Aus der Gnade gefallen. Teil 20

Glaubensimpuls 432

Wir haben schon oft auf ein einschneidendes Ereignis in der Entwicklung des Christentums hingewiesen, auf eine Fehlentwicklung mit verheerenden Folgen. Paulus sprach brennend von der gleich bevorstehenden leiblichen Wiederkunft seines leiblich auferstandenen Jesus Christus. Doch, sein Jesus Christus war, in der von Paulus angesagten Zeit, nicht wieder zurückgekommen. Viele waren damals verunsichert, verwirrt. Eine Frage, die viele beschäftigte: Ist Paulus ein Betrüger? Was sollten wir tun? Es gab nur einen Ausweg: den TaNaCH befragen. Sie setzten sich intensiv mit dem TaNaCH auseinander. Was sie darin erkannten, konnte für ihr Leben und das ihrer Mitmenschen nicht ohne Konsequenzen bleiben. Entsprechend reagierten sie. Sie wandten sich vom Irrsinn seiner Lehre ab. Er behauptete, die Menschheit sei nur über das Opferblut eines von Gott gezeugten Gott-Menschen möglich. Sein Jesus Christus, der Gott-Mensch, sei ebenso der Messisas des anbrechenden Messianischen Reiches. Er hätte mit seinem Tod die Welt erlöst und von allen Übeln befreit. Er sei aber leiblich auferstanden, in den Himmel aufgefahren und würde jeden Augenblick, im Leibe, wieder auf die Erde zurückkommen, um alle zu richten, die seinem “Evangelium” nicht glauben würden. Immer wieder tauchten unter seinen Anhängern Zweifel auf. Ihre kritische Frage war: “Wo ist die Verheissung seiner Ankunft? Denn seitdem die Väter entschlafen (gestorben) sind, bleibt alles so von Anfang der Schöpfung an” (2Petr 3,4). Gar nichts hat sich durch Jesus Christus in dieser Welt verändert. Er kam gar nicht zurück, das vielgepriesene Friedensreich war nicht gekommen, von Erlösung der Menschen, der Welt, weit und breit keine Spur. Die Verwirrung war in allen “Gemeinden” gross, vor allem in Korinth und Thessalonich.

Wir sagten schon früher: die Gründer des Christentums waren äusserst geschickt und durchtrieben. Wären sie weise Männer gewesen, belehrbar, einsichtig und gewissenhaft, dann hätten sie das prophetische Wort im TaNaCH studiert und sich von ihm korrigieren und leiten lassen. Sie wichen aber dem prophetischen Wort, in seinen Zusammenhängen, ganz bewusst aus. Sie hätten die widersinnigen, biblisch nicht dokumentierten Lehren, die Paulus über den Mashiach des Friedensreiches lehrte, erkennen müssen: Den Tod des Mashiach, seine leibliche Auferstehung, seine gleich bevorstehende leibliche Wiederkunft, seine leibliche Entrückung, zusammen mit allen seinen Anhängern, u.a.m. Sie hätten erkennen müssen, dass eine solche Lehre nirgendwo im TaNaCH, in der Bibel des Jahushua von Nazareth, zu finden ist.

Viel mehr noch: Sie hätten erahnen müssen, was für Folgen eine solche Irrlehre haben würde. Was aber taten sie? Wie wir schon früher sagten: Sie setzten stattdessen eine fromm getarnte terrorisierende Hetzkampagne gegen alle jene in Gang, die sie auf diesen Irrtum aufmerksam machten, die ihnen helfen wollten, davon abzulassen. Sie schmähten diese Bewegung öffentlich. Andere manipulierten sie, setzten sie einem konstanten Druck aus, indem sie Schuldgefühle in ihnen weckten, wie in Korinth: “Deshalb sind viele unter euch schwach und krank, und ein gut Teil sind entschlafen” (1Kor 11,30), d.h. sie waren verstorben, bevor Jesus leiblich hätte wiederkommen sollen. Sie alle hätten leiblich, mit ihm zusammen, in den Himmel hinauf entrückt werden sollen, so wie Paulus das bis anhin lehrte. Entschlafen, sterben, das hätte keinem von ihnen widerfahren dürfen, waren sie doch alle für die bevorstehende leibliche Entrückung bestimmt! Nun aber waren die ersten Gläubigen verstorben. Ihre Leiber wurden beerdigt. Welch ein schreckliches Gericht. Für Paulus war der Tod doch die Folge der Sünde, d.h. des Unglaubens, für alle jene, die seinem “Evangelium” widersprechen! Und nun das!

Wie reagiert Paulus? Er selbst musste wohl völlig verwirrt gewesen sein, als die ersten seiner Anhänger starben, und sein Gott-Mensch war immer noch nicht zurückgekommen, wie er ihm offenbart hatte. Er aber vestansd es, geschickt von seiner verkehrten Lehre abzulenken. Stattdessen überschüttet er jene, die ihm hörig waren, seine “Gläubigen”, mit Schuldgefühlen. Nur jenen unter ihnen ist dieses Gericht widerfahren, die nicht dem Glauben des Paulus entsprechend geglaubt und gelebt haben. Schwache und kranke “Gemeindemitglieder” dürfte es in ihrer Mitte gar nicht geben. Niemand wäre vor der Entrückung gestorben (entschlafen), wenn sie den Leib des Herrn richtig beurteilt hätten (1Kor 11,29). Gemeint ist, wenn sie den Glauben an die leibliche Auferstehung seines Gottes Jesus Christus und an dessen leibliche Wiederkunft, d.h. in und mit seinem Leib geglaubt hätten, diese “Tatsache” verinnerlicht hätten.

Er war doch mit seinem eigenen Leib auferstanden. Offenbar hatten die bereits Verstorbenen nicht so überzeugend an die leibliche Auferstehung geglaubt, andere wiederum glaubten nicht so überzeugend an die leibliche Wiederkunft seiner Menschengottheit, und das noch in ihrem eigenen Leib. Darum, so schreibt Paulus, gibt es so viele Schwache und Kranke in der “Gemeinde” von Korinth. Das ist das Gericht, das über die Ungläubigen gekommen ist. Er versucht die “abtrünnigen” Korinther, mit all seiner philosophisch durchtriebenen Redekunst, mit frommen Verlockungen und Drohungen an sein “Evangelium”, an sich zu binden: an die leibliche Auferstehung seiner Gottheit Jesu Christi, an das leibliche Weiterleben der Gläubigen, im Himmel. Später muss er aber einsehen, dass ihm sein Jesus verkehrte Dinge geoffenbart hatte. Schleichend widerspricht er seinen anfänglichen Behauptungen, wendet und dreht sich darin.

Damit aber sein gravierender Irrtum von seinen Anhängern nicht als solcher entlarvt würde, sprach er von einem Geheimnis, das ihm geoffenbart worden sei (vgl. 1Kor 15,51). Während er anfänglich von der direkten Entrückung der Leiber aller Gläubigen in den Himmel sprach (vgl. 1Thess 4,13-18), sprach er jetzt, nachdem vielen klar geworden war, dass seine Jesus-Gottheit nicht zurückkommen würde, vom Geheimnis des Leibes. “Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen (sterben), wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen” (vgl. 1Kor 15,51-53). Das waren völlig neue Töne. Aber auch dieses angebliche Geheimnis entpuppte sich später als Irreführung, als Lüge, diedie Massen in die religiöse Finsternis führte.

Chanukka erinnert uns an die Wiedereinweihung des Tempels. Es ging damals um viel mehr, als den Tempel. Heute wird es auch Lichterfest genannt und als solches gefeiert. Für uns ehemalige Christen steht Chanukka als Zeichen der Wiederherstellung unseres Glaubens da, unseres Vertrauens auf JaHuWaH. Hat Licht etwa eine andere Bedeutung? Trifft hier etwa nicht das Wort des tiefgründigen und treuen Propheten Jeshajahu (Jesaja) auf uns zu: “..den (religiös) Gefangenen zu sagen: Geht hinaus! und zu denen, die in (der religiösen) Finsternis sind: Kommt ans Licht!” (Jes 49,9). Wie wunderbar hat sich doch das prophetische Wort auch an uns erfüllt: “..ja, er spricht: Es ist zu wenig, dass du (Israel) mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels zurückzubringen. So habe ich dich auch zum Licht der Nationen gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde” (Jes 49,6). Lasst uns JaHuWaH preisen und ihm allezeit für diese wunderbare Liebe danken, die ER an uns erwiesen hat. Liebe Grüsse und weiterhin eine freudenreiche Chanukkazeit.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zum nächste Bibeltreffen in Finsterhennen ein: am 14. Juni 2020 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, Tel: 032 396 34 03, Email: info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Donnerstag, 9. und Freitag, 10. April 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und Pessach. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen. Wegen des Coronavirus wird das Treffen bis auf weiteres verschoben. Über das nächste Treffen werden wir euch auf diesem Weg informieren.