Aus der Gnade gefallen. Teil 23

Glaubensimpuls 435

Wie wir sahen, kennen die Shomroner (die israelitischen Samaritaner, auch Shamerim genannt), die heute nur noch aus einem kleinen Häuflein von rund 800 Menschen bestehen, die Lehre von der leiblichen Auferstehung der Toten nicht. Auch das Südreich (Juda) kannte in jenen Tagen keine Auferstehung, auch keine leibliche. Und – in jenen Tagen gab es noch keine anderen Schriften. Wie uns die Thora aufzeigt, hat der grosse Prophet Moshe diese persisch-griechischen Glaubenslehren nie vertreten und gelehrt, auch David und die späteren Propheten, wie Elijahu, Jeshajahu und Jirmejahu, nicht.

Was fällt uns auf? Paulus spricht zuerst von einer leiblichen Auferstehung Jesu. Durch diese leibliche Auferweckung, so lehrt er, hat JaHuWaH den Jahushua von Nazareth aus dem Judentum herausgenommen und zu einer Gottheit gemacht, zum Christus-Gott, zum Erlöser und Richter der ganzen Menschheit (vgl. Röm 1,4). Durch die Auferstehung hörte der jüdische Rabbi und Schriftgelehrte Jahushua von Nazareth auf, ein Jude zu sein. Das ist das Fundament der paulinischen Irrtümer, auf dem sein religiöser Wahnsinn aufgebaut ist. Daran möchte ich immer wieder gerne erinnern, weil damit und darin ein unsägliches Leid über die Menschheit gebracht worden ist: “..wenn wir Christus auch nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr so” (2Kor 5,16). Nach Paulus übergab JaHuWaH seiner neuen Gottheit Jesus Christus alles. Ein weiterer schändlicher und folgenschwerer Missbrauch des Paulus besteht darin, dass er den Erlöser (Gott) der Juden, d.h. JaHuWaH, als seinen ersten Gott bezeichnet, nach dessen Willen und in dessen Auftrag er seine neue Lehre predigt. Dieser Missbrauch muss jeden Menschen, dem das zusammenhängende prophetische Wort als verbindlich gilt, schockieren.

Jahrzehnte später, bedenken wir Jahrzehnte nach dem Tod Jahushuas von Nazareth!, wird von einem Kirchengründer, unter dem Namen des Griechen Lukas, einem damaligen Begleiter des Paulus, Folgendes kombiniert: “Diesen hat Gott am dritten Tag auferweckt und ihn sichtbar werden lassen, nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor erwählten Zeugen, uns, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er aus den Toten auferstanden war. Und er hat uns befohlen, dem Volk zu predigen und ernstlich zu bezeugen, dass er der von Gott verordnete Richter der Lebenden und der Toten ist. Diesem geben alle Propheten Zeugnis, dass jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch seinen Namen (Apg 10,40-43). Damit alles noch glaubwürdiger erscheint, werden diese Worte dem Juden Shimon Kepha in den Mund gelegt. Der Jude Shimon (Petrus) war ein Eiferer für die Thora (vgl. Apg 21,20), wie Jahushua von Nazareth (vgl. Mt 4,4. 10; 5,17-19; 15,24 u.a.m.). Niemals hätte ein Eiferer für die Thora so etwas gelehrt. Gerade sie wussten, dass kein einziger Prophet jemals von einem Jesus Christus sprach, der als Gottheit, als wahrer Mensch und wahrer Gott, getötet, auferweckt und mit seinem Blut die Welt erlösen würde und dass jeder, der dessen Namen anrufen und auf dessen Namen getauft werden würde, errettet sein würde – zu absurd!

Nicht nur das: Paulus spricht JaHuWaH die Erschaffung der Welt ab (vgl. 1Mo 1,1ff). Er lehrt nun, dass alles was existiert, allein durch seinen leiblich auferstandenen Jesus Christus, seine paulinische neue Gottheit, geschaffen worden ist (vgl. Kol 1,15-20). Das entspricht der griechischen Logos-Lehre, von der wir schon früher geschrieben haben. Diese paulinische, antijüdische Lehre wurde natürlich in den später entstandenen Schriften, in den Evangelien und in den verschieden Briefe des “NT” aufgenommen, weiter gelehrt und weiterentwickelt (vgl. Joh 1,3.10; Hebr 1,2 u.a.m.). Diese Lehre wird bis heute von den Christen blind, uneinsichtig und verhängnisvoll weiter vertreten. Wenn Paulus ein Jude gewesen wäre, hätte er den TaNaCH gekannt. Er hätte wissen müssen, was zur biblisch-prophetischen Grundlehre des auserwählten Volkes gehört.

Uns muss eindeutig klar sein: In den Briefen des Paulus und in den später verfassten Evangelien und Schriften, im “NT”, begegnen uns keine bibeltreue Menschen. Wir begegnen hier dem Gedankengut einer frommen griechischen Philosophie, die sich des Judentums zu bemächtigen suchte. Niemals würde sich ein gläubiger Jude der Lehre JaHuWaHs so boshaft und absolut entgegengestellen und einen solchen Missbrauch mit JaHuWaH und seinem prophetischen Wort betreiben. Undenkbar! “So spricht JaHuWaH, dein Erlöser und der dich vom Mutterleib an gebildet hat: Ich, JaHuWaH, bin es, der alles wirkt, der die Himmel ausspannte, ich allein, der die Erde ausbreitete - wer war da bei mir? Ich bin es, der die Wunderzeichen der Orakelpriester platzen lässt und die Wahrsager zu Narren macht, der die Weisen zur Umkehr überführt und ihr Wissen zur Torheit macht..” (Jes 44,24-25).

Geschickt, fromm und raffiniert, entmachtet und ersetzt Paulus JaHuWaH und damit das von Leben nur so strotzende Glaubenspotential der Juden. Die Folgen mussten zur Shoa, zum Holocaust, führen! Kein Weg konnte daran vorbeiführen. JaHuWaH allein ist das Licht der Welt, der dieses Licht niemals an eine Gottheit abtreten würde. Das zum Schutze und Segen seiner Geschöpfe, selbst wenn diese Gottheit Jesus Christus heissen sollte (vgl. Jes 43,11; 44,6; 45,20-25; 46,9-10; 40,12-18;Hos 13,4; Joe 3,5). Davor warnten alle Propheten. Was sollte die Folge sein?: Blindheit, Entmenschlichung, seelische Krankheiten, fromme Verbrechen, Vernichtung und Tod. Doch Paulus setzte sich darüber eigenmächtig hinweg. Was daraus geworden ist, das bestätigt uns heute die Geschichte des Christentums. Sie ist ein offenes Buch, das von niemandem mehr zugeschlagen werden kann. Bis heute zog er Massen verführter Menschen mit sich in die Finsternis und löste unendliches Leid aus.

Mancher fragt sich heute: Warum hinterlässt unter allen Religionen ausgerechnet das Christentum so unvorstellbare und schreckliche Spuren von frommer Gewalt und Entmenschlichung in der Menschheitsgeschichte? In der jüngeren Zeit waren es zwei grausame Weltkriege und der Holocaust – nicht zu fassen, was vorher alles geschehen ist? Warum? Bezeichnet sich nicht gerade das Christentum lauthals als Religion der Liebe? Die Antwort liegt offen auf der Hand: Keine Religion der Welt gibt in aller Öffentlichkeit und in allen ihren Dokumenten vor, bibeltreu zu sein und JaHuWaH in allem zu folgen. Aber keine Religion der Welt widerspricht und missbraucht JaHuWaH und sein prophetisches Wort dermassen, wie dies das Christentum tut. Paulus predigte allezeit und überall, dass der Gott der Juden, JaHuWaH, ihn zur Verkündigung seines “Evangeliums” erwählt hätte. JaHuWaH hätte seine Gottheit Jesus Christus gezeugt und als Erlöser für die ganze Menschheit eingesetzt, usw. usf. Wer ihm und seinem “Evangelium” nicht glaube: “er sei verflucht” (Gal 1,8-9). Die Christen verfielen genüsslich diesem Irrtum, bis zu dieser Stunde. Ein solcher Missbrauch des Namen JaHuWaH – vor den Menschen, eine solche Schändung seines Wesens – vor den Menschen, eine solche Verseuchung des Lebensquells – vor den Menschen, die an Schrecklichkeit ihresgleichen sucht, brachte zwingend solche frommen, im Gestank der christlichen Heuchelei gewälzten Gräueltaten, hervor.

Alle grüsse ich herzlich, mit dem immer wieder gern zitierten Zeugnis des Propheten Jeshajahu: “So spricht JaHuWaH, der König Israels, der sein Erlöser ist, JaHuWaH der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und ausser mir gibt es keinen Erlöser (Helfer, Führer). Und wer ist wie ich? Er rufe und verkünde es und lege es mir dar! - Wer hat von Urzeiten her das Kommende hören lassen? Und was eintreten wird, sollen sie uns verkünden! Erschreckt nicht und zittert nicht! Habe ich es dich nicht schon längst hören lassen und es dir verkündet? Und ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Erlöser (Helfer, Führer) ausser mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen” (Jes 44,6-8). Einen gesegneten Shabbat, mit einem packenden Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unseren nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein: 20. Sept. 2020; 25. Okt. 2020; 15. Nov. 2020, jeweils um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Samstag 26. und Sonntag 27. September 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und David. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.