Aus der Gnade gefallen. Teil 14

Glaubensimpuls 426

Setzt sich ein aufrichtiger Christ über längere Zeit mit dem zweiten Bericht des Lukas im “Neuen Testament”, mit der Apostelgeschichte, auseinander, dann fallen ihm Ungereimtheiten und Widersprüche auf, wie sie uns in allen Berichten des “Neuen Testamentes” begegnen. Es fällt der gravierende Missbrauch des gesamten prophetischen Wortes auf. Alles wird in eine völlig entgegengesetzte Richtung gedeutet und gesteuert, hinein in ein todbringendes Netz, weg von JaHuWaH, hin zu der paulinischen Gottheit Jesus Christus. In der Bibel (TaNaCH) sind uns die gesunden Grundlagen und Schätze des Lebens von JaHuWaH, anvertraut, geschenkt. Die biblischen Inhalte bleiben Ausgangspunkt für jede gesunde und menschliche Weiterentwicklung. Alles Dasein und jedes Zusammenleben findet in diesem Lebensschatz seine Entfaltung und Erfüllung. Doch was macht Paulus – oder “Paulus”, d. h. die späteren Redaktoren seiner Briefe? Alle Zeugnisse der Propheten, die einzig und allein von JaHuWaH, von dessen Herrschaft und Frieden sprechen, auch im kommenden Friedensreich, werden samt und sonders auf die christliche Erlöser-Gottheit des Paulus, auf Jesus Christus, ausgelegt. Von einer solchen Erlöser-Gottheit – neben JaHuWaH – spricht aber kein einziger Prophet.

Im Laufe der Jahrhunderte hat das Christentum ein unvorstellbares antibiblisches theologisches System entwickelt und unter grausamsten Methoden den sich unterworfenen Völkern übergestülpt. Indem sich das Christentum von der Quelle des Lebens gelöst hat, hat es sich ebenso von den Juden, dem Volk JaHuWaHs und dem Segen Abrahams (vgl. 1Mo 12,3), gelöst. Was zeigt uns die bald 2000-jährige Geschichte der Christenheit? Durch die Abwendung vom Volke JaHuWaHs, und die damit einhergehende Verachtung des verheissenen Segens an und über Abraham, öffneten sich die Tore ins finstere Mittelalter, in das was Hölle in Wirklichkeit ist. Was folgte, ist grauenvoll und führte zum Holocaust, der uns allezeit fassungslos macht.

Heute steht der Zugang zu den unleugbaren geschichtlichen Fakten allen Menschen weit offen. Jährlich verlassen weltweit Millionen das Christentum. Sehr viele Menschen stehen selbst als Christen dem Christentum distanziert gegenüber. Dennoch ist ihnen der paulinische Indoktrinationsfluch tief in Fleisch und Blut geschrieben. Im Unterschied zu den vergangenen bald 2000 Jahren, ist seit einigen Jahren allen Christen die Möglichkeit gegeben, sich mit den biblischen Inhalten intensiv auseinanderzusetzen und daraus Konsequenzen zu ziehen, ohne dass sie von den christlichen Führern um einen Kopf kürzer gemacht werden. Ist das nicht wunderbar? Ist das nicht ein Grund zum Feiern, an jedem Shabbat neu? Jetzt dürfen wir die Widersprüche zum TaNaCH, die Auslöser für die schrecklichsten Verbrechen in der Menschheitsgeschichte geworden sind, analysieren, erkennen und verwerfen.

Es gilt als das Erstrebenswerteste eines Christen: ” zu sein wie Jesus”, oder “Jesus immer ähnlicher zu werden”, oder Jesus nachzufolgen”! Dabei sind sich die Christen gar nicht bewusst, dass sie darüber, wie Jesus wirklich lebte, überhaupt nichts wissen oder wenn, dann nur am Rande. Was wissen sie schon von diesem Menschen und seinem Leben als Juden? Die Frage, die sich uns hier stellt: Wen meinen sie mit Jesus? Meinen sie den von Paulus entjudaisierten Jahushua von Nazareth, den er zu einer Gottheit namens Jesus Christus gemacht hatte, oder meinen sie den wirklichen Juden Jahushua von Nazareth, der als Jude unter den Juden lebte?
Will ich glaubensmässig sein wie jemand anderes oder ihm darin ähnlich werden, oder nachfolgen, dann muss ich mich mit dessen Leben, mit dessen Lebensgewohnheiten und Lebensrhythmen befassen. Ist mir das nicht möglich, weil die betreffende Person nicht mehr lebt, dann muss ich nach der Lebenskultur, in der die betreffende Person gelebt hat, suchen, und sie kennenlernen. Diese Tatsache kann ich nun einmal nicht umgehen.

In unserem Fall ist das ein einzigartig leichtes Unterfangen. Wenn ich mit Jesus Christus den Jahushua von Nazareth meine, dann muss die Sache doch klar sein. Ich frage mich schlicht und einfach: Welchem Glauben gehörte Jahushua Zeit seines Lebens an? In welchem Glauben lebte er? Was lehrte er wirklich? Für welchen Glauben starb er? Die Antwort auf diese Frage ist nirgendwo leichter zu finden als bei Jahushua von Nazareth. Den Zugang zur Person Jahushua von Nazareth kann mir nur der TaNaCH geben. Alle anderen Quellen muss ich kategorisch ablehnen, selbst die des “Neuen Testamentes”. Millionen von Juden setzen heute noch ihr Vertrauen allein auf den EINZIG EINEN JaHuWaH, wie das vor 2000 Jahren, als Jahushua von Nazareth lebte, auch der Fall war. Der TaNaCH war für Jahushua die unantastbare Quelle des Lebens (vgl. Mt 5,19). Hier kann ich mich bereits prächtig üben und bewähren lernen, wenn ich sein will wie Jahushua, ihm immer ähnlicher werden will, ihm nachfolgen will. Das betrifft ebenso die 10 Weisungen, bzw. Gebote, nach denen Jahushua lebte. Sie sind heute noch allen zugänglich, haben ihre Gültigkeit keineswegs verloren. Ebenso feierte Jahushua ohne Wenn und Aber Shabbat, ebenso die übrigen Feste JaHuWaHs, ebenso war er beschnitten. Heute noch leben viele Juden in dieser Beheimatung. Jahushua feierte alle diese Weisungen JaHuWaHs. Für ihn waren sie Geschenke des Lebens, Lebensquellen, die er mit dem ganzen Einsatz seines Lebens, mit dem Herzen, mit ungeteilter Hingabe und Ausdauer bis zu seinem Tode verteidigte. Das war seine Gemeinde, seine Beth HaKnesset, die er liebte, für die er schliesslich starb. Darin war er beheimatet, ohne Wenn und Aber. Das sagen uns seine Lehraussagen, wie etwa in Matthäus: 4,4: “Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund JaHuWaHs (Gottes) ausgeht."

Seine Lehraussagen – aus seinem Munde – waren ein klares, unzweideutiges und unmissverständliches Bekenntnis zur Thora, zur ganzen Bibel, zum TaNaCH. Das war seine Bibel, eine andere kannte er nicht. Manche Christen sind entsetzt, wenn wir ihnen sagen, dass Jahushua von Nazareth kein “Neues Testament” kannte, nie darin gelesen hat, so etwas nie gelesen hätte. Nie an einem Sonntag in einem christlichen Gottesdienst anwesend war, dass er auch nie gelehrt hat, die Versammlungen vom Shabbat auf den Sonntag zu verlegen. Das wäre für ihn undenkbar gewesen. Auch hat er nie gelehrt, ihn als als zweite Gottheit, neben dem Abba JaHuWaH, anzubeten. Er sprach auch nie von einer dritten Gottheit, die es ebenso anzubeten gilt. Wenn ein Christ mit Jesus tatsächlich Jahushua von Nazatreth meint, und Jahushua immer ähnlicher werden will, sein will wie Jahushua, ihm allein nachfolgen will, dann hat er schon mal einiges in seinem Leben zu überdenken, zu überprüfen und aufzuarbeiten. Wir fahren im nächsten Glaubensimpuls weiter.

Allen wünsche ich viel Freude im Wohnhaus JaHuWaHs. Lasst es euch darin gut gehen: “Hallelujahu! Ja, es ist gut, unserem Erlöser (Gott) zu spielen! Ja, ein Lobgesang ist schön, ist lieblich” (Ps 147,1). Shalom und herzliche Grüsse

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) ein, sofern die Situation um den Coronavirus es zulassen wird: Montag, 13. April 2020, um 10.00 Uhr. Wir werden, dich kurz vorher auf diesem Weg informieren. Übernachtungsmöglichkeiten sind gegeben. Anmeldung: k.hunzinger@sunrise.ch / Tel.: 032 396 34 03 und frmazo@hispeed.ch / Tel.: 031 991 69 12.

Einladung zu den Vorträgen in D-83317 Achtal / Teisendorfer Str. 93 (kein Bahnhof). Donnerstag, 9. und Freitag, 10. April 2020. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Haupthtema: Melchisedek und Pessach. Dazwischen Austausch und Essenszeiten. Anmeldung: bitte telefonisch unter 08666 – 2174 973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen. Wegen des Coronavirus wird das Treffen bis auf weiteres verschoben.