Aus der Gnade gefallen. Teil 33. Siebter Teil meine Antwort: Juden, vom Teufel gezeugt.

Glaubensimpuls 445

Sicher gab es in jeder Generation aufrichtige Christen. Sie haben innerhalb der ihnen aufgezwungenen politisch-religiösen Lebensumstände und Lehren, zum Teil Aussergewöhnliches an Menschlichkeit geleistet. Das gilt es allezeit zu respektieren und zu würdigen.
Wie wir bisher verstanden haben, ist das Kirchentum von Paulus entworfen und verankert worden. Wie er schreibt, geschah das aufgrund einer Erscheinung vor Damaskus und verschiedener Offenbarungen vom Himmel herab. Mit seinem “Evangelium” hatte er den Grund des Christentums gelegt. Die Kirchengründer haben in seinem Geist darauf weitergebaut. Aus dem wie heute das “Neuen Testament” vor uns liegt, müssen wir sagen: Paulus war eindeutig ein falscher Prophet. Der Prophet Jirmejahu sprach eine tiefe Weisheit aus. Wir sollten sie verantwortungsvoll zur Kenntnis nehmen. Was er sagt, das trifft auch auf die Lehre des Paulus und seinen Anspruch zu: Paulus sprach von seiner Vision (Erscheinung, Offenbarungen) und behauptete sein “Evangelium”, sein Wort, hätte JaHuWaH durch seine Propheten vorher verheissen, geredet: “Paulus, Knecht Christi Jesu, berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes, das er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorher verheissen hat..” (Röm 1,1-2).

Wie wir aber bei genauerem Hinsehen feststellen, ist davon in den Schriften des TaNaCH keine Rede. Nichts davon ist in den prophetischen Schriften zu lesen. Weder von der Erlösung durch das Blut eines Menschen, der als wahrer Gott und wahrer Mensch hier auf Erden auftreten werde, noch, dass JaHuWaH durch das Blut eines Menschenopfers versöhnt werden wolle und müsse. Auch nicht, dass ein grosser “Prophet” kommen werde, der getötet und als Gottheit auferstehen werde; der die Umkehr zu JaHuWaH ablösen und durch die Umkehr zu sich selbst, als der neuen Gottheit, ersetzen werde. Die biblische Gemeinde würde durch eine neue, nicht jüdische, Gemeinde ersetzt werden, auch davon steht nichts im prophetischen Wort. Die neue Gemeinde würde sich als Christen bezeichnen und definitiv an die Stelle der Juden gesetzt werden. Alle, auch alle Juden, die gerettet werden wollten, müssten ihren Glauben aufgeben und durch die Taufe auf den Namen der neuen Gottheit Jesus Christus, und einige Jahrhunderte später, auf die Namen der drei neuen Gott-Personen (Trinität), in den neuen Glauben eingehen. Also auch keine Aufforderung JaHuWaHs, die Juden müssten sich taufen lassen, um von ihrer angeblichen Blindheit befreit werden zu können, und, und, und.. Wir könnten noch lange mit dem Aufzählen weiterfahren.

Der Prophet ermahnt uns: “So spricht JaHuWaH der Heerscharen: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen. Sie täuschen euch, die Vision ihres Herzens reden sie, nichts aber aus dem Mund JaHuWaHs. Sie sagen stets zu denen, die mich verworfen haben: ‘JaHuWaH hat geredet’” (Jer 23,16-17). Wir sind dem Propheten Jirmejahu unendlich dankbar für diese geöffneten Augen. Wir sind nicht länger Spielball frommer Fanatiker. In der Bibel des Jahushua von Nazareth (im TaNaCH) steht etwas vollkommen anderes!

Die getaufte Masse sitzt heute in der frommen Falle des Paulus und der Kirchengründer fest. Fällt unser kirchengeschichtlicher Blick in das Leben der Christenheit, dann fällt unser Blick auf zahllose grausame und schändliche Verbrechen, die sich heute nicht mehr leugnen lassen. Kein besonnener Mensch wird diese Tatsache heute noch abstreiten können, noch wollen. Was aber macht uns betroffen? Der grosse Aufschrei und die entsprechenden Konsequenzen, innerhalb der Getauften, die in den Kirchen “führen” und leben, sind bisher ausgeblieben. Seit den 1960-er Jahren ist die Möglichkeit zum grossen Aufschrei gegeben. Immer noch hält die grosse Masse der Prediger, Pastoren, Pfarrer, Theologen, und alle jene, die eine Umkehr in der Hand hätten, an den uralten antisemitischen theologischen und menschenverachtenden Heilslehren und Irrtümern des Paulus und seiner Mitarbeiter fest. Im Gegenteil, diese Irrtümer werden von ihnen tapfer weiter unterstützt, die in dieser Welt zu so schrecklichen Auswüchsen und zu so viel Elend geführt haben. Ökumene, Interreligiöse Sitzungen und fromme Anlässe aller Art, sollen dem allem den Anschein von Auf-, Umbruch, Umkehr und Abkehr von Früherem verleihen. Das aber ist eine umfassende, perfekt inszenierte Strategie der Verblendung. Das ist ein weiteres Mittel, mit dem die religiöse Verblödung weiter gezüchtet werden soll.

Selbst jene, die vor wenigen Jahren noch mit Emotionen und Elan, voller Verantwortungsbewusstsein, an eine aufrichtige Umkehr glaubten und sich dafür einsetzten oder einsetzen wollten, haben inzwischen die Flinte ins Korn geworfen und frustriert das Weite gesucht. In Wirklichkeit bleibt alles wie es war. Der Grossteil der frommen Masse bleibt weitgehend stumm, sie ist nicht gewillt, und zum Teil auch nicht fähig, daran etwas ändern zu wollen. Kennzeichen von Überforderung machen sich breit. Sie ist nicht bereit den Quellen dieser Verbrechen auf den Grund zu gehen, sie aufzudecken und sie aus dem Weg zu räumen. Sie ist nicht bereit ihre Verantwortung, gegenüber der von JaHuWaH auferlegten Pflege und Bewahrung der Würde eines jeden Menschen, engagiert und mit etwas mehr Energie wahrzunehmen. Verbissen verharrt sie in ihrer bald 2000-jährigen Starre, versunken in der klerikalen Arroganz und frommen Verdorbenheit. Letzthin schrieb mir ein Theologe: “Ach, Du kennst das doch, flögen wir aus dem bald 2000 Jahre alten dogmatischen Glaubenssystem des Paulus heraus, wir würden Ansehen, Macht und Einnahmen verlieren. Jeder von uns würde zu einem Nichts verkommen. Daran zu denken, das ist unerträglich. Uns gefällt es gut so, so wie es seit bald 2000 Jahren, unter den Getauften, wie du sie nennst, läuft. Wir haben ein gutes Gewissen, nebenbei auch ein gutes Einkommen. Und übrigens, die Juden sind selber schuld, sie bräuchten sich nur taufen lassen und schon würde keiner mehr über sie reden, niemand täte ihnen noch was zuleide”. So hört sich das gelegentlich an. Dennoch gibt es Aufbrüche, über die wir uns doch herzlich freuen. Alles aber braucht seine Zeit. Wir bleiben dran!

Ein Wort, aus der israelitisch-jüdischen Schatztruhe des Lebens, leite uns durch den Shabbat und erfreue unsere Herzen: “Vertraue auf JaHuWaH mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand (Verstand, ohne Beziehung mit JaHuWaH)! Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade!” (Spr 3,5). Wir sind gespannt! Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zum nächste Bibeltreffen in Finsterhennen ein: am 14. Juni 2020 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Donnerstag, 9. und Freitag, 10. April 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und Pessach. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen. Wegen des Coronavirus wird das Treffen bis auf weiteres verschoben. Über das nächste Treffen werden wir euch auf diesem Weg informieren.