"Es ist gut, JaHuWaH zu preisen und deinen Namen, du Höchster, zu besingen; am Morgen zu verkünden deine Gnade, und deine Treue in den Nächten.." (Ps 92,2-3).

Glaubensimpuls 40

Wer in einer Bibelkonkordanz (Nachschlagewerk) das Wort Gnade sucht, ist überrascht! Das Wort Gnade wird aussergewöhnlich oft im Umgang JaHuWaHs mit seinem auserwählten Volk Israel genannt. Was uns noch mehr berührt sind die Zusammenhänge in denen das Wort Gnade vorkommt. Zum Wort Gnade kommt Barmherzigkeit, Güte, Milde, Annahme, Wiederherstellung hinzu. Natürlich sind die gerechten Gerichte in diesen Aussagen impliziert (eingeschlossen, enthalten). Das Wort Gericht heisst im biblischen Verständnis wieder herrichten, auf den guten Weg zurückbringen. In Liebe und Gerechtigkeit, über Einsicht, Erkenntnis und Wiedergutmachung führt und begleitet uns der himmlische Vater auf den rechten Weg zurück. All diese Aussagen zeigen uns das wirkliche Wesen unseres lebendigen Vaters JaHuWaH auf. Nur bei ihm finden wir alle diese Eigenschaften. Es gibt kein Volk oder religiöse Orientierung, keine Gottheit in dieser Welt, bei der wir diese Eigenschaften, diese einzigartigen Wesenszüge finden könnten, wie wir sie bei JaHuWaH finden. “Es ist gut, JaHuWaH zu preisen und deinen Namen, du Höchster, zu besingen; am Morgen zu verkünden deine Gnade und deine Treue in den Nächten zur zehnsaitigen Laute und zur Harfe, zum klingenden Spiel auf der Zither” (Ps 92, 2-4).

Der Schreiber von Psalm 92 sprudelt nur so über, wir könnten sagen: über und über. Nicht umsonst wird dieser Psalm am Shabbat gesungen. Wir werden daran erinnert, wie JaHuWaH am Shabbat ruhte. Warum? Nachdem JaHuWaH sein wunderbares Schöpfungswerk vollendet hatte ruhte er aus, schaute es an und genoss es. “Und JaHuWaH sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag. So wurden der Himmel und die Erde und all ihr Heer (Kosmos) vollendet. Und JaHuWaH vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte. Und JaHuWaH segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das JaHuWaH geschaffen hatte, indem er es machte” (1Mo 1,31 - 1Mo 2,1-3).

Wir reden heute immer öfters darüber wie sich die Schöpfung gegen den Menschen stellt, der sie im Geiste der Habgier kaltblütig missbraucht. JaHuWaH hatte dem Menschen den Auftrag gegeben diese Schöpfung in seinem Sinne zu verwalten. “Und JaHuWaH der El, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren” (1Mo 2,15). Der Mensch soll mit dieser Schöpfung verantwortungsvoll, achtsam und schonend umgehen. Leider haben unsere Übersetzer den hebräischen Sinn des verantwortungsvollen, achtsamen und schonenden Umgangs mit der Schöpfung JaHuWaHs völlig falsch übersetzt. In 1Mo 1,26-28b ist da von herrschen die Rede. Ist es nicht das was der Mensch heute weitgehend tut? Der Mensch handelt damit ausdrücklich gegen den Wille des JaHuWaH. Ein solches Handeln hat seine Folgen. Wie gesagt, die Schöpfung stellt sich in unseren Tagen, mehr denn je, dem Treiben der Menschen entgegen, sie setzt sich zur Wehr.

Die Schöpfung ist einfach ergreifend, sie fasziniert uns. Schauen wir in die Tiefe der Meere. Durch die Meeresforschung ist uns das heute möglich. Was sich da alles herumtummelt, Wunder über Wunder. Schauen wir in einer klaren Nacht hinauf in den Sternenhimmel, in den Kosmos, wir sind sprachlos. Vom Blick in den Kosmos, hinein in den Sternenhimmel, müssen wir uns wieder unserem Planeten zuwenden, auf dem wir alle heute leben. Der Schreiber dieses Psalmes, was tut er? Er preist JaHuWaH: “Wie gross sind deine Werke, JaHuWaH! Sehr tief sind deine Gedanken” (Ps 92,6).
Da sind noch die anderen Werke des JaHuWaH. Neben den wunderbaren Werken der Schöpfung erschliessen uns die tiefen Gedanken des JaHuWaH auch den Blick im Umgang mit seinem erwählten Volk. Von der Befreiung aus dem Sklavenhaus Ägypten bis zu dieser Stunde, lassen sich endlose Werke seiner Gnade aneinanderreihen. Und sein Werk der Gnade an mir, in meinem Leben? Täglich darf ich es erleben, wenn ich will, wenn ich es zulasse! Ja, “es ist wahrlich gut, JaHuWaH zu preisen und deinen Namen, du Höchster, zu besingen; am Morgen zu verkünden deine Gnade und deine Treue in den Nächten..” (Ps 92,2-3).

Da ist aber noch ein weiterer Grund die Gnade des JaHuWaH am Morgen zu verkünden, seinen Namen zu besingen und zu preisen seine Treue in den Nächten. Ein weiteres Werk steht uns noch bevor. Die Wiederherstellung aller seiner Werke. Viele Bibelleser sind über die Redewendungen in der Bibel, die von der Vernichtung der JaHuWaH-losen, der Feinde und der Abtrünnigen sprechen, schockiert. Sie sagen, ja, das ist Altes Testament, der Gott der Rache und des Zornes, der Gott der Juden. Unser Gott, Jesus Christus, die zweite Gott-Person, ist da ganz anders. Jesus Christus ist die Liebe selbst! In diesem Psalm 92 sind es die Verse 8,10 und 12, die von der Vernichtung der Feinde sprechen und von der Schadenfreude des Schreibenden.
Zum Verständnis solcher Aussagen in der Bibel muss ich sagen: Hier liegen verschiedene grundlegende Missverständnisse in unseren christlich geprägten Köpfen vor. Auf eines dieser Missverständnisse möchte ich hinweisen. Solche Aussagen in der Bibel müssen wir in ihrer Tiefe und im Zusammenhang des ganzen prophetischen Wortes einordnen. Dann können wir sie verstehen und sind nicht mehr schockiert. Dieses Wissen wird uns mächtig von falschen, voreingenommenen Urteilen befreien.

Das Ziel des himmlischen Vaters ist es, dass einmal alle Menschen in IHM zur Ruhe kommen werden. Er, JaHuWaH, er ist der El Shaddai, der Allmächtige. Darum schafft ER das auch. IHM das absprechen zu wollen ist nicht nur witzig, es ist anmassend wie wohl kaum etwas anderes. Was haben wir oben gesagt? Das Wort Gericht heisst im biblischen Verständnis wieder herrichten, auf den guten Weg zurückbringen. In Liebe und Gerechtigkeit, über Einsicht, Erkenntnis und Wiedergutmachung führt und begleitet uns der himmlische Vater auf den rechten Weg zurück. Wenn nun Psalmschreiber, oder wer auch immer, JaHuWaH bitten, ihre Feinde zu vernichten, dann denken sie nie an die reale Vernichtung oder Auflösung dieser Menschen. Sie denken dabei auch nicht an einen Ort der nie endenden Qualen, wie an eine Hölle.
Solche Lehren stammen aus dem Heidentum. Dieses persische und griechische Gedankengut gehört zum “Neue Testament”. Das passt zur griechischen Gottheit Jesus Christus. Solche Lehren aber widersprechen dem gesamten prophetischen Wort. Jene Menschen die JaHuWaH bitten ihre Feinde zu vernichten, behalten immer deren Wiederherstellung im Auge. Sie vollzieht sich über Gerichte, Einsicht, Wiedergutmachung und Begnadigung. Ein klares Zeugnis: “Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zu JaHuWaH zurück, der ihn gegeben hat” (Pred 12,7). Das gilt für alle Menschen. “Du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder!” (Ps 90,3). JaHuWaH tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und wieder herauf" (1Sam 2,6). JaHuWaH vernichtet keines seiner Werke, auch keinen Menschen. Wenn nun Betende in der Bibel JaHuWaH bitten böse Menschen zu vernichten, dann meinen sie damit, dass ER ihrem bösen Treiben ein Ende bereiten werden wird. Dazu gibt es noch viele weitere Aussagen in der Bibel, auf die wir später noch eingehen werden.

Das ist die wunderbarste Botschaft, die wir jemals gehört haben, das grossartigste Werk seiner Gnade. Diese Botschaft lässt uns von ganzem Herzen in die Aufforderung des Psalmisten mit einstimmen: “Es ist gut, JaHuWaH zu preisen und deinen Namen, du Höchster, zu besingen; am Morgen zu verkünden deine Gnade und deine Treue in den Nächten zur zehnsaitigen Laute und zur Harfe, zum klingenden Spiel auf der Zither” (Ps 92, 2-4). Und siehe, es wird sehr gut sein!

Mit einem herzlichen Shabbat Shalom

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 18. Juli 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 24. und Sonntag, 25. Juli. Themen: “Eine neue Schöpfung” und Melchisedek. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).