Aus der Gnade gefallen. Teil 28. Zweiter Teil meiner Antwort: Juden, vom Teufel gezeugt.

Glaubensimpuls 440

Eine weitere Tatsache, die uns beschäftigen sollte. Paulus lehrt, im Unterschied zur Bibel, dem TaNaCH, eine Versöhnungslehre wie sie damals unter den Heiden praktiziert worden ist: "..nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete.." (2Kor 5,19). Gott hatte, nach der Lehre des Paulus, nur ein Ziel: die Welt mit sich selbst zu versöhnen, indem er ihnen ihre Übertretungen vergab. Das aber konnte, nach seiner Lehre, nur über das Blutopfer eines rein göttlich-menschlichen Wesen geschehen, d.h. gezeugt von einer Gottheit in eine irdische Jungfrau, aus vornehmem Geschlecht. Anders ging das nicht. Das war das Opfer, das die Götter forderten. Im Namen der Götter überbrachten die Priester diesen Wunsch dem König, den Beamten und dem Volk. Diese Forderung musste bedingungslos erfüllt werden, sollte der Zorn der Götter besänftigt werden, sollten die Götter von ihrem furchtbaren Zorn ablassen und das Volk errettet werden. Gott war, gemäss dem “Evangelium” des Paulus, hier auf Erden, und zwar in Christus Jesus, einem sichtbaren, göttlich-menschlichen Wesen. Was hat er, nach der Lehre des Paulus, in dieser sehr kurzen Zeit hier auf Erden gemacht? Er versöhnte die Welt mit sich selbst und rechnet keinem mehr seine Übertretungen an. Dann war er wieder weg.

Wie wir im letzten Gim sahen, hatte der Gott des Paulus das qualvolle und von Blut triefende Opfer am römischen Pfahl (Kreuz) von Golgatha geplant und gewolltvon langer Hand geplant. Der von ihm gezeugte und von einer Frau geborene eingeborene Sohn, sollte nach seinem Willen so qualvoll sterben. Er wollte diesen Preis. Er hätte, wollte und konnte sich offenbar um keinen anderen Preis mit der Welt versöhnen lassen, um den Menschen ihre Schuld vergeben zu können. Es gab nach Paulus keine andere Möglichkeit der Versöhnung mit seinem Gott, wie bei den Heiden. Durch die Wirkung dieses Opfers rechnete er ihnen, von diesem Augenblick an, die Schuld nicht mehr an, so lehrt Paulus.
Wir erinnern uns was Paulus lehrt: “Mit der Übertretung ist es aber nicht so wie mit der Gnadengabe. Denn wenn durch des einen Übertretung die vielen gestorben sind (d.h. alle in die Stellung von Übertretern versetzt worden sind), so ist viel mehr die Gnade Gottes und die Gabe in der Gnade des einen Menschen Jesus Christus gegen die vielen überreich geworden” (Röm 5,15.) Wie in Adam alle zu Übertretern geworden sind, alle die Schuld in sich tragen, so wird nun in der gleichen Weise, in Jesus Christus, durch die Wirkung des Opfers von Golgatha, allen die Übertretung nicht mehr angerechnet. sie ist aufgelöst, weg. So die Lehre des Paulus.

Nehmen wir diese Lehre ernst, glauben wir sie, ja dann ist seit diesem Geschehen auf Golgatha bei keinem Menschen mehr noch eine Schuld zu finden, weil alle Menschen mit Gott versöhnt worden sind und er ihnen ihre Schuld nicht mehr anrechnet. Golgatha ist ein vollzogener Akt mit dieser Wirkung. Das Opferblut von Golgatha hat diese vollgültige Wirkung zur Vergebung der Schuld bei jedem Menschen bewirkt. Das ist die Lehre des “Evangeliums” nach Paulus. Kein gläubiger Christ würde es wagen wollen, diese umfassende, vollgültige Wirkkraft von Golgatha, die Auswirkung von Golgatha, geringer zu achten als die Wirkungskraft der Sünde Adams – die Auswirkung der Sünde Adams für jeden Menschen. Also: EINS zu EINS: Wie in Adam hinein, so in Christus heraus! Folgerichtig ist über die Wirkung des Opfers von Golgatha jeder Mensch eine Neuschöpfung geworden und könnte aus tiefstem Herzen Halleluja singen.
Dem gibt es, von Seiten der Menschen, rein gar nichts mehr hinzuzufügen, zu tun: die Schuld ist weg, die Versöhnung ist da!. Jeder Mensch müsste nur noch angehalten werden nach den Weisungen JaHuWaHs zu fragen, zu forschen und sein Leben, nach seinen besten Möglichkeiten, danach auszurichten, etwa so wie das der Prophet Micha sagt: “Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was JaHuWaH von dir fordert: nichts als JaHuWaHs Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Erlöser (Gott) (Mi 6,8; 5Mo 10,12; Spr 21,3 u.a.m.). Fertig, Schluss, basta!

Aber aufgepasst! Paulus widerspricht sich plötzlich radikal! Er macht das Werk seines Gottes hier auf Erden, auf Golgatha “..nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete..” (2Kor 5,19), umgehend wieder zunichte. Paulus tritt nun mit Forderungen auf, damit die Versöhnung mit seinem Gott erst wirksam werden kann und Gott die Schuld nicht mehr anrechnet! Damit leugnet er im Handumdrehen die allumfassende Wirkung des Opfers von Golgatha, als Gegenwerk Gottes, gegen Adams Werk des Ungehorsams. Er fordert jeden, der mit Gott über das Werk von Golgatha bereits versöhnt ist, zusätzlich auf, sich mit Gott versöhnen zu lassen. Was soll das? Mit anderen Worten befiehlt er ihnen: Tut etwas, damit ihr mit Gott versöhnt werdet und er euch eure Übertretungen nicht mehr zurechnet: ".. wir bitten für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!" (2Ko 5,20). Sind denn nicht über das Werk und die Wirkung des allumfassenden Opfers von Golgatha, alle Menschen von Schuld frei gesprochen und mit Gott versöhnt worden? Ja, wenn schon alle versöhnt sind (Vers 19), von welcher Schuld soll jemand dann noch frei gemacht werden und sich versöhnen lassen? “Lasst euch versöhnen mit Gott!"?

Was sind seine Forderungen? “Denn wer mit dem Herzen glaubt, wird gerecht; und wer mit dem Munde bekennt, wird selig” (Röm 10,10). Das muss ich doch nicht mehr, wenn ich bereits mit Gott über Golgatha versöhnt bin, gerecht gemacht bin. Warum soll ich erst noch gerecht gemacht werden durch einen seltsamen Glauben und durch ein ebenso seltsames Bekennen mit dem Munde? Er fordert den Glauben an die leibliche Auferstehung seines Christus, der für ihn wahrer Gott ist, weil er von Gott gezeugt ist, zugleich aber auch wahrer Mensch ist, weil er von einer Frau geboren worden ist. Wer das nicht glaubt, für den hat das Opferblut von Golgatha, das Werk von Golgatha, plötzlich keinen Wert, keine Wirkung mehr. Paulus ersetzt seine eigene Lehre der Errettung, die allein über Golgatha geschehen ist (vgl. 2Kor 5,19), mit dem Glauben an die Auferstehung, mit dem Glauben an sein “Evangelium” – oder – “er sei verflucht” (Gal 1,8-9).
Nicht genug damit. Paulus fordert von seinen Anhängern noch mehr, damit sie vor seinem Gott erst noch als versöhnt und gerecht erscheinen. Er fordert zusätzlich noch das Ritual der Taufe. “So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so werden auch wir in Neuheit des Lebens wandeln” (Röm 6,4; Kol 2,12). Erst dann ist jemand, nach seinem “Evangelium”, mit seinem Gott versöhnt, erst dann ist er eine Neuschöpfung. Erst dann ist jemand in Christus, und damit in einen neuen Menschen versetzt. Die alleinige Wirkung von Golgatha, gegenüber Adam, ist damit dahin, ersetzt durch diese Werke, diese Handlungen.

Welch ein Widerspruch zu Vers 19! Zuerst lehrt Paulus: Nicht über den Glauben und nicht über die Taufe wird jemand eine Neuschöpfung, sondern allein über das unabhängige Werk seines Gottes auf Golgatha (Vers 19), der in seinem Sohne anwesend war. Und jetzt das! Paulus hebt diese Lehre (V 19) wieder auf und ersetzt sie durch das Werk des Glaubens an sein “Evangelium”, verbunden mit dem Glauben an eine leibliche Auferstehung seiner Gottheit und dem Taufritual auf den Namen seiner Gottheit, sonst bleibt ein Mensch verflucht, verdammt.
Damit widersprechen auch die folgenden Forderungen der Aussage in 2Kor 5,19 : “Petrus sprach zu ihnen: Tut Busse, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes, (d.h. in den Genuss der vollen Erlösung kommen)” (Apg 2,38). Wer immer die folgenden Worte gepredigt hat, jedenfalls waren es keine Worte aus dem Munde eines Juden, der aus dem TaNaCH lebte, schon gar nicht des Kepha, der ein Eiferer der Thora geblieben war (vgl. Apg 21,20).

Was glaubte Jahushua von Nazareth? Nichts von alldem heidnischen Zeug, das Paulus lehrt. Er glaubte das was Abraham glaubte. Es ist das Vertrauen auf JaHuWaH, das gerecht macht. Es ist das Leben, das JaHuWaH den Menschen gibt. JaHuWaH fordert vom Menschen allein das Vertrauen auf IHN und eine Hinwendung zu seinen Weisungen des Lebens. Hat ein Mensch gesündigt, fordert JaHuWaH ganz einfach Teshuwa, d.h. Umkehr – und wenn notwendig und möglich, Wiedergutmachung. Alle Ungerechtigkeit ist ihm vergeben: So einfach ist das. Er braucht weder den Glauben an die leibliche Auferstehung einer Gottheit, die wahrer Gott und wahrer Mensch ist, noch braucht er eine Taufe auf den Namen eines Jesus oder auf die Namen der drei Gott-Personen, die im Laufe der ersten Jahrhunderte, in Anpassung an die heidnischen Trinitätslehren, entwickelt worden sind und die dann, nach dem Konzil von Nizäa 325 uZ, dem “Evangelium” nach Matthäus hinzugefügt worden sind (vgl. Mt 28,16-20), damit jemand von JaHuWaH Vergebung der Sünden erfährt, mit ihm versöhnt wird und in den Himmel kommt. Wie gesagt: Solche Forderungen entsprechen dem Willen griechisch-mythologischer Götter. Also lassen wir diese verkorkten heidnisch-christlichen Philosophien, die so viel Elend über die Menschheit gebracht haben.

Mit Freude und Dankbarkeit wollen wir uns von jenem Bekenntnis aufrichten lassen, von dem sich auch Jahushua von Nazareth, in den Tagen seines irdischen Lebens, hat aufrichten lassen: “Ihr seid meine Zeugen, spricht JaHuWaH, und mein Knecht (Israel), den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin. Vor mir wurde kein Erlöser (Gott) gebildet, und nach mir wird keiner sein. Ich, ich bin der Erlöser, und ausser mir gibt es keinen Retter. Ich habe verkündigt und gerettet und hören lassen, und kein fremder Erlöser (Gott) war unter euch. Und ihr seid meine Zeugen, spricht JaHuWaH; ich bin Erlöser (Gott)” (Jes 43, 10-11).

Liebe Grüsse und ein Shabbat des Segens wünsche ich allen von Herzen. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unseren nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein: 25. Okt. 2020; 15. Nov. 2020, jeweils um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!