, die einfach so aneinandergereiht sind oder die ein mystisch-magisches Geheimnis in sich verbergen. Wir sind es gewohnt “HERR” oder “Gott” zu sagen. Im Zuge der Entwicklung über Lehre einer griechisch-trinitarischen Auferstehungs-Gottheit sind wir von JaHuWaH abgeschnitten worden. Wir sind JaHuWaH völlig entfremdet worden. Selbst wenn es uns Überwindung kosten sollte, den Namen JaHuWaH auszusprechen, bleibt es doch die beste Entscheidung, die wir in dieser Zeit zu seiner Ehre und Verherrlichung treffen konnten. Die Kirchen wissen meistens auch gleich wessen Geistes Kind wir sind.

Das gewöhnungsbedürftige Bekenntnis dieses Namens wird uns in den kommenden Zeitaltern zum Segen gereichen. Mit dem Psalmisten lasst uns den Namen JaHuWaH preisen: “Preist JaHuWaH, ruft an seinen Namen, macht unter den Völkern kund seine Taten! Singt ihm, spielt ihm, redet von allen seinen Wundern! Rühmt euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz derer, die JaHuWaH suchen! Fragt nach JaHuWaH und seiner Stärke, sucht sein Angesicht beständig!” (Ps 105,1-4).

In dieser stärkenden und trostvollen Zuversicht wünsche ich allen Lesern ein herzliches Shalom

Gregor Dalliard

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