"dein Reich komme" (Matthäus 6,9d)

Glaubensimpuls 30

Das Wesen und die Ordnungen des himmlischen Vaters sollen einmal sein ganzes Schöpfungswerk durchdringen (vgl. 5Mo 32,39; Jes 65,17 u.a.m.). Ohne dieses geoffenbarte Ziel hätten wir es mit einem wankelmütigen, unnützen Götzen zu tun. Seine Werke wären ihm über den Kopf gewachsen und für immer misslungen! Nun ein paar Gedanken zu Mt 6,9d.

Die Bitte „dein Reich komme“ gehört darum bis zum heutigen Tag zum festen israelitisch-jüdischen Gebetsinhalt, zum Evangelium des JaHuWaH, das Jahushua mit ganzer Hingabe predigte, bis zum römischen Pfahl – in noch so jungen Jahren. Diese Bitte gehört heute auch zu unserem zentralen Glaubensinhalt. Diese Bitte ist mit der endgültigen Herrschaft JaHuWaHs verbunden. Sobald sie Realität werden wird, sobald sie sichtbar geworden ist, wäre der Sinn der Erwählung und der Auftrag Israels bei den Menschen angekommen. Der Überrest Judas (Juden) hat wegen seiner Auserwählung und seines Auftrags in dieser Welt – zu allen Zeiten – unsägliches Leid erdulden und erleiden müssen, vor allem von Seiten der Getauften.

So erwarten die gläubigen Juden das vom himmlischen Vater seit ewigen Zeiten verheissene Messianische Reich. Seit der Untreue und dem Ungehorsam Adams und Evas erwarten sie dieses Reich, angefangen von Adam und Eva selbst (vgl. 1Mo 4,1.25-26 usw.). Wegen dieser Verheissung des himmlischen Vaters ist ein Überrest von Juden der Thora treu geblieben, durch alle Jahrhunderte hindurch. Mit diesem Teil des jeweiligen gläubigen Überrestes beschritt und beschreitet der himmlische Vater einen aussergewöhnlichen Weg. Die ungläubigen, säkularen Juden werden wohl oder übel mitgerechnet, wenn sie sich als Juden bezeichnen, obwohl sie nicht als religiös verstanden sein wollen. Kurz vor seinem Tod sollte Moshe ihnen diesen künftigen Weg offenbaren: „Und es wird geschehen, wenn all diese Worte über dich kommen, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Nationen, wohin JaHuWaH, dein Erlöser, dich gebracht hat, und du umkehrst zu JaHuWaH, deinem Erlöser, und seiner Stimme gehorchst nach allem, was ich dir heute befehle, du und deine Kinder, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, dann wird JaHuWaH, dein Erlöser, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen. Und er wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin JaHuWaH, dein Erlöser, dich zerstreut hat“ (5Mo 30,1-3).

Unter den jeweils Zerstreuten kehrte ein grosser Überrest um, tat Teshuwa, d. h. Busse, ging in sich, erlebte eine neue Hinwendung und Hingabe an JaHuWaH, ging zurück zu JaHuWaH ! Zu wem sollten sie, die unter allen Völkern zerstreut lebten, umkehren, zurückkehren? Zu Jahushua von Nazareth, als der neuen Gottheit Jesus Christus des Paulus? Nein! Diese göttliche Ordnung hat mich noch vor einigen Jahren entsetzt und fragend gemacht. Man lese und staune: "..und du umkehrst zu JaHuWaH deinem Erlöser und seiner Stimme gehorchst nach allem, was ich dir heute befehle.." (Vers 2). Achten wir darauf, sie sollen umkehren zum Inhalt der Thora “nach allem, was ich dir heute befehle”, zu den Weisungen JaHuWaHs! Sie sollen die Thora verstehen und deuten lernen. Darum gab es zu jeder Zeit, und bis in unseren Tagen, gläubige Juden. Ist das nicht wunderbar?
Sein Reich wird zuerst dort Realität wo Menschen bei JaHuWaH sind, oder zurückkehren zu IHM. Sie sollten – jeder für sich, ganz persönlich – in seinem Reich sein und damit gleichzeitig seine kommende Herrschaft im Messianischen Reich erwarten und anstreben.

Paulus predigte die Lehre von der Auferstehung des Jahushua. JaHuWaH hätte ihn mit der Auferstehung zum König und Richter der Welt gemacht, so lehrte er. Seine Wiederkunft als König stünde gleich bevor. Er würde als Richter und König gleich wiederkommen und sein Reich aufrichten. Wegen dieser Lehre waren die Christen von dem römischen Machtapparat grausam verfolgt worden. Sie vermuteten unter den Christen eine Umsturzbewegung gegen den herrschenden römischen König, bzw. Kaiser. Diese Lehre aber erwies sich spätestens 3 Jahrhunderte nach dem Tod des Jahushua von Nazareth als ein grausamer Irrtum. Dieser Irrtum warf die Christen in ein geistiges Chaos, in eine geistige Leere. Was war die Folge davon? Die führenden Christen unterwarfen sich schrittweise dem römischen König, bzw. Kaiser und seinem Reich. Von nun an machten die Getauften gemeinsame Sache mit dem Kaiser, gegen die Juden. Der römische Kaiser Konstantin kam ihnen entgegen, mit der Absicht sich irgendwann taufen zu lassen. Er ist Heide geblieben, trotz des Taufrituals gegen Ende seines Lebens. Damit übernahm er die Führung der Christen. Er berief Konzilien ein, um die enttäuschten und tief zerstrittenen Christen zu einigen. Ein so grosses Reich wie das römische brauchte religiöse Einheit, wollte es bestehen bleiben. Das war dem Kaiser wohl bewusst. Später übernahm der Bischof von Rom, als Papst, die Macht der “Einheit”. Das alles schlug sich sehr negativ in den sogenannten “Evangelien” nieder – gegen die Juden, die von einer solchen Einheit nichts wissen wollten. Gemäss dem biblisch-prophetischen Zeugnis war und ist ihr König – durch alle Jahrtausende hindurch – JaHuWaH, und das wird immer so bleiben. Für sie gab es weder einen römischen König noch einen Christus-König der Christen.

Die gläubigen Juden lehnten, im Unterschied zu den Getauften, jede Form von Götzendienst ab, ganz besonders aber den frommen Kaiserkult. Obwohl sie ehrliche und redliche Menschen waren, weigerten sie sich an den religiösen Zeremonien für Kaiser und Götter teilzunehmen. Weil sie sich weigerten an den religiösen Zeremonien für Kaiser und Götter teilzunehmen, wurden sie für jedes Unheil, das sich innerhalb des römischen Reiches ereignete, für schuldig erklärt. Sie galten als Atheisten, weil sie den vielen Göttern im römischen Reich die Anbetung verweigerten.
Allen war klar, das war jeweils die Rache der Götter auf den Unglauben der Juden. Das machte die Juden überall, unter allen Völkern im römischen Reich verhasst - und so ist es in Europa geblieben – bis zum heutigen Tag.
Durch schwerste Verfolgungsmethoden, durch das regelmässige Abbrennen von Beth HaKnesseth, von Thora-Rollen, des TaNaCH, “AT”, durch Vertreibungen und laufende Zwangstaufen versuchten die Getauften die Juden in dieser Welt auszulöschen. Wären alle Juden in der Zerstreuung dem christlichen “König” Christus gefolgt, wären sie den Getauften des römischen Staatskirchentums gefolgt und in sein “Reich” eingegangen, indem sie sich hätten taufen lassen, dann gäbe es schon lange keine Thora-treuen Juden mehr. Wir hätten keine Kenntnis mehr über den Willen und das Reich des himmlischen Vaters JaHuWaH. Der unermessliche Schatz der prophetisch-heilsgeschichtlichen Wortes wäre uns für immer verloren gegangen. Wir würden weiter unter der Herrschaft der Päpste im religiösen und wirtschaftlichen Dunkeln tappen, wie im Mittelalter. Es hätte keine Entwicklung gegeben. Dank der Treue und der unablässigen Ausdauer der Juden gab es immer wieder Entwicklungen – lichtvolle Durchbrüche – hin zum Willen des JaHuWaH, hin zu seinem Reich: “dein Reich komme” (Matthäus 6,9d).

“Und dein Volk, sie alle werden Gerechte sein, werden das Land besitzen auf ewig, ein Schössling der Pflanzung JaHuWaHs, ein Werk seiner Hände, zu seiner Verherrlichung” (Jes 60,21). “Und es wird geschehen: Alle Übriggebliebenen von allen Nationen, die gegen Jerushalajim gekommen sind, werden Jahr für Jahr hinaufziehen, um den König, JaHuWaH der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest (Sukkot) zu feiern” (Sach 14,16).
Es wird eine Glaubensernte von globalem Ausmass sein! Am Feste Sukkot (Laubhüttenfest), am Fest der grossen Herbsternte, feiern die gläubigen Juden jedes Jahr in prophetischer Weise diese kommenden alles übertreffenden Ereignisse. JaHuWaH ordnete für alle Berufenen dieses prophetische Fest bis zu seiner Erfüllung an. Darum feierte Jahushua das Laubhüttenfest mit grosser Ergriffenheit und Inbrunst. Jahushua rief aus: “An dem letzten, dem grossen Tag des Festes (Laubhütten), aber stand Jahushua und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke. Wer meinen Worten glaubt (nicht:an mich) wie die Schrift sagt (nicht: gesagt hat), aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fliessen” (Joh 7,37-38). “Wie die Schrift sagt”, d. h. wie der TaNaCH (“AT”) sagt, nicht wie Paulus und seine Leute sagen! Die Umdeutung dieses Verses 37 durch Hieronymus, an die Irrlehre des Paulus, muss wieder zurückgedeutet werden in seinen ursprünglichen biblisch-prophetischen Sinn. Das ist Lebensqualität. Wunderbar!

In dieser erlösten Freude wünsche ich allen einen gesegneten Shabbat! Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 18. Juli 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 24. und Sonntag, 25. Juli. Themen: “Eine neue Schöpfung” und Melchisedek. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).