Aus dem Glauben des Jahushua von Nazareth. Teil 8

Glaubensimpuls 484

Die christlichen Kirchen feiern in diesen Tagen die Menschwerdung ihres Gottes, die Geburt ihres Gottes Jesus Christus, als kleines Kind in der Krippe. Ihr Gott wurde ein wirklicher Mensch, so sagt es ihre Theologie, bzw. ihre Philosophie. Er wurde wahrer Mensch und blieb dennoch wahrer Gott. Er war beides. Dieses Dogma, das die Christen als Zwei-Naturen-Lehre bezeichnen, wurde auf dem Konzil zu Chalcedon (451) definitiv zur heilsnotwendigen Glaubens-Wahrheit erklärt, ohne die niemand gerettet werden kann. Es war nichts anderes als die Bestätigung der Lehre des Paulus, die später auch von Johannes und anderen übernommen und stetig weiterentwickelt worden war: “nämlich dass Gott (selbst) in Christus war.” (2Kor 5,18) und “der (Christus)in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt (nicht wie einen Raub festhielt), Gott gleich zu sein” (Phil 2,6). “Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort (Jesus) war Gott” (Joh 1,1). Dieser (sein Sohn Jesus Christus) ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben (1.Jo 5,20).

Dass der Geist JaHuWaHs in einem Menschen ist und wirkt, das können wir alle verstehen, das zeigt uns die Bibel, der TaNaCH (“AT”) durchgehend auf. Die Propheten, Seher, Gerechten, Schriftgelehrten u.a.m. redeten im Geist des JaHuWaH. JaHuWaH war aber nie leiblich in ihrer Person anwesend und tätig, auch war er nie als ihre Person anwesend und tätig auf dieser Erde. In keinem von ihnen war JaHuWaH jemals leiblich anwesend, wie das die christliche Theologie, Philosophie, Predigt und Lehre eisern von dem Menschen, der ihre Gottheit ist, Jesus Christus, behauptet. Das ist vom Wesen JaHuWaHs her gar nicht möglich. “Dann sprach er (JaHuWaH zu Moshe): “Du kannst es nicht ertragen, mein Angesicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben” (2.Mose 33,20). Es gibt nicht eine einzige prophetische Vorhersage im TaNaCH (“AT”) die besagt, dass JaHuWaH leiblich – als Säugling – geboren werden würde. Wenn dem so wäre, dann wäre die ganze Bibel, der ganze TaNaCH (“AT”) über und über voll von dieser Botschaft. Kein Prophet hätte sich zurückhalten können, “denn JaHuWaH tut nichts, es sei denn, dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, enthüllt hat” (Am 3,7).
So ein zentrales zukünftiges Geschehen hätte zum zentralsten Kern der Verkündigung aller Propheten gehört. Es hätte unmöglich verborgen bleiben können. Das gesamte prophetische Wort widerspricht dieser Lehre, dass JaHuWaH jemals leiblich in einem Menschen Mensch werden und dann noch “die Welt mit sich selbst versöhnen” würde (2Kor 5,19). Der ganze fromme Irrsinn wird noch widersprüchlicher mit der Lehre, dass JaHuWaH (Hl. Geist) sich selbst in die Jungfrau Maria als Gott hineingezeugt habe, dass sie JaHuWaH als Säuglings-Gott gebar und dennoch immer Jungfrau geblieben sei. Das sind Lehren, die wir – eins-zu-eins – aus den heidnischen Religionen kennen.
Es ist niederschmetternd mitansehen zu müssen auf welchem Niveau Christen JaHuWaH , den Erlöser Israels, herabwürdigen – ihn auf die gleiche Stufe der heidnischen Götter setzen und ihn mit denselben abartigen Eigenschaften versehen, wie das die Heiden – logischerweise – mit ihren Göttern tun. Niemals hätte sich JaHuWaH solchen verwerflichen, niederträchtigen heidnischen Gedanken und Praktiken hingegeben – wie das Schwängern einer Jungfrau, unter dem Deckmantel eines heiligen Geistes! Auch der Jude Jahushua von Nazareth hätte niemals, nicht im entferntesten Sinne, jemals eine solch verwerfliche Theologie und Glaubenspraxis bejaht, die im Laufe der letzten 2000 Jahre solche verhängnisvolle Auswirkungen auf sein Volk und die ganze Menschheit hatte.

Halten wir fest: Das biblische Zeugnis verwirft unmissverständlich die Lehre, dass JaHuWaH zeugte wie die Götter zeugen, dass er jemals einen Gott ihm gleich gezeugt hätte, und dass er selbst auf diese Weise Mensch geworden sei. Diese Verwerfung gehörte zum fundamentalen Kern des Glaubens, den Jahushua von Nazareth hatte. JaHuWaH wird immer dann Mensch in dieser Welt, wenn Menschen geistigerweise aus IHM gezeugt und geboren werden. “Den Felsen, der dich gezeugt, täuschtest du und vergassest JaHuWaH, der dich geboren” (5.Mo 32,18). Wo die Weisungen JaHuWaHs in ihrem Zusammenhang wohl durchdacht und gelebt werden, dort wird das Wesen JaHuWaHs in dieser Welt sichtbar gemacht. Auf diese Weise wird JaHuWaH Mensch auf dieser Erde. “Ich JaHuWaH.. ich behüte dich und mache dich.. zum Licht der Nationen (Jes 42,6; vgl. Jes 49,6; 51,4).
Wie anders sollte das Wesen JaHuWaHs auf dieser Erde von Menschen erkannt werden als von Menschen, die sich nach seinen Weisungen ausstrecken, die bemüht sind seine Weisungen auszuleben, die dran bleiben? In seinem Geist lebt er in und mit Menschen auf dieser Erde. Wer das von JaHuWaH im Geiste Gezeugte und Geborene antastet, der tastet seinen Augapfel an. JaHuWaH identifiziert sich mit den Menschen, die IHM angehören. Meine Aussage vom letzten Gim 483 möchte ich diesmal etwas verständlicher rüberbringen: Lasst uns in JaHuWaH, dem El Shaddai, und dem El Eljon zur Ruhe kommen und allen – wenn möglich – als Menschen begegnen. Darin wird das Wesen des JaHuWaH von allen seinen menschlichen Seiten allen sichtbar. Das wünsche ich allen von Herzen. In dieser Gemeinschaft mit JaHuWaH wünsche ich allen geruhsame Tage und – wie immer – einen gesegneten Shabbat. Liebe Grüsse und Shalom!

Gregor Dalliard

(Frühere Gims zu Weihnachten – alle überarbeitet: 273, 274, 275, 276, 277, 377, 378, 379, 380, 381)

Ankündigungen

Neu: In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).