"Damit man auf der ganzen Erde meinen Namen (JaHuWaH) verkündigt" (2Mo 9,16).

Glaubensimpuls 12

Die Wege, die JaHuWaH mit den Menschen dieser Erde geht, versetzen uns immer wieder in Staunen. Bei allem was er zulässt und tut, verfolgt er immer ein Ziel. Wir könnten es als das Fernziel bezeichnen. Dieses Fernziel ist: „Damit man auf der ganzen Erde meinen Namen (JaHuWaH) verkündigt“ (2Mo 9,16) und, „von der Herrlichkeit JaHuWaHs die ganze Erde erfüllt werden wird“ (4Mo 14,21). Die Menschen sollen von der Macht und Unterdrückung religiöser und weltlicher Diktatoren und Ausbeuter befreit werden. Das ist ein fundamentales Ziel, das JaHuWaH mit den Menschen, die ihm vertrauen, anstrebt. Sie sollen nach seinen Ordnungen glaubensmündig, bzw. selbstständig werden, und in Verantwortung vor ihm und untereinander leben.

Als JaHuWaH sein auserwähltes und geliebtes Volk aus der Hand der Ägypter befreite, sprach er durch Moshe zum Pharao: „Lass meinen Sohn (Israel, 12 Stämme) ziehen, damit er mir dient!“ (2Mo 4,23). Der Verlauf der schrecklichen Plagen bzw. der Gerichte, die JaHuWaH auch mit seinen Naturkatastrophen verband, musste den betroffenen Menschen von damals durch Mark und Bein gegangen sein. Ihr Alltagsleben wurde völlig auf den Kopf gestellt, total durcheinandergebracht. Nichts mehr funktionierte.
Mit seinem auserwählten Volk erteilte JaHuWaH dem Pharao und seinem Volk eine Lektion. Der Pharao lebte als Gott-König, d.h. als angeblich inkarnierter Gott-Herrscher. d.h. er liess sich als Haupt der damaligen Weltmach entsprechend göttliche Huldigung und Anbetung geben. Über Moshe und das auserwählte Volk Israel gab JaHuWaH den Ägyptern klar zu verstehen, dass jede Macht der Menschen, die sich als die absolute darstellt und sich absolute Anbetung geben lässt, von dem einzig EINEN Erlöser JaHuWaH verworfen wird.
Seine Priester besassen eine ganz besondere Fähigkeit. In den Feiern der Liturgien verwandelten sie Materielles in Lebendiges (vgl. 2Mo 7,22). Damit schien der Pharao alles im Griff zu haben. Durch eindrucksvolle Gottesdienste und liturgische Feiern (das sind feierliche Riten zur Besänftigung der Götter) sicherte sich der Pharao das Wohlwollen der Götter, aber auch die Unterwerfung und das Ansehen des Volkes. Ein perfektes Blendwerk waren die zahllosen Feiern der Liturgien und die eindrucksvollen Zeremonien. Die Menschen konnten darin rundum geblendet werden. Eine Täuschung, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Für JaHuWaH waren die meisten Geblendeten nicht mehr zugänglich. So wähnte sich der Pharao vor dem Volk seiner Macht und seines Heiles sicher. Damit machte er sich als oberster Priester-Gott, zusammen mit seinen Klerikern, das Volk gefügig. Auf diese Weise konnte er das Volk niederhalten und ausbeuten. Damit verhinderte er die allgemeine Entwicklung des Volkes und seinen Aufstieg zu einem menschenwürdigen Dasein, vor dem einzig EINEN Erlöser JaHuWaH. Der Schöpfer JaHuWaH hat den Menschen als Ebenbild geschaffen. Das schliesst ein Leben in Eigenverantwortung vor JaHuWaH mit ein. Jeder Mensch sollte, gemäss dieser Ebenbildlichkeit, in Eigenverantwortung vor JaHuWaH leben dürfen.

Der Pharao raubte JaHuWaH, dem einzig EINEN Erlöser, die Ehre, die ihm allein zukommt. Er stellte sich gleichsam an dessen Stelle. Er war sich dessen wohl bewusst, denn immer schon hatten die Ägypter mit den Israeliten zu tun gehabt. JaHuWaH liess es zu, dass die Kleriker des Pharao bis zu einem gewissen Mass Riten der Transsubstantiation (der Verwandlung) vornehmen konnten, so wie das Moshe auch konnte, wie etwa die Umwandlung des Stabes in eine Schlange, (vgl. 2Mo 7,9-12). Damit sollten der Pharao, seine Priester und die Götter Ägyptens erst recht herausgefordert werden. Auch bei der zweiten Plage machten es die Priester des Pharaos ebenso wie das JaHuWaH tat (vgl. 2Mo 8,3). Aber siehe da, bei der dritten Plage war ihre vermeintliche Allmacht zu Ende (vgl. 2Mo 8,14).

Der verfinsterte religiöse Mensch beurteilt alles nach dem Äusseren, nach dem Machbaren, das was der Mensch sehen und zur Schau stellen kann. Der Geist oder die Gottheit will sich über die Religionsführer durch etwas Grosses, Beindruckendes oder Aussergewöhnliches ausweisen, um Menschen von sich abhängig zu machen. Ohne dieses fromme Blendwerk würde sie von den irregeleiteten Anhängern als unglaubwürdig ignoriert und abgetan. Dieses Verhalten finden wir in allen Götterkulten vor, so auch in Ägypten. Darum hatte JaHuWaH Moshe und Aaron darauf vorbereitet. Sie sollten sich auf das Niveau der ägyptischen Machtdemonstrationen herablassen – entsprechend ihrer Macht: „Wenn der Pharao zu euch reden und sagen wird: Weist euch durch ein Wunder aus! – dann sollst du zu Aaron sagen, nimm deinen Stab und wirf ihn vor dem Pharao hin! – Er wird zu einer Schlange werden.. Da rief auch der Pharao die Weisen und Zauberer; und auch sie, die Wahrsagepriester Ägyptens, machten es ebenso mit ihren Zauberkünsten..“ (2Mo 7,9.11). JaHuWaH hat es eigentlich nicht nötig sich durch äusserliches Blendwerk um Eindruck und Anhängerschaft zu mühen. Dennoch lässt er sich auf die Ebene des irregeführten Menschen herab, um ihm mit solchen Vorgängen seine Allmacht verständlich zu vermitteln. Als die Macht der Gelehrten des Pharao bei der dritten Plage versagte, waren sie sehr betroffen und sprachen zum Pharao: „Das ist der Finger JaHuWaHs“ (2Mo 8,15). Das ist bereits ein Fortschritt auf die Erkenntnis JaHuWaHs hin.

Während der Plagen- bzw. Gerichtszeit, sagte Moshe zum Pharao: „..damit du erkennst, dass niemand ist wie JaHuWaH unser Erlöser!“ (2Mo 8,6). Bei der siebten Plage bzw. Gericht, sagt JaHuWaH zu Moshe: „Mach dich früh am Morgen auf, tritt vor den Pharao und sage zu ihm: So sagt JaHuWaH, der Erlöser der Hebräer: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen! Denn diesmal will ich all meine Plagen in dein Herz, unter deine Hofbeamten und unter dein Volk senden, damit du erkennst, dass niemand auf der ganzen Erde mir gleich ist. Denn schon jetzt hatte ich meine Hand ausstrecken und dich und dein Volk mit der Pest schlagen können, so dass du von der Erde ausgetilgt worden wärst. Aber eben deshalb habe ich dich bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen und damit man auf der ganzen Erde meinen Namen verkündigt“ (2Mo 9,13-16).

Wir können bei diesem äusserst heilsgeschichtlichen Ereignis Folgendes festhalten. Alle Ereignisse in deinem und in meinen Leben, alle Gerichte JaHuWaHs in dieser Welt, sind Zeichen seiner Weiterführung und Wiederherstellung des Menschen in Liebe. Diese Geschehnisse haben nur ein Ziel: Sie wollen Menschen dem Irrtum, aus dem Götzendienst, dem Atheismus, oder was auch immer, zu der lebendigen ungeteilten Gemeinschaft mit JaHuWaH führen. Darum fordert er von uns ungeteilte Anbetung und Hingabe. Er allein lässt uns unter seiner Führung und Obhut als mündige Menschen in der Welt leben, frei von religiösen Führern, Kirchen und Einrichtungen. Jahushua von Nazareth lebte sein Leben in einer engen Beziehung mit dem himmlischen Vater JaHuWaH. Er lebte sein Leben in voller Verantwortung innerhalb der vom himmlischen Vater gegebenen Ordnungen, frei und lebendig. Niemals lebte er als Sklave nach den Statuten oder Ordnungen irgendeines Religionsführers oder eines Kirchen- bzw. Gemeindegründers. So hielten es die gläubigen Propheten, Schriftgelehrten, Lehrer, Pharisäer und alle Gerechten.

Die Söhne JaHuWaHs unterscheiden sich von den Ordnungen der Religionen und der Weltkirche, so wie das Israel dem Sohn zusteht (2Mo 4,23). Darum unterschied sich das auserwählte Volk von dem Götzendienst des Pharao. In dieser wunderbaren Freiheit, im Angesicht des einzig EINEN Erlösers JaHuWaH, freue ich mich mit allen, die sich nach dieser Glaubensmündigkeit ausstrecken: „damit man auf der ganzen Erde meinen Namen (JaHuWaH) verkündigt“ (2Mo 9,16).

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 18. Juli 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof).
Samstag, 24. und Sonntag, 25. Juli. Themen: “Eine neue Schöpfung” und Melchisedek. Beginn: Samstag/Sonntag 11.00, anschliessend jeweils Austausch und Mittagessen. Nachmittag Fortsetzung mit anschliessendem Austausch. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).