Aus dem Glauben des Jahushua von Nazareth. Teil 3

Glaubensimpuls 479

Wir haben den letzten Gim mit folgender Frage abgeschlossen: “‘Alles nun, was sie (die Pharisäer) euch sagen, tut und haltet..'” (Mt 23,3a). Nun ja, wenn Jahushua von Nazareth seinen Schülern gebietet, alles zu tun und zu halten was die Pharisäer lehren, wie sieht das mit der Anbetung des JHWH bei den Christen von heute aus?" Ja, das ist eine entscheidende Frage! Und die Frage die davon nicht zu trennen ist lautet: Und wie sieht das mit der Beziehung zu JHWH aus? Mit grosser Freude und Dankbarkeit wollen wir diesen Fragen nachgehen. An der Beziehung und an der Anbetung des EINEN EINZIGEN Erlösers JaHuWaH lag Jahushua alles. Er wusste sehr genau, wie viel für das menschliche Leben davon abhängt. Kein Pharisäer und Schriftgelehrter wäre jemals auf den Gedanken gekommen diesen Fixpunkt des Glaubens, der Fixpunkt allen Lebens ist, zu hinterfragen oder zu negieren – auch Jahushua von Nazareth nicht! Das zu wissen tut gut! Fangen wir darum gerne bei den Anfängen des biblischen Offenbarungsreichtums an und setzen wir uns damit gerne auseinander. Der persönliche Name JHWH (sprich: JaHuWaH) war der Menschheit ursprünglich nicht bekannt – besser: nicht mehr bekannt! Seth, der dritte Sohn von Adam und Eva hatte einen Sohn der Enosh hiess. Im Zeitalter von Enosh fing man an den Namen JHWH anzurufen (vgl. 1Mo 4,26). Offenbar war der Name JHWH später nicht mehr im Bewusstsein der Israeliten. Es liegt im Wesen des Menschen, Wesentliches langsam aber sicher wieder zu verlieren, wenn er es nicht zu schätzen weiss und entschieden dran bleibt! Erst dem Propheten Moshe wird der Name JHWH wieder geoffenbart. Warum gerade Moshe?

Moshe war als Findelkind von der ägyptischen Prinzessin aufgenommen worden. (2Mo 2,5ff). Er wuchs am ägyptischen Königshof auf. Damit lernte er die ägyptische Götterwelt kennen wie wohl kein anderer vor ihm. Er sah die Kräfte aufreibenden liturgischen Handlungen der Mumifizierung von zahllosen Tiergottheiten. Endlos liefen sie ab. Was brachte die Anbetung der zahllosen Götter in Menschen- und Tiergestalten hervor? Letztlich nur Elend, Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen. Die Angst vor den drohenden Götterwelten begleitete die Menschen auf Schritt und Tritt. Die religiöse Finsternis war allgegenwärtig, grenzenlos und zerstörerisch. Moshe aber wusste, dass er Hebräer war. Er wusste wie sehr die Ägypter die Hebräer mieden und quälten. Einer der Hauptgründe war: Die Hebräer lehnten die Götter und ihre Welten ab. In den Augen der Ägypter machten sie sich die Israeliten den Göttern gegenüber schuldig. Darum wurden sie für jedes Unglück im Lande haftbar gemacht. Die Strafe lag in ihrer Unterdrückung und in der Absicht einer gezielten systematischen Ausrottung. Die Israeliten lehnten vor allem den alten ägyptischen Schöpfergott Chnum-Re ab, den die Hebräer als Widder JHWH opferten. Gim 406 Nach der Begegnung mit JaHuWaH opferte Abraham anstelle eines Menschen einen Widder, eine Gottheit (vgl. 1Mo 22). Bis dahin wurden von den Nachkommen Adams – nach biblischem Zeugnis – Schafe geopfert (vgl. 1Mo 4,2; 1Mo 22,7).
Beim Auszug aus Ägypten – in der Nacht davor – hatte JHWH, der Schöpfer allen Lebens, dem ausziehenden Volk eine klare Weisung gegeben. Ein männliches Lamm, einen Widder, sollten sie in allen ihren Wohnstätten schlachten und das Blut an die Eingangspfosten und Oberschwellen streichen. Mit dem Blut an den Pfosten zeigten die Israeliten JHWH ihre Lossagung von den ägyptischen Göttern an, vor allem von dem Schöpfergott Chnum-Re, denn sie hatten sie in jener Nacht, bevor sie aus Ägypten auszogen, symbolisch geschlachtet, verspiesen und den Rest verbrannt. (vgl. 2Mo 12). (Das Pendant zu Chnum-Re ist für die Griechen der Gott Pan. Pan ist ein Mischwesen aus Menschenoberkörper und dem Unterkörper eines Widders oder eines Ziegenbocks). Die Israeliten hatten sich offiziell vom ägyptischen Joch, seinen Göttern und seinem ägyptischen Schöpfergott, dem Widdergott Chnum-Re losgesagt. Gim 406. Damit logischerweise auch von der ägyptischen Trinität (Dreifaltigkeit), d. h. von den drei Gottheiten Amun-Re, Mut und Chons, bestehend aus Vater, Mutter, und Kind (www.amun.de/amun-re.htm). Der christliche Glaube besteht in seinem Wesen aus einer solchen heidnischen Triade (Trinität), die wir in allen heidnischen Grossreligionen der Antike finden. Wie bei den Ägyptern, Griechen, und anderen heidnischen Völkern ist dieser Glaube auch zum Zentrum des christlichen Glaubens geworden: Vater (Deus= Zeus), Sohn (Jesus [Zeus] Christus) und heiliger Geist (ursprünglich stellt der hl. Geist die Muttergottes dar).

Moshe sah in den Israeliten seine Brüder. In 2Mo 2,11+ff lesen wir von den Reaktionen des Moshe als ein Ägypter einer seiner Volksgenossen schlug. Er tötete ihn und musste vor der Rache des Pharao in die Wüste fliehen. Moshe heiratete Zippora, die Tochter des Priesters von Midian. Der zweite Sohn, den Zippora gebar, nannte Moshe Elieser: “Der andere aber hiess Eliëser, denn er hatte gesagt: Der Erlöser (Gott) meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich vom Schwert des Pharao gerettet” (2Mo 18,4). Moshe, der ägyptische “Prinzensohn”, hütete nun in der Wüstenoase von Midian die Schafherden Jitros, seines Schwiegervaters. Die traurige und tragische Situation seiner Stammesgenossen in Ägypten muss ihn Tag und Nacht beschäftigt haben, muss ihm manche schlaflose Nacht bereitet haben. Er hatte viel Zeit zum Nachdenken. Er rang, bat und flehte den Erlöser seines Vaters an. Plötzlich kam der Durchbruch – beim Dornbusch. Was er tun musste, dessen war er sich nun unerschütterlich gewiss, ohne Wenn und Aber, nichts mehr konnte ihn davon abhalten, zurückhalten. Oder doch? Der brennende Dornbusch war das Zeichen seiner erreichten und festen Überzeugung, der Gewissheit, die durch nichts getrübt werden konnte: JHWH sprach: “Tritt nicht näher heran! Zieh deine Sandalen von deinen Füssen, denn die Stätte, auf der du stehst, ist heiliger Boden! Dann sprach er: Ich bin der Erlöser deines Vaters, der Erlöser Abrahams, der Erlöser Yitzchaks und der Erlöser Jakobs.. Nun aber geh hin, denn ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Söhne Israel, aus Ägypten herausführst!” (2Mo 3,5-6.10).
Diese alles durchdringende Gewissheit in seinem Herzen ist Beziehung, ist Gemeinschaft mit JHWH. Sie wird uns mit dem Bild des brennenden Dornbusches vor Augen geführt. Moshe hat aber auch seine Ängste. Er kann sich mit seiner brennenden Frage nicht zurückhalten: “Moshe aber antwortete dem aus dem brennenden Dornbusch in sein Herz Redenden: Siehe, wenn ich zu den Söhnen Israel komme und ihnen sage: Der Erlöser eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mich fragen: Was ist sein Name?, was soll ich dann zu ihnen sagen? Da sprach der aus dem brennenden Dornbusch Redende zu Moshe: ‘Ich bin, der ich bin.' Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: Der ‘Ich bin’ hat mich zu euch gesandt” (Mo 2,13-15). Wir sollten übersetzen: “Ich bin tätig als der, der sich wirksam erweist”. Wir haben uns über das Wesen des Namen JHWH schon mächtig gefreut. Gim 458. “Und der Redende sprach weiter zu Moshe: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: JHWH (JaHuWaH), der Erlöser eurer Väter, der Erlöser Abrahams, der Erlöser Yitzchaks und der Erlöser Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist meine Benennung von Generation zu Generation” (2Mo 3,15). Ja, und was heisst das nun – auch für mein Leben? Forts. im nächsten Gim.

Der Prophet Joel ruft uns zu: “Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen JHWH anruft, wird gerettet werden (Frieden haben)” (Joe 3,5). Ein solcher Mensch kann sich der Beziehung mit JHWH durch und durch gewiss sein, darin in Ruhe leben, egal was da alles um ihn herum und in ihm drinnen schief gelaufen ist oder schief läuft, was da an Unvermögen geschehen mag.

In Dankbarkeit und Verbundenheit wünsche ich allen einen ruhigen Shabbat. Shalom und liebe Grüsse

Gregor Dalliard

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