Aus der Gnade gefallen. Teil 37. Elfter Teil meine Antwort: Juden, vom Teufel gezeugt.

Glaubensimpuls 449

Wir sagten im Gim 443, dass das “Evangelium” des Paulus in der Umpolung des messianisch-jüdischen Glaubens in die Inhalte der traditionellen Erlösungsreligionen der heidnischen Völker besteht. Um jeden Preis, und mit allen Mitteln, wollte er das neue “Evangelium” im ganzen römischen Weltreich durchsetzen. Vor allem aber wollte er sein “Evangelium” den Juden aufzwingen. Dabei war ihm jedes Mittel recht. Er gab sich als der einzig erwählte Mensch aus, der von JaHuWaH und der neuen Gottheit Jesus Christus speziell dazu bestimmt worden sei. Dabei sei er absolut bibeltreu (d.h. dem TaNaCH treu), indem er nichts lehre, was nicht schon in den biblisch-prophetischen Schriften enthalten sei. Das ist natürlich ein völliger Unsinn, der jedem aufrichtigen Bibelleser, der sich bewusst und entschieden nach den Quellen des prophetischen Wortes der Bibel (TaNaCH) aufmacht, wie Schuppen von den Augen fallen wird. Der Weg zu diesen Quellen nimmt Zeit in Anspruch, aber er wird dich zum Segen führen und dich zum Segen setzen, den JaHuWaH damals Abraham verheissen hatte (vgl. 1Mo 12,1-3).
Die vorgetäuschte Demut des Paulus, seine Sprüche über die selbstlose Liebe eines Christen zu jedem Menschen, die jeder Wirklichkeit entbehrt (vgl. 1Kor 13), machen ihn aber vor der Christenheit zu dem perfekten Heiligen, dem kein Mensch, ausser der Juden, zu widerstehen wagte. Das ist bis heute so geblieben. Die Christen wagen es nicht, weil sie, in Unkenntnis des biblisch-prophetischen Wortes, von seinen verschrobenen Visionen und Offenbarungen blind gemacht worden sind. Damit sind sie verführbar geblieben und sitzen seit bald 2000 Jahren in dem unüberwindbaren religiösen Fabelkonstrukt des Paulus gefangen, aus dem sie nicht mehr herausfinden. Dementsprechend haben sie auch nichts in der Hand, um Paulus und seinem System widersprechen zu können. Die Juden widerstehen ihm, weil JaHuWaH ihnen das prophetische Wort anvertraut hat (Ps 103,7; Sach 20-23). Darum kennen sie es in seinem Umfang (Jes 2,2-3). Er hat sie als Verwalter über sein prophetische Wort und als seine Zeugen eingesetzt (Jes 43,9-12; 9,5-6; 44,8; Dan 2,44; 7,14.18.22.27; Ps 145,13; 146,10) und damit beauftragt, es bis an die Grenzen der Erde zu bringen (Zeph 3,9; Jes 45,21-25; Sach 14,8; Hes 47,1-12). Damit hat er sie zum Licht der Völker (Jes 49,6; 33,22; Sach 14,9; Hes 34,24; Zeph 3,9.15.17; Dan 7,27) befähigt. Er wird die Decke, die alle Völker bedeckte, verschlingen (vgl. Jes 25,7; Hes 36,23).
Sagen wir es noch einmal: Das neue ‘Evangelium’ des Paulus war für die Griechen äusserst attraktiv, vor allem innerhalb jener heidnischen Kreise, denen die Opferung des Königssohnes, von ihrer Tradition her, noch bekannt war. Paulus aber kam mit seinem “Evangelium” bei den wiedergeborenen Juden nicht an. Die Juden wehrten sich immer schon heftig gegen jeden Versuch der Assimilation. Wie wir bereits sahen, kamen die Menschen, die sich in Thessalonich und anderswo Paulus angeschlossen hatten, vorwiegend aus dem hellenistischen Umfeld.

Ich war ein eifriger Priester, und später ebenso ein eifriger Freikirchler. Das sage ich nicht zu meinem Ruhme. Es war einfach so. Mit ganzer Hingabe, Freude und Dankbarkeit tat ich das, wovon ich überzeugt war, was mir als die Wahrheit beigebracht worden war. Mir ist aber erst schrittweise, durch anhaltendes und hingebungsvolles Bibellesen, Prüfen, Vergleichen und Austauschen der Widerspruch des Paulus zum prophetischen Wort, und über das, was er über den Erlöser-Messias und das Messianische Reich aussagt, bewusst geworden. Ebensowenig war mir der Zusammenhang zwischen den abgrundtiefen Folgen der vergangenen 2000-jährigen christlichen Geschichte und dem “Evangelium” des Paulus bewusst.
Der in mir geformte religiöse Mechanismus liess eine Hinterfragung einfach nicht zu. Ich sah auch keinen Grund dazu, so sehr glaubte ich mich im christlichen Glauben, als Getaufter, über alles erhoben. Die christliche Doktrin hatte mich zu dem gemacht, was sie über Paulus erreichen wollte. So geht es den meisten Christen heute noch. Mein ganzes kulturelles Umfeld liess ein Hinterfragen dieses “Evangeliums” nicht im entferntesten Sinne zu, undenkbar, unmöglich. Wären solche Fragen an mich herangetragen worden und hätte ich mich solchen Fragen und Themen nur einen Millimeter weit geöffnet, und hätte ich darin nur das mindeste Kennzeichen an Wahrheit erkennen können, mir wäre buchstäblich der Boden unter den Füssen weggezogen worden. Ich wäre aus der traditionellen Glaubensbahn geworfen worden. Die Folge davon wäre der gesellschaftliche und soziale Rauswurf gewesen. So etwas war also undenkbar.

Religiöse Indoktrination führt Menschen in die dunkelsten Formen frommer, religiöser Ideologien und mystischer Abgründe hinab. Aus ihnen kann jemand kaum noch herausgeholt, davon befreit werden. Schon vor meinem Theologiestudium war ich von mystischen Begegnungen und Erlebnissen dermassen absorbiert, dass ich gelegentlich nichts mehr um mich herum wahrgenommen hatte. Das, obwohl ich oftmals auf dem Motorrad sass und zweimal täglich eine Strecke von rund 3 Kilometern hin zum Arbeitsplatz und zurück fuhr. In den Jahren meiner Ausbildung als Hochbauzeichner und als Arbeiter, ist mir auf der Strasse nie etwas Negatives widerfahren. Ich war mit den Heiligen der Kirche hin und weg, bis ich vor dem Architekturbüro wieder von meinem Motorrad stieg und umgekehrt. Der Abstieg in die mystische Welt, die Verknüpfung mit diesen Mächten, ist etwas äusserst Seltsames und Gefährliches. Dieser Abstieg in die mystische Offenbarungswelt entfremdet uns dem gesunden Leben total. Die Theologie des Paulus, Zölibat, Blutopferkult/Erlösergottheit, Zeugung Jesu Christi, Jungfrauengeburt und was alles damit zusammenhängt, entfremdet uns dem gesunden Leben total, macht uns zu frommen Feinden des Lebens. Wie eine schleichende todbringende Pandemie können diese frommen Viren ganze Völker heimsuchen und terrorisieren. Die Offenbarungen JaHuWaHs an Abraham und an seine Propheten unterscheiden sich grundsätzlich von denen, die Paulus gehört hatte. Die Offenbarungen JaHuWaHs führen zu einem gesunden und froh machenden Leben, das JaHuWaH jedem Menschen zugedacht hat. Das ist einfach wunderbar – und niemand vermag uns aus seiner Hand zu reissen! (vgl. Hes 34,11-16).

In der unsichtbaren frommen Tiefe verbünden sich religiösen Kräfte, egal ob wir sie weisse oder schwarze Magie nennen. Papst Johannes-Paul II. hatte auf einer seiner Afrikareisen die Träger des Woodookultes als besonders religiöse Menschen bezeichnet, die dem katholischen Glauben besonders nahe stehen. Darüber war ich natürlich sehr entsetzt. War ihm wirklich nicht bewusst, dass diese Priester mit ihren frommen Ritualen Menschen und ihre Gegenden systematisch mit Terror und Unglücken aller Art quälen und ins Elend stürzen, wie das z.B.in einer anhaltenden Weise in Haiti geschieht, das darum auch nie aus seinem Elend herausfinden wird? Doch wer glaubt denn schon an diese Wirklichkeiten, wenn allen voran die Vertreter des Vatikans, und mit ihm sämtliche führenden Vertreter der Getauften, der paulinischen Pandemiedoktrin (Antijudaismus/Antisemitismus) zu immer neuen Ausbrüchen verhelfen. Gelten nicht gerade sie in der Öffentlichkeit der christlichen Welt, als besonders fromme (im Sinne von besonders gut) Führer, vor denen die Menschen einknicken?
Eine Woodoo Priesterschaft aus Südamerika hatte anfangs der 1980er Jahre, zu Beginn der Fastenzeit, meine Wohnung im Pfarreizentrum in Zermatt ins Visier genommen. Was dort drei Tage lang an Feuerattacken abgelaufen ist, können etliche Zeugen bestätigen. Vom wissenschaftlichen Institut Zürich, über einzelne Feuerwehrmänner von Zermatt, die unter dem damaligen zuständigen Feuerwehrkommandanten, Walter Hauser, Wache schieben mussten, bis über die Geheimpolizei und dem damaligen Pfarrer von Zermatt, Eduard Imhof und dem gegenwärtigen Pfarrer Pascal Venetz, von Visp, der damals, noch Schüler war, können noch etliche mehr bezeugen, was in diesen drei Tagen und dann einige Tage danach, in Zermatt abgelaufen ist.

Alle Angriffe auf den Papst empfanden wir damals allgemein als den teuflischen Versuch der Juden, der Gottesmörder, unsere Erlösung, die im Blute Jesu Christi geschehen war, zunichte zu machen. Die Reformatoren und ihre Anhänger galten für uns bereits als Abgefallene, Verdammte, als eine Frucht der jüdischen Verschlagenheit. Das war (und ist) einfach so. In der Fastenzeit, vor allem aber während der Karwoche, ganz besonders am Karfreitag, wurde das Christenvolk mit einer neuen Welle des Hasses auf die Juden, auf die Gottesmörder, durchspült, und zwar in allen Bereichen des Glaubens. Eine emotional geladene Auferstehungseuphorie putzte die allerkleinsten Glaubensunsicherheiten und -zweifel aus den Herzen der Getauften.

Ein Glaube, der sich nicht an das Zehn-Wort (Zehn gebote) orientiert, kann zur unberechenbaren frommen Droge ausarten. Später habe ich mich über eine längere Zeit hindurch sehr ernsthaft gefragt, wie nur, um alles in der Welt, gebiert die christlich fromme Erziehung so seltsame Menschenwesen? Die meisten, in den christlichen Häusern und Kirchen sehr fromm erzogenen Menschen, entpuppen sich, wenn es darauf ankommt, innerhalb ganz kurzer Zeit oder je nach Situation, als unberechenbare, gewaltbereite Menschen, deren Gräuel und Verbrechen alles übertrifft, was die Welt jemals gesehen hat, wie das zur Zeit und während des 2. Weltkrieges geschehen ist. Das kann doch niemanden unberührt lassen? Daran kann ich doch nicht halbherzig vorübergehen. Als JaHuWaHgläubiger Mensch muss und will ich hier meine persönliche Verantwortung wahrnehmen, damit ich selbst – und meine Nächsten – unter den Segen JaHuWaHs kommen. Hier müssen, wollen und sollen wir, im Lichte des Zehn-Wortes, (der zehn Gebote) Konsequenzen folgen lassen?

Allezeit schauen wir in den Spiegel der bald 2000jährigen Geschichte der Getauften, aber es scheint so, als würden wir nicht wirklich hineinschauen, hineinschauen wollen. Und wenn Menschen hineinschauen, sehen sie meistens nichts. Das ist erschreckend. Darüber wollen sich die wenigsten Christen bewusst werden.
Wenn ich darum auf die Inhalte solcher Briefe eingehe, wie sie uns im “Neuen Testament” tradiert sind, dann wohl auch deshalb, weil die meisten Getauften unbewusst diesem Denken verhaftet sind.
Ich muss betonen: Die meisten sind sich dessen überhaupt nicht bewusst. Wie Schafe ohne Hirten, duseln sie vor sich hin. Wer könnte von ihnen etwas anderes erwarten? Sie sind in diesem religiösen Kulturkreis der frommen Duselei aufgewachsen, gross geworden. Viele sind darin sehr aktiv, engagiert. Das mag wie ein Widerspruch erscheinen. Aber achten wir auf die engagierten weltumspannenden Vernetzungen freikirchlicher Unternehmen. Ihr religiöses Denken ist das des Paulus. Es ist das ihnen anerzogene, das ihnen übertragene, religiös-kulturelle Denken des Paulus.
Den meisten geht es heute gut. Es gibt für sie nicht den geringsten Anlass ihre fromme Duselei zu hinterfragen. Das ist nun einmal so und beschäftigt sie nicht weiter. Wenn es darauf ankommt und ihnen Nutzen bringt, machen sie mit, mehr nicht.
Sie sind sich des grenzenlosen religiösen Missbrauchs, der schändlichen Beraubung ihrer Menschenwürde, ihrer persönlichen Verantwortung und der damit einhergehenden Ausbeutung, die dahinter steckt, nicht bewusst.
Unsere Vorväter und -mütter waren in der Zeitspanne von fast 1’600 Jahren, diesen entwürdigenden Machenschaften der christlichen Führer wehrlos ausgesetzt. Schon allein aus Solidarität ihnen Gegenüber und den unsäglichen Leiden, die ihnen zugefügt worden sind, würde ein Verbleiben in diesen paulinischen Denkstrukturen nicht mehr erlauben. Sind wir dies der kommenden Generation nicht auch schuldig?

“An dem Weg deiner Zeugnisse habe ich Freude, mehr als an allem Reichtum” (Ps 119,14). So möge der Friede unser Begleiter sein. Alle grüsse ich herzlich und wünsche allen zum Shabbat einen Augenblick der Innerlichkeit, der Türen zur Freude aufschliesst. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zum nächste Bibeltreffen in Finsterhennen ein: am 19. Juli und am 16. August 2020 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Samstag 26. und Sonntag 27. September 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und David. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen. Wegen des Coronavirus wird das Treffen bis auf weiteres verschoben. Über das nächste Treffen werden wir euch auf diesem Weg informieren.