"Er tat seine Wege kund dem Moshe, den Söhnen Israel seine Taten" (Ps 103,7.)

Glaubensimpuls 2

Die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzlage bewegt viele Menschen. Zusehends verlieren Menschen das Vertrauen zu führenden Politikern, zu Finanz- und Wirtschaftsmanagern. Wer in seinem Leben herabgestuft wird, auf einen Teiljob mit Geldverlust oder sogar in das Loch der Arbeitslosigkeit fällt, kann in einen Strudel von Verunsicherungen, Ängsten und Nöten hineingeraten. Selbst gläubige Menschen übertragen diese negativen Erfahrungen, die durch führende Menschen ausgelöst werden, nicht selten auf JaHuWaH, der sie anscheinend vor dieser Not nicht bewahrt hat. Innerlich verletzt und verbittert wenden sie sich stillschweigend von ihm ab und geben ihm kaum oder nicht mehr die Ehre, die ihm täglich gebührt. Sie stehen vor einer vermeintlichen Ausweglosigkeit. Es gibt noch andere Gründe, wie Krebserkrankung, Ehescheidung, Umzug ins Altersheim u.a.m., die Menschen in solche Situationen führen können.

Die Logik des himmlischen Vaters JaHuWaH entspricht nicht unserer Logik. Er hat den Propheten Jesaja wissen lassen: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht JaHuWaH. Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken“ (Jes 55,8-9). Warum das so ist, vermögen wir nicht in seinen Tiefen zu erfassen. Eines wissen wir, das ist allen Menschen, ausnahmslos allen bewusst: Wir all werden unser Leben hier auf erden wieder vollenden. Das allein schon lässt uns unsere Begrenztheiten erkennen. Wir verlängern heute unsere Lebensjahre, aber es bleibt dabei, wir haben keinen Zugriff über eine irdische Unsterblichkeit. Der Begrenztheiten gibt es noch viele, wie oben erwähnt. Wie gehen wir damit um? Wir sind allezeit eingeladen, aus der Beziehung mit JaHuWaH heraus, unserem Leben eine wunderbare Qualität zu geben.

Inmitten des Welttrubels, dem wir unausweichlich ausgesetzt sind und in dem wir uns oft mit letzten Kräften durchkämpfen, lässt uns der himmlische Vater teilhaben an seinen Absichten, an einem Segen für uns. Er lässt uns aber auch an seinen Endzielen teilhaben. Wir vermögen nicht alles, was uns widerfährt, im Detail einzuordnen. Durch die Propheten spricht JaHuWaH: “Wer hat den Geist JaHuWaHs ermessen, und wer ist der Mann seines Rates, den er unterwiese? Mit wem beriet er sich, dass er ihm Einsicht gegeben und ihn belehrt hätte über den Pfad des Rechts und ihn Erkenntnis gelehrt und ihn über den Weg der Einsicht unterwiesen hätte?” (Jes 40,13-15; Hi 11,7-9; 41,2; Jer 23,18; Jes 40,13-14). Der Psalmschreiber bezeugt: “Er tat seine Wege kund dem Moshe, den Söhnen Israel seine Taten” (Ps 103,7.) Weiter ruft ein Psalmschreiber aus: “Die Herrlichkeit JaHuWaHs sei ewig! JaHuWaH freue sich seiner Werke! (Ps 104,31). Auf ihn hin, auf JaHuWaH hin, bewegt sich alles, auch jede Lebenssituation, das lehren uns die biblischen Zeugen kontinuierlich und beharrlich.

Menschen wie Moshe, Mirjam, Hiob, die Propheten, Daniel, Schadrach, Meschach, Abed-Nego, Esther, David, die vielen Propheten, und die vielen Schriftgelehrten und Pharisäer, wie Jahusua von Nazareth, u.a.m., haben das Wesen des himmlischen Vaters JaHuWaH immer tiefer erkennen dürfen. Sie haben daraus gelebt. Sie lebten inmitten ihrer Ausgrenzungen, die sogar den Tod zur Folge haben konnten. Sie lebten ihr Leben gesegnet, vor allem aus dem Wissen der endzeitlichen Zielgewissheit ihres Lebens: Diese Zielgewissheit ist ihnen allen durch die lebendige Beziehung mit dem himmlischen Vater geschenkt worden. Jahushua (Jesus) ist uns in der Beziehung zum Vater das vollkommenste Zeugnis geworden.

Ein Zeugnis: Nebukadnezar, dem König von Babel wurde Folgendes gemeldet: „Nun sind jüdische Männer hier, die du zur Verwaltung der Provinz Babel eingesetzt hast, Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Diese Männer, o König, schenken dir keine Beachtung; deinen Göttern dienen sie nicht, und vor der goldenen Statue, die du aufgestellt hast, werfen sie sich nicht nieder“ (Dan 3,12). Nebukadnezar drohte ihnen über das neue Gesetz, das vor Kurzem sanktioniert worden war. Es war von Feinden der Juden durch Intrigen gegen die Juden entstanden. Der König konnte es darum nicht mehr aufheben. Der Tod durchs Feuer war darin angeordnet, für jeden, der dem König die Anbetung verweigerte. Doch siehe da ihre Antwort: „Ob unser Erlöser JaHuWaH, dem wir dienen, uns erretten kann, sowohl aus dem brennenden Feuerofen, als auch aus deiner Hand, o König, wird er uns erretten – oder ob nicht: es sei dir jedenfalls kund, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und uns vor der goldenen Statue, die du aufgestellt hast, nicht niederwerfen werden“ (Daniel 3,13-18).

Sie schauten auf das Danach! Sie lebten von dem Glauben, wie er unter anderem in Pred 12,7 bezeugt ist: “..der Geist kehrt zu JaHuWaH zurück, der ihn gegeben hat”. Aus der Beziehung Abrahams mit JaHuWaH war dieser Glaube eine zentrale Lebenskraft im israelitisch-jüdischen Volke und absolut lebendig. Das irdische Leben hat nicht das letzte Wort! In dieser Glaubenskraft durchleben auch wir die unvorhergesehenen „Zwischenfälle“ zielorientiert.

Der himmlische Vater begleitet uns durch die tiefsten Nöte unseres Lebens. Er führt uns durch sie zum Ziel der Verherrlichung. Der Prophet Jesaja kann darum voller Überzeugung ausrufen: „Siehe zum Heil wurde mir bitteres Leid“ (Jesaja 38,17).

In diesem Sinne wünsche ich Dir von Herzen eine lebendige Beziehung zu JaHuWaH, der uns in keiner Situation aufgibt, selbst wenn uns alle menschlichen Kräfte verlassen!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unseren nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein: 25. Okt. 2020; 15. Nov. 2020, jeweils um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!