"Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn JaHuWaHs nicht hat, hat das Leben JaHuWaHs nicht." ( 1. Joh 5,12)

Glaubensimpuls 44

Dieser Text drückt den ganzen Inhalt der christlichen Lehre zusammengefasst aus. Jeder, der im biblisch-prophetischen Wort verwurzelt ist erkennt aber in dieser Aussage erstens den gewaltigen Widerspruch zum Glauben den Jahushua von Nazareth praktizierte und damit zweitens auch den ganzen Widerspruch zur Lehre der Bibel, d. h. des TaNaCH, des “AT”. Von keinem einzigen Propheten hören wir jemals den Satz im TaNaCH (“AT”): “Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht”. Die Bibel spricht nur von einem Sohn JaHuWaHs, und das ist Israel (vgl. 2Mo 4,22-23). Was heisst das konkret? Die christliche Lehre redet uns ein: Die Juden, die sich natürlich allein an das geoffenbarte Wort des TaNaCH (“AT”) halten, sind nicht in JaHuWaH. Ihnen wird mit diesem Vers die Sohnschaft abgesprochen. Sie, die allein aus Gnade JaHuWaH erwählt, **als Söhne gezeugt und geboren worden sind, und damit wie Abraham gerechtfertigt worden sind (vgl. 5.Mo 7,6ff; 5.Mo 32,18 u.v.a.m.), müssen den Glauben der Christen annehmen, bevor sie in Beziehung zu JaHuWaH treten und das ewige Leben haben wollen. Das ist ein schändlicher Missbrauch JaHuWaHs und seines Wortes. Damit wird der geoffenbarte Heilswille, der Heilsweg und das Heilswirken des Abba JaHuWaH in niederträchtigster Weise verleugnet. Die grossen Kirchen, und mit ihnen auch die meisten Freikirchen und christlichen Gemeinschaften, halten aber bis heute an diesem Widerspruch fest, trotz aller Pro-Israel-Kundgebungen und Programme und trotz aller interreligiösen Aktionen ist keine Umkehr in Sicht

Jahushua von Nazareth widerspricht dieser verwerflichen, antijüdischen Lehre absolut. Ehr lehrt: “Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder” (Mt 9,13b). Gerechte sind in JaHuWaH gerechtfertigte Juden, solche die aus ihm gezeugt und geboren sind (vgl. 5Mo 32,18), solche die aus dieser Beziehung heraus bewusst in und mit JaHuWaH leben und treu seinen Weisungen folgen. Sünder sind solche, die ihre Beziehung zu JaHuWaH aus irgendeinem Grund aufgegeben haben. “Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, das Verlorene zu retten” (Mt 18,11; Mk 2,17; Lk 5,32; u.a.m.). “Ich sage euch: so wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der umkehrt, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Umkehr (zu JaHuWaH) nicht bedürfen (Lk 15,7). “Und ich habe andere Schafe, die nicht aus diesem Hof (Juda) sind; auch diese muss ich bringen” (Jo 10,16; vgl. dazu Joh 11,47-54). Ist in der Bibel von Schaf, bzw. Schafen die Rede, dann ist immer Israel gemeint, und zwar immer im Zusammenhang der zwölf Stämme und deren Nachkommen.

Wir wir bereits wissen, machte Paulus aus dem Juden Jahushua eine Christus-Gottheit, indem er ihn auferstehen liess und als den kommenden Richter über allem und alles stellte. **Er entwickelte daraus eine Gottheit über die allein ein Mensch ewiges Leben haben kann. Alle die dem Bekenntnis und Zeugnis des TaNaCH (“AT”) treu blieben verdammte er: “Denn wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben.. oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gut” (2. Kor 11,4). “Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: Er sei verflucht! Wie wir früher gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt entgegen dem, was ihr empfangen habt: Er sei verflucht!” (Gal 1,8-9).

Kaiser Konstantin war bis zum Ende seines Lebens ein Sonnenanbeter, mit christlichen Beilagen. Er lud im Jahre 325 u.Z. alle Kirchenväter und Bischöfe des römischen Reiches zu einem ersten christlichen Konzil nach Nizäa ein. Was war der Grund dazu? Die Bischöfe im ganzen römischen Reich waren untereinander zerstritten, so sehr, dass die Gewalttaten innerhalb der christlichen Führer zusehends überhand nahmen. Es drohten Bürgerkriege im ganzen römischen Reich auszubrechen. Dem wollte der Kaiser zuvorkommen. Sie hatten sich unrechtmässig über das von den Juden bezeugte biblisch-prophetische Wort hergemacht und es zerfetzt. Wie eine Räuberbande sind sie über den TaNaCH (“AT”) hergefallen. Jeder nahm aus dem TaNaCH heraus, was ihm gerade nützlich erschien. Jeder entwickelte daraus seine eigene christliche Lehrvariante.** Der TaNaCH (“AT”) war bedeutungslos geworden. Damit aber hatten sie sich selbst vom Leben abgeschnitten, jeder Lebensorientierung total beraubt: **Eine Leuchte für meinen Fuss ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad”** (119,105). Wenn der TaNaCH für die Menschen nicht mehr wegweisend ist weihen sie sich gegenseitig dem Untergang. Wenn dem so ist, dann braucht es eine starke politische Hand, die das Zepter übernimmt und den Menschen mit strengen Massnahmen den Weg weist! Das tat Kaiser Konstantin.
Darum lud Konstantin die berühmtesten griechisch-hellenistischen Philosophen aus ganzen römischen Reich zu diesem ersten christlichen Konzil ein. Das zeigt uns die traurige Verfassung der Christen auf – völlig orientierungslos, beschämend! Die philosophischen Kräfte verankerten die zerstrittenen Christen in die althergebrachten heidnischen Lehren von drei Gott-Personen (Triaden, Trinität). Damit sollte der Reichsfrieden garantiert werden. Diese Lehre von drei Gott-Personen kam 381, auf dem Konzil Konstantinopel, definitiv zum Abschluss. Alle Menschen im ganzen römischen Reich sollten sich dieser Lehre unterwerfen, was den Heiden keineswegs schwerfiel, gehörte sie doch zu ihren fundamentalen Traditionen.

Nicht der Jude Jahushua, sondern der paulinische Jesus-Gott, wurde als sogenannte zweite Gott-Person zur Hauptgottheit, d. h. zum Haupt der Erlösung stilisiert, über den jüdischen Erlöser JaHuWaH, und definitiv dogmatisch verankert. Ohne ihn kann niemand das immerwährende Leben in sich haben. Dieser Glaube wurde als Staatsreligion im ganzen römischen Reich gesetzlich verankert. Die Bibel, der TaNaCH (“AT”), bezeugt JaHuWaH als den einzigen und wirklichen Erlöser. Die Gemeinschaft der gläubigen Juden mit dem himmlischen Vater JaHuWaH, dem Erlöser Israels, wurde vollkommen in den Hintergrund gedrängt, zerstört und ignoriert. Damit auch die souveräne Erwählung und Berufung Israels durch den himmlischen Vater JaHuWaH. Auch die gläubigen Juden wurden zur Annahme dieser drei Gott-Personen und zur Annahme des damit verbundenen Kreuzzeichens genötigt. Viele gläubige Juden starben unter grässlichsten Foltermartern weil sie dem biblisch-prophetischen Wort, und damit JaHuWaH und den Bundesverheissungen treu blieben. Wie hätte sich ein Thora-treuer gerechter Jude wohl diesem christlichen Götzenkult unterwerfen können?

Mit dem antiken heidnischen Zeichen, der magischen Kreuzform (siehe Babylon, Ägypten, Hitler) und der Bekreuzigung zu Beginn und am Ende einer jeden Gebetsversammlung und bei jeder sich bietenden Gelegenheit, sollten die Menschen im ganzen römischen Reich ihre Loyalität gegenüber dem römischen Kaiser und seiner neuen Religion ausdrücken, seine Rechtgläubigkeit demonstrieren. Die Kirchenväter Ambrosius im Westen, Bischof von Mailand, und Hieronymus im Osten, betrieben mit allen erdenklichen Mittel die Hinwendung zu ihrem Messias-König Jesus Christus voran. Ihr Antijudaismus nahm unberechenbare Ausmasse an. Damit einher vollzogen sie den Abfall vom Glauben des Jahushua von Nazareth. Für Jahushua war allein JaHuWaH der König Israels, wie übrigens für alle gläubigen Juden auch (vgl. Sach 14,9; 1Sam 8; Ps 22,29 u.v.a.m.). Der systematische Aufbau der Ersatztheologie trieb die Juden immer mehr in die Enge. Danach sind die Juden endgültig von JaHuWaH verworfen und vom Heil ausgeschlossen, wenn sie nicht katholisch werden, indem sie sich taufen lassen.
Ein Dogma bleibt für alle Katholiken bindend – bis zum Ende der Weltzeit. Kein Papst kann - nach katholischem Dogma – das Dogma eines früheren Papstes aufheben oder für ungültig erklären. Darum treibt der Vatikan mit den Juden ein böses Katz und Maus Spiel das jeder Vernunft und Rechtschaffenheit spottet.

Bis heute ignorieren die Kirchenväter und Bischöfe kaltblütig die Erwählung und Berufung des Zwölfstämmevolkes. In Theologie, Lehre und Praxis zerrissen sie das untrennbare Band des Bundes, das JaHuWaH mit Abraham, Yitzchack (Isaak) und Jakob geschlossen hatte. **Damit rissen sie alle Segensverheissungen, die unlösbar an diesen Bund geknüpft sind, an sich und verfluchten die Juden. Spricht man von den Juden, dann spricht man nur noch von den Flüchen, denen sie immer unterworfen bleiben werden, es sei denn sie “bekehren” sich zu dem trinitarisch- heidnischen Christus-Gott. In den Kirchen und in den meisten kirchlich geformten Gemeinschaften herrscht dieses Denken in Dogmatik und Verkündigung heute noch vor - oft hinter vorgehaltener Hand! Das Kirchentum, auch das freikirchliche, ist nicht bereit – bis zur letzten Konsequenz – auf JaHuWaHs Wort einzugehen. Eine Neubesinnung und Umkehr ist nicht in Sicht. Zuviel Macht und Ansehen steht auf dem Spiel. Zuviel traditionelle Gemütlichkeit, verbunden mit menschlichen Beziehungen und Bindungen, steht in Gefahr. Zu tief ist man mit der Wirtschaftswelt und ihren dunklen Geschäften liiert.

Ein Überrest von Juden ist dem himmlischen Vater immer gehorsam und treu geblieben. Sie erkannten allezeit den Abba JaHuWaH als ihren Erwähler, Retter und Erlöser an. Sie priesen allezeit die alleinige Gnade, die allein durch ihren Erlöser JaHuWaH wirksam ist: (1Mo 24,27; 2.Mo 34,6; 2Sam 7,15; Ps 33; 100; 103; 106; 118; 136 u.v.a.m.). Die ganze Erde wird einmal erkennen, dass JaHuWaH, der Himmel und Erde geschaffen hat, in Israels Mitte war, ist und sein wird. “Ich bin JaHuWaH euer Erlöser” (3Mo 26,13). Über sie – die treuen Juden – hat er seinen Bund der Gnade und der Begnadigungen mit Abraham, Yitschack (Isaak) und Jakob bewahrt (vgl. 5. Mo 7,9.12) und allezeit vor der ganzen Welt erhalten und sichtbar gemacht. Welch ein Wunder seiner Begnadigungen! Wir dürfen jetzt in diesem Bund der Begnadigung als Begnadigte leben. Wen sollte es da erstaunen wenn unser Herz, sowohl bei Tag als auch bei Nacht, im Geiste Jahushuas, regelmässig die ersten Verse von Psalm 92 betet: “Es ist gut JaHuWaH zu preisen und deinen Namen, du Höchster, zu besingen; am Morgen zu verkünden deine Gnade, und deine Treue in den Nächten.." Der Weg zurück zu den Wurzeln unseres Glaubens, zurück zu dem prophetisch zusammenhängenden Wort des lebendigen Erlösers JaHuWaH, ist bestimmt kein leichter Weg. Er reisst uns aus unserer kirchlichen Volkskultur heraus, die wir mit der Muttermilch aufgesogen haben. Doch dieser Weg führt uns in die JaHuWaH-Mündigkeit und -Gefälligkeit, in die Unabhängigkeit von religiösen Organisationen. Er eröffnet uns den Lebensraum in die Eigenverantwortung, wie sie JaHuWaH von uns erwartet.

In dieser Freude grüsse ich alle ganz herzlich und wünsche allen einen gesegneten Shabbat. Dies in Erinnerung an das herrliche Schöpfungswerk, das unser himmlischer Vater als vollkommenes Werk am Shabbat so echt geniessen konnte (vgl. 1. Mo 1,31 - 2,1-3). Dies auch im Blick auf die Endzeit: “Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen, spricht JaHuWaH, so werden eure Nachkommen und euer Name bestehen. Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Shabbat für Shabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht JaHuWaH” (Jes 66,22-23). Shabbat Shalom!

Gregor Dalliard

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