Aus der Gnade gefallen. Teil 36. Zehnter Teil meine Antwort: Juden, vom Teufel gezeugt.

Glaubensimpuls 448

Inzwischen haben einige auf den letzten Gim reagiert. Nicht nur negative Reaktionen! Was sehr betroffen macht, ist die Lehre einer angeblichen Erbsünde, die von manchen schon länger als nicht biblisch erkannt worden ist. Warum? Zusammengefasst lässt sich sagen: Sie passt nicht zum Wesen des JaHuWaH, zu seiner Treue, Gnade und Barmherzigkeit. Die angebliche Erbsünde und deren Folgen, über Adam zu allen Menschen gekommen, passt ganz und gar nicht zum Wesen des Schöpfers JaHuWaH. Sie passt nicht zum Umgang JaHuWaHs mit seinen geschaffenen Menschen, noch zum Umgang mit dem auserwählten Volk.
Hingegen passt sie absolut zu den Vorstellungen über die antiken heidnischen Gottheiten. Für sie kennzeichnend sind die lang anhaltenden oder endlosen Rachegedanken im Umgang mit ihren frommen Sklaven. Fast ausnahmslos forderten sie ein Menschenopfer göttlicher Abstammung als Sühnung. In ihren Rachegedanken kommen sie den Menschen keinen Millimeter entgegen, bis der letzte Tropfen menschlichen Blutes aus dem Opfer gepresst ist. Das müsste eigentlich jeder Bibelleser, der dem Glauben des Jahushua von Nazareth nachgeht, mit der Zeit erkennen müssen. Das wünschen wir noch vielen unwissend gehaltenen Mitmenschen.

An was erinnerte uns die Schreiberin im letzten Gim? Lasst uns einige wichtige Aussagen Revue passieren: “Ich bin dankbar, kann ich heute meinen Beitrag am Glauben Jahschuas leisten. Als Deutsche möchte ich meinen persönlichen Beitrag zur Aufdeckung der theologischen Irrtümer, die zum Antisemitismus und zum Holocaust führten, leisten. Ich fühle mich dazu besonders verpflichtet, obwohl mich keine Schuld trifft.. Die Wurzeln liegen eindeutig in der Lehre des Paulus, in seiner Lehre über eine Erbsünde Adams, die auf uns alle übergegangen sein soll. Nein, Adam war ungehorsam. Auf den Ungehorsam muss die Umkehr zu Gott folgen. Die Bibel lehrt uns keinen anderen Weg der Versöhnung mit Gott, der uns den Frieden zurückgibt. Paulus aber entwickelt eine eigene Philosophie, die mit dem Zeugnis der Bibel nichts gemein hat. Da sitzt er nun vor seiner eigenen Lehre über eine Erbsünde und sinniert darüber nach, wie sie denn aufgehoben werden kann. Er findet für sein Problem, das er sich selbst geschaffen hat, auch seine entsprechende (tyrannische) Lösung: Sie kann nur durch ein göttlich-menschliches Blutopfer bewirkt werden, das Gott fordert. Allein dieses göttlich-menschliche Wesen kann durch seinen Tod, seine Auferstehung und den Glauben der Menschen an diese Auferstehung, Vergebung der Erbsünde und ewiges Leben bei Gott bewirken. Das wird dann Gnade Gottes genannt, Gnade allein! Das ist eine schreckliche Verkehrung der biblischen Gnadenlehre, eine Lüge…”

Die katholischen Kirchenväter entwickelten diese Irrlehre des Paulus weiter. Aus dieser, für alle Zeiten festgemachten, “Heilslehre” ergibt sich, dass die Erbsünde auf dem Weg der Zeugung vom Manne weitergegeben wird. Demnach ist in den Augen des paulinischen Gottes die sexuelle Vereinigung etwas Verwerfliches. Darum seine Aufforderung im “Neuen Testament”, alle Männer möchten ehelos bleiben: “..bist du nicht gebunden, so suche keine Frau” (1Kor 7,27b). “Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit ist kurz. Auch sollen die, die Frauen haben, sein, als hätten sie keine” (1Kor 7,29).
Der Kampf gegen die gesunde sexuelle Lebensordnung des Schöpfers JaHuWaH war damit angesagt und eingeleitet. Damit lief ein schrecklicher und folgenschwerer Krieg der Gründer des Christentums gegen die Ordnungen JaHuWaHs und sein Volk an. Damit aber auch gegen sämtliche Männer und Frauen. Über den Weg fromm verpackter Diskriminierungen, Mobbing, und mit den niederträchtigsten Methoden und Schikanen aller Art, wurde gegen jene Menschen vorgegangen, die sich mit Freude und Dankbarkeit an der Gabe des Schöpfers, an ihrer Sexualität, respektvoll freuten. Innerhalb der christlichen Gesellschaft wurden sie von den ehelosen Klerikern, Mönchen und Nonnen eiskalt und unbarmherzig an den Rand der menschlichen Gesellschaft gemobbt.
Das zölibatäre Leben wurde, im Stile des Paulus, ideologisch und theologisch, über allem gestellt. Der unverheiratete Mensch wurde zum Idol, zum wahren Menschen Gottes erhoben, der Mensch, der bei JaHuWaH ist, auf den JaHuWaH hört und der sich einen Platz im Himmel sicher wissen darf. Der verheiratete Mensch wurde im öffentlichen Leben zu einem minderwertigen Menschen degradiert, entwürdigt, dessen Gebete bei JaHuWaH kein Gehör finden. In diesem Geiste entstanden Mönchtum, Klosterwesen, Kathedralen, Wallfahrtsorte und Wallfahrten.

Das sexuelle Verlangen der Menschen zueinander, die sexuellen Gefühle und Reize, die der Schöpfer, als etwas ausserordentlich segens- und heilvolles, in seine Geschöpfe gelegt hat, wurde total verteufelt. Nun, die Menschen wurden von den Zölibatären in unsägliche Konflikte gestürzt, von Leid und Zwietracht buchstäblich übersät. Die “zölibatären” Kleriker übernahmen die Herrschaft über die Sexualität der Menschen, der Eheleute, über ihre Ehebetten und bestimmten detailliert, wie und was darin abzulaufen hat. Laufend mussten (und müssen) sie dem “zölibatären” Priester im Beichtstuhl berichten – bis ins Detail – was wie im Bett abgelaufen war (ist). Als junger Vikar in Zermatt erlebte ich buchstäblich einen Schock! Die Beichte der älteren Generation befasste sich meistens nur mit diesem Thema.

Die Gründer des Christentums passten ihre “Evangelien” entsprechend an. Aus der waschechten jüdischen Mutter Mirjam wurde eine christliche Jungfrau Maria gezaubert, die mit keinem Mann Geschlechtsverkehr gehabt hatte, obwohl sie schwanger geworden war. Der Jude Joseph wurde zum keuschen Pflegevater verdammt. JaHuWaH musste das ganze Drama absegnen. Welch ein folgenschwerer Missbrauch. Mirjam wurde, gemäss griechischer Mythologie, schwanger, direkt von Gott. Sie durchbrach damit den Fluch der Erbsünde, die Sünde, jene Schuld, die bis dahin durch den Geschlechtsverkehr ununterbrochen weiter vererbt worden war. Damit wurde sie fähig die Gottheit Jesu Christi – ohne Erbsünde – zu empfangen und zu gebären. Das geschah eben ohne – den schmutzigen – Geschlechtsverkehr mit einem Manne. Nur in dieser asexuellen “Reinheit” war Jesus sündenlos und befähigt die Menschheit von der Erbsünde zu erlösen.
Die Mutter des Juden und Schriftgelehrten Jahushua von Nazareth, nun umgepolt in eine christliche Jungfrau, machte damit den Weg frei für die Erlösung der Menschheit. Sie wird darum als Miterlöserin und als Mutter der Menschheit gefeiert!

Der Jesus des Paulus war weder von einem gesunden Mann gezeugt noch von einer gesunden Frau geboren worden. Seine Entstehungsgeschichte ist in der griechischen Mythologie zu suchen und zu finden. Die Botschaft vom ehelosen Paulus bis hin zum gegenwärtigen ehelosen Papst lautet: Der sexuelle Akt ist vom Teufel, also Sünde, das heisst Erbsünde. Mag sich der Klerus heute mit Eindruck erweckenden Lehraussagen über das eheliche Zusammenleben schmücken, sein “Neues Testament” und das krampfhafte Festhalten am Zölibat, ist ein Dokument, das im Klartext gegen das gesunde Zusammenleben der Menschen spricht. Selbst ein Taufritual kann davon nicht hinweghelfen. Was immer sie euch über Ehe und Ehelosigkeit lehren, hört besser nicht auf sie.
Orientieren wir uns an JaHuWaH, wie das Jahushua von Nazareth auch tat – und dann prüfen und urteilen wir als mündig gemachte Menschen – vor seinem Angesicht.
Die Schreiberin vermittelte biblisch korrekt: “Nein, Adam war ungehorsam. Auf den Ungehorsam muss die Umkehr zu Gott folgen. Die Bibel lehrt uns keinen anderen Weg der Versöhnung mit Gott, der uns den Frieden zurückgibt”.

Unter David Ben Gurion und Jitzchak Ben Tzwi wurde der 21. April 1951 zum offiziellen Gedenktag des Holocaust, des Jom haScho’a, erklärt. Zeit zur Besinnung und Umkehr von der antijüdischen Ideologie des Paulus.

Mit den Worten des grossen Propheten Jeshajahu grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen besinnlichen Shabbat, was immer auch gerade anstehen mag: “Der JaHuWaH-lose verlasse seinen Weg und der Mann der Bosheit seine Gedanken! Und er kehre um zu JaHuWaH, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Erlöser (Gott), denn er ist reich an Vergebung!” (Jes 55,7). (Lies dazu Lk 15,11-32). Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unseren nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein: 25. Okt. 2020; 15. Nov. 2020, jeweils um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!