Der Wille des JaHuWaH und mein freier Wille? Teil 9

Glaubensimpuls 460

Wie JaHuWaH Moshe zum Erlöser (Gott) für den Pharao und die Ägypter berufen hatte (2Mo 7,1), so sind im Laufe der Zeit viele Schriftgelehrte, Pharisäer und andere, zum Erlöser (Gott) für das eigene israelitisch-jüdische Volk berufen worden. Vor allem für solche die von JaHuWaH abtrünnig geworden waren. Das ist das eine, aber da ist noch das andere. Die Berufung Israels liegt in einem weltumspannenden Erlöser-Auftrag. Der Erzfeind der Juden, das Christentum, bekämpft mit der Lehre der Ersatztheologie (wir Christen haben jetzt den Schlüssel der Erlösung, nicht mehr die Juden), bis heute den Auftrag der Juden. Immer wieder wollen wir das erwähnen. Eindeutig spricht JaHuWaH den Juden diesen Auftrag zu, niemals jemandem anderen: “..ja, ER (JaHuWaH) spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels zurückzubringen. So mache ich dich auch zum Licht der Nationen, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde” (Jes 49,6). Jemanden zum Licht machen, heisst genau soviel, wie jemanden zum Erlöser (zum Gott) für andere setzen, damit sie zu JaHuWaH finden.

Wie andere aus dem israelitisch-jüdischen Volk, so wurde auch Jahushua von Nazareth, wie Moshe, Elijahu, Jeshajahu, Jirmejahu etc. von JaHuWaH zum Erlöser für Juden berufen. Wir erinnern uns: “Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt” (Mt 15,24). Unwissend haben uns die Schreiber des Matthäusberichtes solche Aussagen Jahushuas überliefert. Sie hatten den biblisch-prophetischen Zusammenhang dieser, und vieler anderer Aussagen Jahushuas nicht verstanden. Sie hatten solche Aussagen in ihrem ersatztheologischen (Christen ersetzen die Juden) Zusammenhang verstanden und entsprechend falsch gedeutet. Dadurch dass sie diese Aussagen erwähnen, wenn auch in einem falschen Sinn, sind sie uns in ihrer ursprünglichen Originalität im “Neuen Testament” erhalten geblieben. Weil die Schreiber des “Neuen Testamentes” den Inhalt und Zusammenhang des biblisch-prophetischen Schatzes des TaNaCH (“Altes Testament”) weder kannten noch seiner Bedeutung entsprechend zu deuten vermochten – und z. T. auch bewusst nicht wollten, ist er uns erhalten geblieben. Die Juden hatten Paulus berechtigterweise widerstanden. Er hatte nicht nur die Lehrinhalte des Jahushua von Nazareth umgedeutet, er hatte vorher sogar den Jahushua von Nazareth selbst umgedeutet und entjudaisiert. Wir erinnern uns: “..auch wenn wir früher Christus dem Fleische nach gekannt haben, jetzt kennen wir ihn nicht mehr so” (2Kor 5,16). Damit deuteten er und seine Nachfolger Jahushua und seine Aussagen für ihre Zwecke, in ihrem antijüdischen Sinn und Verständnis, um. Das war die Absicht des Paulus, der sich mit den griechisch-religiösen Traditionen herumgeschlagen hatte und schliesslich von ihnen geschluckt worden war, weil das gesamte römische Reich davon durchdrungen war.

Die Israeliten wären niemals auf den Gedanken gekommen aus Moshe einen Gott zu machen, eine Gottheit, nur weil JaHuWaH Moshe zum Erlöser (Gott) für den Pharao gemacht hatte und ihn – vor dem Pharao – mit Wundern und Zeichen entsprechend ausgestattet hatte. Er konnte sie aus Ägypten führen, erlösen, befreien, weg vom Götzendienst und einem bitteren Sklavendasein, hin zu JaHuWaH, zur Anbetung des EINZIG EINEN. Jahushua ist für viele Juden zum Weg, zur Wahrheit und zum Leben geworden. Der Weg zum Vater führt über die Inhalte des “Shma Israel” (Höre Israel) 5Mo 6,4-15) und die Inhalte des Zehn-Wortes (Zehn Gebote), der Liebe zu JaHuWaH und zum Mitmenschen (2.Mose 20,1-17). Einen anderen Weg gibt es nicht. Darauf haben wir auch schon hingewiesen. In diesem Zusammenhang konnte Jahushua, wie jeder andere Jude auch, der sich daran hielt, sagen: “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater ausser durch mich” (Joh 14,6). Im hebräischen Denken und Glauben ist jeder der mit dem geoffenbarten Lehrinhalt des JaHuWaH zusammengeht, zusammenlebt, der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ohne ihn, ohne dessen was er glaubensmässig in sich hat, kann niemand zu JaHuWaH kommen. Damit sagte Jahushua klar und unmissverständlich, dass er in allem die Weisungen JaHuWaHs in seinem Herzen trägt, im Leben beachtet und tut. Genau das Gegenteil dessen, was Paulus und die weiteren Kirchengründer aus ihm gemacht haben.

Weil sie solche Aussagen Jahushuas, wie sie in Joh 14,6 u.a.m. überliefert sind, nicht in dem israelitisch-jüdischen Denken und Zusammenhang einzuordnen und zu deuten vermochten und z. T. später auch nicht wollten, machten die Kirchengründer aus Jahushua von Nazareth einen Gott, eine Gottheit, die später der ersten und der dritten Gottheit in nichts nachstehen sollte. Von den Gründern der Kirche, den Kaisern und den Konzilien wurde die Anbetung dieser Gottheiten, der drei Gott-Personen, der Trinität, absolut gefordert. Die Juden bemühten sich sehr, die in den griechischen Philosophien erzogenen abtrünnigen Juden zurückzuführen, wie JaHuWaH geboten hatte. Zu ihnen gehörte, allen voran, Paulus, aber auch viele andere. Mit ihnen zusammen versuchten sie auch griechisch denkende Philosophen **über das Denken der Juden und das Verständnis des biblisch-prophetischen Wortes aufzuklären. Wie reagierte Paulus? Kurzerhand verfluchte er die Juden: “er sei verflucht” (Gal 1,8,9; 1Kor 16,22).

Wie wir bereits des Öfteren gehört haben, war Paulus in der griechischen Denkweise erzogen worden. Vermutlich waren es seine Eltern, die aus ihm aber einen JaHuWaHtreuen Juden machen wollten. Deshalb hatten sie ihn später zur Ausbildung von der griechisch geprägten Stadt Tarsus nach Jerushalajim gesandt. Eine Zeit lang entwickelte er sich zu einem jüdischen Fanatiker. Das aber war alles nur von kurzer Dauer, hielt nicht lange an. Er verfiel schnell wieder dem Geist der griechischen Philosophenschulen in Tarsus und ihren griechisch-philosophischen Göttervorstellungen. Darum entriss er den Juden den äusserst gesegneten Pharisäer, Rabbi und Schriftgelehrten Jahushua von Nazareth, und machte aus ihm eine heidnisch-griechische Gottheit, von einer Gottheit in eine Jungfrau gezeugt, die mit ihrem Blut, wie andere Gottheiten auch schon, die ganze Menschheit erlöste. Wir haben darüber verschiedentlich geschrieben. Uns sollte damit klar werden, warum JaHuWaH das Herz der meisten Christen verhärtet hat. Die Architekten des Christentums hatten sich irgendwann definitiv für den griechischen Weg entschieden, gegen JaHuWaH und Jahushua von Nazareth. Selbst nach bald 2000 Jahren der ununterbrochenen angebotenen Gnade – über viele Juden – ist in ihren Kirchen und Gemeinschaften keine Abkehr vom griechischen Geist des Paulus-“Evangeliums” festzustellen. Überall aber vollziehen einzelne Menschen eine Abkehr von diesem heidnisch-religiösen Höllenstress und laufen in die ausgebreiteten Arme des Abba JaHuWaH.

Mit den Worten des Propheten Jeshajahu grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen Shabbat des Segens: “Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, ohne Erbarmen sein gegenüber ihrem leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergisst: Ich vergesse dich nicht. Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände” (Jes 49,15-16). So ist es, wunderbar. Also vorwärts! Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zum nächste Bibeltreffen in Finsterhennen ein: am 19. Juli und am 16. August 2020 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Samstag 26. und Sonntag 27. September 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und David. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen. Wegen des Coronavirus wird das Treffen bis auf weiteres verschoben. Über das nächste Treffen werden wir euch auf diesem Weg informieren.