Ersatztheologie – Gedanken dazu. Teil 4

Glaubensimpuls 509

Als bibelorientierte (“AT”) Menschen muss unser Fazit also das der Propheten, der Schriftgelehrten, und damit auch das des Jahushua von Nazareth sein: Mit der Ersatztheologie wollen und können wir nichts zu tun haben. Diese Theologie, bzw. Philosophie des Paulus, trennt die Menschen von der Quelle des Lebens. Bei der Quelle Jakobs (Jakobsbrunnen) sagte Jahushua der Shomronitin unmissverständlich: “Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir (die Juden) beten an, was wir kennen (JaHuWaH), denn das Heil ist aus den Juden (bei den Juden)" (Joh 4,22). Also: Halten wir es wie Jahushua. Die Juden sind das von JaHuWaH erwählte Volk. Daran werden wir nie etwas ändern können. Heute sind wir darüber froh und unendlich dankbar. “Er verkündete Jakob sein Wort, Israel seine Ordnungen und seine Rechtsbestimmungen” (Ps 147,19). Wunderbar! Über und im Glauben Abrahams führt das erwählte Volk alle Menschen zum Wesen und zu den Weisungen JaHuWaHs. Das sind die Weisungen zum Leben. Das Wesen JaHuWaHs ist Abraham zugänglich gemacht worden. Allen, die im gleichen Vertrauen wie Abraham zu JaHuWaH stehen, sind ebenso alle Verheissungen als verbindliche Zusagen gegeben. Nicht für Israel allein ist das geschehen, und nicht zur seiner Selbstverherrlichung, sondern zum Segen für jeden einzelnen und für alle Menschen.
Wir erinnern uns tagtäglich an den Auftrag JaHuWaHs an Israel: “Ich, JaHuWaH, ich habe dich in Gerechtigkeit gerufen und ergreife dich bei der Hand. Und ich behüte dich und mache dich zum Bund des Volkes, zum Licht der Nationen, blinde Augen aufzutun….” (Jes 42,6-7). “Denn Weisung geht von mir aus, und mein Recht werde zum Licht der Völker” (Jes 51,4). Das ist ein bleibender Auftrag an Israel. Das wird immer so bleiben. Kein Christ und keine christliche Theologie vermag daran jemals etwas zu ändern.
An der Quelle Jakobs verwies Jahushua die Frau an das Zeugnis der Propheten: “Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. JaHuWaH ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit (in der Treue zu JaHuWaH) anbeten.” (Joh 4,22-23). Das wird sich so erfüllen: “Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg JaHuWaHs, zum Haus des Erlösers Jakobs, dass er uns aufgrund seiner Wege belehrt und wir auf seinen Pfaden gehen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort JaHuWaHs von Jerushalajim. Und er (JaHuWaH, keine Gottheit Jesus Christus) wird richten (nach den Weisungen der Thora) zwischen den Nationen und für viele Völker Recht sprechen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht mehr wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen. Haus Jakob, kommt, lasst uns im Licht des JaHuWaH leben!” (Jes 2,3-5). Das ist die Aussage aller Propheten und Schriftgelehrten, so auch des Jahushuas von Nazareth. Ist das etwa nicht ergreifend?

Wir schliessen uns mit grosser Freude und Dankbarkeit diesem umfassenden Botschaft an. Diese Welt hat noch nie etwas Besseres vernommen: “Darum wird mein Volk meinen Namen erkennen, darum an jenem Tag erkennen, dass ich (JaHuWaH) es bin, der da spricht: Hier bin ich! Wie schön sind auf den Bergen die Füsse dessen, der frohe Botschaft bringt, der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt, der Rettung verkündet, der zu Zion spricht: Dein Erlöser (JaHuWaH) herrscht als König! Horch! Deine Wächter erheben die Stimme, sie jubeln allesamt. Denn Auge in Auge sehen sie, wie JaHuWaH (in und mit den Juden) nach Zion zurückkehrt. Brecht in Jubel aus, jubelt allesamt, ihr Trümmerstätten Jerushalajims! Denn JaHuWaH hat sein Volk getröstet, hat Jerushalajim erlöst!” (Jes 52,6-9).

Wir suchen gerne nach Erkenntnis und nach dem gesunden Umgang in den Fragen, die das aktuelle Leben und die Zukunft betreffen. Im Lichte der Bibel, des “AT"s tun wir das gerne, gerade in allem was das Wesen des prophetischen Wortes, aber auch was unser ganz persönliches Leben betrifft. Seien wir uns dabei des Zeugnisses aus Psalm 36,6-10 gewiss: “JaHuWaH, an den Himmel reicht deine Gnade, deine Treue bis zu den Wolken. Deine Gerechtigkeit ist den Bergen des JaHuWaH gleich, dein Recht der grossen Flut; Menschen und Vieh rettest du, JaHuWaH. Wie kostbar ist deine Gnade, JaHuWaH, und Menschenkinder bergen sich im Schatten deiner Flügel; sie laben sich am Reichtum deines Hauses, und mit dem Strom deiner Wonnen tränkst du sie. Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht." Einfach wunderbar und ergreifend!
Wir sind auf diesem gesegneten Weg, wenn wir diese Tatsache ernsthaft, aber mit grosser Freude und Dankbarkeit beherzigen. Wir achten auf die vielen Prophezeiungen, die uns aus dem verheissenen Segen über das Vertrauen Abrahams zugeflossen sind. Die Verheissungen sind zahlreich. Sie bestimmen unseren Glaubensweg im Alltag. Sie erfüllen uns mit immer neuer Lebenskraft. Sie überraschen uns immer wieder neu.

Die schrecklichste und schier endlos erscheinende Tragödie brach mit der Entstehung des Christentums (Papsttum, dessen religiösen und politischen Wirren mit den schlimmsten Folgen) über die Juden und die Menschheit herein. Das mag für viele schockierend und nicht nachvollziehbar sein, vor allem für Christen. Leider aber ist das so! Die Gründer des Christentums hatten das Wesen und das Geschehen der Erwählung Israels und den damit verbundenen Auftrag an die Menschheit nicht erkannt, nicht verstanden. Wir wissen aus zahllosen Zeugnissen des TaNaCHs, dass diese Erwählung, dieses Bündnis mit Israel, durch nichts jemals aufgehoben und durch niemanden ersetzt werden kann. In ihrer Treue zu JaHuWaH, zu seinem Bund und zu ihrem Sendungsauftrag konnten die Juden nicht anders, als die neue griechisch-römische Gottheit des Paulus und seiner Entourage abzulehnen. Sie hatten aus dem Juden Jahushua von Nazareth, nach dessen Tod, eine griechisch-römische Gottheit gemacht, mit dem griechisch-römischen Namen “Jesus Christus”. Wir werden nicht müde, allezeit daran zu erinnern. Die Christen bringen dieser Gottheit Anbetung entgegen, denn für sie ist ihr Jesus Christus wahrer Gott und wahrer Mensch. Gerade das macht ihn eben zu einem Götzen, zu etwas, das ganz typisch in die griechisch-römische Denkweise jener Tage passte.
Die Worte Jahushuas an die Frau bei der Quelle Jakobs, der nichts mit mit der griechisch-römischen Gottheit Jesus Christus zu tun hat, sind in diesem Kontext brandaktuell: “Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir (die Juden) beten an, was wir kennen (JaHuWaH)”. Ist das so schwer zu verstehen? Die Christen müssen bei jeder Gelegenheit an die Worte Jahushuas erinnert werden. Anstatt die Worte des Jahushua von Nazareth mit Hingabe, Freude und Dankbarkeit anzunehmen, verwarfen die Kirchengründer Jahushua und seinen Glauben, und damit die Juden. Wie taten sie das?

Unter anderem griffen sie nach der Aussage in Jirmejahu (Jeremia) 31. Wir kennen die Prophetie in Jer 31,31-40. Hier ist die Rede vom ungeteilten und ewig gültigen Bund JaHuWaHs mit Israel, bzw. mit den Juden. Er spricht von dem, was nach der gegenwärtigen babylonischen Katastrophe jener Tage, sein wird. Es war die Zeit der Könige Joshijahu (Josia), Jojakim und Zedekijahu. Nebukadnezar hatte Jerushalajim bereits belagert. Eine erste Wegführung nach Babel hatte bereits stattgefunden und es folgte nun die zweite Wegführung (Jer 39). Das Volk war auseinander gebrochen, am Boden zerstört, verzweifelt. Dieser grausame verzweifelte Zustand liess in den Herzen der meisten Juden keine Hoffnung mehr zu. Alle Verheissungen schienen zunichte gemacht. Hier nun spricht Jirmejahu diese Worte hinein, wie sie uns in Jer 31,31- 40 überliefert sind. Was sagt er mit diesen Worten? Die bestehende Bundestreue JaHuWaHs wird nach dieser entsetzlichen Katastrophe wieder neu aufblühen. Das auserwählte Volk wird in neuer Weise erstehen. Mit einer neuen Hingabe wird das erwählte Volk die Bundestreue JaHuWaHs erfahren und leben. Etwas, das im Angesicht der gegenwärtigen schrecklichen Erfahrungen, die sie unter den Babyloniern gerade machten, unmöglich schien. Die Qualität des Bundes wird neu sein, wird wie ein neuer Bund erfahren werden.

Die Gründer des Christentums rissen diesen Abschnitt aus dem Gesamtzusammenhang heraus. Sie entwickelten aus diesen Worten des Propheten eine völlig absurde und zutiefst verwerfliche Theologie. Sie sagten sich: Hier ist die Rede von einem völlig neuen Bund. Die Juden sind verworfen, verflucht, weil sie die griechisch-römische Gottheit Jesus Christus ablehnen. JaHuWaH, so lehrten und lehren sie, hat mit uns diesen neuen Bund geschlossen, die wir an die neue Gottheit Jesus Christus glauben und sie anbeten. Dieser Jahushua von Nazareth ist, Kraft der Auferstehung, von einem Juden zu einer Gottheit aufgestiegen. Weil wir das glauben, sind wir nun das Volk des JaHuWaH der Juden. Er hat uns nun an die Stelle der Juden gesetzt. Was aber taten die Gründer des Christentums? Sie beteten JaHuWaH nicht an, was ein Frevel ist. Sie verwarfen IHN. Mittelpunkt ihrer Erlösung und Anbetung wurde die neue griechisch-römische Gottheit Jesus Christus. So ist es bis heute geblieben.
Erstens haben die Gründer des Christentums das gesamtprophetische Wort überhaupt nicht verstanden. Zweitens haben sie die Umstände, unter denen Jirmejahu diese Worte zu den Juden sprach, völlig ignoriert oder ebenfalls nicht verstanden, was wohl eher anzunehmen ist. Das geht auf keinen Fall. Das ist ein nicht zu akzeptierender folgenschwerer Missbrauch, der unweigerlich von einer Katastrophe in die nächste führen musste. Was macht nun der Schreiber des Briefes an die Hebräer? Wie Paulus und seine Mitgenossen schreibt er zusammenhanglos: “Indem er von einem neuen Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber veraltet und sich überlebt, ist dem Verschwinden nahe” (Hebr 8,13). Das ist eine schreckliche und folgenschwere Lehraussage, die von einer religiösen Finsternis in die nächste führen musste. Das bestätigen uns die letzten 1'600 Jahre mehr als genug. Diese Aussage bildet das Fundament des christlichen Denkens und Glaubens. Aus der Quelle dieses Denkens und Glaubens fliessen Verachtung, Ablehnung, Verfolgung und alle die je an den Juden verübten Gräuel hervor. Das ist der Inbegriff der Ersatztheologie, auf dem alles andere aufgebaut ist. Das Verschwinden des TaNaCHs sollte mit dem Verschwinden der Juden einhergehen. Alles sollte ersetzt werden. Eine andere Absicht kennen die Gründer des Christentums nicht. Diese Lehren sind absolut satanisch und verwerflich. Entsprechend führt die Blutspur zu den entsetzlichen und grauenvollen Verbrechen an den Juden während der Nazizeit. Der Vatikan hatte 1933 mit dem Naziregime einen Bund geschlossen, ein Konkordat unterzeichnet. Ein unfassbares Geschehen, das heute kaum jemanden interessiert. Wen wundert’s?
Wir halten noch einmal fest: Die intime Gemeinschaft JaHuWaHs mit seinem erwählten Volk ist durch nichts zu ersetzen. JaHuWaH ist, war und bleibt einzigartig. Er ist nicht ersetzbar. Darum ist auch sein Volk und sein Auftrag einzigartig, nie ersetzbar, auch nicht vorübergehend oder irgendwie sonst. Was sagt uns der Gesamtkontext des TaNaCH unmissverständlich? Alle Zusprüche und Verheissungen sind seinem erwählten Volk gegeben. Über dieses Volk, das sein erstgeborener Sohn ist, werden alle Völker angesprochen werden und sich schrittweise JaHuWaH zuwenden. Welch eine umwerfende Botschaft!

Wir stimmen mit dem Psalmschreiber ein: “JaHuWaH ist Erlöser. Er hat uns Licht gegeben” (Ps 118,27). Und: “Nicht mehr wird die Sonne dir als Licht am Tage dienen noch als heller Schein der Mond dir leuchten; sondern JaHuWaH wird dir zum ewigen Licht sein und dein Erlöser zu deinem Glanz” (Jes 60,19). Lasst uns solche Verheissungen ergreifen.
Mit tiefer Freude und Dankbarkeit grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen gesegneten Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 18. Juli 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 24. und Sonntag, 25. Juli. Themen: “Eine neue Schöpfung” und Melchisedek. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).