"...dass er alles Wohlgefallen... in Kraft vollende" (2. Thess 1,11b)

Glaubensimpuls 19

Paulus schreibt den Christen von Thessalonich: „Deshalb beten wir auch allezeit für euch, dass unser Gott euch würdig erachte der Berufung und dass er alles Wohlgefallen (Wohlmeinen, Freude) an der Güte und das Werk des Glaubens in Kraft vollende, damit der Name unseres Herrn Jesus in euch verherrlicht werde und ihr in ihm, nach der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus“ (2. Thess 1,11-12). Öfters ist in der Bibel die Rede vom wohlgefälligen und freudigen Wirken des himmlischen Vaters an seinem auserwählten Volk und an uns Menschen. Alles soll zur Verherrlichung des Namens JaHuWaH dienen, weil wir dadurch alle am Segen Abrahams teilhaftig werden. Dieser Segen tut uns gut, den brauchen wir zu einem geborgenen und zufriedenen Leben. “Die ganze Erde wird dich anbeten und dir Psalmen singen; sie wird deinen Namen besingen” (Ps 66,4). Was aber macht Paulus? Er dreht die Botschaft um und lehrt: “damit der Name unseres Herrn Jesus in euch verherrlicht werde.”

In seinem “Evangelium” missbraucht Paulus durchgehend den Namen, das Wesen und den Heilsplan des JaHuWaH. Ebenso missbraucht er auch den Namen des Juden Jahushua von Nazareth – wie immer natürlich – gegen die Juden gerichtet.
Durch die Predigt des Paulus in der Beth HaKnesseth (Synygoge) von Thessalonich wurden viele Heiden Christen, von den Juden nur einige wenige (vgl. Apg 17,1-4). Er wollte ihnen anhand des TaNaCH beweisen, dass Jahushua von Nazareth der verheissene Messias sei. Möglicherweise waren jene, die hier als Juden bezeichnet werden, Griechen, die vor kurzer Zeit zum Judentum übergetreten waren oder vor dem Übertritt zum Judentum standen und darum die tieferen Zusammenhänge des prophetischen Wortes noch nicht zu fassen vermochten. Diese Griechen hatten sich bis dahin wohl auf den EINZIG EINEN JaHuWaH und die ethischen Werte der Juden konzentriert, denn die hatten es ihnen angetan. Bisher hatten sie sich wohl kaum mit den Dingen auseinandergesetzt, die das Messianische Reich betreffen. Darum hatte Paulus ein so leichtes Spiel bei den Griechen.

Aber auch in Beröa waren es mehrheitlich Griechen, die dem “Evangelium” des Paulus hörig wurden: “Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte. Viele nun von ihnen glaubten, und von den griechischen vornehmen Frauen und Männern nicht wenige” (Apg 17,11-12). Offenbar forschten diese Griechen mit Bereitwilligkeit im Wort. Das wollen wir ihnen keineswegs absprechen. Aber was haben sie als Griechen vom zusammenhängenden prophetischen Wort wohl verstanden? Soviel wie nichts, trotz der besten Absichten, denn sonst hätten sie Paulus widerstehen müssen. Wie überall, wo Paulus am Shabbat die Synagogen betrat und die Anwesenden mit seinem neuen “Evangelium” konfrontierte, kam es jeweils, nach einem oder mehreren Besuchen, zum definitiven Bruch.

Die Juden waren so fair und liessen ihn überall reden. Recht schnell durchschauten sie die Verkehrtheit und den Widerspruch seines “Evangeliums”. Sie mussten ihm entgegenhalten, blieben der Lehre des TaNaCH treu. Die meisten der Konvertiten waren Griechen gewesen, denen der Durchblick fehlte. Geschickt vermittelte Paulus ihnen sein “Evangelium” als prophetisch belegtes Wort. In Thessalonich und Beröa liessen sich viele Griechen auf die auferstandene neue Gottheit Jesus Christus taufen. Damit entstand das Christentum in dieser Stadt.

Nun warteten sie auf die vom Paulus angesagte, gerade bevorstehende Wiederkunft der auferstandenen neuen Gottheit Jesus Christus, die er überall predigte und auf die sie getauft worden waren. Sie hatten natürlich keine oder kaum eine Ahnung, was die Juden wirklich glaubten. Ihnen war Inhalt und Bedeutung des Messianischen Reiches im prophetischen Heilsplan JaHuWaHs fremd. Mit seinem falschen “Evangelium” suggerierte Paulus ihnen lauter fromme Dinge, die dem TaNaCH und der Realität des Lebens völlig widersprechen. Das Verwirrende an der ganzen Sache war: Er berief sich in seiner Predigt laufend auf den TaNaCH, auf JaHuWaH und auf den Juden Jahushua von Nazareth, den er allerdings nicht mehr als Jude, sondern als auferstandene und wiederkommende neue Gottheit, als Jesus Christus, predigte. Die Juden seien nicht mehr in Verbindung mit dem Abba JaHuWaH, nicht mehr im Wohlgefallen des Schöpfers Himmels und der Erde. Der Grund: Sie, die Juden, lehnten sein “Evangelium” mit dem Glauben an das menschliche Blutopfer Jesus Christus, ab, ebenso die Taufe auf seinen Namen. Sein Jesus Christus sei der neue endzeitliche und einzige Weg der Versöhnung mit JaHuWaH. Die bleibende Gemeinschaft mit JaHuWaH gäbe es nur über seine Gottheit Jesus Christus und die Taufe.
Das Gericht über die ganze Menschheit stünde kurz bevor. Ihm sei dieses Geheimnis, das bis dahin verborgen gewesen sei, nun offenbart worden. Das bevorstehende Höllengericht sei angesagt, es stehe nun kurz vor der Tür. Es werde für jeden wirksam, der sich seinem Evangelium nicht unterwerfe. Mit endlosen Schmeicheleien und falschen Versprechen umgab er sie. Sie, die Getauften seien jetzt an die Stelle der abtrünnigen Juden gesetzt. Sie seien nun die Söhne des JaHuWaH geworden. Das Wohlgefallen JaHuWaHs sei jetzt über sie alle ausgebreitet. Bei der bevorstehenden Wiederkunft der neuen Gottheit Jesus Christus, würden sie, zusammen mit ihm, über die Menschen herrschen. Wer sich nicht taufen lasse der sei verflucht und verdammt. Mit solchen Irrtümern pumpte er alle seine Anhänger voll, machte sie hysterisch, wie seine Briefe an die Thessalonicher belegen.

Die Juden, die, gemäss den prophetischen Schriften, unter dem Wohlgefallen JaHuWaHs standen und stehen, verwarfen selbstverständlicherweise ein solches “Evangelium”. Es entsprach den griechisch-römischen Traditionen. Sie verwarfen dieses “Evangelium” als den grössten Irrsinn, als gewaltige Verführung, als Rückfall ins griechisch-römische Heidentum, in die griechische Erlösungs-Mythologie. Für die Lehre des Paulus gab es im TaNaCH keinen einzigen Anhaltspunkt. Dass sein “Evangelium” kein Evangelium war, entlarvte sich nach ein paar Jahren von selbst, spätestens dann, als seine auferstandene Gottheit Jesus Christus zur angekündigten Zeit nicht zurückgekommen war. Das angesagte Weltgericht blieb ebenso aus, ebenso blieb die Herrschaft des angekündigten Messias-König, Jesus Christus, mit allen seinen Gläubigen, aus.
Nachdem also die neue Gottheit des Paulus, Jesus Christus, zur angegeben Zeit nicht zurückgekommen war, kehrten vor allem die wenigen Juden, die dem Paulus auf den Leim gegangen waren, wieder zu JaHuWaH um. Sie schlossen sich wieder dem Hirten JaHuWaH und seiner Herde an. JaHuWaH, der Hirte Israels sucht seine Herde und kümmert sich um sie: “Wie ein Hirte sich seiner Herde annimmt am Tag, da er unter seinen zerstreuten Schafen ist, so werde ich (JaHuWaH) mich meiner Schafe annehmen und werde sie retten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels (Hes 34,12). Einfach wunderbar!
Sie begaben sich wieder unter seinem Wohlgefallen. Die grössere Masse, die Paulus aus den heidnischen Kreisen, den Griechen, für sein “Evangelium” gesammelt hatte, haben sich im Laufe der Jahrhunderte zur christlichen Kirche durchgemustert – ohne JaHuWaH. Sie sind als orthodoxe Christen, bis heute in Theologie, Dogma und Liturgie, Erzfeinde der Juden geblieben, wie die übrigen Christen auch. Ich betone: in Theologie, Dogma und Liturgie. Daran kann JaHuWaH, kein Wohlgefallen haben. Die Bibel des Jahushua von Nazareth, sah darin immer schon den Keim der Zerstörung am Werk – und sie sollte Recht bekommen.
“Die Gaben meines Mundes lass dir doch wohlgefallen, JaHuWaH! Lehre mich deine Bestimmungen!” (Ps 119,108).

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zum nächste Bibeltreffen in Finsterhennen ein: am 19. Juli und am 16. August 2020 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Samstag 26. und Sonntag 27. September 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und David. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen. Wegen des Coronavirus wird das Treffen bis auf weiteres verschoben. Über das nächste Treffen werden wir euch auf diesem Weg informieren.