Aus der Gnade gefallen. Teil 18

Glaubensimpuls 430

Welches ist der folgenschwerste Irrtum der gesamten Christenheit? Es ist der irrige Glaube, der Jesus Christus des Paulus, d.h. des “Neuen Testamentes”, und der Jude Jahushua von Nazareth, seien ein und dieselbe Person. Die allerwenigsten Christen unterscheiden hier. Die Folgen dieses Irrtums, sind erschreckende Hinterlassenschaften. Bis heute sind sie nicht zu fassen. Wir werden mit ihnen wohl nie fertig werden. Es sei denn die Christenheit geht über die Bücher und zieht die Konsequenzen. Es ist eine Tatsache, die uns heute herausfordert, dich und mich. Heute kann sich niemand mehr dieser Verantwortung entziehen. Erstens haben wir heute, wie nie zuvor, den Zugang zur Bibel (zum TaNaCH) und zum “Neuen Testament”, zu der “Bibel” der Kirchengründer. Zweitens sind die geschichtlichen Quellen über das Leben des führenden Christentums allen Menschen zugänglich und offengelegt, selbst anhand ihrer eigenen Dokumente. Drittens drohen heute keinem mehr, der diese Quellen gewissenhaft studiert und die Konsequenzen daraus zieht, die Folgen der Inquisition.

Keiner, der sich heute als gläubiger Christ bezeichnet, kann sich dieser Verantwortung entziehen. Keiner kann heute gleichgültig und teilnahmslos daran vorübergehen, gerade so, als gäbe ihn das alles gar nichts an, als sei das alles Schnee von gestern. Auch nicht mit dem Argument, jede Aufforderung, sich mit der christlichen Vergangenheit ernsthaft auseinanderzusetzen, sei nichts anderes als ein Versuch den christlichen Glauben zu verteufeln. Für die Christenheit gibt es zwischen dem paulinischen Jesus Christus des “Neuen Testamentes” und dem Juden Jahushua von Nazareth, kein Fragezeichen, keine Unterscheidung! Dass es sich hier um zwei total verschiedene Gestalten handeln könnte, ein solcher Gedanke würde einem Christen nicht einmal im Traum in den Sinn kommen. Warum wohl? Bis Ende des 4. Jahrhunderts hatten die Gründer des Christentums die beiden grundverschiedenen Gestalten, in einer nicht zu überbietenden Weise an Durchtriebenheit, ideologisch untrennbar miteinander vermischt und dogmatisiert.
Das Ganze wurde mit einem allgegenwärtigen, sehr strengen Überwachungssystem, vernetzt. Erzwungenerweise mussten die Volksmassen die nicht verständlichen Glaubenssätze täglich und jeden Sonntag gebetsmühlenartig rezitieren, repetieren. Im Laufe der Jahrhunderte setzte dieser fromme Terror den Verstand vollkommen ausser Kraft. Das ist das Geheimnis des christlichen Glaubens: Geheimnis des Glaubens! Der Klerus erstickte damit jede kritische Stimme im Volk. Jeder Zweifel an die Rechtgläubigkeit dessen, was ununterbrochen fromm geplappert und praktiziert werden musste, verschwand. Obendrein war alles durchtränkt mit der ständigen Angst vor dem Verlust des Seelenheiles. Damit war jedes Widerstandspotential gebrochen – bis vor kurzem. So sitzt diese schreckliche und folgenschwere fromme Lüge immer noch – unbewusst – tief im religiösen Wesen eines christlich getauften Menschen.

Dieser Zustand hatte zuerst für die Juden, dann aber auch für die ganze Menschheit, verheerende Auswirkungen. Sie bleiben bestehen, wenn in unseren Tagen keine Einsicht und Umkehr folgt. Immer wieder weisen wir auf diese Vermischung hin: Der Jahushua von Nazareth wurde von Paulus, und den folgenden Gründern des Christentums, aus dem Judentum herausgerissen und in die Gestalt einer heidnischen Erlöser-Gottheit, in die heidnisch-paulinischen Gottheit Jesus Christus, umgewandelt, hineininterpretiert: “..wenn wir Christus auch nach dem Fleisch (als Jude) gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr so” (2Kor 5,16b). Warum missbrauchten sie Jahushua von Nazareth auf diese Weise? Nur auf diese Weise konnten sie sich manipulierend und täuschend auf die Aussagen der biblischen Propheten berufen. Gemäss ihrer durchtriebenen Umdeutung des gesamten prophetischen Wortes, lässt sich die neue Gottheit und deren erlösendes Opferblut aus dem TaNaCH ableiten. Nur auf diesem Weg der Irreführung konnten sie ihrer neuen Gottheit die entsprechende Legitimation über alle heidnischen Gottessöhne im römischen Reich und über den Erlöser, Retter und Helfer Israels, JaHuWaH, verschaffen.

Wie wir schon oft erwähnt haben, ist das “Neue Testament” im 4. Jh., aus zahllosen Evangelien (vgl. Lk 1,1) auf vier Evangelien zusammengestaucht worden. Zuständig dafür waren der Grossbetrüger, der hl. Hieronymus (347-420, Verfasser der Vulgata) und der hl. Papst Damasus I. (305-384, Sohn eines Bischofs). Ihr antijüdisches Denken veranlasste sie abertausende von Fälschungen und Umdeutungen vorzunehmen. Für sie waren die Juden die Gottesmörder, weil sie die paulinische Gottheit, Jesus Christus, gekreuzigt hatten. Also, was sollte da noch Gutes von ihnen berichtet werden? Im “Neuen Testament” ist alles so aufgebaut, dass die Masse den Missbrauch und die Lüge nicht erkennen kann und darf. Zudem blieb das Lesen, sowohl des TaNaCH als auch des “NT” dem Grossteil der Christen verboten, das über 1’600 Jahre lang und unter schlimmsten Verfolgungen.

Damit aber schnitten Paulus und seine Nachfolger den Menschen den Zugang zum verheissenen Segen Abrahams ab (vgl. 1Mo 12,3): “Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht!” (4Mo 24, 9). Indem Paulus alle verflucht, alle Juden, denen dieses verbindliche Wort von JaHuWaH zugesprochen ist, hat Paulus sich selbst dem Fluch JaHuWaHs ausgesetzt, unterzogen. Wer will die Auswirkungen dieser Worte in der Geschichte der Christenheit und der Menschheit etwa leugnen? Die verbrecherischen Blutspuren durchziehen die ganze Kirchengeschichte, bis hin zur Shoa (Holocaust). Sie lassen keinen Zweifel offen.

Diese Zeiten sind nun endgültig vorbei. Vor allem für alle jene, die sich bewusst JaHuWaH und dem Menschsein zuwenden. Stehen unser Menschsein, unsere Erlösung, unser Segen und unsere Grundrechte nicht wesentlich in Verbindung mit JaHuWaH? Bedenken wir noch einmal: Den christlichen Massen war der Zugang zur Bibel und zum “NT” über rund 1’600 Jahre unter Todesstrafe verboten. Erschütternd, nicht wahr? Erstens ist es nur verständlich, dass nach so vielen Jahrhunderten grausamster Verfolgungen das Interesse für den TaNaCH (die Bibel) und das “NT”, abgestorben ist. Zweitens sind die Menschen auf diese Weise für die christlichen Führer manipulierbare fromme Sklaven geblieben – bis zu dieser Stunde. Und drittens verhinderten sie damit, dass die Menschen Einblick in die schrecklichen Widersprüche zwischen TaNaCH und “NT” erkennen und ihre Konsequenzen ziehen konnten. Heute sind es, weltweit gesehen, nur sehr wenige Christen, die sich aufrichtig und gewissenhaft mit dem Konflikt zwischen TaNaCH, der Bibel, und dem “NT”, auseinandersetzen. Für die meisten Christen zählt das “NT” heute zu den Märchenbüchern. Sie würden wohl recht bekommen, wenn es nicht eine todbringende Falle wäre.
Die Evangelikalen, die Pfingstgemeinden und die vielen anderen unabhängigen christlichen Glaubensgemeinschaften, die zwar die Bibel (TaNaCH) und das “NT” lesen, schaffen es immer noch nicht, sich aus den geistlichen katholisch-indoktrinierten frommen Fesseln ihrer Gründer, den Gründern des Christentums, zu lösen. Der verfluchende und drohende Finger des Paulus, der Finger der auf die Hölle weist, die es übrigens nicht gibt, schwebt allezeit wie ein Damoklesschwert über ihrem Denken und Forschen. Sie bewegen sich unablässig innerhalb der antijüdischen Ideologie des “NT”, blind und radikal.

Die christliche Masse geht nun mal gemeinsam diesen paulinischen Irrweg. Wehe dem, der ausschert! Sie reden sich unaufhörlich gegenseitig ein, sie würden damit JaHuWaH und den Menschen einen Dienst erweisen, das ewige Leben vermitteln. Welch ein Trugschluss, welch ein Selbstbetrug! In Wirklichkeit gesehen, im Lichte der Bibel geschaut, leben sie konstant unter dem Fluch JaHuWaHs. Hätten wir den freien Zugang zur Bibel des Jahushua von Nazareth nicht geöffnet bekommen, und wäre uns die leidvolle Geschichte der Menschen, unter der Macht des Christentums, nicht zugänglich gemacht worden, wir wären als Opfer des paulinischen Irrtums, irgendwo in der Wüste des Lebens stecken geblieben, umgekommen und fromm versandet. Wir hätten es nicht vermocht, diesen Fluch als Fluch zu erkennen. Wie immer, gibt die Geschichte dem Wort der Bibel, dem TaNaCH, recht. Wer wollte das leugnen? Ist das etwa nicht wunderbar?
Paulus hat für sich den Fluch statt den Segen gewählt. Er verflucht JaHuWaH und sein prophetisches Wort. Er wiegt eine Masse von Menschen in falschen Glaubenssicherheiten. Was er, in den letzten bald 2000 Jahren, zahllosen Menschen angetan hat , was er an verheissenem Segen verhindert und zerstört hat, vermögen wir nicht zu erfassen.

Das Elend, das sich bis heute über die Juden und die Menschheit ergossen hat, zwingt uns, über die Bücher zu gehen. Wir dürfen nicht untätig bleiben. Er verflucht alles und alle, die sich seiner Lehre nicht unterwerfen. Angefangen bei den Urvätern und -müttern des Glaubens über Noah, Shem, Melchisedek, Abraham, Moshe und alle Propheten und Schriftgelehrten, bis hin zu Jahushua von Nazareth, alle verflucht er, denn sie alle kannten sein “Evangelium” nicht. Sie hätten sich seinem “Evangelium” niemals unterworfen. Der Strom der paulinischen Verfluchungen ist unter Christen nie unterbrochen worden. Er ist bis heute nie zum Stillstand gekommen.
Ohne Unterbruch verfluchen und verfolgen die Christen in ihrem Glauben die Juden. Heute zwar getarnt, und mit vielen Schmeicheleinheiten, doch nach wie vor in der versteckten geistigen Haltung und Zielausrichtung des Paulus.

Diese Haltung wird am Festhalten der paulinischen Glaubensgrundlage bestätigt: an dem von JaHuWaH angeblich geforderten menschlichen Blutopfer, ohne das kein Mensch errettet werden kann. Doch die Gläubigen der Bibel, die von Kindesbeinen an in den Weisungen JaHuWaHs unterwiesen waren und sind, stellten sich durch alle Jahrhunderte hindurch entschieden gegen die Irrlehre von einem Menschenopfer und von der erlösenden Wirkung seines Blutes. Abermillionen Juden erlitten deswegen unsägliches Leid von Seiten der Christen.

Mit den Worten aus Sprüche 30,5-6 grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen gesegneten Shabbat: “Alle Rede JaHuWaHs ist geläutert. Ein Schild ist er denen, die bei ihm ihre Zuflucht suchen. Füge zu seinen Worten nichts hinzu, damit er dich nicht überführt und du als Lügner dastehst!” Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein, sofern die Situation um den Coronavirus es zulassen wird: Montag, 13. April 2020, um 10.00 Uhr. Wir werden, dich kurz vorher auf diesem Weg informieren. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben. Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Donnerstag, 9. und Freitag, 10. April 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und Pessach. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen. Wegen des Coronavirus wird das Treffen bis auf weiteres verschoben.