Aus der Gnade gefallen. Teil 29. Dritter Teil meiner Antwort: Juden, vom Teufel gezeugt.

Glaubensimpuls 441

Was fangen wir mit dem “Evangelium” des Paulus an? Was mit seinen Verfluchungen? Paulus widerspricht in seinem “Evangelium” nicht nur dem Zeugnis JaHuWaHs und der Propheten, er widerspricht sich selbst, sogar in seinen eigenen zentralsten Lehraussagen. Niemand darf einen tieferen Blick in sein hellenistisch-heidnisches “Evangelium” werfen, das aus einer ganz speziellen, gut durchdachten, Vermischung von biblischen Glaubens- und Lehrwahrheiten, mit den alten heidnischen Götterlehren, konstruiert ist. Wer auf diese Irrtümer und Widersprüche hinweist, andere davor warnt, verflucht er umgehend. Es ist nur selbstverständlich, dass er und seine leitenden Anhänger die Juden in die Mange nehmen. Wer sonst sollte Paulus widersprechen können? Er verbietet jedem Menschen eine gesunde Analyse, unter Androhung von Verfluchungen. Die Kirche hat dieses Prinzip der Verfluchungen von Paulus übernommen und immer beibehalten.
Der grössere Teil derer, die Paulus folgten, wären nicht fähig gewesen, sein “Evangelium” im Lichte des TaNaCH zu prüfen und ihm zu widerstehen. Sie kamen vorwiegend aus den Beth HaKnesseth (Synagogen), in denen er predigte. Sie waren dort Beisassen, Gottesfürchtige, keine Juden. Deren gab es viele. Sie kamen überwiegend aus den hellenistisch-heidnischen Traditionen, die sich in vielen Städten des römischen Reiches den Juden angeschlossen hatten, aber noch keine biblisch fundierten Zusammenhänge kannten. Viele waren erst auf dem Weg dazu, darum wurden sie eine leichte Beute für Paulus und sein “Evangelium”. Seine Besuche in den Beth HaKnesseth (Synagogen) endeten meistens mit heftigen Auseinandersetzungen.

Die Lehre über die leibliche Auferstehung eines Gottessohnes, namens Jesus Christus, der über allen anderen Gottessöhnen des römischen Reiches stehen würde, berauschte sie. Die Lehre über die gleich bevorstehende Wiederkunft, Entrückung und Herrschaft dieses Gottessohnes Jesus Christus, der mit allen jenen, die an ihn glauben und sich durch das Taufritual mit ihm in Tod und Auferstehung vereinigen würden, gemeinsam herrschen würde, berauschte sie vollkommen. Solche Lehren waren ihnen von der griechischen Mythologie her keineswegs unbekannt, aber die leibliche Auferstehung eines Gottessohnes, der über alle anderen Gottessöhnen herrschen würde, das war etwas völlig Neues. Das Wort des Lebens aus dem TaNaCH kannten sie noch zu wenig. Es hatte noch keine festen Wurzeln in ihnen geschlagen.
Die notwendige Auseinandersetzung mit dem “Evangelium” des Paulus kann nur aus und im Lichte des TaNaCH klärend geführt werden. Nur in diesem Licht konnten und können die Irrtümer und Widersprüche des paulinischen “Evangeliums” entlarvt werden. Das ist heute noch so und wird immer so bleiben.

Paulus setzt sein “Evangelium” mit der altbewährte Methode der Einschüchterung durch. Es ist die Methode aller religiösen Fanatiker (vgl. Gal 1,8-9). Kann er die Juden damit mundtot machen? Bei den Juden kam er damit nicht durch – bis zu dieser Stunde nicht. Das machte ihn wütend. Sie konnten ihm leicht widerstehen. Aufgrund des prophetischen Wortes ist das für einen Juden relativ einfach. Dafür sind wir ihnen bis zu dieser Stunde dankbar. Widersprüche, Verzerrungen und Umdeutungen des TaNaCH finden wir bei Paulus und seinen Komplizen überall im “Neuen Testament”. Wir wissen, wie vieles von den Redaktoren des “Neuen Testamentes” im Nachhinein Jahushua von Nazareth und seinen Bibelschülern, den “Aposteln”, in den Mund gelegt worden ist. Emsig diskutieren die Interpreten des “NT”, bis zu dieser Stunde, mit philosophisch-frommen Verrenkungen, alle Widersprüche hinweg. Auf diese Weise machen sie ihren Anhängern diese Irrtümer als Geheimnisse des Glaubens “plausibel”, die einem ungebildeten Menschen zu verstehen sowieso unmöglich sind.
Das war und ist ihre geschickte Taktik der Verblendung. Vielen ist damit das “Augenlicht” genommen. Sie sind darin gross geworden. Seit bald 2000 Jahren funktioniert diese Taktik unter den Getauften. Wir bringen gerne etwas Licht in diese Dunkelkammern hinein. Dazu sind wir motiviert. Nach der bald 2000jährigen traurigen und bluttriefenden Geschichte der Getauften, fühlen wir uns darin herausgefordert. Wir nehmen unsere Verantwortung wahr, stellen uns dieser Herausforderung gerne.

Die Grundlehre des paulinischen, und damit des christlichen Glaubens, besagt: Die ganze Menschheit ist über den Ungehorsam Adams verdammt worden: “denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes” (Röm 3,23). Seitdem, seit Adams Ungehorsam, herrschte der Zorn Gottes über alle Menschenwesen. Seitdem war Gott selbst von der Unversöhnlichkeit mit den Menschen beherrscht, so nach der Lehre des Paulus. Bedenken wir: Damit gab es seit Adam keine Versöhnung mehr mit Gott, kein Zurück zu JaHuWaH: “..und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes”. Wie wir in den letzten beiden Gims sahen, hob Gott diesen Zustand erst durch das Blutopfer seines Sohnes auf. Gott selbst hatte in dem Juden Jahushua von Nazareth Platz genommen und sich selbst, mit sich selbst, über dessen Blutopfer, versöhnt: “..nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete..” (2 Kor 5,19). Erst ab diesem Geschehen versöhnte er die Welt mit sich selbst: “die Welt mit sich selbst versöhnte.” Erst ab diesem Geschehen rechnete er der Welt ihre Übertretungen nicht mehr an: “ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete..” Ab jetzt erst haben die Menschen wieder Zugang zu Gott.

Die Menschen hatten, nach dem “Evangelium” des Paulus, über eine sehr lange, lange Zeit, seit Adam bis zum Blutopfer von Golgatha, keinen Zugang zu JaHuWaH gehabt – und JaHuWaH auch nicht zu ihnen, weil er unversöhnt war. Das ist eine unermesslich lange Zeit. Wir können uns dieses Zeitmass wohl kaum vorstellen. Mit anderen Worten sagt Paulus in seinem “Evangelium” der frommen Welt: Die Juden hatten nie Zugang zu JaHuWaH. Wir wollen im nächsten Gim weiter auf die folgenschwere Verführung dieses “Evangeliums” eingehen, auf das “Evangelium”, das ein solch unermessliches Leid über die ganze Menschheit brachte.

“Freut euch mit Jerushalajim und jubelt über sie, alle, die ihr sie liebt! Jauchzt mit ihr in Freude, alle, die ihr über sie getrauert habt! Damit ihr saugt und euch sättigt an der Brust ihrer Tröstungen, damit ihr schlürft und euch labt an der Fülle ihrer Herrlichkeit” (Jes 66,10-11). Oh ja, das tun wir gerne. Das ist Leben in Fülle. Welch ein ergreifendes Bild! Aus dieser Lebensfülle lässt JaHuWaH jeden leben, der will. Denn: “Die Worte JaHuWaHs sind reine Worte - Silber, am Eingang zur Erde geläutert, siebenmal gereinigt” (Ps 12,7). In dieser Freude wünsche ich jedem Einzelnen einen weisen Umgang mit seinem Shabbat, ein Shabbat, der Tröstungen. Das hängt ja von unserer Einstellung und unserem Umgang mit jenen Dingen ab, die uns immer wieder zu schaffen machen.

Herzliche Grüsse

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unseren nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein: 20. Sept. 2020; 25. Okt. 2020; 15. Nov. 2020, jeweils um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Samstag 26. und Sonntag 27. September 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und David. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.