Der Shomer – der Wächter. Teil 4

Glaubensimpuls 472

Alle Christen hängen an der Brust des Vatikans: Sie glauben und leben aus der Ersatztheologie. Sie haben von ihren Grundlehren her gar keine andere Wahl. Mögen sich einzelne Freikirchen und christliche Gemeinschaften in einigen Lehren noch so sehr vom Vatikan abgrenzen wollen und sich noch so sehr bemühen sich judenfreundlich zu geben – sie bleiben an der Brust des Vatikans hängen. In ihrem Wesen bleiben sie katholisch. Das Ganze ist unecht. Wer katholische Irrlehren reformiert, bekommt nicht etwa die Wahrheit, sondern er bekommt reformierte katholische Irrlehren. Es bleibt eine Heuchelei, denn ihr Ziel bleibt: Juden können nur durch das Blutopfer von Golgatha, durch das Blut eines Gott-Menschen, der wahrer Mensch und wahrer Gott ist, den sie nach Paulus Jesus Christus nennen, gerettet werden. Der katholische Theos hat, anders ausgedrückt, einen angeblich sündlosen Juden für die Sünden der Welt geopfert. Das ergibt sich aus der christlichen Grundlehre.
Seit der Entstehung der Kirche wird den Christen – aller Schattierungen – dieser griechisch-mythologische Irrsinn, als Ersatztheologie, eingeimpft. Jede liturgische Feier, jeder Gottesdienst, enthält diese tödliche Mischung des ersatztheologischgen, antisemitischen Wesens. Daran führt kein Weg vorbei, bei keiner der christlichen Kirchen und Gemeinschaften. Diese ewig gefeierte antisemitische Ersatztheologie, schliesst in Zukunft einen neuen Holocaust nicht aus. Sie birgt allezeit dieses Potential in sich, solange das Christentum nicht bereit ist seine Heilslehre, die auf der Mischung von Mythologie und Ersatztheologie aufgebaut ist, aufzugeben. Jahrein, jahraus, wird den Christen in den Gottesdiensten dieses tödliche Gemisch unbemerkt und konsequent verabreicht. Trotz verschiedener Prozesse der Annäherung, die zum Teil in aufrichtiger Absicht geschehen, bleibt – unter diesen Gegebenheiten – alles eine fromme Katastrophe.

Die Kirchengründer führten sehr früh die sakramentale Beichte ein. Was heisst das? Die christlichen Bischöfe gelten im Christentum als Nachfolger der Apostel. Das stimmt natürlich nicht, denn die Apostel waren alle jüdische Schüler des Rabbi Jahushua von Nazareth, so wie das bei den Juden üblich war und ist. Zwischen Talmidim und Aposteln gibt es einen himmelweiten Unterschied, denselben Unterschied nämlich, den es auch zwischen Juden und Christen gibt. Apostel hat es noch nie gegeben; sie sind eine katholische Erfindung. Ein Rabbi war von seinen Schülern umgeben. Jahushua selbst war Schüler des hochangesehenen und weisen jüdischen Rabbi Hillel. Ein Jude wusste nichts von einer sakramentalen Beichte und einer sakramentalen Absolution durch einen Priester. Genauso wie ein Jude, und dies trifft auch auf Jahushua von Nazareth und seine Schüler zu, nichts von einer christlichen Taufe wusste. Der Kohen Jochanan (Johannes) BarSacharjahu, Sohn des Zacharias hatte Jahushua eine jüdische T’vilah (Zeichen der Glaubenserneuerung) gegeben, aber keine christliche Taufe. Diese Missbräuche und Umdeutungen wurden in den ersten Jahrhunderten systematisch und zielstrebig – gegen die Juden – vorgenommen. Zu solch folgenschweren Missbräuchen gehört auch der folgende Text, mit dem sich der nach Macht strebende Bischof von Rom (später Papst genannt), bleibendes Ansehen und Autorität angeeignet hatte: “Und als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist! Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wenn ihr sie jemandem behaltet, sind sie ihm behalten” (Joh 20,22-23). “Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr etwas auf der Erde bindet, wird es im Himmel gebunden sein, und wenn ihr etwas auf der Erde löst, wird es im Himmel gelöst sein” (Mt 18,18). Aus dem jüdischen Kontext gezerrt, entwickelten die Gründer des Christentums daraus eine sakramentale Vollmacht der Sündenvergebung, der sich jeder Getaufte zu unterziehen hat, will er nicht in der Hölle enden. Das ist heute noch so! Jahushua von Nazareth und seine Bibelschüler, alles Juden, wurden kurzerhand zu Christen gemacht und damit zu den Begründern der sakramentalen Beichte. Über dieses Mittel der Beichte konnte der Vatikan ein perfektes Spionagenetz aufbauen, dem im Laufe der Geschichte zahllose Menschen grausam zum Opfer gefallen sind. Die Bibel aber (das “Alte Testament”) lehrt uns schlicht und einfach: “Der (JHWH, keine Gottheit Jesus Christus, und kein Priester) da vergibt alle deine Sünde” (Ps 103,3). “Ich, ich bin es, der deine Verbrechen auslöscht um meinetwillen, und deiner Sünden will ich nicht gedenken” (Jes 43,25). Im Leben Davids wird uns diese Tatsache einwandfrei vor Augen geführt. Einzig die Einsicht in das verkehrte Handeln, das schwere Vergehen, und die Bereitschaft von solchem zu lassen, spricht den Menschen vor JHWH frei.

Wie wir bereits wissen, hatte schon Paulus aus dem Juden Jahushua von Nazareth die griechische Gottheit Jesus Christus gemacht: wahrer Mensch und wahrer Gott: “..wenn wir Christus auch nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr so. (2Kor 5,16b). (Übrigens: “Paulus” hatte Jahushua von Nazareth nie nach dem Fleisch gekannt. Eine Irreführung mehr!) Jeder Priester kann, weil er von einem Bischof (als angeblicher Nachfolger der Apostel) geweiht ist, die Menschen von ihren Sünden freisprechen, wann immer er will. Er muss das vorgeschriebene sakramentale Ritual genau einhalten, dann wirkt es. Er kann einem Sterbenden die Generalabsolution erteilen, so dass er nach dem Tod direkt in den Himmel kommen kann. Davon machen viele Mafiabosse regen Gebrauch. Trotzdem muss der katholische Christ noch ins Fegefeuer, aus dem er sich durch Erbschaften an die Kirche, durch Ablässe und Jahrzeiten frei kaufen kann – bis zu diesem Tag! Dem Vatikan schwemmt dieser fromme “Gnadenerweis” des Papstes – als Nachfolger Petri!! – unfassbaren Reichtum zu.(Ein in Leser schrieb mir: “Diese Erbschaften usw. sind folglich Schmiergeld für den Himmel.”
Nach der katholischen Lehre setzte Jesus Christus das Sakrament der Beichte mit folgenden Worten ein: “Empfangt den Heiligen Geist ! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.” (Joh 20, 22-23)

Die Kirchengründer führten die sakramentale Beichte, mit dem Ritual einer sakramentalen Absolution ein. Damit unterwanderten und verhinderten sie schliesslich das gesunde israelitisch- jüdische Verständnis von Recht und Gerechtigkeit unter den Christen. An deren Stelle entwickelte sich unter den Christen eine völlig verstellte moralische Lebenshaltung, ein zwiespältiges Benehmen. Eine Scheidung zwischen kirchlichem Leben und dem Alltagsleben. Hier die Einhaltung der sakramentalen Rituale und Pflichten, die vom Klerus vorgegebenen sind, dort ein Alltagsleben, das sich von einer gesunden Ethik und Moral völlig unterscheidet. Die sakramentale Beichte mit der sakramentalen Absolution macht vor Gott alles okay. Ich kann mit meiner Doppelmoral weiterfahren, habe im Falle des Todes nichts zu befürchten. Der biblische Shomer ging – und geht – gegen eine solche fromme Verführung und Irrfahrt vor, was immer ihn das kostet und gekostet hat. Für diese Menschen, sind wir unendlich dankbar.

Dank der treuen Shomrim dürfen auch wir heute an der tiefen Freude von Sukkot teilhaben. Allen wünsche ich von Herzen besinnliche und gesegnete Tage. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).