"Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Gesalbte (Christus), oder dort! so glaubt ihnen nicht." (Mt 24,23)

Glaubensimpuls 43

Das Glaubens- und Wahrheitskriterium für Jahushua und seine Schüler war das zusammenhängende prophetische Wort in Moshe, Propheten und Schriften, also allein der TaNaCH, das “AT”. Das war ihr Kriterium von Anfang an. Das steht ausser Frage. Jahushua selbst und seine Schüler (von den Christen fälschlicherweise Apostel genannt), wiesen allezeit darauf hin. Allein diese Schriften waren Ausgangspunkt aller Verkündigung und Lehre und Quelle der Beurteilung in anfallenden Fragen des Glaubens und des Lebens. Allein darauf bauten sie auf. Das war ihr spezielles Kriterium um wahre und falsche Lehre (Lehrer) voneinander unterscheiden zu können.

Die Israeliten, und damit auch die Juden, waren als gesamtes zwölfstämmiges Volk von JaHuWaH, dem himmlischen Vater selbst, aus allen Nationen auserwählt und ausgesondert worden – und das – als das geringste Volk (vgl. 2Mo 4,22-23; 5Mo 7,6-8 u.a.m.). “Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein” (2Mo 19,6). Dazu gibt es eine ganze Reihe von Parallelstellen. Was wir wissen sollten, um Missverständnisse zu vermeiden, heilig sein heisst von einem Auftraggeber zur Erfüllung eines von ihm bestimmten Auftrages ausgesondert sein. Zum Wort “ausgesondert (heilig) sein” gehört untrennbar das wichtige Wörtchen “treu sein”.

Was lehrt uns die Bibel (der TaNaCH = “AT”) weiter, etwas das die Christen verworfen haben? Hinzu kommt die Tatsache, dass JaHuWaH bleibend am Volk der zwölf Stämme (Same Abrahams) festhält. Das heisst, dass ER für alle Zeiten, an dem von ihm einseitig geschlossenen Bund mit Abraham festhält (vgl. 1Mo 12), ebenso an den damit verbundenen Zusagen und Verheissungen. Diese Zusagen und Verheissungen sind an vielen Stellen der Bibel bezeugt. JaHuWaH beruft sich durch die ganze Heilsgeschichte hindurch immer wieder auf diesen Bund und auf sein Volk. Dies zu wissen und hervorzuheben ist äusserst wichtig. Damit wird der christlichen Ersatztheologie – mit dem falschen Messias Jesus Christus – der Todesstoss versetzt. Was heisst das?
Jahushua von Nazareth bereitete die Juden auf die falschen Messiasse vor, die JaHuWaH und seinem Volk den einzigartigen Bund streitig und abspenstig machen wollen. Sollte jemand in eurer Mitte auftreten, predigen und lehren: JaHuWaH ist einen Bund mit einem anderen Volk eingegangen, so glaubt es ihnen nicht: “Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Gesalbte (Christus, der Messias) oder dort! so glaubt ihnen nicht” (Mt 24,23). Die Christen lehren: hier ist der Messias, der Jesus Christus ist es, er, der wahrer Mensch und wahrer Gott ist, er ist der angekündigte Messias, mit ihm und über ihn hat JaHuWaH einen Neuen Bund geschlossen, m.a.W.: Wenn sie sagen, die Juden sind von JaHuWaH definitiv verworfen worden, samt ihrer Bibel, dem TaNaCH = “AT”, “so glaubt ihnen nicht”. Genau so hat doch auch Jahushua von Nazareth die Juden verworfen und verdammt, “so glaubt ihnen nicht”. Darum nennt er sie doch Söhne des Teufels, die tun, was sie von ihrem Erzeuger, dem Teufel hören. Sie seien nicht aus JaHuWaH gezeugt, sondern vom Teufel (vgl. Joh 8,37-47), “so glaubt ihnen nicht”.

JaHuWaH bleibt seinen Verheissungen treu. Das Messianische Reich wird nur innerhalb der prophetisch zusammenhängenden Verheissungen anbrechen. Jahushua warnte vor dem schrecklichen Missbrauch der prophetischen Aussagen und seiner Person: “Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen” (Mt 24,5). Die Aussage: “Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus”, muss so verstanden werden: **“Viele werden sich auf mich berufen und sagen, der Jahushua von Nazareth ist der Christus, der verheissene Messias”. Es ist genau das, was die Christen tun. Unter dem Namen des Jahushua, den ihre Glaubensgründer zum Jesus Christus gemacht hatten, lehren sie “hier ist der der König Israels, der Christus, der Messias, bei den Christen”. “Glaubt ihnen nicht”, sagt Jahushua. Ihre Absicht ist es die Auserwählten, d. h. die Juden, die JaHuWaH-treuen zu verführen (vgl. Mt 24,24). JaHuWaH selbst ist der König Israels. Jahushua war nie König Israels, selbst als der umgepolte Jesus Christus wird er nie König Israels sein (vgl. Sach 14,9.16; 1Sam 12,12; Ps 145; Ps 5,3; Ps 44,5; Ps 74,12: Ps84,4 u.a.m.).

Was der himmlische Vater JaHuWaH zu Abraham sagte, gilt für das ganze Volk der zwölf Stämme und deren Nachkommen. Das gilt bleibend, für alle Generationen und Zeiten: "..in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde" (1 Mo 12,3). “Heilige Menschen sollt ihr mir sein” (2Mo 22,30), (ausgesonderte, gegen jegliche Form von Götzendienst in Lehre und Praxis). Das auserwählte Volk ist als sein priesterliches Volk vom himmlischen Vater JaHuWaH mit einem ganz besonderen Dienst beauftragt worden. Es soll alle Menschen zu der von JaHuWaH verordneten Beziehung und Anbetung führen. Der Name JaHuWaH wird so nicht dem Spott der Heiden preisgegeben werden, auch nicht seine Propheten, über die ER geredet hat. Sie werden keinem falschen Mashiach (Messias) zum Opfer fallen, auch keinen falschen Messiasvorstellungen und Messiaserwartungen, was – über Paulus – mit den Christen tragischerweise eingetreten ist!
Die Menschheit soll ebenso über sein auserwähltes Volk die lebensnotwendigen Ordnungen JaHuWaHs erfahren und allezeit daran erinnert werden. Dadurch werden die Menschen vor Anarchie, Kriege, gegenseitiger Ausbeutung und Untergang bewahrt bleiben. Da der Grossteil des auserwählten Volkes diese Berufung und priesterliche Aufgabe im Laufe der Geschichte nicht immer wahrgenommen hat, gingen viele von ihnen durch schwere Gerichtszeiten hindurch. Zum Teil immer noch. Wir finden im biblisch-prophetischen Wort viele Aussagen von Gerichtsankündigungen und deren Erfüllung. Sollte sich das auserwählte Volk seiner Stellung und der damit verbundenen Verantwortung entziehen, würde es JaHuWaH wieder zur Besinnung rufen, d. h. an seine Erwählung, Berufung – und an seinen Auftrag – erinnern.

Doch, wie ich in früheren Glaubensimpulsen (Abkürzung: Gim) hingewiesen habe, bewahrte sich der himmlische Vater - durch alle Zeiten hindurch – einen treuen Überrest, der dem Wort der Thora und Propheten allezeit treu geblieben ist. Die Christen hatten sich einen biblisch nicht bezeugten Mashiach (Christus) zurechtgelegt, den sie bis heute verkündigen. Darum war es nicht nur ihre Absicht alle Juden, die sich dieser frommen Verirrung entgegensetzten zu töten, auch die Thora sollte vernichtet werden. Es wäre ihnen gelungen das zusammenhängende prophetische Wort völlig zu zerstören, wäre da nicht ein Überrest an Juden JaHuWaH allezeit treu geblieben. Juden und Thora wären für immer vom Erdboden verschwunden. Wir wären dem falschen Mashiach, dem Jesus Christus der Kirche, völlig ausgeliefert worden. Mit ihm hätte die Kirche alle Menschen geblendet, hinters Licht geführt. Wer hinter das Licht geführt wird, steht im Dunkeln. Er kann nichts mehr sehen, nichts mehr beurteilen, kann nur noch manipuliert werden, als Nichtsehender “geführt” werden. Über viele Jahrzehnte hindurch sind manche von uns auf diese Weise “geführt” (verführt) worden.
Das ist ein wesentlicher Grund für unsere täglichen Danksagungen. Betrachten wir die geschichtliche Vergangenheit. Dieser jüdische Überrest musste immer wieder unter grauenvollen Bedingungen leben, wurde von den Christen immer wieder in Todesgefahr gebracht. Der himmlische Vater hat diesen gläubigen Überrest von Juden bis heute hindurch getragen. Wir können von einem einzigartigen Wunder seiner Gnade sprechen.

Tragischerweise sprachen die Gründer des Christentums, Paulus und seine Verbündeten, die Verdammnis über alle Juden aus, die nicht an den von ihnen entworfenen und später dogmatisierten König und Messias, den Christus-Gott, glaubten. Doch die meisten Juden hielten – und halten – an den prophetisch bezeugten Aussagen über das kommende Messianische Reich fest. Die Kirchenväter, die Begründer des Kirchentums, die Paulus folgten, nehmen einen äusserst tragischen und traurigen Platz in der Menschheits- und Heilsgeschichte ein. Ihrer frommen Dogmatik, Theologie und Politik sind bisher weltweit mindestens 200 Millionen Menschen zum Opfer gefallen, abgesehen von den zahllosen Millionen, die durch den Tod dieser Menschen in Mitleidenschaft gezogen worden sind. JaHuWaH hatte durch seine Propheten immer wieder vor zwei Dingen gewarnt: Vor der Loslösung von seinem heilsgeschichtlich-prophetischen Wort und von der Loslösung seines auserwählten Volkes und dessen Dienst. Wie oft wies er auf die schwerwiegenden Konsequenzen und Folgen hin: “..und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen (beim prophetischen Wort JaHuWaHs bleiben), und wer dir flucht (sich vom prophetischen Wort löst), den werde ich verfluchen..” (1Mo 12,2-3). Konkret heisst das: ein solcher Mensch beraubt sich selbst des Segens und zieht andere mit ins Elend.

Es fällt uns auf, dass im NT von den eigentlichen Feinden Jahushuas, den Sadduzäern, kaum berichtet wird. Der Name leitet sich vom Priestergeschlecht Zadok ab. Sie waren die Priester. Wie ich im letzten Gim erwähnte, bestimmten sie den Dienst im Tempel, auch noch zur Zeit des Jahushuas und seiner Bibelschüler. Die Sadduzäer waren zusehends von der griechischen Denkweise (Hellenismus) unterwandert worden. Viele gingen schliesslich darin auf. Nach der Zerstörung des Tempels im Jahre 70 n.u.Z. ist ihr Einfluss völlig erloschen. . Als das NT von Papst Damasus und dem Kirchenvater Hieronymus zusammengestellt wurde, gab es schon lange keine Sadduzäer mehr, während die Gemeinschaft der Pharisäer, die Freunde Jahushuas, nach dem Jahr 70 u.Z. zu grosser Glaubensblüte erstarkt waren. Dies trotz schwerster Verfolgungen von Seiten der römischen Herrscher und des sich formierenden Christentums. Da die Sadduzäer, als die eigentlichen Feinde Jahushuas, nicht mehr existierten, machten die Schreiber des “NT” einfach die Freunde Jahushuas, die Pharisäer, zu dessen Feinden.

Nach 3 Jahrhunderten grausamster Verfolgung versöhnten sich die Römer mit den Christen, weil sie letztlich gleichen Glaubens wurden. **Die gläubigen Juden aber bewahrten den römischen Besatzern gegenüber ihr Glaubensgut und ihre Glaubensüberzeugung, während die Christen sich hoffnungslos dem römisch-heidnischen Glauben angepasst hatten. Das war ja nicht anders zu erwarten! Damit standen die Juden, vor allem die führenden Pharisäer, den Kirchenvätern im Weg. Die Juden wurden als starke religiöse Konkurrenz empfunden, die es auszuschalten galt. Ab dem 3. Jh. nahm der Einfluss der Christen im römischen Reich stark zu. Schliesslich errangen sie Oberhand. Auf Druck der Bischöfe musste die kaiserliche Gewalt die Juden von den öffentlichen Ämtern entfernen und ausschliessen. Die Verfolgung der Juden durch die Christen hat seither kein Ende genommen. Das war der erste christliche Versuch der Endlösung der Juden (“Endlösung der Judenfrage”)!

Es ist weder den Kirchenvätern noch den früh- und spätmittelalterlichen Kirchenführern, noch jenen der Neuzeit gelungen die Endlösung der Juden durchzusetzen, als die kirchliche Führung im Vatikan, zusammen mit den Bischöfen Deutschlands und Europas, Hitler in seinen Vorhaben mächtig unterstützte. Für die christlichen Völker, die von der kirchlichen Kultur und Denkweise geprägt sind, ist es kaum möglich sich von der biblisch nicht begründeten und nicht gerechtfertigten Theologie des Christus-Messias (Ersatztheologie) zu lösen, aus deren Geist die schlimmsten Gräuel und Verbrechen geboren worden sind.
Jahushua von Nazareth war ein frommer treuer Pharisäer und er wurde Rabbi genannt. Darum durfte er im Beth HaKnesseth (Synagoge, Gebetshaus) aus der Thora und den Propheten vorlesen und den Text kommentieren, auslegen (vgl. Lk 4,20). Wäre seine Abstammung nicht einwandfrei als Sohn Josefs nachgewiesen gewesen, hätte er niemals Rabbi sein können. Er hätte niemals im Tempel oder im Beth HaKnesseth (griech. Synagoge) lehren und Bibel auslegen dürfen.

Lasst mich noch einmal einige Zeugnisse zitieren. Jahushua bezeugt: “Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel” (Mt 15,24). Zu den Jüngern sagt er: “..geht aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel” (Mt 10,6). “Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte (Thora-treue Juden) zu rufen, sondern Sünder” (Mt 9,13), solche, die sich von JaHuWaH abgewandt haben. “Und ich habe andere Schafe (aus den “verlorenen” zehn Stämme), die nicht aus diesem Hof (Juda) sind; auch diese muss ich bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde, ein Hirte sein. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist grösser als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben” (Joh 10,16.29). Wir sind wohl solche, die die Stimme des Jahushua hören und zur Herde des Vaters JaHuWaH zurückgeführt worden sind. Jubel erfüllt unsere Herzen. Unsere Herzen sind voll des Dankes.
Würden die Bibelleser demütig und ohne Vorurteile die Bibel von Anfang an, von den ersten Seiten an, auf ihren prophetischen Gehalt und Zusammenhang hin lesen, auf Herz und Nieren prüfen, würden sie erkennen, dass JaHuWaH nie einen neuen Bund mit einem heidnisch-hellenistischen Kirchentum angekündigt hat. Er spricht vielmehr durch seine Propheten von der Erfüllung seines Bundes in, mit und durch sein auserwähltes Volk. Das Problem liegt einfach in der radikal antijüdischen Denkweise der Kirchenväter und der entsprechenden Verzerrung israelitisch-jüdischer Inhalte.

Das Kirchentum stellt sich in seinem Aufbau und in seiner Lehre gegen JaHuWaH und gegen Jahushua von Nazareth dar. Das heisst aber nicht, dass alle Kirchenmenschen schlechte Menschen sind. Es gibt Millionen von vorbildlichen Menschen innerhalb der Kirchen, Freikirchen und christlichen Gemeinschaften. In ihrem christlichen Glauben treiben sie meistens ahnungslos dahin. Selbst ernsthafte freikirchliche Menschen treiben in der Dogmatik der katholischen Kirche dahin, wie z.B. in der Lehre der drei Gott-Personen, über das versöhnende Blutopfer eines Menschen, das JaHuWaH gefordert haben soll, über die Lehre des Sonntags, der Auferstehung, Ostern, Weihnachten, einer unendlichen Höllenqual u.a.m. Alles Lehren, die wir im Glauben des Jahushua von Nazareth nicht finden.

In  der Freude über diesen Reichtum des geoffenbarten prophetisch-heilsgeschichtlichen Wortes unseres himmlischen Vaters JaHuWaH, grüsse ich alle mit einem herzlichen Shalom uvracha (Friede und Segen). Shabbat Shalom!

Gregor Dalliard

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