"Denn die Berge mögen weichen und die Hügel weichen, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht JaHuWaH, dein Erbarmer" (Jes 54,10)

Glaubensimpuls 50

Dieses Wort birgt die ganze Liebe und Zuwendung des himmlischen Vaters JaHuWaH zu seinem auserwählten Volk in sich. Dieses Volk war, ist und wird ein Segen sein für alle Geschlechter der Erde. Das iraelitisch-jüdische Volk wurde vom Heiligen Vater, ohne sein Dazutun, über Abraham, Isaak und Jakob für den Segensdienst erwählt: “und ich will dich zu einer grossen Nation machen und will segnen, die dich segnen, und ich will deinen Namen gross machen, und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen (d.h. richten), und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!" (1.Mo 12,2-3, vgl.1.Mo 18,18; 22,18; 26,14 u.a.m.)

Diesen Dienst hat sich das israelitisch-jüdische Volk nicht durch gutes Benehmen oder irgendwelche Superleistungen erworben. Dies zu wissen ist von fundamentaler Wichtigkeit, damit wir den Juden entsprechend begegnen können. Damit sollen wir Sinn und Ziel ihrer unverdienten Erwählung und Berufung verstehen lernen: “Dich hat JaHuWaH, dein Erlöser, erwählt, dass du ihm als Eignentumsvolk gehörst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat JaHuWaH sich euch zugeneigt und euch erwählt - ihr seid ja das geringste unter allen Völkern -, sondern wegen der Liebe JaHuWaHs zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen, hat JaHuWaH euch mit starker Hand herausgeführt (aus der Unterdrückung und dem Götzendienst Ägyptens) und dich erlöst aus dem Sklavenhaus des Pharao, des Königs von Ägypten..” (5.Mo 7,6-8).

Sendung und Aufgabe der israelitisch-jüdischen Stämme war, ist und wird bleiben, die Menschheit aus dem Götzendienst (Mehr- oder Vielgötterei, Heiligen- und Totenkult), welcher Art der Götzendienst auch immer sein mag (Ungerechtigkeit, Kriegstreiben etc.) herauszuführen und in eine lebendige Beziehung zu JaHuWaH, dem Schöpfer unseres Lebens zu führen, also zum befreienden und befreiten Monotheismus. Das ist der Sinn der Erwählung und der Berufung der Nachkommen Yitzchaks (Isaaks) und Jakobs. Dieser Aufgabe widmeten sich sowohl die gläubigen israelitisch-jüdischen Propheten, Schriftgelehrten als auch Jahushua von Nazareth und seine Schüler, die von den Christen später vereinnahmt und zu christlichen Aposteln umgepolt worden sind.

Im 5.Buch Moshe wird uns vom Kapitel 28 an bis zum Schluss des Buches ganz speziell vom Fluch und Segen JaHuWaHs für das israelitisch-jüdische Volk berichtet. Die Auserwählung Israels ist mit dem eingangs erwähnten umfassenden Auftrag JaHuWaHs verknüpft. Entsprechend ist dieses Volk von Segen oder Fluch begleitet. Die Gnade JaHuWaHs wird aber nie von diesem Volk weichen, wie sehr einzelne – oder viele dieses Volkes – im Laufe der Geschichte von diesem Auftrag des Abba JaHuWaH abweichen. In der Absicht JaHuWaHs sind mit Fluch immer Gerichte gemeint, die zu dem ursprünglichen Auftrag des JaHuWaH zurückführen, eine erneute Umkehr und Hinwendung zu den Zielen, die sich JaHuWaH für Israel und die Menschheit gesetzt hat. Das ist der ursprüngliche aramäisch-hebräischem Sinn von Fluch. Weicht das auserwählte Volk von seinem Auftrag ab, dann führt JaHuWaH es wieder auf den rechten Weg zurück und zwar durch Gerichte unterschiedlichster Art. Die Geschichte bestätigt uns diese Wahrheit. Das heisst natürlich bei weitem nicht, dass alles was den Israeliten und später den Juden im Laufe der Geschichte widerfahren und angetan worden ist, und noch angetan werden wird, Gerichte JaHuWaHs waren und sind – bei weitem nicht! Damit müssen wir äusserst respektvoll, sorgfältig und verantwortungsvoll umgehen. JaHuWaH allein weiss alles im Zusammenhang zu beurteilen. Das sollte uns genügen. Wir wenden uns dem zu, das uns erschlossen ist, worüber wir Verantwortung tragen und einst Rechenschaft ablegen müssen.

Darum sollen wir uns nicht an diesem Volk versündigen oder es sogar ausrotten wollen, wie sich das in der Geschichte einflussreiche Menschen immer wieder vorgenommen haben. In neuster Zeit sind es auch religiös radikalisierte islamische Bewegungen. Die Gründer des Christentums setzten die Absichten ihrer Ausrottung theologisch und liturgisch fest. Damit war das Christentum seit seinen Anfängen programmiert, bis hin zu Hitler, der mit der Beihilfe des Vatikans und der Summe der Christen seine entsetzlichen Verbrechen ausführte. Sie alle waren ausnahmslos Getaufte, und sie taten es unter dem Zeichen des Kreuzes.
Hitler war vom Kreuzzeichen, dem Symbol der urheidnischen trinitarischen Geheimkulte, besessen. Nicht nur der ägyptische Pharao, Konstantin und die ihm folgenden Kaiser und Päpste kannten die mystisch-okkulte Bedeutung des Kreuzes, auch Hitler war in der Kreuzesmystik und deren Bedeutung und Wirkung eingeweiht! Trotz grässlichster und grausamster Verfolgungen und trotz der äusserst verwerflichen und demütigenden Bekehrungsversuche, denen das gesegnete Volk der Juden fortwährend ausgesetzt war, immer unter dem Zeichen des Kreuzes, ist ein starker Überrest treu und gläubig geblieben. Das ist ein einzigartiges Wunder, das die Verheissungen des himmlischen Vaters JaHuWaH in der Bibel bestätigt!

Der Abba JaHuWaH gibt auch heute die Juden nicht auf. Selbst das säkularisierte Judentum, das oft frustriert und orientierungslos in Israel und in der Welt herumirrt, gibt er nicht auf. Nach der katholischen Ersatztheologie, die im Laufe der Kirchengeschichte dogmatisch vielfältig verankert worden ist, haben die Juden kein Existenzrecht und schon gar keine heilsgeschichtliche Bedeutung mehr. Von diesem äusserst perfiden und schändlichen Verhalten der katholischen Kirche, sind die freikirchlichen und unabhängigen Gemeinschaften infiziert geblieben – bis heute. Das Christentum gibt sich heute äusserlich den Juden gegenüber zwar sehr moderat und tolerant, doch der Schein trügt! Hinter allem brodelt die unantastbare Lehre und Absicht ihrer Bekehrung und Taufe.

Heute sind es islamische Kreise, die offen die Vernichtung der Juden fordern. Allen voran die geistlichen Herrscher des Irans. Wenn das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei und der gegenwärtige Präsident Mahmut Ahmadinedschad, am Ende des Ramadan öffentlich den Holocaust leugnen und zur Auslöschung der Juden aufrufen, dann müsste – heute, nach allem – ein einmütiger Schrei des Entsetzens durch alle christlichen Kirchen und Gemeinschaften gehen. Wenn nicht einmal die Kirchen, die engagierten Christen in Europa, bei dieser Propaganda der Judenvernichtung ein Unbehagen fühlen, was wollen wir dann von den führenden Politikern Europas erwarten? Feige schweigen sie, stumm und leer sind ihre Gefühle den Juden gegenüber. Die wirtschaftlichen Beziehungen mit den islamischen Ländern haben Vorrang. Damit ist alles gesagt. Dieser Schrei müsste vor allem vom Kirchenstaat Vatikan ausgehen! Stattdessen tauschen die vatikanischen Behörden offizielle Liebeleien mit der muslimischen Welt-Führung aus. Sie wünscht dem Islam zum Ramadan Gelingen in allen seinen Vorhaben – und das schon seit Jahren. Wie wäre es, wenn das eine getan und das andere nicht unterlassen würde?

Was wissen die Wenigsten in Europa? Der überwiegende Teil des palästinensischen Volkes mag die meisten Juden im Prinzip gut. Seit der Machtergreifung Arafats und dessen Nachfolger Abbas, Salam Fayyad, der Hamas und anderer führender Palästinenser und religiöser Fanatiker, wird das eigene Volk mit äusserster Brutalität gegen Israel instrumentalisiert. Um der eigenen religiös-fanatischen Machtinteressen willen wird das Volk missbraucht, gezielt diktatorisch ausgeblutet. Ihre eigene Regierung bringt sie willkürlich zum Schweigen und hat sie zu antijüdischen Proklamationen verdammt, beutet sie aus und treibt sie in die Armut. Israel wird vor aller Welt und von der ganzen Welt für den Lebenszustand der Palästinenser haftbar gemacht. Ein Fluch, den die meistens Kirchenführer und Politiker des christlichen Abendlandes unterstützen. Dieses verbrecherische System wird seit Jahrzehnten vom Vatikan und den Europäischen Staaten finanziell gestützt und gefördert, zum tragischen Leidwesen des palästinensischen Volkes. Durch persönliche Kontakte mit christlichen und moslemischen Menschen in Bethlehem und Nazareth weiss ich, dass sie sich unter Israels demokratischer Führung des wirtschaftlichen Segens und Wohlergehens erfreuen können. Beten wir für das verlassene Volk der Palästinenser. Es ist verlassen von seiner eigenen Führung, verlassen von den Politikern und den christlichen Führern Europas, verlassen vom Vatikan. Das palästinensische Volk muss mitansehen und erleben wie das christliche Europa ihre Ausbeuter, ihre Führer, mit einer unmenschlichen Politik und sehr viel Geld unterstützt und grosszügig nährt - mehr Schmach kann wohl kaum jemand auf die Dauer ertragen! Einzig Israel hilft den Palästinensern. Doch: Es kann nicht sein was nicht sein darf!

Um so eindrucksvoller war der mutige Schritt des US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney kürzlich in Israel. Unüberhörbar und unmissverständlich bestätigte er Jerushalajim als die Hauptstadt Israels. Mit seiner Aussage trieb er nicht nur bei der palästinensischen Führung, sondern auch in Europa Zorneswut und Angstschweiss hervor. Die europäischen Medien empörten sich unisono lautstark. Der Grossteil des palästinensischen Volkes freut sich aber hinter vorgehaltener Hand, denn kaum jemand von ihnen will ernsthaft in Jerushalajim die Herrschaft der Hamas, der Hizbulla, des Abba von Shomron (Samarias), oder sonst eines islamischen Ausbeuters.

Lassen wir uns die heilsgeschichtliche Stellung Israels tiefer erschliessen. Das geschieht über das zusammenhängende Wort in der Bibel. Eine notwendige Hilfe ist uns dabei die geschichtliche Forschung, die uns heute in einer neuen, nie dagewesenen Weise, manchmal ungewollt, das prophetische Wort der Bibel bestätigt. Auch wir werden einmal Rechenschaft über unser Denken, Reden und Handeln ablegen müssen und werden entsprechend beurteilt werden. Das umso mehr, da wir die Bibel als Fundament unseres Glaubens bezeichnen. Kann es etwas Grösseres an Glaubenserbauung geben?!

In dieser wachstümlichen Glaubensfreude wünsche ich allen einen erholsamen und besinnlichen Shabbat. Shabbat Shalom!

Gregor Dalliard

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