Aus der Gnade gefallen. Teil 34. Achter Teil meiner Antwort: Juden, vom Teufel gezeugt.

Glaubensimpuls 446

Auf die positiven Reaktionen meiner Gims freue ich mich natürlich sehr. Bei vielen Getauften tut sich was, das wollen wir nicht unterschlagen. Nur wissen sie sich manchmal nicht zu helfen, was verständlich ist. Ihr religiöses Umfeld ist eben ihr ihr religiöses Umfeld. Aber: “Gut Ding braucht Weile”, sagt der Volksmund – und so ist es. Einfach dran bleiben und sich an den heutigen Möglichkeiten von Herzen freuen. Nicht aufgeben, wenn sich die ersten Widerstände aufmachen. JaHuWaH, der Schöpfer des Lebens, hatte Abraham eingeladen die Schätze des Lebens zu ergründen und darin zu wandeln. Die offene Tür zu diesen Schätzen würde das bedingungslose, gegenseitige Vertrauen sein. Abraham war einverstanden. Auf das Vertrauen, das JaHuWaH ihm entgegenbrachte, antwortete Abraham mit Vertrauen. Damit begann er, sein Leben nach dem Willen und Bilde JaHuWaHs auszurichten (1Mo 1,27). Er wandte sich von seiner uralten götzendienerischen Religion ab, befreite sich – mit Hilfe von JaHuWaH. Damit löste er wohl einen heftigen Sturm der Entrüstung, innerhalb der heidnischen Priesterschaft und seines Familienclans aus. Doch, JaHuwaH, der über allem steht, beruhigte ihn: “Fürchte dich nicht, Abram; ich bin dir ein Schild, ich werde deinen Lohn sehr gross machen” (1Mo 15,1). Er gab ihm damit zusätzlich Segen und Verheissungen. Diese Verheissung ist auch jedem von uns, in jeder Situation, zugesprochen (1Mo 12,3). Wunderbar! Ergreifen wir solche Zusprüche mit der ganzen Kraft des Glaubens, der auch in Abraham war, und in vielen seiner Nachkommen ist – und es geschehen Wunder!

Also weiter im Text: Bei der Diskussion des Papstes Franziskus, um eine eventuelle Lockerung des Zölibats und die damit im Zusammenhang stehenden Missbrauchsskandale, ist in der römisch-katholischen Kirche ein Kampf entbrannt. Expapst Ratzinger, Kardinal Müller, der damals von ihm ernannte, und inzwischen abgesetzte Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, früher Römische Inquisition genannt, und Kardinal Robert Sarah, Leiter der römischen Gottesdienstkongregation, kämpfen mit allen Mitteln für den Erhalt des paulinischen Zölibats, der dem Klerus seine privilegierte Stellung in der Welt und den Einfluss auf Millionen von Menschen, weiterhin garantieren soll. In Wirklichkeit ist das eine uralte hochkultivierte Form des Götzendienstes, die erhalten bleiben soll. Das Wohlergehen der Kinder und der Jugendlichen steht bei dieser Kirche an hinterster Stelle. Sie ist die Kirche, die sich zuerst selbst sieht und um jeden Preis erhalten will. Sie definiert sich zudem als die Mutter aller Kirchen und Getauften. Wen kann ein solches Verhalten dieser Prälaten unberührt lassen? Wer will denn dieses Verhalten nicht verstehen wollen und nicht seine Konsequenzen daraus ziehen? Um was geht es den Theologen letztendlich? Spricht das Verhalten dieser hohen Kleriker nicht eine deutliche Sprache, die nicht überhört werden darf? Kann irgendetwas deutlicher sagen, wessen Geistes Kinder diese Menschen sind. Vor solchen Gestalten graut mir heute!

Der Zölibat ist durch kein biblisches Zeugnis (TaNaCH) belegt. Jahushua war Jude. Das allein sagt schon alles. Paulus war offenbar durch eine Erscheinung Jesu und durch verschiedene Offenbarungen vom gleich bevorstehenden Weltende und Weltgericht überzeugt. Darum ermahnte er die jungen Leute nicht mehr zu heiraten. Sie sollten ehelos bleiben wie er. Sie würden ganz für die Sache seines Herrn engagiert sein und dem gleich bevorstehenden bösen Gerichtsurteil seines Gottes, Jesus Christus, entgehen (vgl. 1Thess 1,10; 5,9) und mit ihm zusammen in den Himmel entrückt werden (vgl. 1Kor 7; 1. und 2. Thess). Daraus ist natürlich nichts geworden als eine unendlich lange Kette von Missbrauch an Nonnen, Ungeborenen, Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und Frauen. Jene unter den katholischen Theologen und Bischöfen, die etwas aufgeschlossener sind, hängen sich an völlig falsche Erwartungen um ihr System retten zu können. Irrtümlicherweise erhoffen sie sich vom synodalen Weg bessere Zeiten. Berauscht und geblendet realisieren sie nicht, wie sie sich im Kreise drehen und wie dieser Weg in eine weitere Sackgasse führen wird. Eine masslose Selbsttäuschung! Vom Vatikan, als ewig unmündig gehaltene Menschen gehalten, fühlen sich die Kleriker von der modernen Entwicklung völlig überfordert und kommen nicht vom Fleck. Ihr klerikaler Status lässt sie nicht los. Ohne ihn sind sie aufgeschmissen, verloren, fühlen sich schutzlos. Manchmal befällt mich tiefes Mitleid mit diesen Klerikern: “Sie haben keine Erkenntnis und keine Einsicht, denn ihre Augen sind verklebt, dass sie nicht sehen, und ihre Herzen, dass sie nicht verstehen” (Jes 44,18). Das schreibe ich nicht herablassend. Das kann sich ändern. Was lehrt uns die Bibel? Jeder, dessen Herz und Augen verklebt sind, kann sehend werden, wenn er JaHuWaH sucht. Diese Möglichkeit, diese Tür, hält JaHuWaH jedem Menschen offen.

Was würde geschehen, wenn die Getauften ihr Glaubensleben in die eigenen Hände nehmen würden? Das wäre der erste Schritt, hin zu geöffneten Augen. Was, wenn sie den von JaHuWaH vorgegebenen humanen Weg der Liebe zu JaHuWaH und zum Nächsten einschlagen würden. Ist es etwa nicht das, was der Jude Jahushua von Nazareth, Zeit seines kurzen Lebens, konkret getan hat? Warum suchen und folgen die Getauften nicht Jahushua von Nazareth, sondern Paulus? Behaupten sie nicht, Jahushua von Nazareth hätte die Kirche gegründet? Sie werden realisieren müssen, dass er das nicht getan hat. Vor dieser Wirklichkeit schrecken die Getauften zurück. Sie wollen ihr nicht in die Augen sehen. Wann werden sie auf diesen Juden eingehen, auf ihn hören und ihm folgen, den sie doch in allen ihren frommen Tönen, Liturgien und Dogmen als ihren Gott bezeichnen, der er aber nie war?

Zwischen 2010 und 2020 haben in Deutschland rund 1 Million Katholiken mit dem Kirchenaustritt ihre Taufe beerdigt. Sind die Folgen schlimmer, als die des Coronavirus? Was würde geschehen, wenn sich diese Masse von Getauften ernsthaft mit den Wurzeln des biblischen Glaubens, dem TaNaCH, auseinandersetzen würde? Was, wenn sie dahingehend erzogen worden wären? Stattdessen kehren sie allem den Rücken. Ist das nicht sehr traurig. Ist es vielleicht doch besser so, als wenn sie in einer dieser antijüdischen christlichen Kirchen oder Gemeinschaften verblieben wären?

Wie konnte sich die christliche Abartigkeit nur so in Mark und Bein festbeissen? Sagen wir es noch einmal: Jedes kritische Hinterfragen, jedes Abweichen von der angeblichen paulinischen “Wahrheit”, wurde rund 1’600 Jahre lang von der christlichen Führung, mit Knüppel und Knebel, mit Folter und Tod aus der Welt geschafft (s. Heilige Inquisition). Mit Hilfe der ihr unterworfenen Staatsmacht gab es kein Entrinnen daraus. Irgendwann ergaben sich die Völker. – mit Ausnahme eines treuen Überrestes von Juden. Der Irrtum setzte sich fest. Er wurde zum Inbegriff der “Wahrheit” gemacht, zum einzigen Weg, der zur ewigen Glückseligkeit führt. Was war die Folge? Die Menschn wurden von der Kirche systematisch ihres gesunden Menschnverstandes und damit ihres Selbstwertgefühles beraubt. Sie unterwarfen sich schweigend, weil sie wehrlos waren. Systematisch wurden sie umgepolt. Sie taten was von oben verordnet wurde, wollten sie irgendwie über die Runden kommen. Jeglicher Menschenwürde beraubt, wurden sie zu willfährigen frommen Marionetten umfunktioniert. Dieser Missbrauch, dieser Irrtum, ist den Menschen im Laufe der vielen Jahrhunderte in Fleisch und Blut, in die Gene, übergegangen. Von einer Generation auf die andere wurde dieser fromme Fluch, als vermeintliche “Wahrheit”, als von JaHuWaH geoffenbarte “Wahrheit”, als von Jahushua von Nazareth gelehrte “Wahrheit”, eingefleischt. Die Menschen wurden kopflos gemacht. Im Laufe der 2000-jährigen Geschichte wurde dieser fromme Fluch zum unentbehrlichen und heiligmachenden Kulturgut gemacht. In dieser frommen Kopflosigkeit erstarrt, meinen sie heute noch: das Religiöse, das ihnen über die Jahrhunderte Aufgezwungene, das so Implantierte, sei das Kulturgut, das sie heute auf Leben und Tod bewahren und verteidigen müssten. Das behaupten selbst solche, die mit der Kirche nichts am Hut haben. In ihrer religiösen Abgestumpftheit empfinden sie die tiefsitzende, eingefleischte Hörigkeit und Angst, nicht mehr als solche. Es gehört einfach zum Kulturgut. Bis heute ist die grössere Masse der Getauften unfähig das christliche Glaubensdogma auf seinen Wahrheits- und Lebensgehalt zu hinterfragen und darauf grundsätzlich zu reagieren. Sie wagen es nicht einmal ansatzmässig. Dafür will sich kein Laie als kompetent ausgeben. Die ganze katholische Welt würde sich über ihn lustig machen – und nötigenfalls mobben. Zutiefst sitzt die Angst vor dieser Herausforderung und vor den Folgen im öffentlichen Leben. Dieses Gebiet wird ausgeblendet. Wirtschaftlich und soziologisch gesehen, ist es keinesfalls von Vorteil, hier etwas ändern zu wollen! Dieses Denken beherrscht nicht nur die Menschen in den christlichen Führungsetagen. Ebenso sind die führenden Köpfe in Politik und Wirtschaft davon beherrscht. Diese Wirklichkeit wird ganz einfach verdrängt. Wie sollte in einem solchen Kontext der Antisemitismus nicht wieder neuen Aufschwung erhalten? Kommt die Thematik Antisemitismus zur Sprache, dann bleibt das Ganze zu einer oberflächlichen Alibiübung. Wo bleibt die eigene Verantwortung in diesem Kontext, gegenüber JaHuWaH? Wo gegenüber den betroffenen Menschen? Wo bleibt der humane Aspekt? Wo der verheissene Segen? Einzelne aber, und kleine Gruppen, tun es. Sie nehmen ihre Verantwortung wahr. Es tut sich was, es bewegt sich was!

Mit den folgenden Worten grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen gesegneten Shabbat und besinnliche Pessachtage (9.-16. April): “Denn ich bin JaHuWaH, dein Erlöser, Helfer, Retter (Gott), der deine Rechte ergreift, der zu dir spricht: Fürchte dich nicht! Ich, ich helfe dir! (Jes 41,13). Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zum nächste Bibeltreffen in Finsterhennen ein: am 19. Juli und am 16. August 2020 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Samstag 26. und Sonntag 27. September 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und David. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen. Wegen des Coronavirus wird das Treffen bis auf weiteres verschoben. Über das nächste Treffen werden wir euch auf diesem Weg informieren.