Der Wille des JaHuWaH und mein freier Wille? Teil 8

Glaubensimpuls 459

“Und JaHuWaH sprach zu Moshe: Siehe, ich habe dich für den Pharao zum Erlöser (Gott) eingesetzt” (2Mo 7,1) Das Wort Gott ist kein biblisches Wort. Es ist die Bezeichnung der heidnischen Götter, Gott-Personen. Das israelitisch-jüdische Volk kennt den Namen JHWH/JaHuWaH, d. h. der “ICH BIN” (2Mo 3,14), jener, der Erlöser ist, der hilft. Besser und verständlicher: der bei dir Seiende, oder der Seiende, der bei dir ist. Ist das nicht umwerfend? “Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist meine Benennung von Generation zu Generation” (2Mo 3,15). “Ich bin JaHuWaH, das ist mein Name; ich überlasse die Ehre, die mir gebührt, keinem andern, meinen Ruhm nicht den Götzen” (Jes 42,8). Natürlich gibt es noch Eigenschaften JaHuWaHs, die dem Namen JaHuWaH angehängt werden, wie JHWH M’kadesch – JaHuWaH der heiligt (Hes 37,28); JHWH Yireh – JaHuWaH sieht (1Mo 22,14); JHWH Nissi – JaHuWaH mein Banner (2 Mo 17,15). JHWH Shalom – Schöpfer des Friedens (Ri 6,24); JHWH Zidkenu – JaHuWaH, unsere Gerechtigkeit (Jer 33,16); JHWH O’senu – JaHuWaH, der uns geschaffen hat (Ps 95,6). Aber wie gesagt, das sind Eigenschaften JaHuWaHs, die sein Wesen ausmachen. Auch die Benennungen Elohim und El sind im Namen JaHuWaH drin.

JaHuWaH ist also kein Gott, also keine vergängliche heidnische Gottheit. Darum sollten wir aus Ehrfurcht und Dankbarkeit JaHuWaH nie Gott nennen, auch keine andere Bezeichnung. Jede andere Bezeichnung als den Namen JaHuWaH oder Erlöser, macht ihn den Göttern gleich, engt JaHuWaH ein. Es ist eine Entwürdigung seines Wesens, eine Verächtlichmachung, kommt einer Schändung gleich. Doch die meisten Gläubigen sind sich dessen überhaupt nicht bewusst. Sie sind dermassen auf das fixiert, was bekannte Lehrer sagen, als auf die Beziehung zu JaHuWaH. Falsche Bezeichnungen resultieren meistens aus einer falschen Frömmigkeit, die oft auf einer verkehrten Beziehung oder Beziehungslosigkeit mit JaHuWaH hindeuten lässt. Es ist eine Ausgrenzung JaHuWaHs aus der Mitte unseres täglichen Lebens, ein Zeugnis verkehrter Frömmigkeit, das Äusseres höher bewertet als den Inhalt. Der Prophet Jirmejahu (Jeremia) bezeugt in schwerster Zeit: “Ihr Erlöser ist stark, JaHuWaH der Heerscharen ist sein Name.” (Jer 50.34).

JaHuWaH ist nicht nur der Erlöser Israels, er hat immer wieder Menschen aus seinen Reihen für andere, selbst innerhalb seines Volkes, als Erlöser berufen. Die Bibelschreiber überliefern uns dieses zentrale Verständnis. Es ist ergreifend und wir sind dankbar, haben sie es uns überliefert. Moshe wusste nämlich, dass ihn die treu gebliebenen Israeliten in Ägypten fragen würden: Was ist sein Name? (2Mo 3,13). Bedenken wir, dass selbst nach rund 400 Jahren viele Israeliten, umgeben vom anhaltenden ägyptischen Götzendienst, erniedrigt und ausgebeutet, im Vertrauen auf JaHuWaH lebten und an die Verheissungen des Segens an Abraham, im Herzen und in der Tat bewahrten. Dieses Vertrauen hat sich bewährt und die Früchte sind heute gross in der Welt. Eigentlich hat JaHuWaH mit der Erlösung Abrahams das ganze auserwählte Volk zum Erlöser für diese Welt gemacht, berufen. “..ja, er spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels zurückzubringen. So mache ich dich auch zum Licht der Nationen, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde” (Jes 49,6).

Nun, was will das heissen, wenn uns die Bibelschreiber diese Worte überliefern: “Siehe, ich habe dich für den Pharao zum Erlöser eingesetzt” Das heisst, ich lasse den Pharao, über dich, Moshe, mein Wesen, meine Kraft, meine Hilfe und mein Ziel mit der Menschheit erfahren. Über die Wunder und Zeichen – und dann die praktische Befreiung, mit dem Auszug der Israeliten aus “deinem” Land – offenbare ICH dir, Pharao, wer der ICH BIN ist und wohin er führt – Es soll damit aber auch das prägende Zeugnis für die ganze Nachwelt werden und bleiben. Über die Verstockung des Pharao, und meine Verstockung, die ich hinzufüge, verherrliche ich mich vor dir, Pharao – durch dich, vor allen umliegenden heidnischen Nationen und vor der Welt für alle Zeiten. Der Pharao sollte erkennen wie nichtig und vergänglich irdische Macht und heidnische Rechtsordnungen sind. Er soll die zerstörerischen Folgen erkennen, die aus der Lehre und der Praxis der Götter-Inkarnationen und der vielen Götterkulte ist. Er soll erkennen wie verheerend sich die Nichtanbetung JaHuWaHs, die Nichtbeachtung seiner Lebensordnungen, und die Gehorsamsverweigerung JaHuWaH gegenüber – auf die Generationen auswirkt. Er soll JaHuWaH und die wahren Werte des Lebens erkennen und welchen Segen sie den Menschen bringen.

Kaum waren die Israeliten aus Ägypten ausgezogen, bekamen sie am Sinai das Zehn-Wort (Zehn Lebensweisungen, Zehn Gebote). **Die ersten drei Weisungen enthalten den Schlüssel, der uns den Zugang zu den Verheissungen an Abraham erschliesst. Beachten wir sie, werden wir glückliche Menschen sein. Der Segen folgt auf Schritt und Tritt. Der innere Frieden wird etwas sein, das dir und mir nichts und niemand rauben kann und wird. Wir werden immer wieder neu zu dem inneren Frieden zurückfinden, ihn immer wieder neu finden, selbst dann, wenn er uns gelegentlich, oder auch für eine längere Zeit, abhanden gekommen ist. Mag es in deinem Leben gelegentlich noch so entbehrungsreich, noch so schlimm zu- und hergehen, mögen Fragen und Zustände ungelöst bleiben. Der “ICH BIN” ist da, der bei dir und mir Seiende. Magst du manchmal noch so verunsichert sein und versagende Perioden durchschreiten, Der “ICH BIN” ist da, der bei dir und mir Seiende.
Die Psalmen legen ein aufrichtiges Zeugnis davon ab, dass der “ICH BIN”, da ist. Das Zeugnis des David, u.a. im Psalm 23, ist ein so realistisches Zeugnis. Das hat rein gar nichts mit patriarchalischen Glaubensvorstellungen zu tun, sondern mit Segen und dem inneren Frieden, der fest gegründet ist und bleibt.

“JaHuWaH sprach zu Moshe: Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen: JaHuWaH segne dich und behüte dich. JaHuWaH lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. JaHuWaH wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden. So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen” (4Mo 6,24-27). So lasst uns denn diesen uralten bewährten Segen über alle sprechen, über jene, die uns nahe sind und über jene in der Ferne, über jene, die verzagt sind und über jene, die sich freuen, über jene, die uns ärgern und über jene, die uns lieben, über die nicht Wollenden und die Wollenden. Sind wir etwa nicht im Geiste Abrahams in JaHuWaH neu geboren, damit wir den Segen zum Fliessen bringen? Tun wir es!! Hat etwa der Segen etwas an seiner Wirksamkeit verloren? Oh nein! Der “ICH BIN” ist da. Shalom! Allen wünsche ich einen segensreichen Shabbat. Mit lieben Grüssen

Gregor Dalliard

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